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Spendenprojekt
März 2018
Zugvogelmord auf Zypern
… volle Teller für Gour-
mets, leere Gärten für uns
alle!



Zugvögel in Fangnetz © SPA.CH

Der Frühling steht vor der
Tür, Millionen von Zugvögeln
haben sich bereits auf ihren
kräftezehrenden Flug aus
dem südlichen Überwinter-ungsgebiet zu ihren ange-
stammten Brutplätzen in
die nördlichen Breitengrade
begeben. Hundertausende
von ihnen nehmen dafür
die östliche Vogelzugroute
und überqueren die Mittel-
meerinsel Zypern, nichts
ahnend, dass ihnen dort
der massenhafte, qualvolle
Tod droht.


Fangplatz-Karte vom Südosten Zyperns © Komitee gegen den Vogelmord
> hier Anklicken für größere Kartenansicht
 
Verteilt im ganzen südöst-
lichen Inselteil legen profit-
gierige Vogelwilderer
Tausende illegale Leim-
ruten in extra dafür prä-
parierte Büsche aus oder
stellen Hunderte bis zu 25
Meter lange, durchsichtige
Nylon-Fangnetze heim-
tückisch zwischen Büschen
und Sträuchern auf, um die
ziehenden Singvögel zu
fangen, zu töten und illegal
an Restaurants zu verkau-
fen, wo sie unter dem
Namen «Ambelopoulia»
als zypriotische Delikatesse
an zweifelhafte Gourmets
zu horrenden Preisen an-
geboten werden. Die Profit-
gier der Vogelwilderer ken-
nt keine Grenzen! Um noch
mehr Zugvögel zu fangen,
werden diese mit elektro-
nischen Vogelgesängen
zum todbringenden Fang-
platz gelockt.
 

Maskenwürger an Leimrute
© Komitee gegen den Vogelmord


Wir schauen nicht taten-
los zu! Gemeinsam mit
unseren Vogelschützer-
Freunden vom «Komitee
gegen den Vogelmord»
führen wir seit 2012 jährlich
mehrere gemeinsame
Zugvogelschutzcamps
auf der Insel Zypern durch.


Zugvögel aus Netz gerettet
© Komitee gegen den Vogelmord


Wegen der vielen unange-
nehmen und teils schmerz-
haften Erfahrungen mit
zypriotischen Vogelwilde-
rern machen die Vogel-
schutzaktivisten unseres
Partners «Komitee gegen
den Vogelmord» und
unserer Stiftung die Nächte
zu Tagen und observieren
nachts illegal aufgebaute
elektronische Vogellock-
anlagen und aktive Vogel-
fangplätze. Illegale Fang-
plätze auf Privatgelände
dokumentieren wir mittels
GPS-Daten und Bildmate-
rial und übergeben das
aktuelle Datenmaterial ab
4:00 Uhr morgens an ab-
gestimmten Treffpunkten
den Polizeibeamten der
Anti-Wilderei-Einheit APS
(Anti Poaching Squad).


Zypriotische Zugvogel-Spezailität Ambelopoulia © Komitee gegen den Vogelmord

Mit den Polizeibeamten
arbeiten wir seit 2014
zunehmend besser und
effizienter zusammen.
Daher beschneidet der
zypriotische Innenminister
immer wieder die Einsatz-
zeiten dieser Polizei-
Spezialeinheit, um den
Druck auf die mafiös
vernetzten Zugvogel-
Wilderer zu reduzieren.


Zypern Vogelschutzeinsatz mit Anti-Wilderei-Spezialeinheit APS © SPA

Singvögel sind überwie-
gend nachts auf Vogelzug
und geraten angelockt
durch elektronische
Lockanlagen in die teils
riesigen Fangnetzanlagen.
Tagsüber gehen unsere
Zugvögel auf Insektenjagd.
Dafür nutzen sie bevorzugt
freie, gut anzufliegende
Äste in Bäumen und
Sträuchern. Die gut sicht-
bar ausgelegten klebrigen
Leimruten sind scheinbar
ideale Ansitzplätze… eine
fatale und tödliche Ein-
schätzung. Von den aus-
gelegten Leimruten gibt
es kein Entrinnen. Das Sprichwort: «Sie/er ist mir
auf den Leim gegangen»

beschreibt die unheilvolle
Konsequenz dieser
Fallentechnik!


