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Spendenprojekt Au-
gust / September 2019
Sizilien: neue Stolper-
steine bringen uns nicht
vom Weg zum großen
Zugvogelschutzgebiet ab



Pantano Cuba: Brandstiftung in unserem Zugvogelschutzgebiet
© SPA IT


Es gibt fast nichts, was wir
seit Beginn der Förderung
unseres Zugvogelschutz-
gebiets-Projekts «Pantani
Cuba & Longarini» an der
Südostküste Siziliens nicht
erlebt haben. Dazu gehören
Hausbesetzung in einem
bei Grundstückskauf mit-
gekauften Bauernhaus,
wiederholte Brandstiftun-
gen, Sabotage gegen
unsere Bewässerungslei-
tungen, Vergiftung unserer
Wassergräben, Vogel- und
Fischwilderei auf unseren
Schutzgebietsflächen, Ein-
bruchversuche in unsere
provisorische Naturschutz-
station…


Müllnotstand entlang unserer Grundstücksgrenzen Pantano
Cuba © SPA IT


Von Mai bis Juni 2019 mu-
tierten unsere vor Ort mit
Schutzgebietsbewachung, Biotopentwicklungsarbeiten,
Vogelbestandserfassung
und Führungen beschäftig-
ten Bird Guards zu Müll-
experten, die entlang unse-
rer eingezäunten Schutz-
gebietsflächen sowohl vor
als auch hinter den Zäunen
und vor den Einfahrtstoren
Berge von illegal entsorg-
tem Hauskehricht beseiti-
gen müssen.


Illegal entsorgter Müll an der Straße oberhalb unserer Pantano Cuba Hangrundstücke © SPA IT

Der Hintergrund dafür ist
eine von den angrenzenden
Kommunen schlecht vor-
bereitete und Hals über
Kopf eingeführte Mülltren-
nung für die privaten Haus-
halte. Die allerdings zeigen
mehrheitlich kaum Interes-
se und schon gar kein Ver-
ständnis dafür, sich mit
ihrem Müll gedanklich und
praktisch länger als üblich
zu beschäftigen. Man ist
überwiegend der Meinung,
Müll gehört an der Südost-
küste Siziliens an den
Strassenrand, in die Land-
schaft oder auf fremde
Grundstücke. Wird der Platz
knapp, wird Müll prakti-
scherweise angezündet…


Müllsortierung unserer Bird Guards von illegal abgelagertem Müll an unserem Schutzzaun Pantano Cuba © SPA IT

Es fällt schwer, naturbegei-
sterte und naturschützende
Menschen wie unsere Bird
Guards wochenlang für
Müllsammeln, Mülltrennung
und legale Müllentsorgung
illegal entsorgten Mülls
fremder Menschen zu moti-
vieren. Sie haben es trotz-
dem gemacht… für die
Natur, für die Artenvielfalt,
für unser Zugvogelschutz-
gebiet und für naturliebende
Menschen, die in zuneh-
mender Zahl unser Schutz-
gebiet besuchen.


Obstgarten westlicher Teil angrenzend an die Lagune Pantano Cuba © SPA IT

Da kam ihnen und uns die
motivierende Erlösung in
Form einer Schulklasse
nebst Lehrer gerade recht,
der nach einer ausgiebigen
ornithologischen Exkursion
durch unser Schutzgebiet
derart begeistert war, dass
er unserer deutschen
Schwesterstiftung sein
wunderbares ökologisch
gepflegtes mediterranes
1.35 Hektar (13’500 m²)
grosses Obstbaum-
Hanggrundstück, direkt
angrenzend an unseren
Schutzgebietsteil Pantano
Cuba, zum Kauf anbot.


Sandbienen im Obstbaum-Garten © SPA IT

Dies mit der Begründung,
dass er sein ökologisches
Lebenswerk nachhaltig
geschützt sehen und nicht
in falsche Hände fallen
lassen will. Und deren gibt
es dort einige: Vogeljäger,
Vogelwilderer, illegale Müll-
entsorger und Immobilien-
spekulanten, die die gran-
diose Aussicht auf unsere
Lagunen mit Zugvogel-
schutzgebiet und die Mittel-
meerküste mit Nähe zum
Mittelmeerstrand zu
Höchstpreisen vermarkten.


Junger Wiedehopf in unserer Obstbaumwiese © SPA IT

Das Obstbaumgrundstück
ist eine räumlich perfekte
Ergänzung und wirkliche
Bereicherung unseres
Zugvogelschutzgebiets,
beobachten unsere Bird
Guards dort schon seit
Jahren mehr als 30 Zug-
vogelarten, seltene Schmet-
terlinge und eine Vielzahl
von seltenen Wildbienen-
arten.


Bienenfresser an der Brutwand neben der Obstbaumwiese © SPA IT

Die Gesamtkaufkosten für
dieses Naturparadies
betragen gut 59’000 Euro.
Dafür hat unsere deutsche
Schwesterstiftung bei
Unterschrift des notariell
beglaubigten Vorkaufs-
vertrags bereits eine
Anzahlung geleistet. Am
03. September 2019 sind
bei Unterschrift des Kauf-
vertrags die noch zu be-
zahlenden Kosten von
46’500 Euro fällig. Bis zu
diesem Termin haben wir
unserer Schwesterstif-
tung einen Projekt-Förder-zuschuss von umgerech-
net 11’200 Franken zuge-
sichert.

