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Spendenprojekt
des Monats
Auf Sizilien ist gute Nachbarschaft mehr als Gold wert…


Uferhang östlich unserer Lagune Pantano Cuba © SPA

Leider steigert der atem-
beraubend weite Blick von
dem östlich der Lagune
Pantano Cuba liegenden
Uferhang hinweg über die
Lagunen Pantano Cuba
und Pantano Longarini bis
hin zu einem nahezu 12 km
langen Abschnitt der Mittel-
meerküste das Interesse
von Immobilienmaklern und
Grundstückspekulanten auf
ebendiese Hang-Grundstücke.


Reiherarten und Rosaflamingos in der Lagune Pantano Cuba © SPA IT

Deren Kaufpreistreiberei
birgt für unsere langfristi-
gen Zugvogelschutzge-
bietspläne und für die dort
anhaltend zunehmende
Artenvielfalt ein hohes Be-
drohungs- und Konflikt-
potenzial. Unsere 3 Bird
Guards berichten in der
Pantani-Region doch aktu-
ell von 247 dokumentierten
Vogelarten, davon 142
mittel- und nordeuropäi-
sche Zugvogelarten.


Brandanschlag auf unser Zug-
vogelschutzgebiet Pantani Cuba und Longarini © SPA


Seit Aufbau-Beginn des
Pantani-Zugvogelschutz-
gebiets im Jahr 2013 ha-
ben wir dort schon Vieles
erlebt: rücksichtslose ille-
gale Vogeljagd, Vogel- und
Fischwilderei, heimtücki-
sche Brandanschläge, ille-
gale Müllablagerungen und
Drohungen gegen Leib und
Leben. Und, als wenn das
alles noch nicht genug
wäre, jetzt auch noch finanz-
starke Investoren und
Immobilien-Spekulanten, deren Grundstücksflächen-
Hunger scheinbar kaum zu
bremsen ist.


Roland Tischbier in angeregtem
Gespräch mit Grundstück-
eigentümer © SPA



Roland Tischbier begrüsst vor Ort einen Grundstückeigentümer © SPA

Unbeschadet dessen hel-
fen uns frühere Grund-
stücksnachbarn vor Ort
weiter mit ihren guten
Kontakten bei der Suche
nach Grundstückseigen-
tümerinnen und Eigentü-
mern, die bereit sein kön-
nten, uns ihre Grundstücke
für die Erweiterung unse-
res gemeinsamen Pantani-
Zugvogelschutzgebiets
anzubieten. Nach jahre-
langen vergeblichen Eigen-
tümerrecherchen unserer
deutschen Schwester-
stiftung für 2 Uferhang-
Grundstücke mit insge-
samt 3.7 ha (37‘000 m²)
Flächen haben uns Grund-
stücknachbarn einmal
mehr geholfen, die Grund-
stückseigentümer der zum
Erwerb geplanten 2 Grund-
stücke zu finden.


Mauswiesel auf Beutesuche im Steinhaufen © SPA IT


Wiedehopf bei der Nahrungs-
suche © A. Scuderi


Diese Grundstücke bieten
mit ihrem ökologisch wert-
vollem alten Wildoliven-
und Mandelbaum-Bestand,
den angrenzenden Hecken
und Wildwiesen und gros-
sen Lesestein-Haufen nicht
nur dem Mauswiesel, son-
dern auch 20 Vogelarten,
die bei uns auf der Roten
Liste der bedrohten Vogel-
arten stehen, wertvollste
Rast- und Nahrungsplätze
und der in Südeuropa noch
immer massiv bejagten
Turteltaube sogar eine
Vielzahl ungestörter und
gut versteckter Nist- und
Brutplätze.


Turteltaube auf Ansitz © A. Scuderi


Kornweihe überfliegt Uferhänge © C. Pitrella

Diese 2 neuen Uferhang-
Grundstücke östlich der
Lagune Pantano Cuba
fügen sich perfekt in unser
dort schon bestehendes
Zugvogelschutzgebiet und
beenden an dieser Stelle
ein für alle Mal auch natur-
und artenschädigende
Grundstücksspekulationen.


Handschlag auf den neuen Uferhang-Grundstückskauf © SPA

Unsere Schwesterstiftung
in Deutschland hat mit den
Grundstückseigentümern
fest vereinbart, die Kauf-
verträge Anfang September
2022 bei unserem Notar in
Siracusa (Sizilien) zu unter-
schreiben. Nach Vertrags-
unterschrift werden die
Grundstückskaufpreise
und die Kaufnebenkosten
in Höhe von insgesamt
75'000 Euro sofort fällig.
Diese Grundstückskäufe
möchten wir mit Hilfe von
Unterstützerinnen und
Förderern aus der Schweiz
mit umgerechnet 19'500
Franken fördern.

Bitte helfen Sie uns mit
einer engagierten Spende
,
damit wir auch diese
2 Uferhang-Grundstücke
für die Erweiterung unse-
res Pantani-Zugvogel-
schutzgebiets und den
nachhaltigen Schutz der
Zugvogelwelt und der
mediterranen Flora und
Fauna kaufen können.
 
Spenden

+++ 28.07.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Pantano Longarini / Sizilien / IT +++

Viele Watvögel sind schon ab in den Süden…
Viele Watvögel sind schon ab in den Süden…
Unser Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» an der Südostküste Siziliens zeigt inzwischen für ungezählte Wat-, Stelz- und Wasservögel eine starke Magnet-Wirkung.

Während das Wattenmeer und die Strände an Nord- und Ostsee und auf den Inseln aktuell von zehntausenden Sommer-Urlauberinnen und -Urlaubern bevölkert sind, haben sich von dort zigtausende Watvögel längst aus dem Staub und auf die Flügel gemacht und bereits den herbstlichen Vogelzug in «wärmere» Gefilde angetreten.
 
Als Folge der auf Sizilien schon seit Wochen anhaltenden Hitze mit Tagestemperaturen von +35°C weisen unsere gemeinsamen Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini aktuell sehr niedrige Wasserstände auf. In denen entstanden als Ergebnis der starken Verdunstung neue ökologisch perfekte Feuchtgebiets-Nischen. Und die bieten Tausenden Wat- und Wasservögeln auf ihrem Zug nach Afrika ideale Rast- und Nahrungsplätze.
 
Derartige ökologische Lebensraum-Nischen wie Schlammstrände, kleine Inseln und Flachwassersümpfe sind vor allem für Watvögel ideale Vogelzug-Trittsteine. Während unserer wöchentlichen Vogelzählungen wurden seit Juli in unserem Zugvogel- schutzgebiet mehr als 90 Zugvogelarten erfasst. Darunter 1’200 Rosaflamingos, 400 Zwergstrandläufer und Sichelstrandläufe, rund 300 Rotschenkel, Dunkler Wasserläufer und Grünschenkel und nicht weniger als 300 Flussregenpfeifer.
 
Sie alle geniessen die Ruhe und Ungestörtheit und den Nahrungsreichtum des von unseren Bird Guards bewachten Zugvogelschutzgebiets. Auch seltene Vogelarten wie Uferschnepfe, Teichwasserläufer und Sumpfläufer wurden regelmässig beobachtet. Unsere Schutzmassnahmen und Biotop-Strategien, die wir in den letzten Jahren gemeinsam mit unserer deutschen Schwesterstiftung realisiert haben, um die Qualität des Feuchtgebiets-Lebensraums zu verbessern und Störquellen zu reduzieren, finden in der überaus positiven Reaktion der Zugvogelwelt ihre erfreuliche und motivierende Resonanz und machen das Feuchtgebiet Pantani Cuba & Longarini zu einem der wichtigsten Vogelzug-Hotspots im zentralen Mittelmeerraum.
 
Dies ermutigt und bestärkt uns bei unseren zukünftigen Fördermassnahmen zur Erweiterung unseres gemeinsamen Zugvogelschutzgebiets und für die noch im Spätsommer 2022 anstehenden umfangreichen Sanierungsmassnahmen an und in unserer Lagune Pantano Longarini.
 
Viele Watvögel sind schon ab in den Süden… - Bild 2 Viele Watvögel sind schon ab in den Süden… - Bild 3
 


+++ 13.07.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Sizilien / IT +++

Neu geschaffene Inseln in unserer gemeinsamen Lagune Pantano Lon
Neu geschaffene Inseln in unserer gemeinsamen Lagune Pantano Longarini werden Brutvogel-Hotspot
 
Die Biotop-Optimierungsarbeiten in unserem Zugvogelschutzgebiet an der Südostküste Siziliens zeigen begeisternde Ergebnisse!
Die umfangreichen Massnahmen zur Erweiterung und Verbesserung der ökologischen Nischen für viele streng geschützte Vogelarten haben sich dort schon im 1. Jahr nach Fertigstellung ausgezahlt: 37 Paare von teils seltenen und bedrohten Vogelarten wurden beim Brüten in der neu angelegten Inselstruktur in der Lagune Pantano Longarini beobachtet.
 
Die kleinen Inseln, die wir im Herbst 2021 in der Lagune Pantano Longarini als zukünftige Nist- und Brutplätze geschaffen haben, wurden seit Juni 2022 zum ersten Mal erfolgreich besiedelt. Zwergseeschwalbe, Stelzenläufer, Rotflügelbrachschwalbe und Flussregenpfeifer haben von diesen neuen optimalen ökologischen Nischen spontan Besitz ergriffen!
 
Kein Wunder, gibt es für diese sensiblen bodenbrütenden Vogelarten weit und breit keinen vergleichbar sicheren, vor Menschen und unkontrolliert herumstreunenden Hunden ungestörten und von Bird Guards zusätzlich bewachten Lebensraum. Die Lagune und die umliegenden Feuchtwiesen bieten den Vogeleltern und den heranwachsenden Küken zugleich ein gutes Nahrungsangebot.
 
Während der wöchentlichen Vogelzählung haben unsere Bird Guards (Vogelwächter) die Inseln ständig überwacht und dabei nicht weniger als 22 Nester von Zwergseeschwalben und 13 Nester von Stelzenläufern gezählt.
 
Erstmals wurde nach vielen Jahren wieder ein Brutpaar der extrem seltenen Rotflügelbrachschwalbe auf einer der neu angelegten Inseln gefunden, ebenso wie ein Paar Flussregenpfeifer.
 
Alle diese Vogelarten sind in Italien und Europa streng geschützt, bedroht und stehen auf den Roten Listen. Das Zugvogelschutzgebiet «Pantano Cuba & Longarini» bietet ihnen perfekte und ungestörte Nist- und Brutplätze und hilft damit, diese Vogel-Populationen in Europa gesund und überlebensfähig zu erhalten.
Neu geschaffene Inseln in unserer gemeinsamen Lagune Pantano Lo - Bild 2 Neu geschaffene Inseln in unserer gemeinsamen Lagune Pantano L - Bild 3
 


+++ 09.06.2022 +++
+++ Basel / Schweiz +++

Unser 4. Artenschutzturm heisst die Beinwiler Siedlungs-Wildtier
Unser 4. Artenschutzturm heisst die Beinwiler Siedlungs-Wildtiere willkommen!
 
In Beinwil am See im Kanton Aargau steht nun unser 4. Artenschutzturm für vielerorts bedrohte Gebäude bewohnende Tierarten in der Schweiz.
Ende Januar hatten wir planmässig mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen und nach einer dreimonatigen Umbauphase konnten wir gestern diese neue Rettungsinsel für die heimische Artenvielfalt in Anwesenheit von Förderern, Vertretern der Gemeinde, des örtlichen Naturschutz-Vereins und den beteiligten Handwerkern offiziell einweihen.
Der Geschäftsführer Niels Friedrich hat bei einer kleinen Ansprache den neuen Artenschutzturm an Daniel Hürzeler vom lokalen Natur- und Vogelschutzverein zur künftigen Betreuung übergeben.
 
