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Spendenprojekt
Januar / Februar
Alle Hände voll zu tun… viele Winterpatienten sorgen für überfüllte Igel-Rettungsstationen


Igelwaisen werden an unsere Igel-Retterinnen überbracht © SPA CH

Igel haben es schwer in
Schweizer Siedlungs-
gebieten. Gründe dafür sind
der anhaltende Bauboom,
zunehmender Verkehr und
der Schwund von naturbe-
lassenen Parks und Gärten
oder das fahrlässige An-
legen von grossflächigen
Steingärten. Die auf Insek-
tennahrung angewiesenen
Stacheltiere haben viel
auszuhalten in den bis in
die letzte Ecke «heraus-
geputzten» Gärten und
Parks. Vielerorts fehlen
Krautsäume, in denen sich
nahrhafte Insekten oder
Spinnen als Energieliefe-
rant für den Winterschlaf
finden lassen und Laub-
haufen als Unterschlupf
während der kalten, nah-
rungsarmen Zeit bleiben unserem Igel meist vergönnt.


Igelbaby mit abgemähtem Fuss und zwei gebrochenen Beinen © SPA CH

Im vergangenen Jahr
kamen viele Igel durch die
gründlichst und noch
häufiger praktizierte Mahd
unter die Messer der effi-
zient arbeitenden Mähwerk-
zeuge von Hobbygärtnern.
Unsere Stationsleiterinnen
sind sich einig, dass die
verhangenen Lockdowns
2020 eine Ursache für die
starke Zunahme von
schnittverletzten Igeln sind,
die teilweise noch heute in
den Stationen gepflegt
werden müssen. Die Men-
schen verbringen durch die
massiven Bewegungs- und
Reiseeinschränkungen viel
Zeit in ihren heimischen
Gärten und vertrieben sich
bis in den Herbst hinein die
Zeit mit Mähen und Trim-
men. Somit traf eine Welle
von stark verletzten Igeln in
den Stationen ein. Viele
verletzte Muttertiere, die
bereits ihre Säuglinge in
den meist nur noch spärlich
aufzufindenden Strauch-
und Heckenvegetationen
behüteten, waren unter den
eingelieferten Notfall-
Patienten. Folglich kam es
zu verwaisten oder eben-
falls durch Mähwerkzeuge
verletzten Igelbabys. Es ist
eine sehr kräftezehrende
Zeit mit den vielen hilfe-
bedürftigen Igeln, die in
intensiver Pflegearbeit
gerettet werden müssen,
berichten unsere «Igel-
mütter» unisono.


Neue Pflegeboxen: Jeder Zenti-
meter wird genutzt © SPA CH


Wissend, dass der Herbst
die eigentliche Hochsaison
der eingelieferten Igelpfle-
gefälle ist, machten sich die
Stationsleiterinnen auf den
Ansturm an Igelpatienten
gefasst. Wo möglich, wur-
den zusätzlich Igelboxen
gekauft und eingerichtet,
denn durch die markant er-
höhte Anzahl eingelieferter
Igel waren vorhandene
Notboxen rasch besetzt.
Mehr Boxen bedeutet natür-
lich auch, dass mehr Raum
benötigt wird und unsere
selbstlosen «Igelmütter»
geben geeignete Stuben
und Kammern aus ihrem
privaten Umfeld auf, um
diese in professionelle
Igel-Pflegeräume umzu-
funktionieren.


Igel-Baby bei Fütterung mit Spezialmilch © A.Baronetzki

Das unermüdliche Enga-
gement unserer «Igelmüt-
ter» und ihrer Helferinnen
und Helfer ist nicht selbst-
verständlich und diese
bedingungslose Wildtier-
liebe berührt sehr. Trotz
höchster Belastung neh-
men die Frauen unbeirrt
jeden Igel in Not auf und
geben den häufig totge-
weihten kleinen Stachel-
rittern eine zweite Lebens-
chance und leisten damit
einen wichtigen Beitrag
zum Schutz und Erhalt der
Artenvielfalt in der Schweiz.
Im Corona-Jahr 2020 ha-
ben die Igel-Rettungssta-
tionen von Evelyne Noser
(LU), Danielle Lenzin (AG),
Allison Schulz (AG), Ingrid
Furrer (VS) und Béatrice
Gisiger (BE) gesamthaft
1’500 Igel aufgenommen!


Igel erholt sich im Gras © SPA CH

Derzeit werden über 250
Igelpatienten in den Stati-
onen und in externer Pflege
(begleiteter Winterschlaf)
betreut und behandelt.
Dabei schlafen die meisten
Igelpatienten nicht. Drei-
viertel der Igel sind wach,
die intensive Arbeit geht im
Winter folglich weiter, wobei
ebenso stets ein wachsa-
mes Auge auf die schlafen-
den Igel zu halten ist.

Die privatgeführten Igel-
Rettungsstationen sind
kontinuierlich überlastet
und finanziell überfordert.
Bitte helfen Sie uns mit
Ihrer Spende
, dass wir den
Igel-Rettungsstationen die
Fortführung dieser wichti-
gen Igelschutzarbeit mög-
lichst uneingeschränkt er-
möglichen können!

Wichtige und interessante
Informationen finden Sie
in unserem Igelmerkblatt.

Vous trouverez des informations importantes et intéressantes dans notre dépliant hérisson.
 
Spenden

+++ 07.02.2021 +++
+++ Basel / Schweiz +++

Jetzt schon wach!?
Igel halten meist von
Jetzt schon wach!?
Igel halten meist von November bis März 5 Monate Winterschlaf, damit sie die eigentlich durchgehend kalte und futterarme Zeit überbrücken können. Doch der Klimawandel beeinflusst unser Wetter zunehmend. Hohe Temperaturschwankungen und kurze aufeinander folgende Wechsel von Wetterextremen bringen die «innere Uhr» der Igel aus dem Rhythmus.
Unsere «Igelmütter» in Oberentfelden (AG), Ebikon (LU), Agarn (VS), Tavannes (BE) und Bünzen (AG) berichten einig, dass immer mehr Igel nicht mehr durchgehend schlafen und dann einmal erwacht, im Winter nicht ausreichend Nahrung vorhanden ist, um wieder in den Schlaf zu finden.
Zum Glück haben wir unsere selbstlosen und fachkräftigen «Igelmütter», die mit viel Geduld und Hingabe unsere stacheligen Frühaufsteher und viele weitere Patienten durch den Winter bringen.
Nebst der Betreuung der Langzeit-Igelpfleglinge, die bis Herbstende oft mit schwersten Blessuren hinzugefügt durch Mäh- und Laubblasaktivitäten eingeliefert werden, müssen nun immer mehr erwachsene und junge ausgehungerte Igel versorgt werden. Die Igel werden von tierliebenden Menschen in Schnee und Kälte aufgefunden und in die Igel-Rettungsstationen gebracht, wo sie täglich und Rund um die Uhr tiermedizinisch behandelt und artgerecht gefüttert werden, um sie im Frühjahr gestärkt und gesund wieder auswildern zu können.
Auch einige gesunde Igel in den Stationen schlafen jetzt bereits nicht mehr, sie können jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgewildert werden, was unseren Igelmüttern zusätzliche Arbeit für die Fütterung, Reinigung und das Misten der Igelboxen aufträgt.

