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Spendenprojekt
Juni 2021
Vogelzug: Ohne sichere Rastplätze ein Flug in den Tod

Trotz der Corona-Pandemie
kämpfen wir weiter gegen
die missbräuchliche Nut-
zung und Zerstörung der
letzten Zugvogelrastplätze
an der Südostküste Sizi-
liens!


Brandstiftung im Feuchtgebiet Pantano Cuba © SPA DE

Hier unmittelbar angren-
zend an die Ortschaft Gra-
nelli konnten wir gemein-
sam mit unserer deutschen
Schwesterstiftung 384 ha
(3'840'000 m²) Pantani-
Lagunen-, Feuchtgebiets- und Uferhang-Grundstücks-
flächen unter Schutz stellen
und nun gilt es diese Flä-
chen zu bewachen und be-
hüten. In diesem Feucht-
gebietskomplex müssen
unzählige Richtung Nord-
afrika und zurück nach Eu-
ropa ziehende Zugvögel
vor und nach der Mittel-
meerüberquerung rasten
und sich regenerieren.


Löffler + Stelzenläufer + Wat-
vogelarten in Lagune Pantano Cuba © SPA IT



Rauchschwalben und Ufer-
schwalbe (Mitte) bei der Rast in Pantano Cuba © SPA IT


Ausserhalb des eingezäun-
ten und von unseren Bird
Guards bewachten Zug-
vogelschutzgebiets «Pan-
tano Cuba & Longarini»
hält der Nutzungsdruck auf
die letzten ungeschützten
Feuchtgebietsflächen wei-
ter an und in den angren-
zenden Biotop-Flächen
gelten weiter die Gesetze
der Strasse: ungenehmigte
Bautätigkeit, illegale Müll-
entsorgung, Brandstiftung
und Zugvogelwilderei.
Kaum ein Fleckchen Erde,
das hier nicht für Profit und
illegale Machenschaften
herhalten muss.


Illegale Müllentsorgung an der Lagune Pantano Longarini © SPA DE

Im vergangenen Winter ha-
ben wir dank der überwäl-
tigenden Unterstützung
unserer Freunde und För-
derer an der Südseite un-
seres gemeinsamen Zug-
vogelschutzgebiets mit
einer knapp 11 ha Fläche
umfassenden Landkauf-
Förderung unserer deut-
schen Schwesterstiftung
geholfen, die illegale
Landbesitznahme und
weitere Zerstörung von
Feuchtwiesen durch Bau-
schutt zu beenden. Doch
nun steht unserem Zug-
vogelschutzgebiet an der
Ostseite der Lagune Pan-
tano Cuba neues Unge-
mach ins Haus.


Pantano Longarini Süd Feucht-
wiesen nordöstlich Granelli
© SPA IT


Wie in vielen EU-Staaten
sind auch auf Sizilien Inve-
storen, Windkraftanlagen-
bauer und Energiekonzerne
flächendeckend auf der
Suche nach neuen Stand-
orten für Windkraftanlagen.
Die Auswahl der Standort-
suche nimmt – gestärkt
durch politische Zielsetzun-
gen – kaum noch Rücksicht
auf Landschaftsästhetik
(Heimatschutz), Waldflä-
chen, Naturschutzgebiete
und die Biodiversität. Auf
Sizilien kommt Investoren
– wie auf vielen weiteren
windexponierten Mittelmeer-
inseln, aber auch etlichen
EU-Binnenstaaten – inzwi-
schen jeder Hügel, jeder
Berg und auch jedes Wald-
gebiet gerade recht, um
dort mit hochsubventionier-
ten Windkraftanlagen ihre
Profitinteressen umzu-
setzen.


Vogelschlagopfer in einem bereits
realisierten Windpark im Mittel-
meerraum © MWRC


So sind auch die Höhen-
züge östlich angrenzend an
unsere Lagune Pantano
Cuba in den Fokus der
Windenergie-Investoren
geraten. Ein Windpark dort,
mitten in der zentralen Vo-
gelzugroute von Mitteleuro-
pa an die nordafrikanische
Küste und unmittelbar an
einem der wichtigsten Zug-
vogel-Rast- und Nahrungs-
plätze vor und nach der
Mittelmeerüberquerung,
hätte für Zigtausende Zug-
vögel dramatische Folgen.