Unsere tierischen Siedlungs-Mitbewohner stehen immer stärker unter Überlebensdruck. Modernisierte Gebäude-Altbauten und moderne Neubauten bieten auf Unterschlupfe an Gebäude angewiesenen Wildtierarten wie diversen Vogelarten, Fledermäusen und Insekten keine Spalten unter dem Dachüberstand, keine Brutnischen und keine Schlupfwinkel mehr an.
Diesem Trend entgegenwirkend bietet der «Artenschutzturm Beinwil am See» insgesamt fast 40 geschützte Brut- und Nistplätze für diverse Vogelarten sowie Ruhe- und Überwinterungsquartiere und weitere Einschlupf-Möglichkeiten für Fledermäuse.
Für Höhlenbrüter wie Spatz und Star wurden 10 Nistkästen ins Mauerwerk eingebaut, 12 Nischenbrüter-Nistkästen bieten Hausrotschwanz oder Bachstelze beste Brutbedingungen und für die Mauersegler wurden 9 Kammern im Traufkasten vorbereitet. Auf dem Dach wurde eine Storchen-Plattform montiert, die hoffentlich bald ein Weissstorchpaar beanspruchen wird. Selbstverständlich ist neben geeigneten Nistmöglichkeiten auch ein natürliches Umfeld wichtig.
In Beinwil findet man noch einige ökologisch wertvolle Strukturen, die den auf Golfplatz-Niveau getrimmten und für Wildtiere nutzlosen Gärten trotzen und die Gemeinde darf sich auf einheimische, tierische Mitbewohner freuen.
Zusätzlich zu der bereits errichteten Wildbienennisthilfe planen wir eine Aufwertung der unmittelbaren Umgebung des Turmes mit heimischen Strauch- und Wildblumenarten, um die Förderung diverser Insektenarten anzustreben. Dies wird auch weiteren kleinen Wildtieren helfen, wie z.B. dem Igel, für den die Integration eines kleinen Schlaf-/Überwinterungshäuschens geplant ist, welches durch die Stiftung SATIS gefertigt wird.
 
Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei unseren Spendern für die engagierte Projektförderung zur Realisierung dieser lokalen Rettungsinsel, die auch einen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung über die Fördermöglichkeiten der Artenvielfalt im Siedlungsraum leistet.
Ein grosser Dank geht auch an die wohlwollende Gemeinde Beinwil am See, die lokalen Vereine NVV und LSVH, die Stiftung SATIS, die Baufirma Grundmann Bau, die Firma Baumann Holzbau, das Malergeschäft Steiner, die Firma Grütter Bedachungen und alle involvierten Handwerker für die umweltschonende und fachkräftige Umbauausführung.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und auch Storch Schweiz, die alle mit grossem Engagement, beratend oder anpackend, mitgeholfen haben. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Artenschutz-Beitrag!
Unser 4. Artenschutzturm heisst die Beinwiler Siedlungs-Wildtie - Bild 2 Unser 4. Artenschutzturm heisst die Beinwiler Siedlungs-Wildti - Bild 3
 


+++ 07.06.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Sizilien / IT +++

9 Jahre robuste Adlerschutzarbeit auf Sizilien zeigen Wirkung. U
9 Jahre robuste Adlerschutzarbeit auf Sizilien zeigen Wirkung. Und was für eine…
 
Sizilien: Adlerschutzcamp-Report Frühjahr 2022
Anders als bei den Vogelschutzcamps auf Zypern führen wir die Adlerschutzcamps in Sizilien gemeinsam mit unserem sizilianischen Adlerschutzpartner im Verborgenen durch, damit es für die Adler und auch uns vor Ort keine unnötigen Störungen durch rücksichtslosen Tierfotografen und anstandslose Vogelbeobachter und schon gar nicht durch dubiose Adlerliebhaber (Wilderer) kommt.
 
Als uns vor 9 Jahren der Notruf der kleinen Adlerschutzorganisation «Gruppo Tutela Rapaci» aus Sizilien erreichte, war das Aussterben des Habichtsadlers dort nur noch eine Frage von ein bis zwei Jahren. Die jahrzehntelange illegale Wilderei der Adlereier und Jungadler und deren Verkauf an italienische Jahrmarkt-Schausteller und betuchte Greifvogelliebhaber in den Ländern des mittleren Ostens waren die Hauptursachen für diese dramatische Bestandsentwicklung. So zogen im Jahr 2013 nur noch 25 Adlerpaare ihre Kreise hoch am Himmel über den sizilianischen Bergregionen und nur noch wenige Brutpaare konnten seinerzeit trotz der massiven Störungen an den Nistplätzen erfolgreich ein bis zwei Jungadler grossziehen. Das Ende des Habichtsadlers auf Sizilien zeichnete sich deutlich ab.
 
Dies zu verhindern und den Trend sozusagen «in letzter Sekunde» umzukehren, war eine spannende und anspruchsvolle Herausforderung, die neben ambitionierten finanziellen Investitionen auch viele aktive naturbegeisterte Menschen und jährlich tausende Stunden Schutzarbeit erforderlich machte. Und die Arbeit konnte nicht gleich um die Ecke, sondern musste in den entlegenen Bergregionen Siziliens geleistet werden. Dorthin hatten sich die wenigen Adlerpaare gezwungenermassen zurückgezogen, um ungestört brüten und überleben zu können. Und wer illegal agierende Vogelwilderer kennt, weiss, dass die Aussicht auf hohe steuerfreie Profite diese Sorte Mensch auch gewalttätig werden lässt… auch darüber können die Adlerschützer eindrücklich berichten.
 
Dieses Jahr nun gibt es gute Gründe, die Öffentlichkeit, unsere Spenderinnen und Förderer und engagierte Naturliebhaber wissen zu lassen, dass die von uns in den Adlerschutz auf Sizilien investierten Spendengelder dank des unermüdlichen Einsatzes sizilianischer Vogelschützer inzwischen Grosses für den Habichtsadlerbestand bewirkt haben.
 
Die 24 aktiven Adlerschützerinnen und Adlerschützer berichten dieses Jahres von immerhin 60 besetzten Adlerrevieren. 49 Adlerpaare haben dieses Jahr erfolgreich gebrütet, die genaue Anzahl der erfolgreich ausgeflogenen Jungadler werden wir aber erst Ende Juni bekannt geben. Bis dahin bleiben auch die durch uns finanzierten Wildkameras in den Felswänden nahe der Adlerhorste und entlang der schmalen Bergwege weiter im Einsatz und werden auch weiter regelmässig kontrolliert. Diesen Erfolg zu sichern und – wenn sich in der Berglandschaft Siziliens Möglichkeiten ergeben – weiter auszubauen, wird uns auch in den kommenden Jahren ein Herzensanliegen bleiben.
9 Jahre robuste Adlerschutzarbeit auf Sizilien zeigen Wirkung.  - Bild 2 9 Jahre robuste Adlerschutzarbeit auf Sizilien zeigen Wirkung. - Bild 3
 


+++ 01.06.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Vielen illegal agierenden Vogelwilderern und Jägern auf Zyp
Vielen illegal agierenden Vogelwilderern und Jägern auf Zypern fehlte dieses Frühjahr die Motivation für ihr grausames Handwerk!
 
Zypern-Frühjahrs-Vogelschutzcamp-Report

Unser Zypern Frühjahrs-Vogelschutzcamp-Report fasst die aktuellen Erfahrungen und die Erfolge der Vogelschützerinnen und Vogelschützer nach 5 Einsatzwochen zusammen.

Die bemerkenswerteste Erfahrung der Vogelschutz-Aktiven vor Ort auf Zypern in diesem Frühjahr war eine noch nie erlebte Passivität seitens der Vogelwilderer und Vogeljäger und die niedrige Anzahl fangbereit aufgebauter Zugvogel-Fanganlagen.

Die Gründe hierfür sind sicher vielschichtig und reichen von der grossen Anzahl erfolgreicher Strafanzeigen unserer Vogelschutz-Aktiven während des Winter-Vogelschutzcamps über mögliche fehlende Marktnachfrage russischer Oligarchen und deren Günstlingen, die auf Zypern residieren und dort ihre Luxusjachten liegen hatten, bis hin zu einer Marktsättigung nach einer leider sehr beutereichen Winter-Singdrosselfangsaison.

Warum auch immer… für die auf Zypern Rast machenden Zugvögel war dieses Frühjahr ein relativ gefahrloser Zwischenstopp- und Nahrungsplatz auf ihrem Frühjahrsvogelzug!

Unbeschadet dessen waren unsere Vogelschutz-Aktiven auch dieses Frühjahr bei der Observierung der fangbereit aufgebauten 20 Vogelfangplätze überaus erfolgreich. So konnten 9 von 20 Vogelwilderern erfolgreich angezeigt werden. Sie alle erwartet Bussen von mehr als 9'000 Euro, die allerdings nach unseren Erfahrungen des letzten Jahres nach erfolgreichen Widersprüchen der angezeigten Personen von den zuständigen Gerichten um 8'000 Euro reduziert werden und somit nur der Differenzbetrag tatsächlich als Busse gezahlt werden muss.
 
Ergebnisse Zypern Frühjahrs-Vogelschutzcamp Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit in Zypern vor Ort war dieses Frühjahr die systematische Erfassung und der Abbau von illegalen Bodenfangnetzen, die von Landwirten und Grundstücksbesitzern zur Abwehr unerwünschter Wildtiere wie z.B. Schlangen entlang der Zäune und um die Häuser aufgebaut werden. In diesen Bodenfangnetzen sterben jedes Jahr tausende Igel, Singvögel, Eidechsen und auch manch eine Schlange durch Strangulieren, Verdursten und Verhungern.

Dieses Jahr konnten unsere Vogelschutz-Aktiven 35 Grundstücke mit Bodenfangnetzen erfassen und 28 Netzstandorte an lokale Polizei- und Umweltbehörden melden. Insgesamt wurden 630 m Bodenfangnetze abgebaut.
Vielen illegal agierenden Vogelwilderern und Jägern auf Zy - Bild 2 Vielen illegal agierenden Vogelwilderern und Jägern auf Z - Bild 3
 


+++ 07.04.2022 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Sizilien / Italien +++

In Sizilien findet auch dieses Frühjahr wieder dank unserer
In Sizilien findet auch dieses Frühjahr wieder dank unserer Unterstützung ein Greifvogelschutzcamp statt
 
In den letzten zwei Jahren mussten sich unsere sizilianische Vogelfreunde noch mehr anstrengen, um die selten gewordenen Vogelarten wie Habichtsadler, Lanner- und Wanderfalke zu schützen, denn während die freiwilligen Vogelschützer aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Bewegungseinschränkungen Schwierigkeiten hatten, in die Einsatzregionen zu gelangen, setzten Vogelwilderer ihre illegalen Aktivitäten fort. Trotzdem konnten die ehrenamtlichen Vogelschützer in verschiedenen Provinzen Siziliens durch ihre ununterbrochenen Observierungen mit leistungsstarken Fernrohren und dem Einsetzten von versteckten Fotofallen die brutaktiven Nester überwachen und beschützen. Das gesammelte Fotomaterial wurde akribisch ausgewertet und relevantes Material den Carabinieri übergeben und strafrechtliche Verfolgungen konnten erwirkt werden.
Auch in diesem Jahr sind die Vogelschützer wieder Rund um die Uhr im Einsatz, damit verhindert wird, dass waghalsige Vogelwilderer sich bei Kletteraktionen an die besonders begehrte Habichtsadlerbrut machen und die Eier zur künstlichen Bebrütung oder gleich die Jungvögel stehlen, um sie für einige tausend Euro auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
 
Die erste Phase des Greifvogelschutzcamps bestand, wie jedes Jahr, aus der Kontrolle der bekannten Brutplätze und der Erkundung nach neuen Nistplätzen und weiteren Brutpaaren. Bisher konnten 54 Paare dieser europaweit seltenen Greifvogelart gezählt werden und ein Dutzend Jungadler ist auch schon geschlüpft. In den kommenden Wochen werden unsere mutigen Bird Guards die Adlernester noch genauer im Auge behalten, denn die heisseste Phase beginnt, wenn die jungen Adler etwa 20 Tage alt sind und die erste Nestlingszeit gut überstanden ist. Ab dann werden die heranwachsenden Adler bevorzugt von den Vogelwilderern aus den Nestern geklaut.
Jeder jungen Habichtsadler, der es schafft, unbeschadet aufzuwachsen und vom Nest loszufliegen, hilft den Fortbestand der Habichtsadler in Sizilien zu sichern, damit uns diese anmutige Greifvogelart dort noch lange erhalten bleibt.
 