Helfen Sie Igeln auch im Winter
Es gibt normale sehr kurze Wachphasen beim Igel, die beispielsweise zum Harnabsetzen und auch einmal zum Wechsel des Schlafplatzes genutzt werden.
Die plötzlich warmen Wetterlagen im Winter hingegen lassen die Igel jedoch häufiger und länger aufwachen und sie begeben sich auf kräftezehrende Nahrungssuche. Sie können dem Igel durch nächtliches Bereitstellen von Katzenfutter und etwas Wasser am Schlafplatz bei milden Temperaturen im Winter helfen. Fällt die Aussentemperatur wieder unter 4°C sollte das Füttern wieder gestoppt werden, damit der Igel wieder gestärkt in den Winterschlaf fällt und so genügend Kraft hat, um im Frühjahr wieder zu erwachen.
Jetzt schon wach!?
Igel halten meist von - Bild 2 Jetzt schon wach!?
Igel halten meist vo - Bild 3
 


+++ 24.12.2020 +++
+++ Basel/Bâle | Schweiz/Suisse/Switzerland +++

Mit Abstand wirkt vieles ein wenig ruhiger und entspannter. Er läss
Mit Abstand wirkt vieles ein wenig ruhiger und entspannter. Er lässt das Erlebte in einem anderen Licht erscheinen. Trotzdem möge das neue Jahr unter einem besseren Stern stehen und wieder mehr Nähe zulassen. Wir danken all unseren treuen Spenderinnen & Spendern, unseren langjährigen Förderern, unseren Artenschutz-Projektpartnern und unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz, in Deutschland, in Sizilien (Italien) und in Zypern und allen couragiert ehrenamtlich arbeitenden Artenschützern, dass sie uns auch in dieser besonderen Zeit zur Seite stehen und es ermöglichen unsere Artenschutzarbeit fortzusetzen. Wir wünschen allen schöne und besinnliche Momente, gute Gesundheit und ein glückliches neues Jahr 2021.
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Avec la distance, beaucoup semble plus calme et plus détendue. Elle permet de faire apparaître le vécu sous un autre regard. Néanmoins, que la nouvelle année soit placée sous une meilleure étoile et permette à nouveau de se rapprocher. Nous vous remercions du fond du cœur de nous avoir soutenus en cette période particulière.
Nous vous souhaitons, ainsi qu‘à vos proches, de beaux moments de détente, une bonne santé et une heureuse année 2021.
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With distance, many things seem a little calmer and more relaxed. It lets the experienced appear in a different light. Nevertheless, may the new year be under more comfortable conditions and allow us to get closer again. We thank all our generous donors, our long-standing sponsors, our project partners, our staff in Switzerland, Germany, Sicily (Italy) and Cyprus and all our volunteers from the bottom of our hearts for standing by us during this special time and making it possible for us to continue our species protection work. We wish you and your loved ones beautiful and contemplative moments, good health and a happy new year 2021.

Mit Abstand wirkt vieles ein wenig ruhiger und entspannter. Er läs - Bild 2 Mit Abstand wirkt vieles ein wenig ruhiger und entspannter. Er lä - Bild 3
 


+++ 27.11.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln
Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln
9. Vogelschutzcamp-Report
Am 15. November 2020 haben die letzten ehrenamtlichen Vogelschützer Zypern müde, aber gesund verlassen, um ab
Mitte Dezember 2020 mit dem Winter-Vogelschutzcamp 2020/2021 zu beginnen. Die bestehende Reisewarnung für Zypern werden wir beim kommenden Winter-Einsatz und für die Rückkehrplanung der Vogelschützer sorgfältig berücksichtigen. Amtlich verfügte Bewegungsein- schränkungen bei der Arbeit in der offenen Landschaft gab und gibt es auf Zypern (noch) nicht.
 
Auch die letzte Herbst-Einsatzwoche bestätigt den weithin ungehemmten illegalen Zugvogelfang, wobei jetzt zunehmend die auf Zypern überwinternden Vogelarten wie Feldlerche und Singdrosseln Opfer der Vogeljäger und Vogelwilderer werden.  
 
Die hier überwinternden Vogelarten werden nun mit tausenden auf diese Vogelarten umgestellten artspezifischen Gesänge elektronischer Vogelstimmen-Lockanlagen in
die nachts aufgebauten Netzfanganlagen und frühmorgens nach Sonnenaufgang vor
die Flinten der Vogeljäger gelockt. Beide Vogelfang- und Jagdtechniken sind gem. geltender EU-Vogelschutzrichtlinie verboten… nur: wo kein Kläger da kein Richter!
 
Doch dank des Einsatzes unserer Vogelschützer traf es auch in der letzten Herbst-Einsatzwoche nochmals 5 Vogelwilderer, die mit Bussgeld-Bescheiden zwischen 200 Euro bis 1'200 Euro nach Hause fahren durften. 
 
Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatten unsere Vogelschützer, nachdem sie wochenlang die illegalen Vogelfangaktivitäten einer Zypern-weit bekannten «Grösse»
im Vogelmord-Geschäft an die staatlichen Wildhüter und Polizeibehörden gemeldet
hatten. Polizeibeamte wurden bei Hausdurchsuchungen von mit «ihm» vernetzten Vogelwilderen fündig, und die 3 verhängten Bussgeldbescheide von jeweils 3'000 bis
4'000 Euro tun selbst den Profis im Vogelmord-Geschäft weh!
 
Trotz aller Corona-bedingten Erschwernisse war das Zypern Herbst-Vogelschutzcamp 2020 für unsere Vogelschützer und die Zugvogelwelt ein grosser Erfolg und bescherte auch den wenigen staatlichen Wildhütern, Polizeibeamten einzelner Polizeistationen und auch der englischen Polizei in den britischen Protektoratsgebieten (Sovereign Base Areas) auf Zypern hautnahe und motivierende Erfolgserlebnisse.
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 11. Einsatzwoche: Aktualisiertes Herbst-Vogelschutzcamp-Gesamtergebnis (per 15.11.2020):
Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln - Bild 2 Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln - Bild 3
 


+++ 16.11.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Überw
Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Überwinterung einfliegenden Lerchen und Drosseln
8. Vogelschutzcamp-Report
Seit 01. November 2020 besteht auch für Zypern eine Reisewarnung, die aber für unsere auf Zypern im Vogelschutzcamp arbeitenden Vogelschützer zunächst noch keine Bewegungseinschränkungen bringt.
 
Unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer sind die ganze Nacht und auch tagsüber an der frischen Luft und legen auch keinen gesteigerten Wert auf das persönliche Kennenlernen und die körperliche Nähe zu Vogelwilderern und Vogeljägern! Dies galt auch schon in der Vor-Corona-Zeit.
 
Leider treffen derzeit Singdrosseln und Feldlerchen in grosser Anzahl zur Überwinterung auf Zypern ein und werden hier mit tausenden elektronischer Vogelstimmen-Lockanlagen und deren artspezifischem Gesang in die für die Nacht aufgebauten Netzfanganlagen und frühmorgens nach Sonnenaufgang vor die Flinten der Vogeljäger gelockt.
 
Leider erlahmt aber auch die Einsatzbereitschaft der staatlichen Wildhüter und zuständigen Polizeibeamten, die ob der chronischen Unterbesetzung – ein Schelm der Böses dabei denkt –  und der Menge der illegal abgespielten Lockanlagen und des erforderlichen vorsichtigen Vorgehens im Gelände zunehmend weniger Einsatz-Motivation zeigen. Dies wiederum öffnet den illegalen Vogelmord-Aktivitäten Tür und Tor!
 
Da wo die Kooperation mit Wildhütern resp. Polizeibeamten vor Ort an Fang- und Jagdplätzen klappte, traf es 4 Vogelwilderer und 4 Vogeljäger hart und teuer, betrugen die verhängten Bussgelder immerhin 200 bis 4'000 Euro!  
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 9. - 10. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 10.November 2020):
Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Über - Bild 2 Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Übe - Bild 3
 


+++ 01.11.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter&he
Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter…
7. Vogelschutzcamp-Report

Corona Lockdowns in den meisten EU-Ländern… aber auch in Deutschland dürfen Jäger  in kleinen Gruppen weiter Bewegungsjagden ausüben! Noch hat Zypern lt. Bewertung der John-Hopkins-Universität ein relativ niedriges Niveau von Corona-Infizierten, und dies ermutigt Vogelwilderer und Jäger mit illegalen Jagdpraktiken offensichtlich, ihr blutiges Vogelmord-Geschäft ungehemmt weiter auszuüben.
 
Wenn unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer nicht Tag und Nacht in den Zugvogelfanggebieten unterwegs wären und die wenigen staatlichen Wildhüter fangplatzgenau und gut dokumentiert in die Spur setzen würden, gäbe es dort für unsanktionierte Zugvogelmassaker kein Halten mehr.
 
Die auch in der 8. Einsatzwoche auf Zypern mit Fotos gut dokumentierte Zugvogel-Rettungsarbeit bescherte erneut 1 Vogelwilderer und 2 Vogeljägern wegen illegaler Jagdmethoden Strafanzeigen mit schmerzhaften Bussgeldern.
 
Auf dem vor einer Woche von unseren Vogelschützern an die britische Polizei gemeldeten Jagdplatz nahe Akrotiri mit mehr als 100 Jägern, die dort auf alles schossen, was Federn hat, konnten wir erneut illegale Jagd auf Singvögel beobachten und auch dokumentieren.
 
Die höchste Strafe erhielt dort auf unsere Hinweise hin ein Jäger mit 2.000 Euro Bussgeld, weil er geschützte Singvögel geschossen hatte. Die hatte er bei Eintreffen der SBA-Polizei unter seinem Fahrzeug versteckt, was ihm nicht half, da wir den Polizeibeamten das Versteck zeigen konnten! So macht man sich auf Zypern unter Jägern echte Freunde…
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 8. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 25.Oktober 2020):
Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter&h - Bild 2 Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter& - Bild 3
 


+++ 25.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten…
Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten…
6. Vogelschutzcamp-Report

Auf Zypern vergeht kein einziger Tag,
an dem die dort im Vogelschutzcamp ehrenamtlich arbeitenden Vogel- schützerinnen und Vogelschützer nicht mit massiver Zugvogelwilderei und illegaler Vogeljagd konfrontiert werden.
 
Nicht umsonst sind Leimruten und Fangnetze als unselektive Vogelfang- geräte EU-weit verboten, endet in ihnen doch alles, was in Bäumen und Büschen Rast, Schutz und Nahrung sucht, auch Eulen, Falken und sogar Eidechsen. Die Effektivität der todbringenden Vogelfangeräte wird immer öfter durch den Einsatz der ebenfalls verbotenen elektronischen Vogelstimmen-Lockgeräte verstärkt, die die nächtlich ziehenden Singvögel anlocken. Der elektronisch abgespielte Vogelgesang von Mönchsgrasmücken, Nachtigallen und Singdrosseln selbst hinter den Touristenhotels und Restaurants wird von nichtsahnenden Zypern-Besuchern als «romantisches» Herbst-Urlaubserlebnis beschrieben. In der tierquälerischen Realität ist es todbringender Vogelgesang!
 
Die Zugvogel-Rettungsarbeit in der 7. Einsatzwoche auf Zypern bescherte 2 Vogelwilderern und 3 illegal agierenden Vogeljägern Strafanzeigen mit teils hohen Bussgeldern. Die höchste Strafe erhielt ein Wilderer mit einer Busse von 3'000 Euro, weil er ein elektronisches Lockgerät mit Mönchsgrasmückengesang benutzte und keine Jagdlizenz besass!
 
Rekordverdächtig war auch ein Jagdplatz nahe Limassol im dortigen britischen Protektoratsgebiet (Sovereign Base Area), auf dem sich am 18.10.2020 mehr als 100 Jäger zur Vogeljagd versammelt hatten und dort auf alles schossen, was Federn hatte. Erst auf unsere dringende Anforderung hin erschienen staatliche Wildhüter mit britischer Polizei und konnten «immerhin» 2 Vogeljäger festnehmen, die im Besitz von geschossenen streng geschützten Singvögeln waren. Den Bau eines unterirdischen Versteckplatzes für einen Teil der illegalen Vogel-Jagdbeute konnten wir filmen und das Video der SBA-Polizei als fangfrisches Beweismaterial übergeben… ein Erfolgserlebnis 1. Klasse.
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 7. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 21.Oktober 2020):
Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten&hellip - Bild 2 Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten&helli - Bild 3
 


+++ 18.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Pantano Cuba / Sizilien (Republik Italien) +++

Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- und
Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- und Nahrungsplatz
Einhergehend mit der Extensivierung unserer mehr als 12 ha Feuchtwiesen entlang der Lagune Pantano Cuba durch Eselbeweidung und ausschliesslicher Nutzung als Mähwiese nimmt die Anzahl mediterraner Blütenpflanzen wie Mittelmeer-Gladiole, Anemone und mehreren Orchideenarten schnell zu.
 
