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Spendenprojekt
Juli / August 2020
GELOI-Feuchtgebiet:
Feuchtwiesen als wichtige
Rast- und Nahrungsplätze
entlang der mittleren
Vogelzugroute dauerhaft
vor illegaler Jagd und
Brandstiftung schützen!



Rastende Goldregenpfeifer im GELOI Feuchtgebiet © C.E.A.

Im Jahr 2018 stellten wir
erstmalig in der Schweiz
unser neues Grossprojekt
«GELOI Wetland», gelegen
im Süden Siziliens, unseren
Unterstützern vor. Angetrie-
ben von der Idee ein neues
grossflächiges Zugvogel-
schutzgebiet in Sizilien /
Italien zu erschaffen, ergrif-
fen wir die einzigartige
Chance diese von Bergen
umgebene Feuchtwiesen-
ebene, nahe der kleinen
Ortschaft Niscemi in der
Provinz Calatanissetta,
gemeinsam mit unserer
deutschen Schwester-
stiftung zu schützen und
durch Landkaufförderung
strategisch zu erweitern.
Dank unserer sizilianischen
Bird Guards, ausgestattet
mit behördlich genehmigten
Sonderbewilligungen, kon-
nte trotz Corona-Lockdown
unser inzwischen auf
637'000 m2 angewachse-
nes Zugvogelschutzgebiet
unter kräftezehrenden Be-
dingungen vor Wilderern
und Brandstiftern beschützt werden.


Während der sommerlichen Trockenphase bekämpfen unsere Bird Guards unermüdlich bedrohliche Brandherde, entfacht durch Brandstifter © C.E.A.

Nach bewährtem Vorbild
des gemeinsam mit unse-
rer deutschen Schwester-
stiftung erfolgreich ge-
schützten Zugvogelpara-
dieses «Pantani Cuba &
Longarini», wollen wir nun
auch um das GELOI-
Feuchtgebiet einen ca. 7.5
Kilometer langen Schutz-
zaun errichten, um Jägern
und Wilderern deutlicher
ihre Grenzen aufzuzeigen.
Zusätzlich werden um und
im Feuchtgebiet Brand-
schutzstreifen angelegt,
denn auch vor Brandstif-
tung wird nicht zurückge-
schreckt und die teils star-
ken und heissen Scirocco-
Winde lassen die gelegten
Feuer ohne unsere Schutz-
massnahmen schnell
ausser Kontrolle geraten.


Rotflügelbrachschwalben-Elternvogel mit seinem Küken
© Davide Pepi


Es zeigt sich deutlich, dass
sich unser andauernder
Einsatz für den kontinuier-
lichen Aufbau und den
Schutz dieses enorm wich-
tigen Zugvogel-Hotspots
als letzte (Herbst-Vogelzug)
oder erste (Frühjahrs-
Vogelzug) Station vor oder
nach der anstrengenden
Mittelmeerüberquerung mit
seiner phantastischen
Biotopswirkung für unsere
Zugvogelwelt schon jetzt
gänzlich lohnt. Die Natur
nutzt mit ihrer Vitalität den
neugewonnen Raum. Eine
Vielzahl an Insektenarten,
gefördert durch sich er-
holende einheimische
Pflanzen- und Strauch-
vegetation, bilden hervor-
ragende Rastbedingungen
für bedrohte Zugvogelarten
wie Kiebitz, Wiedehopf &
Co. Es wird aber nicht nur
gerastet, auch die in Italien
grösste Kolonie an Rot-
flügelbrachschwalben
brütet hier am Boden der
geschützten und bewachten Flächen.


Von Wilderern illegal geschos-
sener Weissstorch im noch un-
eingezäunten GELOI-Feuchtgebiet © C.E.A.

Für etliche unserer eigent-
lich per international gül-
tigen Richtlinien geschütz-
ten Zugvögel endet ihre
Reise aber dennoch zu
oft tödlich. Noch immer su-
chen und finden Wilderer
Möglichkeiten auf den
Feuchtgebietsflächen ihrer
Lust am Töten wildleben-
der Tierarten zu frönen und
schiessen auf alles, was
ihnen vor die Flinte fliegt.
Ob Weissstorch, Staren-
schwärme oder Eulen- und
Greifvogelarten, auf alles wird geschossen.


Bird Guard bereitet einen Brandschutzstreifen vor © C.E.A.

Damit solch schmerzliche
Verluste für unsere in der
Schweiz und im übrigen
Europa brütenden Zugvögel
zukünftig besser vermieden
werden können und auch
die lokal vorkommenden
Vogelarten besser ge-
schützt werden, müssen
wir jetzt mit dem Bau eines
Schutzzauns beginnen, da-
mit dieser bis zum näch-
sten Vogelzug fertiggestellt
ist. Eine Baubewilligung
liegt uns von der Gemeinde
Gela bereits vor und das
Material für die ersten
Zaunmeter ist auch bereits
eingetroffen. Die Erfahrung
hat uns gezeigt, dass ein
Schutzzaum sehr effektiv
ist, denn das italienische
Gesetz verbietet es bei
schwerer Strafe und Be-
schlagnahmung der
Schusswaffen, eingezäunte
Grundstücke für die Jagd zu betreten.

Um den 7.5 km langen
Zaun in einem 6.0 m
breiten Brandschutzstreifen
zu errichten, benötigen wir
knapp 26'000 Franken.