Unsere engagierten Vogelschützer konnten im letzten Jahrzehnt über 300 Jungadler begleiten, die erfolgreich ausgeflogen sind. Dieser grosse Erfolg ist für unsere sizilianischen Vogelfreunde die grösste Motivation, den Schutz des Habichtsadlers fortzusetzen.
Die aktuellen Krisenzeiten hinterlassen aber auch in den entlegensten Bergregionen Siziliens ihre Spuren. Aufgrund der extrem hohen Benzinpreise, ist es immer schwieriger, neue Freiwillige zu finden, die bereit sind, ehrenamtlich mit ihren privaten Autos auf Sizilien unterwegs zu sein, um die Brutplätze der seltenen Greifvögel zu kontrollieren.
Dank der durch Spendenhilfe ermöglichten lohnenden Investition in hochauflösende Fotofallen werden die Habichtsadler-Brutpaare gegenwärtig rund um die Uhr bewacht und somit ist der bestmögliche Schutz der Elternvögel und ihrem Nachwuchs gewährleistet.
 
Bereits in der 2. Campwoche wurde ein Habichtsadler von den Vogelschützern aus einem alten Hühnerstall geborgen, in den er sich verirrte und nicht mehr alleine herausfand. Das geschwächt aufgefundene Wildtier wurde umgehend in die von uns geförderte Greifvogel-Rettungsstation in Messina gebracht und fachkräftig behandelt. Der nun wieder gesund gepflegte Habichtsadler konnte zwischenzeitlich erfolgreich in unserem sich im stetigen Ausbau befindlichen Zugvogelschutzgebiet GELOI ausgewildert werden.

Dieser Videolink zeigt ein Habichtsadler-Brutpaar © A. Scuderi
In Sizilien findet auch dieses Frühjahr wieder dank unsere - Bild 2 In Sizilien findet auch dieses Frühjahr wieder dank unser - Bild 3
 


+++ 09.03.2022 +++
+++ Basel / Schweiz +++

Die Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm gehen erfolgreic
Die Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm gehen erfolgreich weiter
 
Ende Januar haben wir planmässig mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten an unserem neuen Artenschutzturm in Beinwil am See (AG) begonnen. Der nun bevorstehende Frühling macht sich langsam bemerkbar und wir nutzen die vielen Sonnentage, um den Umbau voranzutreiben.
 
Insgesamt wird unser 4. Artenschutzturm fast 40 geschützte Brut- und Nistplätze für diverse Vogelarten, 2 Quartiere für Fledermäuse plus weitere Einschlupf-Möglichkeiten für diese kleinen Säugetiere am Dach anbieten.
Die Nistkästen, die aus Holz oder Holzbeton angefertigt sind, wurden bereits in den dafür gemachten Kernbohrungen im Mauerwerk platziert und werden im nächsten Schritt beigeputzt und sind dann sicher in der Fassade integriert. Das dadurch entstehende Mikroklima – von nicht zu nass bis nicht zu heiss – garantiert den zukünftigen tierischen Bewohnern maximalen «Wohnkomfort» und erleichtert den Erfolg bei der Jungenaufzucht.
 
Auch im Inneren des Turms sind die Arbeiten gut vorangekommen.
Ein zweiter Zwischenpodest aus Holz für die spätere Turmbetreuung und Wartung wurde errichtet. Alle Nistkästen sind vom Turminneren zugänglich zur besseren Kontrolle und Reinigung. Die Dachuntersicht im Inneren des Turms wurde entfernt, um Zugang zum Unterdach zu haben für die wichtige Fledermaus-Förderung, über die Hälfte der in der Schweiz bewerteten Fledermausarten stehen bereits auf der Roten Liste. Meist entstehen die Gefährdungen bei Gebäuderenovationen und Eingriffen in die umliegenden natürlichen Lebensräume. Entschlossen wollen wir den Fledermäusen in Beinwil helfen! Dazu werden einige Ziegel gegen Lüftungsziegel mit unterschiedlichen Öffnungen ausgetauscht, um Einschlupf-Möglichkeiten für diverse Fledermausarten in das Turminnere zu schaffen.
 
Unser erster Dank gilt den beteiligten Handwerkern aus der Region, die mit grossem Engagement uns helfen, eine neue Rettungsinsel für heimische Wildtierarten zu schaffen.
 
Wenn das Wetter mitspielt, werden wir die Arbeiten am Turm in Beinwil am See bis Mitte April abgeschlossen haben. Wir freuen uns sehr, bald unseren 4. Artenschutzturm einweihen zu können!
Die Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm gehen erfolgrei - Bild 2 Die Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm gehen erfolgre - Bild 3
 


+++ 18.02.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Wintereinbruch im östlichen Mittelmeerraum beschert Vogelwi
Wintereinbruch im östlichen Mittelmeerraum beschert Vogelwilderern auf Zypern fette Beute…
 
Der Einflug von zehntausenden Singdrosseln aus den Bergregionen Zyperns in die wärmeren Küstenregionen nutzten zypriotische Vogelwilderer und Jäger hemmungslos…

Der massive Wintereinbruch Ende Januar 2022 in weiten Teilen des östlichen Mittelmeerraums liess auch auf Zypern die Nachttemperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Dies trieb zehntausende von in den nahrungsreichen Bergregionen Zyperns überwinternden Singdrosseln und auch aus der Türkei und Griechenland in die wärmeren südöstlichen Küstenregionen Zyperns und löste dort bei Vogelwilderern und illegal agierenden Vogeljägern hektische Betriebsamkeit aus. Die hatten wegen des Ausbleibens grosser Singdrosselzahlen gerade zwei magere Vogelfang- und Vogeljagd-Wochen hinter sich. Umso grösser war die Freude und die Gier nach fetter Vogelbeute.
 
Binnen kürzester Zeit waren praktisch alle Vogelfangplätze nachts und in den frühen Morgenstunden mit aufgespannten Fangnetzen und elektronischen Vogelstimmen-Lockanlagen aktiviert und auch Vogeljäger nutzen den massiven Singdrosseleinflug, um ungestört massenhafte Beute zu machen.
 
Falsch eingeschätzt hatten Vogelwilderer und Vogeljäger unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer, die trotz der kalten Witterung nicht in den Unterkünften blieben, sondern höchst agil und aktiv des nachts die Vogelfang- und Jagdplätze absuchten und vor Ort ausgesprochen robust agierten.
 
So konnten allein im Zeitraum 24.01. - 07.02.2022 auch dank der Unterstützung lokaler Polizeikräfte 13 Vogelwilderer und Jäger in flagranti erwischt und angezeigt werden. Die verhängten Bussen für die Vogelwilderei mit Netzen und Leimruten reichten von 2'900 bis 6'500 Euro, Vogeljäger wurden für die Nutzung von elektronischen Vogelstimmen-Lockanlagen jeweils mit einer Busse von 500 Euro bestraft. So folgten auf den illegalen Vogelfang- und Jagderfolg unverbesserlicher Wilderer unerwartet heftige Strafen!
 
Nachstehend die Ergebnisse der 1. - 7. Einsatzwoche des Zypern-Winter-Vogelschutzcamps 2021/2022:
Wintereinbruch im östlichen Mittelmeerraum beschert Vogelw - Bild 2 Wintereinbruch im östlichen Mittelmeerraum beschert Vogel - Bild 3
 


+++ 14.02.2022 +++
+++ Basel / Schweiz +++

Start der Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm
Start der Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm
 
In Beinwil am See (AG) haben wir planmässig mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm für heimische Wildtierarten in der Schweiz begonnen.
 
Mit dem Umbau von ausgedienten Trafostationen in attraktive Artenschutztürme für heimische Siedlungs- und Kulturland-Wildtiere setzten wir ein starkes Zeichen gegen den anhaltenden Verlust an Nischen und Schlupflöchern in unseren Gebäuden, die für so viele verschiedene Tierarten überlebenswichtig sind.
 
Hausumbauten, Dachsanierungen und Wärmedämm-Massnahmen vernichten jedes Jahr zigtausende Nistplätze, Tagesverstecke und Überwinterungsquartiere für viele verschiedene gebäudebewohnende Tierarten. Die Folge sind allerorts feststellbare Bestandseinbrüche in den Populationen. Diesem Trend wollen wir mit dem Bau unseres 4. Artenschutzturms in der Schweiz weiterhin entschlossen entgegenwirken.
 
Der Trafoturm in Beinwil am See liegt ideal im Siedlungsgebiet, umgeben von Grünflächen und nicht weit vom Hallwilersee entfernt. Somit können wir am Turm diverse Siedlungswildtiere wie Haussperling und Mehlschwalbe und Kulturland-Wildtiere wie die Schleiereule und Bachstelze mit geschützten Brut- und Ruhenischen fördern.
 
Ende Januar sind die Umbauarbeiten mit der Einrüstung des ausgedienten Trafoturmes gestartet und dank dem Engagement von den beteiligten Handwerkern und Helfern aus der umliegenden Region wurden an der ehemaligen Trafostation bereits die ersten Kernbohrungen für den vor Witterung geschützten Einbau diverser Nistkästen direkt in das Mauerwerk vorgenommen.
 
Zehn Nischenbrüter-Kästen werden beispielsweise zur Förderung für Hausrotschwanz und Bachstelze eingebaut. Koloniekästen für Sperlinge sowie Kästen zur gezielten Förderung für Stare sind an mehreren Turmseiten geplant. Fünf weitere Universalniströhren werden geschützte Brutmöglichkeiten für Meisenarten und Gartenrotschwanz anbieten. Für Mauersegler sind Einfluglöcher im Traufkasten unter dem Dach geplant und für Turmfalke und Schleiereule werden wir auch optimale Bruthöhlen zur erfolgreichen Jungenaufzucht einplanen. Und nicht zuletzt wird auf dem Dach eine Storchenplattform zur Förderung des sich erfreulicherweise in dieser Region weiter ausbreitenden Weissstorches montiert.
 
Nicht nur Vögel erhalten Aufmerksamkeit bei den Fördermassnahmen. Auch für die stark bedrohten Fledermäuse wird unser neuer, vierter Artenschutzturm in der Schweiz sichere Ruhe- und Überwinterungsplätze in speziellen Fledermaus-Quartieren anbieten und damit einen wichtigen Artenschutz-Beitrag leisten, bedenken wir, dass 4/5 der in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten stark gefährdet und teils gar vom Aussterben bedroht sind.
 