Die bieten einer zunehmenden Zahl an Insekten neuen Lebensraum, die wiederum die Nahrungsbasis für die ebenfalls wachsende Artenvielfalt und Individuenzahl von Reptilien wie Eidechsen, Geckos und Schlangen bilden.
 
Und darüber freuen sich erstmals seit vielen Jahren nun auch junge Schwarz- und Weissstörche, die hier dieses Jahr immer öfter ungestört Rast machen und Nahrung suchen können.
 
Der bräunlich gefärbte Weissstorch auf einem unserer mit Lockstörchen bestückten Kunsthorste ist kein verkappter Schwarzstorch, sondern ein aus der Messina Wildtier- Rettungsstation hier ausgewildeter Weissstorch, der nach einem Ölunfall dort flugunfähig eingeliefert wurde und bis zur Flugfähigkeit tagelang gereinigt werden musste. Nun hat er sich anscheinend entschieden, den Winter in Sizilien unter der Obhut unserer Bird Guards zu verbringen.
 
Die Spekulation unserer Bird Guards ist nun, ob dies der Beginn einer neuen Weissstorch-Brutpopulation an der Südostküste Siziliens sein könnte. Denen ginge es hier auf jeden Fall besser als den Weissstorch-Brutpaaren neben dem Flughafen von Catania (Sizilien), wo deren Feuchtgebiets-Nahrungsraum anhaltend vermüllt und überbaut wird!
Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- und - Bild 2 Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- un - Bild 3
 


+++ 17.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten…
Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten…
5. Vogelschutzcamp-Report


Seit Anfang September 2020 erleben wir eine anhaltende Zunahme der Zugvogel-Wilderei, deren Ausmass wir vor dem Hintergrund der Erfahrungen und Ergebnisse unseres Zugvogelschutz- camps im Herbst 2019 nicht für möglich gehalten hätten.
 
Besorgniserregend ist die massive Zunahme der illegalen Vogeljagd mit festen Vogelabschuss-Plätzen,
von Jägertrupps gemeinschaftlich praktizierter Vogeljagd, die mit Einsatz von elektronischen Vogelstimmen-Lockgeräten perfektioniert und die Zugvogel-Jagdbeute damit maximiert wird.
 
Diese Entwicklung überfordert die wenigen staatlichen Wildhüter nun endgültig, die schon mit der flächenhaften Überwachung der Vogelwilderei-Regionen und den vielen aktiven Vogelfangplätzen nicht mehr klarkamen. So agieren unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer derzeit als ehrenamtliche Jagd- und Fangplatz-Observierungstruppe, die den Wildhütern (Game Fund) die nachts aufgespürten aktiven Wilderer-Hotspots frühmorgens auf dem Tablett serviert.
 
Wo kein Einsatz der staatlichen Ordnungshüter zu erwarten und/oder festzustellen ist, legen wir, soweit legal und machbar, selber Hand an, bauen Vogelfanggeräte ab und vernichten diese. Diese Zugvogel-Rettungsarbeit schafft die Motivation, die unseren ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützern den Energieschub und die Kraft zum Durchhalten gibt!
 
Ganz allmählich entwickeln aber auch Wildhüter einen gewissen Ehrgeiz, zeitnah auf unsere GPS-Daten gestützten Fangplatzhinweise zu reagieren. Erlaubt ihnen doch das direkte Erwischen von Vogeljagdfrevlern und Vogelwilderern, diese beim nächsten Polizeirevier anzuzeigen und dort zunehmend saftigere Bussgelder zu erwirken. Solch eine Erfahrung nennt man auch auf zypriotisch ein Erfolgserlebnis!
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 6. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 11.Oktober 2020):
Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten… - Bild 2 Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten… - Bild 3
 


+++ 11.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hochtou
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hochtouren…
Unser 4. Vogelschutzcamp-Report

In diesen Tagen erreichen die illegalen Vogelfang- und Vogeljagd-Aktivitäten auf Zypern ihre Hochsaison.
Die Vogelschutzcamp-Ergebnisse der 4. und 5. Einsatzwoche beweisen die von der Regierung weiterhin ignorierten illegalen Vogelwilderei-Machenschaften, die sich nicht nur auf einzelne Wilderer-Hotspots beschränken. Die wenigen staatlichen Wildhüter sind mit der flächenhaften Überwachung der Vogelwilderei-Regionen komplett überfordert.
 
Wir mussten in den ersten 5 Vogelschutzcamp-Einsatzwochen leider mehr illegale Vogelfangaktivitäten feststellen als in den Vorjahren. Erschreckend ist insbesondere die massive Zunahme illegaler Vogeljagd-Aktivitäten auf Zypern.
Da werden streng geschützte Zugvogelarten wie Mönchsgrasmücke, Grauschnäpper, Bienenfresser, Wiedehopf und Falken geschossen. Da werden Singvögel mit verbotenen elektronischen Vogellockanlagen vor die Gewehre gelockt, und selbst in ausgewiesenen Wildschutzgebieten mit Jagdverbot wird alles vom Himmel geschossen, was in Reichweite der Flinten kommt.
 
Unsere Vogelschützer entdeckten nahe der Ortschaft Meneou einen riesigen Vogeljagdplatz, auf dem allein diesen Herbst schon 150 Bienenfresser, aber auch Turmfalke, Nachtreiher, Wiedehopf und Blauracke geschossen wurden.
 
So erfreulich unsere Vogelschutzcamp-Ergebnisse für den Zugvogelschutz sind, so entsetzlich traurig ist auf Zypern die derzeitige Situation für unsere mittel- und osteuropäischen Zugvögel. Trotz aller Widrigkeiten und Anfeindungen durch Vogelwilderer und Vogeljäger lassen unsere ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützer unsere Zugvögel dort nicht im Stich… und schon gar nicht hängen!
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 4 + 5 Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 04.Oktober 2020):
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hochto - Bild 2 Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hocht - Bild 3
 


+++ 27.09.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Unser 3. Vogelschutzcamp-Report
Wie schon in der 2. Vogelschutzcamp-Einsatzwoche zeigt auch die 3. Einsatz- woche, dass zypriotische Vogelwilderer und Vogeljäger die aktuell bestehenden Bewegungsfreiheiten immer stärker nutzen, um am hochprofitablen Schwarzmarkt-Geschäft mit getöteten Singvögeln zu partizipieren. Oder – wie
wir erfahren haben – um sich mit umfangreichen illegalen Singvogel-Geschenken auch (neue) Freunde zu machen.
 