Leimrutenopfer Singdrossel
© SPA


Bei ihren verzweifelten
Fluchtversuchen reissen
sich die auf den Leim ge-
gangenen Zugvögel ihre
Federn aus, verteilen den
Leim immer tiefer im Ge-
fieder oder verschlucken
ihn. Die Vogelopfer hängen
dann meist stundenlang
kopfüber in der prallen
Sonne bis zur totalen Er-
schöpfung und einem
langsamen qualvollen Tod.
Noch lebende Singvögel
werden von Vogelwilderern
mittels eines Zahnstochers
getötet, der durch den
zwangsweise geöffneten
Schnabel ins Vogelhirn
gestossen wird!


Konfiszierte Leimruten © SPA

Bei unserem Frühjahrs-
Vogelschutzcamp-Einsatz
2018 werden erneut bis
zu 14 Vogelschützer in
enger Zusammenarbeit
mit den Anti-Wilderei-
Einheiten der Polizei die
uns bekannten mehr als
520 illegalen Fanganlagen
kontrollieren und Leim-
ruten, Fangnetze und elek-
tronische Lockanlagen
abbauen. Verstärkt werden
wir auch Fotofallenkameras
einsetzen, um Vogelwilde-
rer zu identifizieren oder
idealerweise in flagranti
zu erwischen.


Abgebaute Lockgeräte © SPA.CH

Auf der «Sonneninsel»
Zypern werden jedes Jahr
noch immer bis zu 2.5
Millionen Zugvögel illegal
und qualvoll getötet. Fast
alle gemordeten Zugvogel-
arten sind europaweit
streng geschützt. Die ver-
wendeten Fangmethoden
wie Leimruten, Fangnetze
und elektronische Lock-
anlagen sind gemäss der
von allen EU-Mitgliedstaten
unterzeichneten EU-Vogel-
schutzrichtlinie von 1979
und eigenen nationalen
Gesetzen verboten. Das
allerdings interessiert die
mafiös organisierten Vogel-
wilderer und auch eine zu-nehmende Zahl der zyprio-
tischen Politiker nicht - zu
gross ist der Profit aus dem
illegalen Zugvogelfang.


Gerettete Brillengrasmücke
© SPA.CH


Zur Deckung der mehr-
wöchigen Vogelschutz-
camp-Einsatzkosten im
Frühjahr 2018 für die bis
zu 14 Vogelschutz-
aktivisten benötigen
wir ca. 25‘100 Franken.
Bitte unterstützen Sie
dieses engagierte Zug-
vogel-Rettungsprojekt.
Ihre Spende von vielleicht
20, 35 oder 70 Franken
macht unsere Einsätze
überhaupt erst möglich
und stärkt uns im Kampf
gegen die Zugvogel-
wilderer. Danke!
 
Wir über uns

Die "Stiftung Pro Artenvielfalt"

Die Stiftung Pro Artenvielfalt  wurde per 10. Oktober 2011 im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt unter der Firmennummer CH-270.7.003.096-3 eingetragen.

„Stiftung Pro Artenvielfalt, „DieTierPaten" und "STOP dem Vogelmord" sind eingetragen als Marken beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, Bern. Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die operative Stiftungsarbeit basiert zunächst auf den Projektschwerpunkten:


Unsere operative Stiftungsarbeit

Die operativen Stärken der Stiftung sind ein fachlich hochqualifiziertes Netzwerk von ehrenamtlich arbeitenden Personen in der Schweiz, in Deutschland und Südeuropa.

Das kleine Team der Stiftung pflegt intensive und freundschaftliche Kontakte zu regional arbeitenden Naturschutzorganisationen und -initiativen, zu Wildtierpflege- und Auswilderungsstationen und zu Naturschutzbehörden auf Kantons-Ebene.