Bis zur Fertigstellung das Artenschutzturms werden wir für den Umbau etwa 40'000 Franken investieren. Wir freuen uns sehr, wenn Sie unser Projekt in Beinwil am See und die dort vorkommende heimische Artenvielfalt mit einer Spende unterstützen können.
Start der Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm - Bild 2 Start der Umbauarbeiten an unserem 4. Artenschutzturm - Bild 3
 


+++ 31.01.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Vielen zypriotischen Vogelwilderern scheint aktuell die Lust am
Vielen zypriotischen Vogelwilderern scheint aktuell die Lust am illegalen Vogelfang verleidet…
 
Massive Medienberichterstattung und Öffentlichkeitsresonanz auf Zypern zum Bombenanschlag auf unser Vogelschutzcamp-Einsatzfahrzeug haben Zyperns Vogelwilderer spürbar beeindruckt.
Der Schuss der von rabiaten zypriotischen Vogelwilderern gezündeten Auto-Bombe an unserem Einsatzfahrzeug als Drohung gegen unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer ging für die Vogelwilderer richtig nach hinten los. Selten bekamen wir während unserer Vogelschutzcamp-Einsätze auf Zypern eine derart positive Presse und Öffentlichkeitsreaktion und eine klare Verurteilung des mit krimineller Energie ausgeführten Anschlags und des illegalen Vogelfangs. Schlagartig war das auf Zypern regierungsamtlich noch immer heruntergespielte Thema des massiven illegalen Vogelfangs in aller Munde!
 
Das war nicht nur Balsam für die Seelen unserer Vogelschutz-Aktivistinnen und -Aktivisten, sondern verdarb manch einem illegal agierenden Vogelwilderer und Vogeljäger die Lust aufs Weitermachen… zumindest jetzt im Winter. Hinzu kommt die hohe Zahl der von uns wegen Vogelwilderei angezeigten Personen, die durchweg hohe Bussen von mehreren Tausend Euro erhielten. Konsequenz: Die Anzahl aufgefundener illegaler Vogelfangplätze und illegal agierender Vogeljäger ging in der 4. und 5. Vogelschutzcamp-Woche deutlich zurück.
 
Nach Einschätzung unserer Vogelschützerinnen und Vogelschützer sind diesen Winter auf Zypern allerdings auch spürbar weniger Singdrosseln im Gelände, die Ursache dafür ist noch nicht klar.

Nachstehend die Ergebnisse der 1.-5. Einsatzwoche des Zypern-Winter-Vogelschutzcamps 2021/2022:
Vielen zypriotischen Vogelwilderern scheint aktuell die Lust am - Bild 2 Vielen zypriotischen Vogelwilderern scheint aktuell die Lust a - Bild 3
 


+++ 14.01.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Das «Neujahrgeschenk» von zypriotischen Vogelwildere
Das «Neujahrgeschenk» von zypriotischen Vogelwilderern am 09.01.2022 für Vogelschützerinnen und Vogelschützer war eine scharfe Bombe…
 
Zyperns grösstem Vogelwilderer wird das letzte Weihnachtsfest und unseren Vogelschützerinnen und Vogelschützern der Jahresbeginn 2022 unvergesslich bleiben…
Die Reaktion zypriotischer Vogelwilderer auf die in Zusammenarbeit mit örtlicher Polizei erfolgreiche Inflagranti-Überführung des einflussreichsten und rabiatesten Vogelwilderers auf Zypern an seinem illegalen fangbereit aufgebauten Vogelfangplatz an Heiligabend 2021: ein gezielter nächtlicher Bombenanschlag am 09.01.2022 auf eines der Vogelschützer-Einsatzfahrzeuge in der Garage der auf Zypern angemieteten Unterkunft.
 
Die Vogelschützerinnen und Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord hatten mit einer schnellen Reaktion seitens der Vogelwilder gerechnet, aber zugleich gehofft, dass diese ausbleiben würde. Diese Hoffnung ging am 09.01.2022 nachts gründlich zu Bruch, als einer der Vogelschutzcamp-Teamleiter mit einem lauten Knall aus dem Schlaf und dem wackelnden Bett gerissen wurde. Ein Blick aus dem geöffneten Fenster zeigte das noch von Rauch umhüllte Einsatzfahrzeug und die völlig zerstörte Frontscheibe nebst weiteren Schäden.
 
Die Reaktion auf diese Erfahrung und den Kollateralschaden: Kein Abzug, sondern ein Umzug der Vogelschützer-Teams in eine neue besser geschützte Unterkunft auf Zypern.
 
Unbeschadet dieser erinnerungswürdigen Erfahrung muss das beschädigte Einsatzmaterial nun irgendwie ersetzt und finanziert werden und das Winter-Vogelschutzcamp 2021/2022 auf Zypern wird fortgeführt.
 
Nachstehend die Ergebnisse der 1.-3. Einsatzwoche des Zypern-Winter-Vogelschutzcamps 2021/2022:
Das «Neujahrgeschenk» von zypriotischen Vogelwilder - Bild 2 Das «Neujahrgeschenk» von zypriotischen Vogelwilde - Bild 3
 


+++ 06.01.2022 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Zyperns grösster Vogelwilderer wird das letzte Weihnachtsfe
Zyperns grösster Vogelwilderer wird das letzte Weihnachtsfest nie mehr vergessen…
 
1. Zypern Winter-Vogelschutzcamp-Report
Das aktuelle Winter-Vogelschutzcamp auf Zypern begann am 20. Dezember 2021, nur 5 Wochen nach Ende des Herbst-Vogelschutzcamps. Doch obwohl noch in der Anfangsphase, können die Vogelschützerinnen und Vogelschützer des Wintervogelschutzcamps schon jetzt ihren 1. Erfolgs-Höhepunkt vermelden.
 
Endlich konnten 2 Vogelschützer nach vielen Jahren ergebnisloser Bild- und Video-Dokumentationen und auch medienträchtiger Publikationen seiner massiven illegalen Vogelmord-Aktivitäten Zyperns grössten und einflussreichsten Vogelfänger und einen seiner vielen Helfer an Heiligabend auf frischer Tat erwischen. Und dabei ging es auch richtig zur Sache und selbst der involvierte Polizeibeamte bekam beim Feststellen der Personalien deren Aggressionen zu spüren!
 
Anders als in früheren Jahren hatte der skrupellose Vogelmörder dieses Mal auch keine Zeit und Gelegenheit mehr, seinen illegalen Vogelfangplatz mit 6 verbotenen Vogelfangnetzen und 6 darin gefangenen Zugvögeln, 2 verbotenen elektronischen Vogelstimmen-Lockanlagen und einem Beutel mit 24 frisch getöteten Singvögeln zu räumen!
 
Die Feststellungen des couragierten Polizeibeamten und die Zeugenaussagen der Vogelschützer bei der zuständigen Polizeistation sowie das frisch angefertigte und ebenfalls abgelieferte Videomaterial sind unumstössliche Beweisdokumente, an denen auch ein zypriotisches Gericht nicht vorbei kann.
 
Unsere Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord werden diesen Fall auch an den für Naturschutz zuständigen Kommissar bei der EU-Kommission in Brüssel melden.
 
Nachstehend die Ergebnisse der 1. Einsatzwoche des Zypern-Winter-Vogelschutzcamps 2021/22:
Zyperns grösster Vogelwilderer wird das letzte Weihnachtsf - Bild 2 Zyperns grösster Vogelwilderer wird das letzte Weihnachts - Bild 3
 


+++ 24.12.2021 +++
+++ Basel/Bâle/Basilea | Schweiz/Suisse/Svizzera/Switzerland +++

Ein weiteres Pandemie-Jahr neigt sich dem Ende und auch dieses zweite ve
Ein weiteres Pandemie-Jahr neigt sich dem Ende und auch dieses zweite verflixte Jahr haben wir gemeinsam bis hierhin überstanden und blicken mit ungetrübter Zuversicht dem kommenden Jahr und weiteren tollen Artenschutz-Projekten entgegen. Wir danken unseren treuen Spenderinnen und Spendern, unseren langjährigen Förderern, unseren Artenschutz-Projektpartnern und unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz, in Deutschland, in Italien und in Zypern und allen couragiert ehrenamtlich arbeitenden Artenschützern von Herzen, dass Sie uns in dieser anspruchsvollen Zeit, in der sich die gesamte Menschheit an eine neu definierte «Normalität» gewöhnen muss, weiterhin zur Seite stehen. So ermöglicht es jede Einzelne und jeder Einzelne von Ihnen, dass wir unsere wichtige Artenschutzarbeit fortsetzen können. Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten schöne und besinnliche Momente, gute Gesundheit und ein glückliches neues Jahr 2022.
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Une nouvelle année de pandémie touche à sa fin et, jusqu’ici, nous avons réussi à surmonter ensemble cette deuxième année fatidique. C’est avec une confiance sans faille que nous envisageons l’année à venir et d’autres grands projets ayant trait à la protection des espèces. Nous remercions de tout cœur nos fidèles donatrices et donateurs, nos mécènes de longue date, nos partenaires de projets de protection des espèces, nos collaboratrices et collaborateurs engagés en Suisse, en Allemagne, en Italie et à Chypre ainsi que tous les courageux bénévoles au service de la protection des espèces, qui continuent à être à nos côtés en cette période exigeante où l’humanité tout entière doit s’habituer à une nouvelle définition de la «normalité». Ainsi, grâce à chacune et à chacun d’entre vous, nous sommes en mesure de poursuivre notre importante tâche de protection des espèces. Nous vous souhaitons, ainsi qu’à vos proches, de beaux moments sous le signe de la sérénité, une bonne santé et une heureuse année 2022.
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Un altro anno di pandemia sta per finire e finora siamo riusciti a superare questo secondo anno fatidico insieme. Guardiamo al prossimo anno e ad altri grandi progetti nel campo della protezione delle specie con grande fiducia. Vogliamo ringraziare di cuore le donatrici e i donatori fedeli, le sostenitrici e i sostenitori di lunga data, i nostri partner nei progetti di protezione delle specie, le collaboratrici e i collaboratori impegnati in Svizzera, Germania, Italia e a Cipro e tutte le volontarie e i volontari coraggiosi al servizio della protezione delle specie che continuano a stare al nostro fianco in questi tempi difficili in cui tutta l'umanità deve fare i conti con una nuova definizione di «normalità». Quindi, grazie a ognuno di voi, siamo in grado di continuare il nostro importante lavoro di protezione delle specie. Auguriamo a voi e ai vostri cari di bei momenti di serenità, buona salute e un felice 2022.
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Another year of the pandemic is coming to an end and so far we have managed to get through this second blasted year together. We look forward with great confidence to the upcoming year and to further important projects in the field of species conservation. We would like to express our heartfelt thanks to our loyal donors, our long-standing patrons, our species protection project partners, our committed staff in Switzerland, Germany, Italy and Cyprus and all the courageous volunteers in the service of species protection who continue to stand by our side in these challenging times when all of humanity must come to terms with a new definition of «normality». So, thanks to each and every one of you, we are able to continue our important species protection work. We wish you and your loved ones beautiful and contemplative moments, good health and a happy new year 2022.

 
Ein weiteres Pandemie-Jahr neigt sich dem Ende und auch dieses zweite v - Bild 2 Ein weiteres Pandemie-Jahr neigt sich dem Ende und auch dieses zweite  - Bild 3
 


+++ 02.12.2021 +++
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Zugvogelwilderer auf Zypern rüsten nach Herbst-Vogelfang je
Zugvogelwilderer auf Zypern rüsten nach Herbst-Vogelfang jetzt für den Winter-Vogelfang auf
 
5. Zypern Herbst-Vogelschutzcamp-Report

Das diesjährige Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern ging am 14. November 2021 nach 11 harten Einsatzwochen zu Ende. Die Ergebnisse im Negativen wie im Positiven dokumentieren Rekordzahlen. Der abschliessende 5. Zypern Herbst-Vogelschutzcamp-Report fasst die Erfahrungen der 15 aktiven Vogelschützerinnen und Vogelschützer und deren erzielte Ergebnisse zusammen.
 
