Logo Stiftung Pro Artenvielfalt - Die Nothelfer für bedrohte TierartenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterRauchschwalbe (hirundo rustica)Blütenreiche WildblumenwieseJunge Wildkatze (felis silvestris)
Spendenprojekt
des Monats
Wir holen Mehlschwalbe, Spatz & co. zurück ins Dorf… nach Dittingen (BL)


Mehlschwalbe beim Nestbau
© Foto Natur


Schwalben sind bei den
Menschen beliebt und gel-
ten weithin als Glücks-
bringer. Doch schaut man
auf die rapide schrump-
fenden Bestände von Mehl-
und Rauchschwalbe schei-
nen sie selbst vom Pech verfolgt.

So wie die Schwalben sind
auch andere Gebäude
bewohnende Wildtierarten
vielerorts aus unserem
Siedlungsraum verschwun-
den, weil ihnen das Dach
über dem Kopf geraubt und
ihre überlebenswichtigen
Brut- und Nistplätze und
Lebensräume zerstört werden.


Artenschutzturm Maihof
in Schwyz © SPA CH


Mit dem Bau unserer Arten-
schutzgebäude stemmen
wir uns regional gegen
diesen fatalen Trend und
bauen vielen Wildtierarten
im Siedlungsraum neue
und sichere Zufluchtsstät-
ten. Denn alte und aus-
gediente Gebäude müssen
nicht immer abgerissen
werden – im Gegenteil: Wir
können jetzt einen gut 100
Jahre alten und aus der
Nutzung genommenen
Trafoturm für unsere heimi-
schen Wildtiere im Sied-
lungsraum bewohnbar machen.


Ausgedienter Trafoturm
Dittingen © SPA CH


Der alte Trafoturm in der
baselländichen Gemeinde
Dittingen direkt angrenzend
an die weithin bekannte
und ökologisch wertvolle
«Dittinger Weide» könnte
kaum besser gelegen sein.
Diese blumenreiche Exten-
sivweide ist ein auch in der
Schweiz selten gewordener
Lebensraum mit einer be-
glückenden Insektenvielfalt,
insbesondere von andern-
orts bedrohten Schmet-
terlingen.


Schachbrettfalter in der Dittinger Weide © N. Friedrich

Die Gemeinde Dittingen
hat uns inmitten ihrer Dorf-
gemeinde einen alten
Trafoturm verkauft und
gebeten, den Turm bis zum
kommenden Frühjahr in
einen «Artenschutzturm»
umzubauen. Wenn uns das
gelingt, könnten bereits im
Frühjahr die ersten tieri-
schen Gebäudebewohner
einziehen und bei erfolg-
reichem Brutgeschäft einen
wichtigen Beitrag zum re-
gionalen Arterhalt und der
Artenvielfalt in der Schweiz leisten.


Haussperlinge auf Gartenzaun
© Leo fokus-natur


Wir sind überzeugt, dass
nistplatzlose Mehlschwal-
ben Gefallen an unserer
neuen «Rettungsinsel»
finden werden. Auch wei-
tere Siedlungsvogelarten
wie Haus- und Feldsper-
ling, Hausrotschwanz,
Bachstelze und auch Fle-
dermäuse und Wildbienen-
arten werden von der
artgerechten Nisthöhlen-
Infrastruktur in unserem
neuen 5. Artenschutzturm profitieren.


Turm in Dittingen, angrenzend an die artenreichsten Magerwiesen des ganzen Kantons © SPA CH

Die umfangreichen Turm-
Umbauarbeiten, die Repa-
ratur des Daches, der Ein-
bau vielfältiger artgerechter
Nist- und Bruthöhlen und
der Einbau von zwei
sicheren Zwischenböden
im Turminneren zur Be-
treuung der Nistplätze
kosten uns trotz finanziel-
lem Entgegenkommen der
regionalen Handwerker
alles in allem gut 41'000
Franken. Das ist für lang-
fristigen Artenschutz im
Siedlungsraum bestens
angelegtes Geld … aber
für uns nur mit Ihrer finan-
ziellen Unterstützung zu schaffen.


Haussperling © N. Friedrich

Bitte helfen Sie uns mit
Ihrer Spende
, damit wir
bedrohtes Wildtierleben
schützen und bewahren
können.