Derzeit sind mehrere Vogelschützer-Teams im Einsatz und die nachstehenden Ergebnisse dieses erst 3 Wochen alten Herbst-Vogelschutzcamps zeigen, dass eine erschreckend hohe Anzahl von Fangplätzen aktiv ist und mit Leimruten und nun auch ersten Fangnetzen und illegalen Vogeljagdpraktiken ungehemmt Zugvögel gewildert werden. 
 
Besonders unverfroren agierte ein Vogeljäger, der zwecks Optimierung seines Zugvogel-Jagderfolgs eine elektronische Vogel-Lockanlage nutzte und dank unserer Hinweise an die staatlichen Wildhüter am Tatort auch noch mit 2 geschossenen Mönchsgrasmücken erwischt wurde. Das verhängte Bussgeld in Höhe von 3'500 Euro tut ihm richtig weh. Bleibt aber abzuwarten, ob der Jagdfrevler nicht Widerspruch einlegt und dann – wie so oft in der Vergangenheit - mit einem stark reduzierten Bussgeld davonkommt. Man kennt sich auf Zypern!
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 3. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 20. September):
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 2 Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 3
 


+++ 20.09.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Unser 2. Vogelschutzcamp-Report
Wie schon in der 1. Vogelschutzcamp-Einsatzwoche zeigt sich auch in der 2. Einsatzwoche, wie konsequent zypriotische Vogelwilderer und Vogeljäger auf Zypern die aktuell bestehende Corona-Bewegungsfreiheit nutzen, um die profitversprechende Nachfrage nach getöteten Singvögeln zu befriedigen.
 
Leider finden unsere Vogelschützer auf
den illegalen Leimruten und in illegalen Fangnetzen neben Zugvögeln von mehr
als 35 Arten auch lokale Singvogelarten und immer wieder auch Greifvögel wie Zwergohreule und Turmfalke und sogar Echsenarten wie die Agame. Letztere werden von Vogelwilderern allesamt als unerwünschter «Beifang» getötet und achtlos weggeworfen.

Dieses rücksichtslose jährlich über viele Monate anhaltende Töten freilebender Wildtiere auf Zypern trägt ebenfalls zur Reduktion der dortigen Vogel- und Echsen-Bestände und damit zur anhaltenden Verarmung der dortigen Artenvielfalt bei.
 
Bemerkenswert ist, dass die von unseren Vogelschützern zu aktiven Vogelfangplätzen gerufenen staatlichen Wildhüter auf unsere Hinweise zu illegalen Vogeljagd- und Vogelfang-Plätzen bisher relativ positiv reagiert und auch entsprechend agiert haben.
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 2. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 13. September):
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 2 Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 3
 


+++ 09.09.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen…
Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen…
Vogelschutzcamp-Report 01
Mit der Lockerung der durch Corona bedingten Beschränkungen auf Zypern seit Sommer 2020 nutzen Vogelwilderer und Vogeljäger die neue Bewegungs- freiheit, um nun mit Beginn des herbstlichen Vogelzugs wieder ihr blutiges Vogelmord-Geschäft aktiv zu betreiben.

Allein die Vogelschutzcamp-Ergebnisse der ersten Einsatztage zeigen, worauf sich die Vogelschützerteams in den kommenden 10 Wochen Einsatzzeit gefasst machen müssen. Sowohl Vogelwilderer als auch Vogeljäger mit illegalen Jagdpraktiken werden bemüht sein, die nun wieder steigende Nachfrage nach der verbotenen zypriotischen Delikatesse «Ambelopoulia» gewinnbringend zu nutzen.

Aktuell sind 2 Vogelschützer-Teams auf Zypern im Einsatz und verschaffen sich in den Haupt-Vogelfangregionen der Republik Zypern und in Nordzypern einen ersten Gesamtüberblick.

Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse nach 6 Einsatztagen (Status 06.09.2020):
Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen… - Bild 2 Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen… - Bild 3
 


+++ 18.08.2020 +++
+++ Walperswil / Schweiz +++

Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutzturm
Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutzturm in Walperswil / BE

Bereits während der Umbautätigkeiten am «Artenschutzturm Walperswil» begaben sich die ersten Vogelarten zum Singen auf das Baugerüst und teilten ihren Artgenossen schon einmal mit, dass die neue Behausung bereits in Anspruch genommen wurde. Kurz nach Entfernung des Baugerüsts haben mehrere Starenpaare dann sogleich die für sie in das Mauerwerk eingelassenen Behausungen als Brutplatz genutzt und erfolgreich ihre Jungen aufgezogen. Ein Hausrotschwanz-Paar nahm ebenfalls kurz nach Fertigstellung des Turms im Frühjahr einen für Halbhöhlenbrüter vorgesehenen Nistplatz ein. Besonders freut uns der kürzlich durch unseren ehrenamtlich engagierten Turmbetreuer registrierte Schleiereulenzuwachs in unserem neuen Artenschutzturm im Berner Seeland. Wir legten ein besonderes Augenmerk auf die Förderung dieser in der Schweiz potenziell gefährdeten Eulenart. Durch den Abriss oder totaler Verriegelung und Versiegelung einst frei zugänglicher Turm- und Gebäudestrukturen ist die Schleiereule zunehmend durch den Menschen bedroht. Nachts geht die Schleiereule auf lautlose Jagd nach Kleinsäugern. Doch die hierzulande häufig praktizierte intensive Landwirtschaft und der übermässige Gifteinsatz zur Schädlingsbekämpfung machen viele Nahrungsgebiete unattraktiv. Dabei fängt ein Schleiereulenpaar allein während der Jungenaufzucht über 3'000 Mäuse und im restlichen Jahr nochmals so viele. Somit leistet die Schleiereule einen wichtigen und ökologischen Beitrag in der Regulierung des Mäusebestands im Kulturland. Der neue Artenschutzturm in Walperswil im Kanton Bern bietet am Übergang zwischen Wohnsiedlung und Kulturland, umsäumt von Hecken- und alten Obstbaumstrukturen, ein ideales Tagesversteck für diese nachtaktive Vogelart.          

Insgesamt bietet der neue «Artenschutzturm Walperswil» 39 geschützte Nistplätze für bedrohte Gebäude bewohnende Vogelarten, 7 Quartiere aus Holz- und Holzbeton für diverse Fledermausarten, weitere Einschlupföffnungen für diese kleinen Säugetiere wurden am Dach des Turmes durch den Einbau von Lüftungsziegeln geschaffen. Für besonders gefährdete Insekten- und Wildbienenarten bietet eine in die Turmfassade integrierte Lehmwand geeigneten Überlebensraum.