Die Aggressionen illegal agierender Vogeljäger und Vogelwilderer gegen unsere ehrenamtlich im Einsatz arbeitenden Vogelschutz-Aktivisten hatten im Verlauf des herbstlichen Vogelzugs massiv zugenommen. Bei einem Hinterhalt-Überfall auf ein Vogelschützer-Team floss leider auch Blut... einmal mehr Beweis für die Gewaltbereitschaft der Wilderer, zugleich aber auch Bestätigung dafür, dass denen unsere Vogelschutzcamp-Einsätze und die bemerkenswerten Erfolge weh tun.
 
Bedient sind die 61 zypriotischen Vogeljäger und Wilderer, die von lokalen Polizeibeamten und staatlichen Wildhütern dank unserer Fangplatz-Observations-Hinweise und zweifelsfreien Bilddokumente an ihren Herbst-Fangplätzen mitsamt Fanggeräten in flagranti erwischt werden konnten. Die inzwischen von zypriotischen Gerichten verhängten Bussgelder von bis zu 10’000 Euro tun selbst abgebrühten Vogelfängern richtig weh.
 
Die Analyse der im Verlauf der letzten Vogelschutzcamps 2018 - 2021 an staatliche Ordnungsorgane gemeldeten illegalen Vogeljagd- und Vogelfangaktivitäten zeigt, dass von den insgesamt 326 überwachten Herbst-Fangplätzen insgesamt 43% (139 Fangplätze) als fangaktiv festgestellt wurden. Bei 39% dieser Fangplätze (54 Fangplätze) war früher schon mindestens einmal ein Bussgeldbescheid verhängt worden, während aktive Fangplätze mit früherer Strafanzeige aber ohne Bussgeldbescheid immerhin 47% (65 Fangplätze) ausmachten.
 
In den letzten 3 Vogelschutzcamp-Wochen liessen die Vogelfangaktivitäten nach, dies auch dem Umstand geschuldet, dass die von Vogelwilderern und Vogelkonsumenten so heiss begehrten Mönchsgrasmücken zunehmend die für sie ungastliche Sonneninsel Zypern Richtung Süden verlassen.
 
Die Vogelwilder-Reaktion darauf ist nicht das entspannte Zurücklehnen, sondern das Umstellen der elektronischen Vogelstimmenlockanlagen von Mönchsgrasmücken-Gesang auf Singdrossel-Gesang. Die beginnen nämlich jetzt in grosser Zahl auf Zypern einzufliegen, um hier, dem Klimawandel geschuldet, zunehmend zu überwintern. Für bis zu 200’000 Drosseln kann dies ein Flug in den Tod werden. Dagegen werden unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer aber ab Mitte Dezember erneut couragiert ankämpfen. Versprochen!

Nachstehend die Ergebnisse des Zypern-Herbst-Vogelschutzcamps 2021:
Zugvogelwilderer auf Zypern rüsten nach Herbst-Vogelfang j - Bild 2 Zugvogelwilderer auf Zypern rüsten nach Herbst-Vogelfang  - Bild 3
 


+++ 01.11.2021 +++
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Illegale Zugvogelfang- und Jagd-Aktivitäten auf Zypern dies
Illegale Zugvogelfang- und Jagd-Aktivitäten auf Zypern diesen Herbst schlimmer denn je!
 
4. Zypern Herbst-Vogelschutzcamp-Report
Der 4. Herbst-Vogelschutzcamp-Report aus Zypern fasst die erschreckenden Erfahrungen und auch Mut machenden Erfolge der Vogelschützerinnen und Vogelschützer einschliesslich der 7. Einsatzwoche von geplanten 10 Einsatzwochen zusammen.
 
Wie schon in den bisherigen Einsatzwochen waren unsere Vogelschutzcamp-Aktiven auch in der 6. und 7. Einsatzwoche überwiegend in den Nächten und frühen Morgenstunden bis Sonnenaufgang im Einsatz. Die inzwischen seitens der staatlichen Wildhüter besser funktionierende Zusammenarbeit an den illegalen Vogelfangplätzen resultierte in einigen herausragenden und ausserordentlich wirkungsvollen Erfolgen.
 
Höhepunkte der 6. + 7. Einsatzwoche in Zusammenarbeit mit Wildhütern und Polizeikräften:
Ergebnisse Zypern Herbst-Vogelschutzcamp - kumuliert 7 von geplanten 10 Einsatzwochen:
Illegale Zugvogelfang- und Jagd-Aktivitäten auf Zypern die - Bild 2 Illegale Zugvogelfang- und Jagd-Aktivitäten auf Zypern di - Bild 3
 


+++ 14.10.2021 +++
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Massenhafter Zugvogelfang auf Zypern mit illegalen Fangnetzen
Massenhafter Zugvogelfang auf Zypern mit illegalen Fangnetzen
 
3. Zypern Herbst-Vogelschutzcamp-Report
Der herbstliche Vogelzug der Mönchsgrasmücken aus Mitteleuropa Richtung Süden hatte in den letzten 2 Wochen seinen Höhepunkt auf Zypern erreicht. Entsprechend aktiv waren auch die Vogelwilderer und hatten alles an Fangnetzen aufgebaut, was greifbar war.
 
Wie schon in den ersten 3 Einsatzwochen waren unsere Vogelschutzcamp-Aktiven wiederum in den Nächten und frühen Morgenstunden bis Sonnenaufgang im Einsatz, um mit Hilfe der herbeigerufenen Wildhüter und wenn nötig auch im Alleingang wenigstens die grössten und umfangreichsten Vogelfangplätze mit Netzfanganlagen unschädlich zu machen.
 
Erfreulicherweise wurde die Bitte der Vogelschutzcamp-Leitung an die Verantwortlichen der staatlichen Wildhüter-Einheit um mehr Einsatzzeit positiv beschieden, und so konnten als erste positive Ergebnisse gleich mehrere Vogelfänger noch in Dunkelheit auf frischer Tat erwischt und angezeigt werden.
 
Im Rahmen der frühmorgendlichen Einsätze der Vogelschützerinnen und Vogelschützer entdeckten diese an mehreren offiziellen Vogeljagdplätzen massive Verstösse gegen geltendes zypriotisches Jagdrecht und mussten erschüttert beobachten, wie dutzende Jäger verbotenerweise massenhaft Singvögel, insbesondere Sperlinge, Rotkehlpieper und Mönchsgrasmücken, beim Überfliegen des Jagdplatzes vom Himmel schossen.
 
So konnten 2 Vogeljäger inflagranti mit Plastiktüten voller geschossener Singvögel erwischt und angezeigt werden.

Nachstehend die Ergebnisse der ersten 5 Vogelschutzcamp-Einsatzwochen:
Massenhafter Zugvogelfang auf Zypern mit illegalen Fangnetzen - Bild 2 Massenhafter Zugvogelfang auf Zypern mit illegalen Fangnetzen - Bild 3
 


+++ 04.10.2021 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Illegale Zugvogelfang-Situation auf Zypern schlimmer denn je
Illegale Zugvogelfang-Situation auf Zypern schlimmer denn je
 
2. Zypern-Vogelschutzcamp-Report
Obwohl sich die Vogelschützerinnen und Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord wegen der auch auf Zypern gelockerten Corona-Bedingungen auf einen verstärkten Vogelfang eingestellt hatten, stellen deren Erfahrungen und Ergebnisse der ersten 3 Einsatzwochen alles Erwartete und Vorstellbare in den Schatten!
 
Besonders der illegale Vogelfang mit Fangnetzen hat im Vergleich zum Vorjahres-Herbst stark zugenommen, obwohl die Vogelwilderer hohe Geldstrafen zu befürchten haben. Bisher wurden schon 20 Fangnetz-Vogelfangplätze ausfindig gemacht.
 
Es scheint, dass die Vogelwilderer inzwischen begriffen haben, dass die politisch motivierte Auflösung der früheren Anti-Wilderei-Polizeieinheit (APS) und deren Ersatz durch staatliche Wildhüter keine wirkliche Gefahr mehr für ihr kriminelles Tun bedeutet. Professionelle Vogelwilderer agieren hemmungslos nachts bis zum Sonnenaufgang, dem Zeitpunkt, an dem die Wildhüter ihre Arbeit beginnen. Damit sind unangenehme Überraschungen wie das bei frischer Tat erwischt werden durch staatliche Wildhüter für die Vogelwilderer nahezu ausgeschlossen.
 
Die Vogelschützerinnen und Vogelschützer tun ihr Bestes, um den nächtlichen Ausfall der Wildhüter zu kompensieren. Konsequenterweise haben sie sich nachts auf das Aufspüren von Fangnetzanlagen konzentriert, deren Standorte oftmals durch den elektronisch abgespielten Singvogelgesang zum Anlocken der Zugvögel ausfindig gemacht werden. So konnten bisher 38 illegale Vogelfangnetze ausfindig gemacht und mit Unterstützung lokaler Polizeikräfte abgebaut werden. Dabei konnten auch 4 Vogelfänger erwischt werden.
 
Meist aber ist die einzige erfolgversprechende Zugvogelschutz-Rettungsaktion vor Ort der Abbau der Netzfanganlagen in Eigenregie!
 
In der Nacht vom 25. auf den 26. September konnte eine Operation gegen eine grosse Netzfanganlage mit dem Abbau von 6 Fangnetzen und der Befreiung von 250 Zugvögeln erfolgreich abgeschlossen werden.
 
Die Konzentration auf Netzfanganlagen bedeutet nicht, dass wir die Vogel-Fangplätze mit Leimruten und die Jagdplätze für die illegale Vogeljagd vernachlässigen. So konnten 8 Vogelfänger an Leimruten-Fangplätzen und 3 Jäger bei der Jagd auf geschützte Singvogelarten erwischt und angezeigt werden.
 
Nachstehend die Ergebnisse der ersten 3 Vogelschutzcamp-Einsatzwochen:
Illegale Zugvogelfang-Situation auf Zypern schlimmer denn je - Bild 2 Illegale Zugvogelfang-Situation auf Zypern schlimmer denn je - Bild 3
 


+++ 27.09.2021 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Herbst-Vogelschutzcamp 2021 gegen den illegalen Vogelmord auf Zy
Herbst-Vogelschutzcamp 2021 gegen den illegalen Vogelmord auf Zypern
 
1. Report

Erste Informationen aus Zypern lassen diesen Herbst und Winter für unsere Zugvögel wenig Gutes erwarten, wurde doch seitens der Regierung der Republik Zypern kürzlich eine Gesetzesänderung vorgenommen, die die Strafen speziell für die illegale Vogeljagd mit Gewehren auf ein geradezu lächerliches Strafmass herabsetzt. Bei einer illegalen mit einem Gewehr getöteten Jagdbeute von bis zu 50 Vögeln von 14 gesetzlich streng geschützten Arten wie z. B. Mönchsgrasmücke, Nachtigall, Klappergrasmücke und Bienenfresser liegt die Geldstrafe nur noch bei 200 Euro. Das liegt nur leicht über dem Preis von insgesamt 50 getöteten Zugvögeln, den Vogelwilderer für bratfertig zubereitete Singvögel auf dem Schwarzmarkt erzielen.
 
Aus der Erfahrung mit aggressiven Vogeljägern werden wir daher im Herbst-Vogelschutzcamp modernste Technik einsetzen, die es ermöglicht, auch auf grosse Entfernungen Video- und Fotomaterial anzufertigen. Dies lohnt sich, da die zypriotische Polizei und auch die staatlichen Wildhüter inzwischen unser Bildmaterial als gerichtsfeste Beweise anerkennen.
 