In diesem qualifizierten und zuverlässigen Netzwerk findet die Stiftung die praktische Unterstützung für die Realisierung der oft dringenden Tierschutzprojekte.


Unsere Philosophie

Der Schutz von bedrohten Wildtierarten und der Artenvielfalt als patenschaftliche Verpflichtung.


Unsere Positionierung

Die Nothelfer für bedrohte Tierarten.


Warum wir uns engagieren

Mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart stirbt ein Stück unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Aussterben passiert leise und schleichend. Vor unserer Haustür, in den Urlaubsgebieten, an praktisch jedem Platz der Welt. Die Ausrottung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt durch menschliches Handeln schreitet in alarmierendem Tempo voran. Aktuell stirbt alle 10 Minuten eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das sind 6 Arten pro Stunde. Oder mehr als 140 Arten an einem einzigen Tag. Unsere Erde wird immer eintöniger - sie verliert zunehmend ihr vertrautes Gesicht. Und damit verlieren wir Menschen unsere innere Ruhe und unser seelisches Gleichgewicht. Nur die Vielfalt der Arten garantiert das Gleichgewicht in der Natur und damit auch unsere menschliche Lebensqualität.


Unsere Verpflichtung

Die Menschen in der Stiftung Pro Artenvielfalt® arbeiten aus der Überzeugung, dass der Schutz frei lebender Wildtiere und ihrer Lebensräume eine Generationen-Verpflichtung ist.

Wir arbeiten auf den Grundlagen des „Übereinkommens über die biologische Vielfalt“ und der „Agenda 21“, die auf der UN-Konferenz von Rio de Janeiro (Rio) 1992 verabschiedet wurden. Unsere Stiftungsprojekte zum Schutz bedrohter Tierarten, ihrer Lebensräume und zur Sicherung der Artenvielfalt leisten auch einen konkreten Beitrag zur Erfüllung der von 193 Vertragsstaaten verabschiedeten Artenschutzziele der UN-Artenschutzkonferenz 2010 von Nagoya/Japan. Unsere Arbeit zielt darauf, die Lebensgrundlagen wild lebender Tierarten zu erhalten und, wo nötig und möglich, zu verbessern oder wieder herzustellen.


Unsere Ziele

Unsere satzungsgemässen  Ziele sind, gefährdeten und bedrohten Wildtierarten das Überleben auch im 21. Jahrhundert möglichst in ihren angestammten Lebensräumen zu sichern.
Satzungsgemäss engagieren wir uns je nach Problemstellung und Situation für:


Unsere satzungsgemässe Projektarbeit

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® sucht und realisiert solche Wildtier-Schutzprojekte, die gute Erfolgschancen haben oder wo akute Problemsituationen schnelle Entscheidungen und ein konsequentes Handeln erfordern.

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist ein zuverlässiger Partner in der praktischen Natur- und Artenschutz-Projektarbeit  vor Ort und für im Natur- und Artenschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger. Diese arbeiten oft im Stillen, voller Idealismus und mit knappen finanziellen Möglichkeiten. Häufig opfern die Menschen für ihre ehrenamtliche Naturschutzarbeit ihre knappe Freizeit und stellen nicht selten ihre Privatinteressen hinter den Schutz und das Wohl gefährdeter Tierarten und ihrer Lebensräume zurück.


Die Stiftungsorgane

Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsorgan der Stiftung. Er überwacht und kontrolliert die Arbeit der Stiftungs-Geschäftsführung. Diese ist in vollem Umfang für die operative Stiftungsarbeit und die satzungsgemässe Erfüllung des Stiftungszwecks verantwortlich.

Der Stiftungsrat
Roland Tischbier (Präsident)
Dr. Marco Lorez
Dr. Georg Schürmann

Geschäftsführung
Dr. Georg Schürmann


Ihre patenschaftliche Hilfe zählt

Ihre Spende, egal ob 5, 15, 30 oder sogar 50 Franken hilft uns bei der Realisierung dringender Tierschutzprojekte in der Schweiz und im europäischen Ausland.