Unser grösster Dank gilt allen, die unser Artenschutzprojekt im Berner Seeland ermöglichten: der Gemeinde Walperswil für ihre unkomplizierte und positiv gesinnte Projektzusage, unseren Spenderinnen und Spendern für ihre grossherzige finanzielle Unterstützung für den umfangreichen Umbau, den selbstlos engagierten Natur- und Wildtierschutzberatern, der interessierten und hilfreich zur Seite stehenden Nachbarschaft, den regionalen Handwerkern für ihre hervorragenden Arbeiten und unserem hingebungsvollen Turmbetreuer.
 
Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutztur - Bild 2 Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutztu - Bild 3
 


+++ 12.06.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Sizilien / Italien +++

Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in Siz
Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in Sizilien

Seit Mitte März und zeitverzögert ab Ende April waren in den Provinzen um Agrigent und Caltanissetta unsere Vogelschützer im Adler- und Falkenschutz-Einsatz. Die Campvorbereitungen und Gebietserkundungen dazu begannen bereits im Januar dieses Jahres. Durch das neue Coronavirus, welches sich über den gesamten Erdball ausbreitet und die damit verbunden Bewegungseinschränkungen, war es noch nie so anspruchsvoll die Brutplätze von selten gewordenen Greifvogelarten wie Habichtsadler, Lannerfalke oder Wanderfalke zu beschützen. Denn auch die Vogelschützer müssen geschützt werden und sie berücksichtigten natürlich die in Italien sehr strengen von der Regierung verhangenen Vorschriften zum solidarischen Schutze ihre Mitmenschen während des gesamten Einsatzes.

An den uns bekannten Brutplätzen, an denen eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung trotz anfänglich nur einem Adlerschützer-Team möglich war, konnten die Jungvögel unbeschadet aufwachsen und sind mittlerweile ausgeflogen. Die diesjährigen Bruterfolge sind besonders erfreulich; es gab so viele erfolgreiche Habichtsadler-Brutpaare wie noch nie seit Beginn unserer Datenerhebungen und über mehrere Dekaden verlassene Gebiete wurden wieder erfolgreich für Brut und Jungenaufzucht genutzt.

Dieses Jahr startete das Camp des 2. Teams im Süden Siziliens erst mit einem Monat Verspätung am 25. April, das 1. Team im Südwesten konnte gerade noch rechtzeitig vor dem Lockdown in der einsamen Berglandschaft Stellung beziehen. Durch die coronabedingten Reiseverbote konnten die meisten der 30 eingeplanten Einsatzkräfte nicht antreten, weshalb vermehrt auf versteckte Fotofallen im Gelände gesetzt wurde, um die Nesträuber zu identifizieren. Das gesammelte und stellenweise ausgezeichnete Fotomaterial haben wir den Carabinieri übergeben und strafrechtliche Verfolgungen wurden erwirkt. Wenn die Jungvögel kurz davor sind, dass sie ihre Nester verlassen können, ist dies das bevorzugte Alter der Nesträuber und gegen Campende wurde den erschöpften Vogelschützern nochmals alles abverlangt, damit kein Jungvogel entwendet wird und in lebenslanger Gefangenschaft endet. Habichtsadler reproduzieren sich nicht in Gefangenschaft und können dann folglich nicht zu ihrer Arterhaltung beitragen.

Die Vorbereitung und Durchführung der Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps im Süden und Südwesten Siziliens kosteten dieses Jahr umgerechnet knapp 20'000 Franken. Doch der Einsatz war äusserst lohnenswert und belegt, wie wichtig diese Einsätze sind, erstmals konnten über 50 Habichtsadler-Brutpaare erfolgreich beschützt werden und Brutgebiete wurden wieder besetzt, die seit 40 Jahren als aufgegeben galten.
 
Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in Si - Bild 2 Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in S - Bild 3
 


+++ 24.05.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Pantano Cuba / Sizilien (Republik Italien) +++

Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr pe
Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr perfektes Paradies
Mitte April nutzen die Spätrückkehrer unter unseren mitteleuropäischen Zugvogelarten wie Mauersegler, Grauschnäpper, Pirol und Bienenfresser nach der erfolgreichen Mittelmeerüberquerung von Afrika nach Europa unser Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» tagelang als ungestörten und sicheren Rast- und Nahrungsplatz.
 
Pünktlich zur Rückkehr der auch in Sizilien brütenden Zugvogelarten wie dem Bienenfresser wurde auf einem unserer Hang-Ufergrundstücke an der Lagune Pantano Cuba unsere neue fast 100 m lange und bis zu 5 m hohe Bienenfresser-Brutwand fertiggestellt.

Die zerklüftete Steilwand war ein Relikt einer umfangreichen Boden- und Kalkmergel-Abgrabung des früheren Grundstückseigentümers. Wegen der zurückgelassenen riesigen Bodenberge, der Geröllhaufen und anderen Ablagerungen ging dieses mit Spendengeldern 2017 gekaufte Grundstück als «Moonland» (Mond-Land) in unsere Projektarbeit ein.
 
Zu unserer grossen Freude bauten Anfang Mai dieses Jahres 2 Bienenfresser-Brutpaare erstmals ihre Brutröhren in die optimierte Steilwand mit geeigneten Sitzgelegenheiten aus altem Astwerk. Derzeit ist das Brutgeschäft in vollem Gange. Kenner dieser exotisch bunten Vogelart sind überzeugt, dass dies der Beginn einer zukünftig wachsenden Bienenfresser-Brutkolonie sein wird, die dank des von uns geschützten und optimalen Brutbiotops und des umfangreichen Nahrungsangebots an Grossinsekten wie Hummeln, Schmetterlingen, Käfern und Libellen bis zu 16 Brutpaaren eine sichere Nahrungsbasis für die Aufzucht ihrer Jungen bieten könnte.
 
So freuen nicht nur wir uns über die Vielzahl an Schmetterlingsarten und deren grosse Anzahl, sondern auch die Bienenfresser, die diese Artenvielfalt an Insekten im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern haben!
Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr p - Bild 2 Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr  - Bild 3
 


+++ 30.04.2020 +++
+++ Basel, Schweiz +++ Granelli, Sizilien, Republik Italien +++

Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet &la
Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini»
Jetzt mitten im sizilianischen Hochfrühling zeigen sich unsere Feuchtwiesen und die seit nun schon 6 Jahren nicht mehr gedüngten Mähweiden und Mähwiesen in unserem Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» in ihrer ganzen Wildblumenvielfalt und Blütenpracht.
 
Jahrzehntelange Überdüngung der intensiv genutzten Acker- und Ufergrünlandflächen, anhaltender Einsatz von Pestiziden (Pflanzenvernichtungsmitteln) und Berge von illegal entsorgtem Müll unterdrückten hier im Lagunenumfeld früher die «nutzlosen» Blütenpflanzen und schufen eine monotone und extrem artenarme Landschaft.
 