Dürfen wir für den wir-
kungsvollen Schutz vor
Jagd und Brandstiftung
der im GELOI-Feucht-
gebiet lebenden Tier-
und Pflanzenarten auf
Ihre tatkräftige
Spenden-
unterstützung
zählen?



Durch unser ausgeklügeltes Was-
sermanagement ist es gelungen,
die Wiesenflächen wieder länger
feucht zu halten, blühende Wild-
blumen locken Insekten an, die
wiederum die überlebenswichtige
Nahrungsgrundlage für die bei-
spielsweise in der Schweiz selten gewordene Grauammer bietet.
© C.E.A.
 
Wir über uns

Die "Stiftung Pro Artenvielfalt"

Die Stiftung Pro Artenvielfalt wurde per 10. Oktober 2011 im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Die Firmennummer lautet: CHE-404.478.621

„Stiftung Pro Artenvielfalt, „DieTierPaten" und "STOP dem Vogelmord" sind eingetragen als Marken beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, Bern. Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die operative Stiftungsarbeit basiert auf den Projektschwerpunkten:


Unsere operative Stiftungsarbeit

Die operativen Stärken der Stiftung sind ein fachlich hochqualifiziertes Netzwerk von ehrenamtlich arbeitenden Personen in der Schweiz, in Deutschland und Südeuropa.

Das kleine Team der Stiftung pflegt intensive und freundschaftliche Kontakte zu regional arbeitenden Naturschutzorganisationen und -initiativen, zu Wildtierpflege- und Auswilderungsstationen und zu Naturschutzbehörden auf Kantons-Ebene.

In diesem qualifizierten und zuverlässigen Netzwerk findet die Stiftung die praktische Unterstützung für die Realisierung der oft dringenden Tierschutzprojekte.


Tätigkeitsberichte


Unsere Philosophie

Der Schutz von bedrohten Wildtierarten und der Artenvielfalt als patenschaftliche Verpflichtung.


Unsere Positionierung

Die Nothelfer für bedrohte Tierarten.


Warum wir uns engagieren

Mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart stirbt ein Stück unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Aussterben passiert leise und schleichend. Vor unserer Haustür, in den Urlaubsgebieten, an praktisch jedem Platz der Welt. Die Ausrottung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt durch menschliches Handeln schreitet in alarmierendem Tempo voran. Aktuell stirbt alle 10 Minuten eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das sind 6 Arten pro Stunde. Oder mehr als 140 Arten an einem einzigen Tag. Unsere Erde wird immer eintöniger - sie verliert zunehmend ihr vertrautes Gesicht. Und damit verlieren wir Menschen unsere innere Ruhe und unser seelisches Gleichgewicht. Nur die Vielfalt der Arten garantiert das Gleichgewicht in der Natur und damit auch unsere menschliche Lebensqualität.


Unsere Verpflichtung

Die Menschen in der Stiftung Pro Artenvielfalt® arbeiten aus der Überzeugung, dass der Schutz frei lebender Wildtiere und ihrer Lebensräume eine Generationen-Verpflichtung ist.

Wir arbeiten auf den Grundlagen des „Übereinkommens über die biologische Vielfalt“ und der „Agenda 21“, die auf der UN-Konferenz von Rio de Janeiro (Rio) 1992 verabschiedet wurden. Unsere Stiftungsprojekte zum Schutz bedrohter Tierarten, ihrer Lebensräume und zur Sicherung der Artenvielfalt leisten auch einen konkreten Beitrag zur Erfüllung der von 193 Vertragsstaaten verabschiedeten Artenschutzziele der UN-Artenschutzkonferenz 2010 von Nagoya/Japan. Unsere Arbeit zielt darauf, die Lebensgrundlagen wild lebender Tierarten zu erhalten und, wo nötig und möglich, zu verbessern oder wieder herzustellen.


Unsere Ziele

Unsere satzungsgemässen  Ziele sind, gefährdeten und bedrohten Wildtierarten das Überleben auch im 21. Jahrhundert möglichst in ihren angestammten Lebensräumen zu sichern.
Satzungsgemäss engagieren wir uns je nach Problemstellung und Situation für:


Unsere satzungsgemässe Projektarbeit

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® sucht und realisiert solche Wildtier-Schutzprojekte, die gute Erfolgschancen haben oder wo akute Problemsituationen schnelle Entscheidungen und ein konsequentes Handeln erfordern.

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist ein zuverlässiger Partner in der praktischen Natur- und Artenschutz-Projektarbeit  vor Ort und für im Natur- und Artenschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger. Diese arbeiten oft im Stillen, voller Idealismus und mit knappen finanziellen Möglichkeiten. Häufig opfern die Menschen für ihre ehrenamtliche Naturschutzarbeit ihre knappe Freizeit und stellen nicht selten ihre Privatinteressen hinter den Schutz und das Wohl gefährdeter Tierarten und ihrer Lebensräume zurück.


Die Stiftungsorgane

Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsorgan der Stiftung. Er überwacht und kontrolliert die Arbeit der Stiftungs-Geschäftsführung. Diese ist in vollem Umfang für die operative Stiftungsarbeit und die satzungsgemässe Erfüllung des Stiftungszwecks verantwortlich.

Der Stiftungsrat
Roland Tischbier (Präsident)
Dr. Marco Lorez
Marlen Witte

Geschäftsführung
Niels Friedrich


Ihre patenschaftliche Hilfe zählt

Ihre Spende, egal ob 5, 15, 30 oder sogar 50 Franken hilft uns bei der Realisierung dringender Tierschutzprojekte in der Schweiz und im europäischen Ausland.