Wir gehen daher davon aus, dass wir diesen Herbst auf Zypern neben der Fallenstellerei mit Leimruten und Fangnetzen zusätzlich mit umfangreicher illegaler Vogeljagd rechnen müssen. Das wird ein hartes Stück Arbeit, umfassen die Haupt-Vogelfang- und Vogeljagdgebiete in der Republik Zypern immerhin eine Fläche von bis zu 550 km² (55'000 ha).
 
Dies schreckt unsere ortskundigen und erfahrenen Vogelschützerinnen und Vogelschützer nicht, kennen die doch aus jahrelanger Vogelschutzcamp-Arbeit und deren gut dokumentierten Ergebnissen praktisch alle grossen Vogelfang- und Jagdplätze unverbesserlicher Vogelwilderer und Vogeljäger.
 
Die ersten Einsatztage auf Zypern dienen dazu, einen aktuellen Überblick über die aktiven Vogelfangplätze und die Vogeljäger- und Vogelwilderer Aktivitäten zu bekommen. Über die Ergebnisse der Vogelschutzcamp-Arbeit werden wir in unregelmässigen und zeitversetzten Reports berichten… es sind nicht nur unsere Freunde, die unsere Homepage besuchen!

 
Herbst-Vogelschutzcamp 2021 gegen den illegalen Vogelmord auf Z - Bild 2 Herbst-Vogelschutzcamp 2021 gegen den illegalen Vogelmord auf  - Bild 3
 


+++ 19.08.2021 +++
+++ Rümlang / Schweiz +++

Grossherziger Einsatz zur Rettung verletzter und verwaister Alpe
Grossherziger Einsatz zur Rettung verletzter und verwaister Alpen- und Mauersegler in Rümlang/ZH

Die meisten Mauersegler sind nun schon wieder gegen Süden gestartet und momentan sind nur noch die Alpensegler am Himmel über unseren Städten in der Schweiz zu beobachten. Die kühlen Temperaturen und der kräftige Regen dieses Sommers haben das Leben dieser Flugspezialisten nicht leicht gemacht. Die untypische Wetterlage hat die Insektenjagd in der Luft erschwert und viele der älteren Mauer- und Alpensegler haben die Reise in die Überwinterungsquartiere vorzeitig angetreten oder aus Erschöpfung durch die ständige Nässe ihre Küken zu früh und noch flugunfähig sich selbst überlassen.
In der von uns geförderten Segler-Rettungsstation in Rümlang/ZH kümmern sich zurzeit die Stationsleiterin Silvia Volpi und ihr Team um etwa hundert junge Alpensegler, die ausgehungert aus ihren Nestern gesprungen sind und nun rund um die Uhr ihre Grillennahrung bekommen müssen. Springt ein Jungsegler frühzeitig aus dem Nest, bleibt er hilflos am Boden liegen und die Gefahr einer Begegnung mit einer Katze und die aus diesen Begegnungen häufig resultierenden Verletzungen, die komplizierte Infektionen auslösen können, sind gross. Aus diesem Grund werden die verletzten Segler, sobald sie auf die Station gebracht werden, untersucht, Wunden werden desinfiziert und medizinisch versorgt. Dazu sind die in Not geratenen Flugakrobaten meistens dehydriert und ihre Körpertemperatur ist zu niedrig, um direkt gefüttert werden zu können. Die Neuankömmlinge werden deswegen mit Wärmedecken aufgewärmt und mit Vitaminen angereichertem Wasser wird ihnen langsam zu Kräften verholfen. Die jungen Vögel werden nach dieser Phase dann 4 bis 5 mal am Tag mit je 10 bis 20 Häppchen aus Grillen gefüttert; im Durchschnitt wird somit jeder Segler-Patient täglich mit ca. 100 Grillen einzeln aufgepäppelt. Erst kurz vor dem Abflug, wenn sie schon gut bei Kräften sind, essen die Segler weniger und zeigen somit den erfahrenen Pflegerinnen, dass die Auswilderung bald möglich ist, weil sie nun selbst am Himmel ihre Nahrung jagen wollen.
Das Engagement und die Anstrengung des Rettungsteams in der Station in Rümlang/ZH ist bemerkenswert. Neben dem kontinuierlichen Aufpäppeln sind auch komplexere Behandlungen nötig, wie z.B. die Methode des «Schiftens» zur Sanierung von Gefiederschäden. Intensivpatienten werden während des gesamten Genesungsverlaufes gepflegt und erhalten sogar Physiotherapien und Flug-Training in einem geschützten Zelt, damit sie perfekt auf ihr neues Leben in den Lüften vorbereitet sind.
Alles in der Rettungsstation ist auf die Bedürfnisse der Segler-Patienten abgestimmt und es ist keine Seltenheit, dass in Silvia Volpis Kühlschrank keine «Menschennahrung» zu finden ist, sondern nur Futtergrillen für ihre Alpen- und Mauersegler. In den Pflegeboxen, in denen die Alpensegler sich erholen, ermöglicht ein schräges Brett an welches die Segler sich klammern können ihre ideale hängende Körperhaltung, die ihnen das Verdauen erleichtert.
Die Wetter-Situation mit dem vielen Starkregen hat diesen Sommer eine grosse zusätzliche Herausforderung dargestellt. Durch die Verzögerung der Brutsaison dieser zwei dauerfliegenden Zugvogelarten ist die Vorbereitung für die Auswilderung von unerfahrenen Jungseglern noch anspruchsvoller geworden. Innerhalb 23 Jahren Rettungseinsatz hat Silvia Volpi eine solche Brutsaison noch nie erlebt. Die Stationsleiterin ist sicher, dass die Bestände der Alpen- und Mauersegler dieses Jahr leider stark dezimiert werden.
Erfreulich ist aber, dass in den letzten Wochen schon 150 Mauersegler und 25 Alpensegler erfolgreich ausgewildert wurden. Während wir den Mauerseglern bereits eine gute Reise gen Süden wünschen, hoffen wir, dass in den nächsten Tagen und Wochen auch noch mit letzter Kraft von Silvia Volpi und ihrem Helferteam möglichst viele Alpensegler ihre weite Reise antreten können.
Wenn auch Sie dabei helfen möchten und eine Seglerretterin oder ein Seglerretter sein möchten, können Sie Silvia Volpi und ihr Rettungsteam in Rümlang/ZH mit einer Spende unterstützen. Jeder Betrag rettet Seglerleben!
Grossherziger Einsatz zur Rettung verletzter und verwaister Alp - Bild 2 Grossherziger Einsatz zur Rettung verletzter und verwaister Al - Bild 3
 


+++ 19.07.2021 +++
+++ Sizilien / Italien +++ Frenkendorf / Schweiz +++

Während die Seglerküken auf Sizilien/IT wegen der Glut
Während die Seglerküken auf Sizilien/IT wegen der Gluthitze frühzeitig aus ihren Nischen und Bruthöhlen springen, leisten unsere seglergerechten Brutnischen im Artenschutzturm Frenkendorf/BL einen wichtigen Beitrag zum Arterhalt

Bei dem diesjährigen Sommer in der Schweiz lässt es sich nur schwer vorstellen, aber unsere Freunde auf Sizilien erleben eine aussergewöhnliche hitzebedingte Notfall-Situation. Ende Juni wurden wir über das erschreckende Szenario in Messina/Sizilien und weiteren Städten in Süditalien informiert. Die Gluthitze der letzten Wochen, mit anhaltenden Temperaturen von annährend 50°C, hat nicht nur die gesamte Bevölkerung auf der Insel Sizilien und dem südlichen Festland, sondern auch die lokale Tierwelt auf eine harte Probe gestellt. Aufgrund dieser überdurchschnittlich heissen Temperaturen sprangen und springen Hunderte und Aberhunderte von Fahl- und Mauerseglern aus ihren Nestern heraus und stürzen auf den Boden, weil sie noch nicht fliegen können. Es handelt sich um verzweifelte und vergebliche Versuche, den sengenden Temperaturen unter den Dächern, in den Dächern oder in den engen Nischen der hitzeexponierten Gemäuer zu entkommen, in denen die Altsegler ihre Jungen aufziehen.
Unsere Partner und Freunde vom «Messina Wildlife Rescue Center» an der Strasse von Messina versuchen mit aller Kraft die jungen Fahl- und Mauersegler, die noch nicht flugfähig sind und hilflos am Boden liegen, zu bergen, aufzupeppeln und wo nötig tiermedizinisch zu behandeln, um sie dann flugfähig in die Freiheit zu entlassen. Es ist ein schwieriger Notfall, weil die wenigen Rettungszentren für Wildtiere auf Sizilien völlig überlastet sind und finanzielle Mittel für die kostspielige Rettung und Pflege knapp sind. Es werden Freiwillige aus der Bevölkerung ausgebildet um die Segler in Not im Ehrenamt zu füttern und somit vor dem sicheren Tod zu retten. So eine gewaltige und erschreckende Situation, verursacht durch die fortschreitende Klimaerwärmung, haben unsere Wildtierretter innerhalb von mehr als 30 Jahren Aktivität noch nie erlebt. Die Fahl- und Mauersegler, die um Abkühlung zu finden aus ihren Nestern herausspringen obwohl sie noch nicht fliegen können, zeigen uns einmal mehr die dramatischen Folgen der rasant und stetig steigenden Temperaturen. Aussergewöhnliche Wetterereignisse verursacht durch den von uns Menschen beschleunigten Klimawandel werden zunehmend auch Einfluss auf unser Leben nehmen.

Auch die tierischen Siedlungs- und Gebäudemitbewohner in der Schweiz stehen immer stärker unter Überlebensdruck. Moderne Neubauten mit ihren glatten und verschlossenen Fassaden bieten auf Gebäude spezialisierten Wildtierarten wie diversen Vogelarten, Fledermäusen und Insekten keine Spalten, Nischen und Schlupfwinkel mehr als Brut-, Versteck- oder Ruhemöglichkeit an. Unser Artenschutzturm in Frenkendorf (BL) heisst jedoch seit 2018 die Siedlungs-Wildtiere willkommen! Für Höhlenbrüter wie Spatz und Star wurden 12 Nistkästen ins Mauerwerk eingebaut, 3 Halbhöhlen-Nistkästen bieten Hausrotschwanz oder Bachstelze beste Brutbedingungen und für die Wiederansiedlung der dort vor mehreren Jahrzehnten vorgekommenen Mauerseglerkolonie, wurden 16 artgerechte und vor Hitze und Wassermassen geschützte Nistkästen ins Mauerwerk eingebaut.
Dieses Jahr konnten wir wieder erfreuliche Bruterfolge beim Hausrotschwanz, Haussperling und Mauersegler am Turm beobachten. Seit anfangs Mai kann man die Mauersegler um unseren Artenschutzturm in Frenkendorf beobachten. Anfang Juni fanden wir dann auch die ersten zwei Eier im Nest und wenig später wurde noch ein drittes Ei gelegt. Mittlerweile sind die Mauersegler-Küken geschlüpft und wir beobachten gespannt das Wachstum der Jungen, denn für diese bedrohte Zugvogelart zählt jeder Bruterfolg der zur Arterhaltung beiträgt.
Wenn auch Sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser einzigarten Vogelart leisten möchten, können Sie unsere Segler-Rettungsarbeit mit einer Spende unterstützen, damit wir uns gemeinsam noch viele Jahre über die lebendigen «sriih-sriih»-Rufe und die Flugkunststücke der jährlich rückkehrenden Mauersegler freuen können.
 