All dies ist nun Vergangenheit und wir bewundern jedes Jahr aufs neue die zurückkehrende Vielfalt der mediterranen Flora, die sich in unserem eingezäunten und bewachten Zugvogelschutzgebiet nun ungestört weiterentwickeln und über den Samenflug auch weiter ausbreiten kann.
 
Allein 18 hier in der Pantani-Region verschollene Orchideenarten haben nun wieder ihre speziellen Standorte zurückerobert und danken uns unsere Schutzarbeit mit wunderbaren Blütenformen und einzigartiger Blütenpracht. Von der profitieren zugleich hunderte von Wildbienenarten und Insekten, die wiederum den insektenfressenden Zugvogel- und Vogelarten einen gut gedeckten Nahrungstisch bieten. 
 
So lebt das eine von dem anderen… und schliesst den Kreislauf der Natur!
Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet &l - Bild 2 Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet & - Bild 3
 


+++ 26.04.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Gela /Sizilien (Republik Italien) +++

Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf Si
Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf Sizilien
Das Frühjahrs-Adlerschutzcamp auf Sizilien findet in diesem Jahr wegen der auf Sizilien geltenden strengen Mobilitätsbeschränkungen unter äusserst schwierigen Einsatzbedingungen statt. Bisher musste die gesamte Schutzarbeit von nur einem Adlerschützer-Team bewältigt werden. Dieses hatte sich schon vor dem behördlichen Erlass der totalen Bewegungseinschränkungen in Italien in die Einsamkeit der südwestlichen Berglandschaft Siziliens begeben und durfte dort weitab von Siedlungen und Dörfern offiziell genehmigt weiter seine Adlerhorst-Überwachungsarbeiten durchführen.
 
Um die knappe Adlerschützerkapzität einigermassen zu kompensieren, wurden an einer Vielzahl von Adlerhorsten Fotofallen-Kameras installiert und die Feldwege nahe der Adler- Horst-Plätze mit Bewegungsmeldern abgesichert.
 
Da das Adlerschützer-Team im sog. «Goldenen Dreieck», einem bei Greifvogelschützern und leider auch bei Greifvogelwilderern bekannten Greifvogelbrutgebiet operiert, werden neben den Habichtsadler-Horsten auch die Nester von bedrohten Wanderfalken und von vom Aussterben bedrohten Lannerfalken systemisch überwacht. Die dort in der Region zuständigen Carabinieri unterstützen unsere Schutzarbeit vor Ort.
 
Bis zum heutigen Tag konnten alle zwischen dem 15. bis 20. März 2020 geschlüpften Adlerküken und Jungadler und auch die Gelege der vorgenannten Falkenarten erfolgreich vor Greifvogelwilderern geschützt werden
Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf S - Bild 2 Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf  - Bild 3
 


+++ 25.03.2020 +++
+++ Walperswil / Schweiz +++

Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit für
Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit für heimische Vogelarten!

Im Berner Seeland in der Gemeinde Walperswil steht unser 3. Arten-schutzturm in der Schweiz! Nach viermonatiger Umbauphase konnte letzte Woche das Baugerüst entfernt werden, womit die neuen Nistkästen für die Siedlungs- und Kulturlandvögel rechtzeitig zum Beginn der Brutsaison bezugsbereit sind.

Hausumbauten, Dachsanierungen und Wärmedämm-Massnahmen vernichten jedes Jahr zigtausende Nistplätze, Tagesverstecke und Überwinterungsquartiere für viele verschiedene gebäudebewohnende Tierarten. Die rückläufigen Bestandszahlen betroffener Wildtierarten sind teilweise alarmierend. Diesem Trend wirken wir mit dem Bau von Artenschutztürmen in der Schweiz entgegen und tragen auch mit dem visuell aufmerksamkeitserregenden Gestaltungskonzept zur Sensibilisierung der Bevölkerung bei.

Der neue Artenschutzturm Walperswil eignet sich wegen seiner Lage an der Grenze zwischen Siedlungsgebiet und Kulturland zur Förderung von sowohl typischen Siedlungsvögeln wie Haussperling, Hausrotschwanz, Kohlmeise, wie auch typischen Kulturlandvögeln wie Feldsperling, Star oder Schleiereule. Für sie und für viele weitere Wildtierarten stehen nun diverse ins Mauerwerk eingebaute Holzbeton-Nistkästen zur Verfügung: Röhrenkästen, die erfahrungsgemäss gern von Meisen besetzt werden, grössere Nischenkästen, die sich für Stare eignen, die ihr beanspruchtes Revier bereits schon auf dem Baugerüst deutlich machten, 6 eingebaute Holzkästen für Mauersegler und ganze 12 Nester für Mehlschwalben, wobei letztere mit einem elektronischen Lockgerät auf ihre neuen Nistmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden.

Aber nicht nur die Vögel erhalten geschützte neue Brutplätze. Auch die Förderung der Fledermäuse ist uns ein grosses Anliegen, wo doch mehr als 2/3 aller Fledermausarten in der Schweiz gefährdet bis stark bedroht sind. Für sie wurden patentierte Eckmehrspaltkästen aus Holz angefertigt und montiert, diverse Holzbeton-Quartiere ins Mauerwerk eingebaut und über Lüftungsziegel haben die Fledermäuse die Möglichkeit in das Dachinnere zu gelangen.

Für die Förderung der Insekten und Wildbienen wird in den kommenden Tagen eine speziell die seltenen Arten fördernde Lehmwand errichtet. Wir halten Sie über unsere Internetpräsenz auf dem Laufenden.
Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit fü - Bild 2 Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit fü - Bild 3
 


+++ 09.03.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
 
Am 16. Februar 2020 ging unser gemeinsamer Zugvogelschutzeinsatz mit dem Komitee gegen den Vogelmord auf Zypern zu Ende und das Wintercamp 2019/2020 ist somit offiziell abgeschlossen. Gestartet am 1. Dezember 2019 standen in 78 Einsatztagen gesamthaft 13 Vogelschützerinnen und Vogelschützer aus fünf Ländern gemeinsam im Einsatz, um den illegalen Fang von Singdrosseln und weiteren teils stark bedrohten Zugvogelarten zu verhindern.
 
«Traditionell» fängt Zypern für den Verkauf an Restaurants Mönchsgrasmücken. Diese befinden sich im Winter in Nordafrika und so weichen die zypriotischen Vogelwilderer für ihren Schwarzmarkt auf die in Zypern überwinternden Singdrosseln aus. Wo wir zu Beginn unserer gemeinsamen Einsätze noch flächendeckend im Südosten Vogelfangnetze fanden, waren es im abgeschlossenen Wintercamp 2019/2020 mit 37 aktiven Fangstellen deutlich weniger. Im direkten Vergleich zum letztjährigen Wintercamp 2018/2019, bei dem wir noch 101 aktive Vogelfangplätze vorfanden, ist dies ein Rückgang um 63%, der dank unserer mehrwöchigen, stetigen Präsenz, Fangstellenkontrolle und Polizeimeldungen herbeigeführt werden konnte.
 
