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Spendenprojekt
Dezember 2017
4. Teilflächenkauf „Pantano Longarini“ trotz heftigem Widerstand…


Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba (Vordergrund) Pantano Longarini (Hintergrund) © SPA

Mit Beginn der von uns
finanziell umfangreich
geförderten Flächenkäufe
unserer deutschen
Schwesterstiftung im
Feuchtgebietskomplex
„Pantano Longarini“ an der
Südostküste Siziliens zur
Flächenvergrösserung
unseres im Aufbau befind-
lichen Zugvogelschutz-
gebiets „Pantani-Region“
formierte sich der Wider-
stand von Lokalgrössen,
Vogeljägern und Wilderern.


Ragusa Titelseite Zeitungsartikel Pantano Longarini © La Sicilia
 
Die anhaltenden positiven
Presseberichte in Sizilien
und Italien über unser
Zugvogelschutzprojekt
heizten das Unverständnis
und den Ärger ob des von
uns auf dem Stiftungs-
eigentum konsequent
durchgesetzten Vogel- und
Biotopschutzes zusätzlich
an.
 

Illegale Müllablagerungen Pantano Longarini © SPA

So haben wir vor Ort schon
viel erlebt: massive Müll-
ablagerungen, illegale
Vogeljagd, umfangreiche
Fischwilderei, Einbrüche in
unser Materiallager, einen
ungenehmigten Bagger-
einsatz im Mündungs-
bereich der Lagune Pan-
tano Longarini ins Mittel-
meer mit dem Ziel, den
Wasserstand stark abzu-
senken, Verfolgungsfahrten
zur Einschüchterung
unserer Bird Guards.


Brandanschlag Zugvogel-
schutzgebiet Pantano Longarini
© SPA IT


Sizilien litt diesen Sommer
monatelang unter langan-
haltender Trockenheit mit
Temperaturen jenseits der
+40° Marke und die Insel
brannte an hunderten
Stellen, überwiegend Feuer,
die gelegt waren, um
illegale Müllplätze zu
„reinigen“. Eine neue aber
höchst unangenehme
Erfahrung waren Mitte Juli
3 Brandanschläge auf
unsere Grundstücksflächen
der ausgetrockneten
Feuchtgebietsteile Pantano
Longarini und Pantano
Cuba. Die erfolgten unmit-
telbar nachdem wir Fisch-
wilderern, nach mehrfachen
Hinweisen auf unser
Grundstückseigentum,
Platzverweise erteilt hatten.


Fischadler mit Beute in Lagune Pantano Longarini © SPA IT

Was dort der Fischwilderer
grösste Freud` ist vieler
Zugvögel existenzbedro-
hendes Leid… massive
Störungen der Rastplatz-
Biotope und zunehmende
Verknappung der dringend
benötigen Fischnahrung!


Regionale Feuerwehr - Einsatz Pantano Longarini © SPA

Die völlig überlasteten
regionalen Feuerwehr-
Spezialeinheiten halfen nur
beim Löschen des Brandes
in Pantano Longarini, beim
Kampf gegen die Flammen
in Pantano Cuba waren wir
ganz auf uns allein gestellt.


Bird Guards bekämpfen Feuer in Pantano Cuba © SPA


Erschöpfter Bird Guard bei Löscheinsatz in Pantano Cuba
© SPA


So schlugen unsere Bird
Guards und befreundete 
Landwirte stundenlang mit
Äxten, Sägen und Spaten
Brandschneisen durch das
Buschland und die Röh-
richtgürtel entlang der
Lagune, um ein unkontrol-
liertes Ausbreiten des
zerstörerischen Flächen-
brandes zu verhindern.

Wir schleppten eimerweise
Wasser aus einem Wasser-
loch in der Lagune Pantano
Cuba und löschten, so gut
wir konnten. Die Funken
brannten Löcher in unsere
T-Shirts, die Sohlen unserer
Schuhe schmolzen auf dem
noch glühenden Boden, der
beissende Rauch griff
unsere Augen und Lungen
an – trotzdem kämpften wir
bis tief in die Nacht gegen
die lodernden Flammen.


Pantano Cuba: Reiher, Enten, Stelzenläufer, Rosaflamingos
© SPA


Diese Erfahrung hat uns
darin bestärkt, auch die
letzte 22 ha (220.000 m²)
grosse Teilfläche des
Feuchtgebiets Pantano
Longarini zu kaufen. Erst
danach können wir entlang
der Landstrasse SR 44 und
deren Nebenstrassen
einen 6 m breiten Brand-
schutzstreifen pflügen in
dem wir, wie schon um
unser Feuchtgebiet Pan-
tano Cuba, einen ca. 5 km
langen Schutzzaun errichten
werden. Damit beenden wir
nicht nur die illegale Vogel-
und Fischwilderei sondern
erfüllen mit der Einzäunung
auch die vom italienischen
Gesetzgeber vorgeschrie-
bene Bedingung zur
Beendigung der legalen Vogeljagd.


Pantani-Region Flächenkarte (Anklicken für größere Darstellung als PDF-Datei)

Dieser 4. Teilflächenkauf
Pantano Longarini (Ost)
erweitert unser Flächen-
eigentum auf insgesamt
335 ha (3.350.000 m²)
Flächen in der „Pantani-
Region“. Damit sind dann
schon knapp 84% der
insgesamt ca. 400 ha
ökologisch wertvollen
Grundstücksflächen in
unseren schützenden
Händen. Und dass wir vor
Ort schon seit 2013 konse-
quent Flagge zeigen, lernen
unsere „Freunde“ jeden
neuen Tag…  und damit
nimmt zugleich auch die
Zahl der sizilianischen
Unterstützer täglich zu.