Während die Seglerküken auf Sizilien/IT wegen der Glu - Bild 2 Während die Seglerküken auf Sizilien/IT wegen der Gl - Bild 3
 


+++ 11.06.2021 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Nikosia / CY +++

Zypern: Abschlussbericht Frühjahrs Vogelschutzcamp 2021 &nd
Zypern: Abschlussbericht Frühjahrs Vogelschutzcamp 2021 – Vogelmord wie eh und je!

Die gut durchdachte Organisation unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord, unsere finanzielle Unterstützung und eine COVID-19 Reiselockerung der Regierung der Republik Zypern haben es möglich gemacht, dass ein kleines Team Vogelschützer das diesjährige Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern an 36 Einsatztagen durchführen konnte. Ein erfahrenes Einsatzteam war vom 11. April bis am 16. Mai vor Ort in den Hotspots des illegalen Vogelfangs unterwegs und aktiv!

Leider mussten wir feststellen, dass illegale Vogelfang- und Vogeljagdaktivitäten im Vergleich mit den Vorjahren auf Zypern stark zugenommen haben.
Die Vogelwilderer hatten unsere durch die COVID-19 Pandemie erzwungene Abwesenheit ausgenutzt und ungestört und in aller Seelenruhe längst von uns stillgelegte Fang- und Jagdplätze wieder aktiviert, um durchziehende und rastende mitteleuropäische Singvögel wie Mönchsgrasmücken, Gartenrotschwänze, Nachtigallen und viele weitere eigentlich per Gesetz geschützte Vogelarten zum illegalen Handel und Verzehr zu fangen oder sie aus reinem «Vergnügen» vom Himmel zu schiessen.

Dieses Frühjahr machten wir die Erfahrung, dass die Vogelwilder so viele illegale Leimruten und Fangnetze aufbauten, wie es seit Jahren nicht der Fall war. Glücklicherweise ist die Kooperation mit den verantwortlichen Wildtierhütern diesmal sehr gut gewesen und viele Wilderer konnten überführt werden und hohe Bussen wurden ausgesprochen. Dies schreckt hoffentlich ab und reduziert die Fangaktivität im weiteren Jahresverlauf und dann vor allem wieder während des Herbst-Vogelzugs, wenn auch die Jungvögel der diesjährigen Brutsaison mit auf der Zugroute sind.

Nachfolgend sehen Sie die abschliessenden Ergebnisse der diesjährigen 36 offiziellen Vogelschutzcamp-Einsatztage im Frühjahr 2021 auf Zypern.

Die dahinter in Klammern eingefügten Daten betreffen die jeweiligen Ergebnisse des Vogelschutzcamps im Frühjahr 2019 zum Vergleich! Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art war für unsere Vogelschützer, dass einige zypern-weit als brutal erlebte Vogelwilderer mit der Hilfe staatlicher Wildhüter beim Vogelfang «on spot» erwischt und bestraft werden konnten.

Die praktizierten Vogelfang- und Jagdtechniken sind gemäss geltender EU-Vogelschutzrichtlinie streng verboten, so betrugen für fast alle Vogelfänger die Bussgeldbescheide doch jeweils mehr als 8’000 Euro.
 
Zypern: Abschlussbericht Frühjahrs Vogelschutzcamp 2021 &n - Bild 2 Zypern: Abschlussbericht Frühjahrs Vogelschutzcamp 2021 & - Bild 3
 


+++ 21.04.2021 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Pantano Cuba / Sizilien / IT +++

Vogelzug… ohne sichere Rastplätze ein Flug in den To
Vogelzug… ohne sichere Rastplätze ein Flug in den Tod!

Immer weniger Zugvögel kehren alljährlich im Frühjahr in unsere Gärten, Parks und Wälder zurück, weil zu viele von ihnen während des Vogelzugs auf den Mittelmeerinsel Zypern, Malta, Sardinien und Sizilien auf der Strecke bleiben. Und immer weniger insektenfressende Zugvögel können bei uns brüten, weil sie in unseren aufgeräumten Dörfern und Städten und ausgeräumten Kulturlandschaften keine Nist- und Brutmöglichkeiten und keine Nahrung mehr finden. So wird es bei uns immer stiller und trostloser ums Haus und im Garten.
Gemeinsam mit unserer deutschen Schwesterstiftung tun wir etwas gegen diesen fatalen Trend – wir fördern den Kauf und Schutz von wertvollem Lebensraum für unsere Zugvögel und viele weitere vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Dazu suchen wir mehr engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer, die uns dabei helfen, diese wichtigen Rastplätze für unsere Zugvögel dauerhaft zu sichern.

Unser Zugvogelschutzarbeit muss mannigfachen Bedrohungen standhalten: illegale Vogeljagd und Vogelwilderei, Biotopzerstörungen, Brandstiftungen. Seit wir beispielsweise auf Sizilien gegen den traditionell praktizierten Zugvogelmord, den profitablen Singvogelfang und Zugvogel-Rastplatzzerstörungen durch habgierige Bauunternehmer kämpfen, gibt es kaum etwas, das wir seitens der Wilderer, illegal agierender Jäger, Grundstücksspekulanten und mafiös organisierten Umweltsündern noch nicht erleben mussten. Ob persönliche Beschimpfungen und Beleidigungen, Bedrohungen für Leib und Leben, mutwillige Zerstörung von Stiftungseigentum, illegale Entsorgung von Müll, naturschädigende Müllverbrennung, Brandanschläge und gefährliche Vogeljagdpraktiken – seit Beginn dieses gemeisamen Zugvogelschutzprojekts im Jahr 2013 legt man uns immer wieder Stolpersteine in den Weg, weil wir es wagen, an der Südostküste Siziliens ein ehemaliges Zugvogel-Schussgebiet in ein einzigartiges und von uns bewachtes Zugvogel-Schutzgebiet zu verwandeln.

Auf den von uns bewachten Süsswasserlagunen überwintern inzwischen bedrohte Arten, wie die Moorente, die seltenste Tauchente Europas – gemäss der IUCN Rote Liste ist sie international als potenziell gefährdet eingestuft – aber auch Hunderte Rosaflamingos. Schwarz- und Weissstörche, Brachvögel, Seidenreiher, Wiedehopfe, Bienenfresser, Feld- und Haubenlerchen, Braunkehlchen und Bachstelzen nutzen während ihrer Vogelzugrast die nahrungsreichen Uferwiesen. Und wo Artenvielfalt herrscht, finden sich auch die durchziehenden Greifvögel wie Fischadler, Rohrweihe und Wespenbussard ein. Hier ist nach unseren Biotop-Sanierungsarbeiten für alle der Nahrungstisch wieder reich gedeckt. Und unsere Bird Guards vor Ort wachen darüber, dass den Zugvögeln dort niemand ans Gefieder geht!
Vogelzug… ohne sichere Rastplätze ein Flug in den T - Bild 2 Vogelzug… ohne sichere Rastplätze ein Flug in den  - Bild 3
 


+++ 19.03.2021 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Sicilia / Piana di Gela +++

Frühlingsboten in unserem neu entstehenden GELOI-Schutzgebi
Frühlingsboten in unserem neu entstehenden GELOI-Schutzgebiet/Südsizilien
Nach bewährtem Vorbild des gemeinsam mit unserer deutschen Schwesterstiftung aus Bielefeld erfolgreich geschützten Zugvogelparadies «Pantani Cuba & Longarini», planen und realisieren wir seit 2018 unser GELOI-Feuchtgebiet im Süden Siziliens, um auch hier unsere Rast und Nahrung suchenden Zugvögel vor Jägern und Wilderern zu schützen. Schon jetzt finden auf knapp 700'000 m² von unseren Bird Guards bewachten Feuchtwiesen 136 verschiedene Vogelarten weitestgehend ungestört Nahrung. Für etliche Zugvogelarten ist das GELOI-Feuchtgebiet einer der letzten verbliebenen Rastplätze im äussersten Süden entlang der mittleren Vogelzugroute Europas. Hier finden nun wieder jeden Frühling Hunderttausende Zugvögel genügend Energiereserven für den Weiterflug in ihre angestammten Brutgebiete in Mitteleuropa.

Während sich unsere Zugvögel an den üppigen Frühlingswiesen und dem damit einhergehenden reichlichen Angebot an Insektennahrung erfreuen, bereiten sich unsere italienischen Kollegen vor Ort schon auf den zu erwartenden trockenen und heissen Sommer vor und pflügen Brandschutzstreifen um unser sich im Aufbau befindliches Zugvogelparadies. Mit der Sommersaison bedrohen dann auch wieder Flächenbrände unsere mehrjährige ökologische Aufwertung dieser Wiesenflächen. Landwirte verbrennen noch immer Reste von Weizenstroh auf ihren angrenzenden Feldern, weil sie fälschlicherweise glauben, das sei eine «reinigende» Praxis. Nicht selten geraten dabei aber auch Unmengen illegal entsorgter Plastikmüll in Brand und ohne unsere umfassenden Schutz- und Löschmassnahmen würden die teils starken und heissen Scirocco Winde die gelegten Feuer völlig ausser Kontrolle geraten lassen.

Es zeigt sich deutlich, dass sich unser ausdauernder Einsatz für den kontinuierlichen Aufbau und den Schutz dieses enorm wichtigen Zugvogel-Hotspots als erste Station während des Frühjahrs-Vogelzugs nach der anstrengenden Mittelmeerüberquerung mit seiner fantastischen Biotopswirkung sich schon jetzt für unsere Zugvogelwelt gänzlich lohnt. Die Natur nutzt mit ihrer Vitalität den neugewonnenen Raum, eine Vielzahl an Insektenarten, gefördert durch sich erholende einheimische Pflanzen- und Strauchvegetation, bilden hervorragende Rastbedingungen für bedrohte Zugvogelarten wie Kiebitz oder Wiedehopf, aber auch den Star, der sich hier scharenweise am reich gedeckten Nahrungstisch einfindet.
Frühlingsboten in unserem neu entstehenden GELOI-Schutzgeb - Bild 2 Frühlingsboten in unserem neu entstehenden GELOI-Schutzge - Bild 3
 


+++ 07.02.2021 +++
+++ Basel / Schweiz +++

Jetzt schon wach!?
Igel halten meist von
Jetzt schon wach!?
Igel halten meist von November bis März 5 Monate Winterschlaf, damit sie die eigentlich durchgehend kalte und futterarme Zeit überbrücken können. Doch der Klimawandel beeinflusst unser Wetter zunehmend. Hohe Temperaturschwankungen und kurze aufeinander folgende Wechsel von Wetterextremen bringen die «innere Uhr» der Igel aus dem Rhythmus.
Unsere «Igelmütter» in Oberentfelden (AG), Ebikon (LU), Agarn (VS), Tavannes (BE) und Bünzen (AG) berichten einig, dass immer mehr Igel nicht mehr durchgehend schlafen und dann einmal erwacht, im Winter nicht ausreichend Nahrung vorhanden ist, um wieder in den Schlaf zu finden.
Zum Glück haben wir unsere selbstlosen und fachkräftigen «Igelmütter», die mit viel Geduld und Hingabe unsere stacheligen Frühaufsteher und viele weitere Patienten durch den Winter bringen.
Nebst der Betreuung der Langzeit-Igelpfleglinge, die bis Herbstende oft mit schwersten Blessuren hinzugefügt durch Mäh- und Laubblasaktivitäten eingeliefert werden, müssen nun immer mehr erwachsene und junge ausgehungerte Igel versorgt werden. Die Igel werden von tierliebenden Menschen in Schnee und Kälte aufgefunden und in die Igel-Rettungsstationen gebracht, wo sie täglich und Rund um die Uhr tiermedizinisch behandelt und artgerecht gefüttert werden, um sie im Frühjahr gestärkt und gesund wieder auswildern zu können.
Auch einige gesunde Igel in den Stationen schlafen jetzt bereits nicht mehr, sie können jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgewildert werden, was unseren Igelmüttern zusätzliche Arbeit für die Fütterung, Reinigung und das Misten der Igelboxen aufträgt.

