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Spendenprojekt
April 2020
Trotz Corona-Krise lassen wir unsere Zugvögel in Südeuropa nicht ganz allein


Bird Guards bewachen Lagunen an der Südostküste Siziliens
© SPA IT


In Zeiten der COVID-19-
Pandemie müssen auch
das Komitee gegen den
Vogelmord und unsere
Stiftung ihre Zugvogelret-
tungsarbeit umstellen.
Unsere Einsätze leben von
zwei operativen Säulen:
Einerseits lokale Vogel-
schützer, die ganzjährig vor
Ort arbeiten und anderer-
seits ehrenamtliche Vogel-
freunde aus ganz Europa,
die zu der Hauptsaison der
Vogelwilderei im Frühling
und Herbst zu den grossen
Vogelschutzcamps an die
Brennpunkte der Zugvogel-
wilderei und illegalen Vogeljagd reisen.


Ein Trupp Rauchschwalben endet in einem Fangnetz © Komitee gegen den Vogelmord

Aufgrund der inzwischen
in allen südeuropäischen
Einsatzgebieten verhängten
Bewegungseinschränkun-
gen und Quarantänevor-
schriften müssen wir die
regulären Zugvogelschutz-
camps in diesem Frühjahr
bis auf weiteres aussetzen.
Dabei haben wir nicht nur
die rechtlichen Vorschriften
im Blick, sondern wollen
mit unserem Reise- und
Einsatzverzicht auch die
dringend notwendige Soli-
darität zeigen, damit sich
das Virus nicht zu schnell
ausbreitet und damit die
Gesundheitssysteme in
Europa an ihre Belastungs-
grenzen bringt.


Vogelschützerin bei Aufbau einer Fotofallenkamera © SPA IT

Trotz der Absage der gros-
sen Vogelschutzcamps
werden wir in allen Zug-
vogel-Einsatzgebieten für
eine lokale Minimalpräsenz
sorgen. Auf Zypern und
Sizilien sind unsere lokalen
Partner und Mitarbeiter im
Rahmen der behördlich
zugelassenen Umstände
aktiv. Auch auf Wilderei
spezialisierte Polizeiein-
heiten und Jagdaufseher
scheinen in einigen süd-
europäischen Ländern
weiterhin im Einsatz.


Zypriotischer Wildhüter bei Leimruten-Beweisfoto-Arbeiten
© SPA CH

Allerdings müssen sich
nicht nur Vogelschützer
auf Einschränkungen ein-
stellen – auch Jäger und
Wilderer können sich nicht
frei bewegen. Wir rechnen
daher nicht mit ausufernder
Vogelwilderei und Vogel-
jagd in den wichtigsten
Zugvogel-Rast- und Nah-
rungsgebieten. Nicht zu
vermeiden wird sein, dass
auf Zypern Vogelwilderer
ihren illegalen Machen-
schaften in den hausnahen
eingezäunten Privatgärten
nachgehen.


Zugvögel gefangen an Leimruten © Komitee gegen den Vogelmord

Da sich die Rahmenbe-
dingungen täglich ändern,
können wir noch nicht ab-
sehen, ob die ursprünglich
geplanten Vogelschutz-
camps von Mitte April bis
Mai stattfinden können.
Sollten es zukünftige be-
hördliche Massnahmen
und Verordnungsbedin-
gungen erlauben, würden
wir einen Teil der Vogel-
schutzcamp-Aktionen zeit-
versetzt durchführen.


Vogelschützerin bei Adlerhorst-Bewachung auf Sizilien © SPA IT

Ihre Spenden für unsere
Zugvogelschutzprojekte
helfen uns, die lokalen
Vogelschützer und unsere
Bird Guards für Ihre Ein-
sätze weiter finanziell zu
unterstützen. Bitte stellen
Sie daher Ihre Spenden-
Unterstützung
trotz dieser
krisenhaften Situation nicht ein.

 
Projekte
 
Ganz besonders im Herbst jeden Jahres brauchen die Igel-Mütter Brigitte Berger, Käthi Graf und Danielle Lenzin in den Igel-Rettungsstationen in Russikon und Oberentfelden dringend unsere finanzielle Unterstützung!