Bitte helfen Sie uns mit
Ihrer Projektspende, die-
ses Grundstück in die
schützenden Hände unse-
rer Stiftungen zu bekom-
men.



Sommerlicher Obstgarten mit Olivenbäumen angrenzend an Lagune Pantano Cuba © SPA IT
 
Wir über uns

Die "Stiftung Pro Artenvielfalt"

Die Stiftung Pro Artenvielfalt wurde per 10. Oktober 2011 im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Die Firmennummer lautet: CHE-404.478.621

„Stiftung Pro Artenvielfalt, „DieTierPaten" und "STOP dem Vogelmord" sind eingetragen als Marken beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, Bern. Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die operative Stiftungsarbeit basiert zunächst auf den Projektschwerpunkten:


Unsere operative Stiftungsarbeit

Die operativen Stärken der Stiftung sind ein fachlich hochqualifiziertes Netzwerk von ehrenamtlich arbeitenden Personen in der Schweiz, in Deutschland und Südeuropa.

Das kleine Team der Stiftung pflegt intensive und freundschaftliche Kontakte zu regional arbeitenden Naturschutzorganisationen und -initiativen, zu Wildtierpflege- und Auswilderungsstationen und zu Naturschutzbehörden auf Kantons-Ebene.

In diesem qualifizierten und zuverlässigen Netzwerk findet die Stiftung die praktische Unterstützung für die Realisierung der oft dringenden Tierschutzprojekte.


Tätigkeitsberichte


Unsere Philosophie

Der Schutz von bedrohten Wildtierarten und der Artenvielfalt als patenschaftliche Verpflichtung.


Unsere Positionierung

Die Nothelfer für bedrohte Tierarten.


Warum wir uns engagieren

Mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart stirbt ein Stück unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Aussterben passiert leise und schleichend. Vor unserer Haustür, in den Urlaubsgebieten, an praktisch jedem Platz der Welt. Die Ausrottung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt durch menschliches Handeln schreitet in alarmierendem Tempo voran. Aktuell stirbt alle 10 Minuten eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das sind 6 Arten pro Stunde. Oder mehr als 140 Arten an einem einzigen Tag. Unsere Erde wird immer eintöniger - sie verliert zunehmend ihr vertrautes Gesicht. Und damit verlieren wir Menschen unsere innere Ruhe und unser seelisches Gleichgewicht. Nur die Vielfalt der Arten garantiert das Gleichgewicht in der Natur und damit auch unsere menschliche Lebensqualität.


Unsere Verpflichtung

Die Menschen in der Stiftung Pro Artenvielfalt® arbeiten aus der Überzeugung, dass der Schutz frei lebender Wildtiere und ihrer Lebensräume eine Generationen-Verpflichtung ist.

Wir arbeiten auf den Grundlagen des „Übereinkommens über die biologische Vielfalt“ und der „Agenda 21“, die auf der UN-Konferenz von Rio de Janeiro (Rio) 1992 verabschiedet wurden. Unsere Stiftungsprojekte zum Schutz bedrohter Tierarten, ihrer Lebensräume und zur Sicherung der Artenvielfalt leisten auch einen konkreten Beitrag zur Erfüllung der von 193 Vertragsstaaten verabschiedeten Artenschutzziele der UN-Artenschutzkonferenz 2010 von Nagoya/Japan. Unsere Arbeit zielt darauf, die Lebensgrundlagen wild lebender Tierarten zu erhalten und, wo nötig und möglich, zu verbessern oder wieder herzustellen.


Unsere Ziele

Unsere satzungsgemässen  Ziele sind, gefährdeten und bedrohten Wildtierarten das Überleben auch im 21. Jahrhundert möglichst in ihren angestammten Lebensräumen zu sichern.
Satzungsgemäss engagieren wir uns je nach Problemstellung und Situation für:


Unsere satzungsgemässe Projektarbeit

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® sucht und realisiert solche Wildtier-Schutzprojekte, die gute Erfolgschancen haben oder wo akute Problemsituationen schnelle Entscheidungen und ein konsequentes Handeln erfordern.

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist ein zuverlässiger Partner in der praktischen Natur- und Artenschutz-Projektarbeit  vor Ort und für im Natur- und Artenschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger. Diese arbeiten oft im Stillen, voller Idealismus und mit knappen finanziellen Möglichkeiten. Häufig opfern die Menschen für ihre ehrenamtliche Naturschutzarbeit ihre knappe Freizeit und stellen nicht selten ihre Privatinteressen hinter den Schutz und das Wohl gefährdeter Tierarten und ihrer Lebensräume zurück.


Die Stiftungsorgane

Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsorgan der Stiftung. Er überwacht und kontrolliert die Arbeit der Stiftungs-Geschäftsführung. Diese ist in vollem Umfang für die operative Stiftungsarbeit und die satzungsgemässe Erfüllung des Stiftungszwecks verantwortlich.

Der Stiftungsrat
Roland Tischbier (Präsident)
Dr. Marco Lorez
Marlen Witte

Geschäftsführung
Niels Friedrich


Ihre patenschaftliche Hilfe zählt

Ihre Spende, egal ob 5, 15, 30 oder sogar 50 Franken hilft uns bei der Realisierung dringender Tierschutzprojekte in der Schweiz und im europäischen Ausland.