Blick auf östlichen Höhenzug oberhalb der Lagune Pantano Cuba © SPA IT

Das Leben seltener und
international gefährdeter
Entenarten wie der Moor-
und Marmelente, von
Schwarz- und Weiss-
störchen, Greifvögeln wie
Wanderfalke, Rohrweihe,
Wespenbussard, Fisch-
adler und Schreiadler und
nicht zuletzt das der vielen
hundert Rosaflamingos,
die inzwischen unsere
Lagunen zur Rast und
Nahrungssuche nutzen,
wäre bei ihrem Anflug in
unser gemeinsames
Lagunen-Feuchtgebiet
«Pantani Cuba & Longarini»
und auch nach Abflug aus
dem Feuchtgebiet durch die
Rotorblätter der Windräder
massiv bedroht. Für viele
der nachts ziehenden Zug-
vögel wären diese Wind-
räder wahre Todesfallen!


Rosaflamingos beim Flug über
die Lagune Pantano Longarini
© F. Leo



Sichelstrandläufer beim Anflug auf Lagunen © SPA IT

Um dieses dort zu ver-
hindern, verhandelte un-
sere deutsche Schwester-
stiftung in aller Stille seit
Herbst letzten Jahres Kauf-
verträge für drei Grundstü-
cke mit insgesamt 5.9 ha
(59'000 m²) Fläche auf dem
Höhenzug oberhalb des
Uferhangs unserer Lagune
Pantano Cuba und konnte
diese im Februar endlich
erfolgreich abschliessen.
Mit dem Entscheidungs-
druck im Rücken mussten
die Kollegen bereits ein
Grundstück kaufen und
auch bezahlen. Für die
zwei weiteren Grundstücke
musste bereits einen Kauf-
vorvertrag mit sofortiger
Teilzahlung unterschrieben
werden. Mit Unterzeichnung
des letzten Kaufvertrags
per 27. Mai 2021 wurden
der Rest-Kaupreis und die
Kaufnebenkosten von ins-
gesamt 48'000 Euro in
Rechnung gestellt. Bei der
Finanzierung des Rest-
Kaufpreises innert Zah-
lungsfrist und der Kaufne-
benkosten von umgerech-
net 52'900 Franken wollen
wir unserer Schwester-
stiftung bis Ende Juni mit
21'000 Franken aushelfen.


Unser Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» aus der Vogelperspektive © SPA DE
> für eine grössere Kartenansicht bitte hier klicken

Unser gemeinsames seit
8 Jahren im Aufbau befind-
liches Zugvogelparadies
kostet uns nicht nur viel
Arbeit, viel Einsatz und
eine gehörige Portion Zivil-
courage, sondern auch
viel Geld. Deshalb bitten
wir Sie für diesen neuen
Landkauf um Ihre Spen-
denunterstützung
, damit
wir noch mehr Zugvogel-
leben retten und noch
mehr kostbare Zugvogel-
Rast- und Nahrungsflä-
chen durch Kauf für un-
sere bedrohte Vogelwelt
schützen können.
 
Wir über uns

Die "Stiftung Pro Artenvielfalt"

Die Stiftung Pro Artenvielfalt wurde per 10. Oktober 2011 im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Die Firmennummer lautet: CHE-404.478.621

„Stiftung Pro Artenvielfalt, „DieTierPaten" und "STOP dem Vogelmord" sind eingetragen als Marken beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, Bern. Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die operative Stiftungsarbeit basiert auf den Projektschwerpunkten:


Unsere operative Stiftungsarbeit

Die operativen Stärken der Stiftung sind ein fachlich hochqualifiziertes Netzwerk von ehrenamtlich arbeitenden Personen in der Schweiz, in Deutschland und Südeuropa.

Das kleine Team der Stiftung pflegt intensive und freundschaftliche Kontakte zu regional arbeitenden Naturschutzorganisationen und -initiativen, zu Wildtierpflege- und Auswilderungsstationen und zu Naturschutzbehörden auf Kantons-Ebene.