 
 

Igelmutter Danielle Lenzin, Igel-Klinik Oberentfelden


Igelmütter Käthi Graf (l.) & Brigitte Berger (r.)
Igelstation Russikon
Sie gehören zu den Menschen, die ihr Herz schon seit vielen Jahrzehnten für notleidende Tiere geöffnet haben und die ihre Igel-Rettungsstationen mit viel Idealismus und nimmermüdem Engagement fachkundig und verantwortlich leiten. Sie widmen all ihre Zeit der liebevollen Pflege und Aufzucht hilflos aufgefundener und oft verletzter Igel. Oberstes Ziel ihrer Rettungsarbeit ist, diese streng geschützten Säugetiere nach ihrer Gesundung wieder in die freie Natur zu entlassen, natürlich nur in geeigneten und weniger gefährlichen Lebensräumen.

In der Igel-Rettungsstation Russikon wurden seit 1997 und in der Igelklink Oberentfelden bereits seit 1986 zusammen mehr als 6.000 verwaiste Igelbabys, verletzte oder vergiftete Igelkinder und verunglückte Igeleltern vor elendem Siechtum und qualvollem Tod bewahrt.

Besonders im Spätherbst sind die Igel wieder in großer Gefahr! Während die Igeleltern schon damit beginnen, das Winterquartier mit trockenem Gras, Laub und Moos gegen die Kälte auszupolstern, sind die kleinen, noch untergewichtigen Igelkinder in den späten Nachmittagsstunden oft noch stundenlang auf der Suche nach stärkender Nahrung.

Dabei geraten sie in der schon früh einsetzenden Dämmerung im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Räder“. Der starke Autoverkehr verletzt und tötet auch dieses Jahr wieder zigtausende Igel – spätgeborene Jungigel und Igeleltern. Aber auch die nicht zu bremsende Ordnungswut in unseren Privatgärten und öffentlichen Grünanlagen tötet und verletzt bei Grasschneidearbeiten mit motorbetriebenen Mähgeräten (Motorsensen) - die oft bis unter die Heckenränder und Gebüsche durchgeführt werden - viele dort lebende Igel.



Die Igelpatienten kommen aus den Kantonen Zürich und Aargau und auch weit darüber hinaus und werden teils schwer verletzt in den Igel-Rettungsstationen abgeliefert oder müssen bei tierlieben Menschen abgeholt werden.












Die Igelstationen sind ab Spätherbst meist voll belegt und die vielen Igelpatienten verlangen Brigitte Berger, Käthi Graf und Danielle Lenzin und ihren ehrenamtlichen Helferinnen alles ab.

Viele Igelpfleglinge müssen tierärztlich behandelt werden. Die besonders kleinen oder schwerverletzten Tiere werden liebevoll per Hand mit Spezialmilch aus dem Fläschchen oder aus einer Spritze aufgepäppelt.

Doch ohne die finanzielle Unterstützung möglichst vieler Tierfreunde aus der ganzen Schweiz, gerade mit Beginn der Herbstzeit, ist die Fortführung der engagierten Rettungsarbeit zum Wohle unserer bedrohten Igel nicht möglich! Lebensrettende Operationen, tiermedizinische Präparate, leicht verdauliche Futter- und Futterergänzungsmittel sowie Spezialmilch für die jährlich bis zu 300 teils auch überwinternden Igel-Langzeitpatienten kosten viel Geld!

Ohne Ihre patenschaftliche Hilfe müssten in den Igel-Rettungsstationen so manche Wärmebox kalt, manch ein Futternapf ungefüllt und so manches Winterquartier leer bleiben!

Wir wollen den Frauen in den Igel-Rettungsstationen bei ihrer aufopferungsvollen Arbeit zum Wohle unserer streng geschützten Igel finanziell regelmäßig und zuverlässig unter die Arme greifen. Aber dafür brauchen wir Sie an unserer Seite!
 


20 Franken bezahlen die Kosten der Aufzuchtsmilch für ein Igelkind
30 Franken decken die Futterkosten für zwei Igel im Monat
50 Franken bezahlen zwei neue Heizkissen
 
Werden Sie Lebensretter für Igelpfleglinge in Not! Bitte spenden Sie!

PDF-Prospekt:
Igel in Not!

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