Reiher + Rosaflamingos +Möwen + Watvögel in der Lagune Pantano Cuba © SPA IT

Bitte helfen Sie uns mit
Ihrer Spende, den uns
noch fehlenden Teilbetrag
von 42´000 Franken für
den unserer Schwester-
stiftung zugesagten
Förderzuschuss in Höhe
von insgesamt 72´000
Franken für den Kauf der
 4. Teilfläche der Lagune
Pantano Longarini bis
22. Januar 2018 zusam-
menzubekommen.
 
Wir über uns

Die "Stiftung Pro Artenvielfalt"

Die Stiftung Pro Artenvielfalt  wurde per 10. Oktober 2011 im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt unter der Firmennummer CH-270.7.003.096-3 eingetragen.

„Stiftung Pro Artenvielfalt, „DieTierPaten" und "STOP dem Vogelmord" sind eingetragen als Marken beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, Bern. Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die operative Stiftungsarbeit basiert zunächst auf den Projektschwerpunkten:


Unsere operative Stiftungsarbeit

Die operativen Stärken der Stiftung sind ein fachlich hochqualifiziertes Netzwerk von ehrenamtlich arbeitenden Personen in der Schweiz, in Deutschland und Südeuropa.

Das kleine Team der Stiftung pflegt intensive und freundschaftliche Kontakte zu regional arbeitenden Naturschutzorganisationen und -initiativen, zu Wildtierpflege- und Auswilderungsstationen und zu Naturschutzbehörden auf Kantons-Ebene.

In diesem qualifizierten und zuverlässigen Netzwerk findet die Stiftung die praktische Unterstützung für die Realisierung der oft dringenden Tierschutzprojekte.


Unsere Philosophie

Der Schutz von bedrohten Wildtierarten und der Artenvielfalt als patenschaftliche Verpflichtung.


Unsere Positionierung

Die Nothelfer für bedrohte Tierarten.


Warum wir uns engagieren

Mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart stirbt ein Stück unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Aussterben passiert leise und schleichend. Vor unserer Haustür, in den Urlaubsgebieten, an praktisch jedem Platz der Welt. Die Ausrottung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt durch menschliches Handeln schreitet in alarmierendem Tempo voran. Aktuell stirbt alle 10 Minuten eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das sind 6 Arten pro Stunde. Oder mehr als 140 Arten an einem einzigen Tag. Unsere Erde wird immer eintöniger - sie verliert zunehmend ihr vertrautes Gesicht. Und damit verlieren wir Menschen unsere innere Ruhe und unser seelisches Gleichgewicht. Nur die Vielfalt der Arten garantiert das Gleichgewicht in der Natur und damit auch unsere menschliche Lebensqualität.


Unsere Verpflichtung

Die Menschen in der Stiftung Pro Artenvielfalt® arbeiten aus der Überzeugung, dass der Schutz frei lebender Wildtiere und ihrer Lebensräume eine Generationen-Verpflichtung ist.

Wir arbeiten auf den Grundlagen des „Übereinkommens über die biologische Vielfalt“ und der „Agenda 21“, die auf der UN-Konferenz von Rio de Janeiro (Rio) 1992 verabschiedet wurden. Unsere Stiftungsprojekte zum Schutz bedrohter Tierarten, ihrer Lebensräume und zur Sicherung der Artenvielfalt leisten auch einen konkreten Beitrag zur Erfüllung der von 193 Vertragsstaaten verabschiedeten Artenschutzziele der UN-Artenschutzkonferenz 2010 von Nagoya/Japan. Unsere Arbeit zielt darauf, die Lebensgrundlagen wild lebender Tierarten zu erhalten und, wo nötig und möglich, zu verbessern oder wieder herzustellen.


Unsere Ziele

Unsere satzungsgemässen  Ziele sind, gefährdeten und bedrohten Wildtierarten das Überleben auch im 21. Jahrhundert möglichst in ihren angestammten Lebensräumen zu sichern.
Satzungsgemäss engagieren wir uns je nach Problemstellung und Situation für:


Unsere satzungsgemässe Projektarbeit

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® sucht und realisiert solche Wildtier-Schutzprojekte, die gute Erfolgschancen haben oder wo akute Problemsituationen schnelle Entscheidungen und ein konsequentes Handeln erfordern.

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist ein zuverlässiger Partner in der praktischen Natur- und Artenschutz-Projektarbeit  vor Ort und für im Natur- und Artenschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger. Diese arbeiten oft im Stillen, voller Idealismus und mit knappen finanziellen Möglichkeiten. Häufig opfern die Menschen für ihre ehrenamtliche Naturschutzarbeit ihre knappe Freizeit und stellen nicht selten ihre Privatinteressen hinter den Schutz und das Wohl gefährdeter Tierarten und ihrer Lebensräume zurück.


Die Stiftungsorgane

Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsorgan der Stiftung. Er überwacht und kontrolliert die Arbeit der Stiftungs-Geschäftsführung. Diese ist in vollem Umfang für die operative Stiftungsarbeit und die satzungsgemässe Erfüllung des Stiftungszwecks verantwortlich.

Der Stiftungsrat
Roland Tischbier (Präsident)
Dr. Marco Lorez
Dr. Georg Schürmann

Geschäftsführung
Dr. Georg Schürmann


Ihre patenschaftliche Hilfe zählt

Ihre Spende, egal ob 5, 15, 30 oder sogar 50 Franken hilft uns bei der Realisierung dringender Tierschutzprojekte in der Schweiz und im europäischen Ausland.