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Im vergangenen Jahr konnten wir in Liesberg (BL) gemeinsam mit der Hilfe naturverbundener Menschen einen ausgedienten Trafoturm vor dem Verfall retten und zu einer wertvollen Zuflucht für Wildtiere umbauen. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: Schon kurz nach dem Umbau konnten wir am Turm erste Mehlschwalbenbruten feststellen.
Dieser sichtbare Erfolg beweist einmal mehr, dass unsere Artenschutzgebäude für unsere heimischen Gebäude bewohnenden Vogelarten, Fledermäuse und auch Insekten wertvolle Überlebensinseln sind.
Artenschutzturm in Liesberg © SPA_CH
Viele Wildtierarten, die seit jeher mit uns unter einem Dach lebten, finden an modernen Gebäuden in unseren Dörfern und Städten kaum noch geeignete Nischen, Einschlupflöcher und Verstecke für ihre Nist- und Brutplätze. Gebäudesanierungen, glatt verputzte Fassaden, verschlossene Dachräume und der anhaltende Verlust naturnaher Gartenflächen machen Mehlschwalben, Mauerseglern, Hausrotschwänzen, Sperlingen, Fledermäusen und Solitärbienen das Überleben immer schwerer. Was lange selbstverständlich war, verschwindet heute oft still und leise.
Mauersegler © SPA_CH_NF
Hausrotschwanz © SPA_CH_NF
Wir sind daher sehr froh, dass wir unser erfolgreiches Artenschutzgebäude-Konzept nun auch im Berner Oberland umsetzen können: In Reichenbach im Kandertal bauen wir einen weiteren ausgedienten Trafoturm zu einer dauerhaften und sicheren Rettungsinsel für heimische Wildtiere um. Mit den Umbauarbeiten haben wir bereits im März begonnen, nun arbeiten lokale Handwerker mit Hochdruck daran, den Turm noch rechtzeitig zur diesjährigen Brutzeit fertigzustellen.
Trafohäuschen in Reichenbach im Kandertal © SPA_CH
Ganz besonders freut uns, dass unsere Artenschutzgebäude vielen naturliebenden Menschen auch Hoffnung und ein praxisnahes Beispiel für den Schutz der viel zu oft übersehenen Wildtierarten im Siedlungsraum schenken. So durften wir auch aus einem Nachlass ein ehemaliges Stellwerk-Gebäude in Burgistein (BE) in unser Eigentum übernehmen.
Biotopstrukturen beim Stellwerk-Gebäude in Burgistein © SPA_CH
In dem kleinen zum Gebäude gehörenden Garten haben wir mit handfester Unterstützung des lokalen Naturschutzvereins ein ökologisch wertvolles Trockenbiotop zur Förderung zahlreicher Insektenarten angelegt. Genau das macht Hoffnung: dass sich Menschen mit einem konkreten Schutzprojekt gemeinsam für die heimische Natur und deren wunderbare Artenvielfalt einsetzen.
Eingerüsteter Turm in Reichenbach i. K. © SPA_CH
Auch unser neuer Artenschutzturm in Reichenbach wird ein weithin sichtbares Zeichen der Hoffnung setzen: Hier erhält ein nicht mehr benötigtes Gebäude eine neue zukunftsweisende Funktion als sicherer Zufluchtsort und regionale Überlebensinsel für bei uns zunehmend bedrohte Gebäude bewohnende Wildtierarten.
Bachstelze © Leo/fokus-natur
Star © Leo/fokus-natur
Turmfalke © SPA_CH_NF
Für den fachgerechten Umbau des aus der ursprünglichen Nutzung genommenen Trafoturms Reichenbach i. K. zu einem Artenschutzturm und für das Biotop am früheren Stellwerk-Gebäude in Burgistein werden wir dieses Jahr viel Geld investieren. Damit wir alle anfallenden Rechnungen fristgerecht bezahlen können, sind wir auf die engagierte Unterstützung von tierliebenden Menschen angewiesen.
Bitte helfen Sie mit einer Spende, damit wir mit dem Artenschutzturm-Erfolgskonzept weitermachen können. Vielen Dank!
Ältere Projekte des Monats finden Sie im Archiv
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
«Mehr Platz für den Spatz: Neuer Artenschutzturm im Kandertal © SPA_CH_NF»
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