Der Rückgang der Vogelwilderei mit Netzen und Leimruten erlaubte es den Vogelschützern vor Ort ein grösseres Augenmerk auf die massive, illegale Vogelwilderei durch Abschiessen zu richten. Während der Wintermonate ist Jagdzeit und es sind von allen jagdbaren Vogelarten nur der Frankolin und der Chukar in der Abschusszahl begrenzt. Alle anderen, darunter die Singdrossel, können während der offiziellen Jagdsaison unlimitiert abgeschossen werden. Damit eine möglichst reiche Beute erzielt wird, benutzen viele Jäger zusätzlich illegale akustische Singdrossel-Lockgeräte.
 
Die illegale Jagd ist ein weltumspannendes Problem, welches dazu beiträgt, das gefährdete Wildtierarten an den Rand der Ausrottung gedrängt werden. Aber die legale Jagd kann auch für viele Vogelarten eine ernsthafte Bedrohung darstellen, wenn diese von Gesetzes wegen ungenügend geschützt werden. Zum Beispiel ist die einheimische Waldschnepfe nach wie vor jagdbar, obwohl sie kontinuierlich in ihrem Bestand zurückgeht und auf der roten Liste der gefährdeten Vogelarten steht, werden in der Schweiz jährlich fast 2'000 dieser Vögel erlegt!
 
In der Schweiz sind deutlich mehr Arten bedroht als im übrigen Europa. Statt diesem traurigen Trend der Zerstörung gezielt entgegenzuwirken wird der Überlebensdruck auf unsere heimische Artenvielfalt weiter erhöht. Die missratene Revision des Jagdgesetzes sieht vor, das Abschiessen geschützter wildlebender Säugetier- und Vogelarten in der Schweiz zu vereinfachen. Nicht nur im Mittelmeerraum, sondern auch hierzulande sagt die Stiftung Pro Artenvielfalt zu solch inakzeptablen Gesetzesentwürfen deutlich nein! Wir unterstützen das Referendum für ein Jagd- und Schutzgesetz (JSG), welches die bedrohten Wildtierarten in der Schweiz kompromisslos schützt.
Mehr Informationen zum missratenen Jagdgesetz finden Sie auf https://jagdgesetz-nein.ch/

Abschlussergebnisse des Winter-Vogelschutzcamps 2019/2020 auf Zypern:
Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 2 Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 3
 


+++ 10.02.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
 
Bis Mitte Januar kam der ungewöhnlich starke Dauerregen auf Zypern den Zugvögeln zugute. Schliesslich besserte sich das Wetter und für unsere Vogelschützer vor Ort wurden die Einsätze wieder intensiver. In drei Teams aufgeteilt machten sie sich jeweils gegen 11 Uhr abends auf und suchten die zugeordneten Gebiete nach aktiven Vogelfangstellen bis in die Morgendämmerung ab. Danach ging es oftmals gleich weiter, denn wo nachts die Vogelfänger ihre illegalen Lockgeräte für viel Beute in den Netzen einschalteten, so taten dies ab Morgendämmerung die Leimruten-Vogelfänger und immer wieder waren Schüsse von Jägern zu hören. Unsere Artenschutz Projektmanagerin stand mit den Teilnehmern unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord ebenfalls auf Zypern im Einsatz und hatte mit ihrem Team nach einer anstrengenden Nachtarbeit und Netzräumungen gleich im Anschluss mehrere Fang- und Jagdplätze aufgesucht und konnte mehrere illegale Singdrossel-Lockgeräte lokalisieren und beschlagnahmen. Die Besitzer der verbotenen akustischen Lockgeräte waren diesmal nicht aggressiv, sondern zeigten sich einsichtig und übergaben die mit Singdrosselgesang bespielten Geräte freiwillig.
 
Die direkte Konfrontation und Ansprache der Vogelfänger wird von den Vogelschützern vor Ort meist vermieden, tagsüber bei sicheren Verhältnissen wagen wir es dennoch, weil wir wieder mal auf uns allein gestellt sind. Obwohl der Leiter der zuständigen Wildhutabteilung uns mehr Unterstützung versprach, lassen die im Einsatz stehenden Offiziere unsere Vogelschützer bei Fangplatz-Meldungen trotzdem meist im Stich.
 
Die Campverantwortlichen nehmen dies jedoch nicht mehr hin. Mehrfach forderten sie den Wildhut-Abteilungsleiter auf, seine Versprechungen einzuhalten und gegen einsatzverweigernde Wildhüter vorzugehen. Zeitgleich werden wir konsequenter die Unterlassung der Hilfestellung den zuständigen nationalen und europäischen Behörden melden.
 
Ergebnisse des Zugvogelschutzcamps auf Zypern per Ende Januar (in Klammern die Ergebnisse von Januar 2019): 
2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 2 2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 3
 


+++ 13.01.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern

Fast nahtlos ging es auf Zypern vom Herbst-Zugvogelschutzcamp ins Wintercamp über. Zwei Wochen nachdem die letzten Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord das Herbstcamp beendet hatten und die Insel verliessen, um zu ihren Familien heimzukehren, sind seit der ersten Dezemberwoche schon wieder die nächsten Vogelretter im Feldeinsatz und stellen sich mutig gegen das grausame Verbrechen an den hier überwinternden Zugvögeln. Sogar über Weihnachten und Neujahr arbeitete ein kleines Team gegen die zypriotischen illegalen Vogelfänger.

Zum Glück der Vögel regnet es diesen Winter auf Zypern aussergewöhnlich viel und es herrschen teilweise starke Winde, weswegen die Vogelfänger zuhause bleiben. Auch sind viele Landstrassen und Feldwege unter Wasser. Deswegen sind vergleichsweise wenige Vogelfangplätze aktiv. Mit sich verbessernder Wetterlage wird aber auch wieder mit ziemlicher Sicherheit ein Anstieg des gegenwärtigen Singdrosselfangs zu spüren sein.

Dank der engagierten Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer konnten wir aber unsere Vogelschützer mit neuem und zusätzlichem Monitoring-Equipment ausstatten: am Körper tragbare Videokameras, Fotofallen, GPS-Geräte… Ausrüstung, die unsere Vogelschützer zum Dokumentieren von kriminellen Handlungen dringend benötigen, um ein effektiveres Vorgehen gegen die Wilderer zu ermöglichen.

Bisherige Ergebnisse des Zugvogelschutzcamps auf Zypern (per 07.01.2020)
1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 2 1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 3