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Spendenprojekt
Februar / März 2019
Sizilianische Vogel-
retterinnen lassen sich
nicht unterkriegen



Vogelretterinnen mit Adlern
© Fabio Grosso


Vor knapp acht Monaten
konnten wir der letzten
Wildtier-Rettungsstation an
der Strasse von Messina im
nördlichsten Sizilien dank
der grossartigen Spenden-
hilfe von Tierfreunden eine
tiermedizinisch geeignete
Röntgenanlage für die
überlebenswichtige Erst-
diagnose von Opfern der
illegalen Vogelwilderei
ermöglichen. Damit schenk-
ten wir Vogelschützerin
Anna und ihren Helferinnen
neue Zuversicht und Kraft
für ihre ehrenamtliche Tierschutzarbeit.


Mittlere Vogelzugroute in Südeuropa © SPA
-> grössere Karten-Darstellung


Der unermüdliche Einsatz
der italienweit bekannten
Vogelschützerin Anna und
ihrer Stationsleiterin
Deborah löst bei tierlieben-
den Menschen nicht nur
tiefsten Dank und Respekt
aus, sondern verursacht
bei Zugvogelwilderern und
Vogeljägern grossen Ärger.
Seit früher Jugend organi-
siert Anna erfolgreich
Greifvogelschutzcamps an
der Strasse von Messina
und beinahe genauso lange
wird die leidenschaftliche
Vogelschützerin von mafiös
vernetzten Vogelwilderern
bedrängt und bedroht. Wir
arbeiten im Hintergrund
intensiv daran, Annas
persönlichen Schutz zu verbessern.


Schussverletzter Zwergadler
© MWRC


Aktuell befinden sich knapp
170 durch illegale Jagd
und Wilderei entlang der
Strasse von Messina ver-
letzte Zugvögel – überwie-
gend Greifvögel wie z. B.
Wespenbussarde und auch
Zwerg- und Fischadler – in
der Rettungsstation und
werden dort tiermedizinisch
versorgt und fachkräftig ge-
pflegt, um gesundet wieder
in die Freiheit entlassen
zu werden. Jeder gerettete
Zugvogel, der an seinen
angestammten Brutplatz
zurückkehren kann, trägt
im Folgejahr mit erfolgrei-
cher Brut und Jungenauf-
zucht zur Erhaltung seiner Art bei.


Fischadler im Flug
© Pröhl fokus-natur


Doch bis zu diesen art-
erhaltenden Bruterfolgen in
der Schweiz und Ländern
Mitteleuropas ist es noch
ein langer Weg. Ab Anfang
März rasten «unsere»
Zugvögel auf Sizilien und
überfliegen danach die
Strasse von Messina Rich-
tung italienisches Festland.
Noch immer wird die Über-
querung der Strasse von
Messina für zu viele ziehen-
den Greifvögel ein Flug in den Tod.


Zwergadler mit Streifschuss am Flügel © MWRC

Aus purer Lust am Töten
richten dort noch immer
zahlreiche Jäger ihre
Flinten bevorzugt auf Greif-
vögel, sobald diese die
drei bis acht Kilometer
breite Meerenge zwischen
der Insel Sizilien und der
kalabresischen Küste
Italiens passieren.


Tiermedizinsch versorgter Zwergadler © MWRC

Das Messina Wildlife
Rescue Center von Anna,
Deborah und ihrem Team
ist für diese Wildereropfer
die einzige Chance auf
Überleben, ohne die Vogel-
schützerinnen würden viele
Greifvögel an den grausa-
men Schussverletzungen
elend sterben. Darum ist
es jedes Mal ein zutiefst
berührender Moment,
wenn die ehrenamtlichen
Tierschützerinnen ihren
Vogelpfleglingen nach
aufopferungsvoller Pflege
wieder die Freiheit schenken können.


Freilassung eines gesund gepfleg-
ten Zwergadlers © Davide Lupica


Doch die tapferen sizilia-
nischen Vogelretterinnen
sind finanziell mittellos und
werden von der Regional-
regierung weiter im Stich
gelassenen. Damit die
lebensrettende Zugvogel-
hilfe uneingeschränkt wei-
tergehen kann, brauchen
Anna und ihr Team unsere
solidarische Spendenhilfe.
Nur mit ihrer Unterstützung
gelingt es uns den geplan-
ten Förderbetrag von
16’000 Franken für die
weitere Arbeit der Wildtier-Rettungsstation Messina
zusammen zu bekommen.

Bitte unterstützen Sie die
ehrenamtliche Arbeit der
Vogelretterinnen mit Ihrer engagierten Spendenhilfe
– gemeinsam retten wir
damit bedrohten Zug-
vögeln das Leben!
 
Projekte
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