In diesem qualifizierten und zuverlässigen Netzwerk findet die Stiftung die praktische Unterstützung für die Realisierung der oft dringenden Tierschutzprojekte.


Tätigkeitsberichte


Unsere Philosophie

Der Schutz von bedrohten Wildtierarten und der Artenvielfalt als patenschaftliche Verpflichtung.


Unsere Positionierung

Die Nothelfer für bedrohte Tierarten.


Warum wir uns engagieren

Mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart stirbt ein Stück unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Aussterben passiert leise und schleichend. Vor unserer Haustür, in den Urlaubsgebieten, an praktisch jedem Platz der Welt. Die Ausrottung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt durch menschliches Handeln schreitet in alarmierendem Tempo voran. Aktuell stirbt alle 10 Minuten eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das sind 6 Arten pro Stunde. Oder mehr als 140 Arten an einem einzigen Tag. Unsere Erde wird immer eintöniger - sie verliert zunehmend ihr vertrautes Gesicht. Und damit verlieren wir Menschen unsere innere Ruhe und unser seelisches Gleichgewicht. Nur die Vielfalt der Arten garantiert das Gleichgewicht in der Natur und damit auch unsere menschliche Lebensqualität.


Unsere Verpflichtung

Die Menschen in der Stiftung Pro Artenvielfalt® arbeiten aus der Überzeugung, dass der Schutz frei lebender Wildtiere und ihrer Lebensräume eine Generationen-Verpflichtung ist.

Wir arbeiten auf den Grundlagen des „Übereinkommens über die biologische Vielfalt“ und der „Agenda 21“, die auf der UN-Konferenz von Rio de Janeiro (Rio) 1992 verabschiedet wurden. Unsere Stiftungsprojekte zum Schutz bedrohter Tierarten, ihrer Lebensräume und zur Sicherung der Artenvielfalt leisten auch einen konkreten Beitrag zur Erfüllung der von 193 Vertragsstaaten verabschiedeten Artenschutzziele der UN-Artenschutzkonferenz 2010 von Nagoya/Japan. Unsere Arbeit zielt darauf, die Lebensgrundlagen wild lebender Tierarten zu erhalten und, wo nötig und möglich, zu verbessern oder wieder herzustellen.


Unsere Ziele

Unsere satzungsgemässen  Ziele sind, gefährdeten und bedrohten Wildtierarten das Überleben auch im 21. Jahrhundert möglichst in ihren angestammten Lebensräumen zu sichern.
Satzungsgemäss engagieren wir uns je nach Problemstellung und Situation für:


Unsere satzungsgemässe Projektarbeit

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® sucht und realisiert solche Wildtier-Schutzprojekte, die gute Erfolgschancen haben oder wo akute Problemsituationen schnelle Entscheidungen und ein konsequentes Handeln erfordern.

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist ein zuverlässiger Partner in der praktischen Natur- und Artenschutz-Projektarbeit  vor Ort und für im Natur- und Artenschutz engagierte Bürgerinnen und Bürger. Diese arbeiten oft im Stillen, voller Idealismus und mit knappen finanziellen Möglichkeiten. Häufig opfern die Menschen für ihre ehrenamtliche Naturschutzarbeit ihre knappe Freizeit und stellen nicht selten ihre Privatinteressen hinter den Schutz und das Wohl gefährdeter Tierarten und ihrer Lebensräume zurück.


Die Stiftungsorgane

Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsorgan der Stiftung. Er überwacht und kontrolliert die Arbeit der Stiftungs-Geschäftsführung. Diese ist in vollem Umfang für die operative Stiftungsarbeit und die satzungsgemässe Erfüllung des Stiftungszwecks verantwortlich.

Der Stiftungsrat
Roland Tischbier (Präsident)
Dr. Marco Lorez
Marlen Witte

Geschäftsführung
Niels Friedrich


Ihre patenschaftliche Hilfe zählt

Ihre Spende, egal ob 5, 15, 30 oder sogar 50 Franken hilft uns bei der Realisierung dringender Tierschutzprojekte in der Schweiz und im europäischen Ausland.