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«Tierische Mitbewohner
rund um Haus und Hof»
.
Projekte

Neu und für die Zukunft unterstützen wir die einmalige Rettungsarbeit der Mauer- und Alpenseglerstation in Rümlang im Zürcher Unterland unter der ehrenamtlichen Leitung von Silvia Volpi. Mauersegler, mit den Kolibris verwandt, sind wahre Flugkünstler, die praktisch ihr ganzes Leben in der Luft verbringen. Dort oben jagen sie in schnellem Flug ihre Nahrung. Dort, hoch in der Luft, verbringen sie auch ihre Kurzschlaf-Phasen in den kurzen Sommernächten. Im Flug fangen sie auch kleinste Federn und Hälmchen für ihr Speichelnest. So schaffen sie jährlich eine Flugleistung von bis zu 180.000 km Strecke!



Nur zur Brutzeit von Mitte Mai bis Ende Juni hat dieser Luftakrobat festen Boden unter den kurzen, krallenbewehrten Füssen – und auch das nur in luftiger Höhe in Nischen und Höhlungen in Mauerwänden, unter Dächern, auf Dachsparren und hinter Regenrinnen, wo Mauersegler ihre Speichelnester bauen. Alpensegler bauen ihre Nester in noch grösserer Höhe in steilen Felsen und zunehmend an Kirchtürmen und sehr hohen Gebäuden.


Alpensegler am Nest mit Jungen

Verspiegelte Scheiben, Antennen und Leitungsdrähte in den Stadtzentren unserer Ballungsräume sind für unsere schnell fliegenden Mauersegler die Hauptunfallursachen mit schweren Verletzungen, oft mit Todesfolge.

Verletzten Mauer- und Alpenseglern nach ihrer Pflege und Genesung wieder zur Luftfreiheit zu verhelfen und, wo immer sinnvoll und möglich, sichere Ersatzbrutplätze anzubieten, sind zwei unserer wichtigsten Artenschutzprojekte.


Einbau von Mauersegler-Nistkästen an einem öffentlichen Gebäude

Allein im Jahr 2011 wurden bei Silvia Volpi 180 Mauersegler und 22 Alpensegler als Patienten aufgenommen und liebevoll umsorgt. Nur für die Fütterung der gefiederten Segler-Patienten musste das Segler-Rettungsteam 3.294 Stunden ehrenamtliche Arbeit aufbringen, und dies 18 Stunden täglich! In der grössten Schweizer Segler-Rettungsstation werden verletzte Segler-Patienten von Silvia Volpi und ihrem engagierten Team mit viel Fachwissen tiermedizinisch versorgt und gesund gepflegt. Seglerpfleglinge mit schweren Gefiederschäden werden zum Einsetzen neuer Federn (shiften) zur Mauersegler-Rettungsstation von Tierärztin Christiane Haupt in Frankfurt am Main, Deutschland geschickt. Nur sie besitzt weltweit die Expertise und die notwendigen Ersatzfedern von tödlich verunglückten Seglern für diese lebensrettende Gefiedersanierung.

Im Jahr 2012 helfen diese Mädchen Silvia Volpi beim Füttern der ewig hungrigen Segler-Patienten. Junge Mädchen haben meist die Fähigkeit und Geduld, die zarten Vögel sanft anzufassen und richtig und geduldig zu füttern. Und sie tun es mit viel Liebe und Begeisterung.

Der Alltag der Segler-Rettungsstation von Silvia Volpi mit der seit Jahren
wachsenden Zahl von Mauer- und Alpensegler-Patienten beginnt jeweils Ende April mit der Rückkehr der Segler aus ihren Überwinterungsgebieten über Afrika und endet erst, wenn der letzte Seglerpatient meist erst Ende September glücklich in die Luftfreiheit entlassen ist. Ohne unsere finanzielle Förderung kann Silvia Volpi nicht die notwendigen Futtervorräte (tiefgekühlte afrikanische Steppengrillen) kaufen und regelmässig auffüllen und auch nicht die dringen notwendigen tiermedizinischen Präparate beschaffen.


Freilassung eines Alpenseglers

Für die wirkungsvolle Unterstützung der Segler-Rettungsstation benötigen wir jedes Jahr bis zu 25´000 Franken. Bitte unterstützen Sie dieses in der Schweiz einmalige Tierschutzprojekt mit Ihrer grossherzigen Spende. Ohne unsere Unterstützung müsste Silvia Volpi ihre segensvolle ehrenamtliche Segler-Rettungsarbeit stark einschränken oder gar beenden!