Helfen Sie Igeln auch im Winter
Es gibt normale sehr kurze Wachphasen beim Igel, die beispielsweise zum Harnabsetzen und auch einmal zum Wechsel des Schlafplatzes genutzt werden.
Die plötzlich warmen Wetterlagen im Winter hingegen lassen die Igel jedoch häufiger und länger aufwachen und sie begeben sich auf kräftezehrende Nahrungssuche. Sie können dem Igel durch nächtliches Bereitstellen von Katzenfutter und etwas Wasser am Schlafplatz bei milden Temperaturen im Winter helfen. Fällt die Aussentemperatur wieder unter 4°C sollte das Füttern wieder gestoppt werden, damit der Igel wieder gestärkt in den Winterschlaf fällt und so genügend Kraft hat, um im Frühjahr wieder zu erwachen.
Jetzt schon wach!?
Igel halten meist von - Bild 2 Jetzt schon wach!?
Igel halten meist vo - Bild 3
 


+++ 27.11.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln
Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln
9. Vogelschutzcamp-Report
Am 15. November 2020 haben die letzten ehrenamtlichen Vogelschützer Zypern müde, aber gesund verlassen, um ab
Mitte Dezember 2020 mit dem Winter-Vogelschutzcamp 2020/2021 zu beginnen. Die bestehende Reisewarnung für Zypern werden wir beim kommenden Winter-Einsatz und für die Rückkehrplanung der Vogelschützer sorgfältig berücksichtigen. Amtlich verfügte Bewegungsein- schränkungen bei der Arbeit in der offenen Landschaft gab und gibt es auf Zypern (noch) nicht.
 
Auch die letzte Herbst-Einsatzwoche bestätigt den weithin ungehemmten illegalen Zugvogelfang, wobei jetzt zunehmend die auf Zypern überwinternden Vogelarten wie Feldlerche und Singdrosseln Opfer der Vogeljäger und Vogelwilderer werden.  
 
Die hier überwinternden Vogelarten werden nun mit tausenden auf diese Vogelarten umgestellten artspezifischen Gesänge elektronischer Vogelstimmen-Lockanlagen in
die nachts aufgebauten Netzfanganlagen und frühmorgens nach Sonnenaufgang vor
die Flinten der Vogeljäger gelockt. Beide Vogelfang- und Jagdtechniken sind gem. geltender EU-Vogelschutzrichtlinie verboten… nur: wo kein Kläger da kein Richter!
 
Doch dank des Einsatzes unserer Vogelschützer traf es auch in der letzten Herbst-Einsatzwoche nochmals 5 Vogelwilderer, die mit Bussgeld-Bescheiden zwischen 200 Euro bis 1'200 Euro nach Hause fahren durften. 
 
Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatten unsere Vogelschützer, nachdem sie wochenlang die illegalen Vogelfangaktivitäten einer Zypern-weit bekannten «Grösse»
im Vogelmord-Geschäft an die staatlichen Wildhüter und Polizeibehörden gemeldet
hatten. Polizeibeamte wurden bei Hausdurchsuchungen von mit «ihm» vernetzten Vogelwilderen fündig, und die 3 verhängten Bussgeldbescheide von jeweils 3'000 bis
4'000 Euro tun selbst den Profis im Vogelmord-Geschäft weh!
 
Trotz aller Corona-bedingten Erschwernisse war das Zypern Herbst-Vogelschutzcamp 2020 für unsere Vogelschützer und die Zugvogelwelt ein grosser Erfolg und bescherte auch den wenigen staatlichen Wildhütern, Polizeibeamten einzelner Polizeistationen und auch der englischen Polizei in den britischen Protektoratsgebieten (Sovereign Base Areas) auf Zypern hautnahe und motivierende Erfolgserlebnisse.
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 11. Einsatzwoche: Aktualisiertes Herbst-Vogelschutzcamp-Gesamtergebnis (per 15.11.2020):
Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln - Bild 2 Zypern: Massiver Zugvogel-Mord von Lerchen und Drosseln - Bild 3
 


+++ 16.11.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Überw
Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Überwinterung einfliegenden Lerchen und Drosseln
8. Vogelschutzcamp-Report
Seit 01. November 2020 besteht auch für Zypern eine Reisewarnung, die aber für unsere auf Zypern im Vogelschutzcamp arbeitenden Vogelschützer zunächst noch keine Bewegungseinschränkungen bringt.
 
Unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer sind die ganze Nacht und auch tagsüber an der frischen Luft und legen auch keinen gesteigerten Wert auf das persönliche Kennenlernen und die körperliche Nähe zu Vogelwilderern und Vogeljägern! Dies galt auch schon in der Vor-Corona-Zeit.
 
Leider treffen derzeit Singdrosseln und Feldlerchen in grosser Anzahl zur Überwinterung auf Zypern ein und werden hier mit tausenden elektronischer Vogelstimmen-Lockanlagen und deren artspezifischem Gesang in die für die Nacht aufgebauten Netzfanganlagen und frühmorgens nach Sonnenaufgang vor die Flinten der Vogeljäger gelockt.
 
Leider erlahmt aber auch die Einsatzbereitschaft der staatlichen Wildhüter und zuständigen Polizeibeamten, die ob der chronischen Unterbesetzung – ein Schelm der Böses dabei denkt –  und der Menge der illegal abgespielten Lockanlagen und des erforderlichen vorsichtigen Vorgehens im Gelände zunehmend weniger Einsatz-Motivation zeigen. Dies wiederum öffnet den illegalen Vogelmord-Aktivitäten Tür und Tor!
 
Da wo die Kooperation mit Wildhütern resp. Polizeibeamten vor Ort an Fang- und Jagdplätzen klappte, traf es 4 Vogelwilderer und 4 Vogeljäger hart und teuer, betrugen die verhängten Bussgelder immerhin 200 bis 4'000 Euro!  
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 9. - 10. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 10.November 2020):
Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Über - Bild 2 Zypern: das Zugvogel-Morden betrifft nun auch die zur Übe - Bild 3
 


+++ 01.11.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter&he
Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter…
7. Vogelschutzcamp-Report

Corona Lockdowns in den meisten EU-Ländern… aber auch in Deutschland dürfen Jäger  in kleinen Gruppen weiter Bewegungsjagden ausüben! Noch hat Zypern lt. Bewertung der John-Hopkins-Universität ein relativ niedriges Niveau von Corona-Infizierten, und dies ermutigt Vogelwilderer und Jäger mit illegalen Jagdpraktiken offensichtlich, ihr blutiges Vogelmord-Geschäft ungehemmt weiter auszuüben.
 
Wenn unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer nicht Tag und Nacht in den Zugvogelfanggebieten unterwegs wären und die wenigen staatlichen Wildhüter fangplatzgenau und gut dokumentiert in die Spur setzen würden, gäbe es dort für unsanktionierte Zugvogelmassaker kein Halten mehr.
 
Die auch in der 8. Einsatzwoche auf Zypern mit Fotos gut dokumentierte Zugvogel-Rettungsarbeit bescherte erneut 1 Vogelwilderer und 2 Vogeljägern wegen illegaler Jagdmethoden Strafanzeigen mit schmerzhaften Bussgeldern.
 
Auf dem vor einer Woche von unseren Vogelschützern an die britische Polizei gemeldeten Jagdplatz nahe Akrotiri mit mehr als 100 Jägern, die dort auf alles schossen, was Federn hat, konnten wir erneut illegale Jagd auf Singvögel beobachten und auch dokumentieren.
 
Die höchste Strafe erhielt dort auf unsere Hinweise hin ein Jäger mit 2.000 Euro Bussgeld, weil er geschützte Singvögel geschossen hatte. Die hatte er bei Eintreffen der SBA-Polizei unter seinem Fahrzeug versteckt, was ihm nicht half, da wir den Polizeibeamten das Versteck zeigen konnten! So macht man sich auf Zypern unter Jägern echte Freunde…
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 8. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 25.Oktober 2020):
Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter&h - Bild 2 Zypern: das herbstliche Zugvogel-Morden geht ungehemmt weiter& - Bild 3
 


+++ 25.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten…
Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten…
6. Vogelschutzcamp-Report

Auf Zypern vergeht kein einziger Tag,
an dem die dort im Vogelschutzcamp ehrenamtlich arbeitenden Vogel- schützerinnen und Vogelschützer nicht mit massiver Zugvogelwilderei und illegaler Vogeljagd konfrontiert werden.
 
Nicht umsonst sind Leimruten und Fangnetze als unselektive Vogelfang- geräte EU-weit verboten, endet in ihnen doch alles, was in Bäumen und Büschen Rast, Schutz und Nahrung sucht, auch Eulen, Falken und sogar Eidechsen. Die Effektivität der todbringenden Vogelfangeräte wird immer öfter durch den Einsatz der ebenfalls verbotenen elektronischen Vogelstimmen-Lockgeräte verstärkt, die die nächtlich ziehenden Singvögel anlocken. Der elektronisch abgespielte Vogelgesang von Mönchsgrasmücken, Nachtigallen und Singdrosseln selbst hinter den Touristenhotels und Restaurants wird von nichtsahnenden Zypern-Besuchern als «romantisches» Herbst-Urlaubserlebnis beschrieben. In der tierquälerischen Realität ist es todbringender Vogelgesang!
 
Die Zugvogel-Rettungsarbeit in der 7. Einsatzwoche auf Zypern bescherte 2 Vogelwilderern und 3 illegal agierenden Vogeljägern Strafanzeigen mit teils hohen Bussgeldern. Die höchste Strafe erhielt ein Wilderer mit einer Busse von 3'000 Euro, weil er ein elektronisches Lockgerät mit Mönchsgrasmückengesang benutzte und keine Jagdlizenz besass!
 
Rekordverdächtig war auch ein Jagdplatz nahe Limassol im dortigen britischen Protektoratsgebiet (Sovereign Base Area), auf dem sich am 18.10.2020 mehr als 100 Jäger zur Vogeljagd versammelt hatten und dort auf alles schossen, was Federn hatte. Erst auf unsere dringende Anforderung hin erschienen staatliche Wildhüter mit britischer Polizei und konnten «immerhin» 2 Vogeljäger festnehmen, die im Besitz von geschossenen streng geschützten Singvögeln waren. Den Bau eines unterirdischen Versteckplatzes für einen Teil der illegalen Vogel-Jagdbeute konnten wir filmen und das Video der SBA-Polizei als fangfrisches Beweismaterial übergeben… ein Erfolgserlebnis 1. Klasse.
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 7. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 21.Oktober 2020):
Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten&hellip - Bild 2 Zypern: anhaltende massive Zugvogelmord-Aktivitäten&helli - Bild 3
 


+++ 18.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Pantano Cuba / Sizilien (Republik Italien) +++

Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- und
Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- und Nahrungsplatz
Einhergehend mit der Extensivierung unserer mehr als 12 ha Feuchtwiesen entlang der Lagune Pantano Cuba durch Eselbeweidung und ausschliesslicher Nutzung als Mähwiese nimmt die Anzahl mediterraner Blütenpflanzen wie Mittelmeer-Gladiole, Anemone und mehreren Orchideenarten schnell zu.
 
Die bieten einer zunehmenden Zahl an Insekten neuen Lebensraum, die wiederum die Nahrungsbasis für die ebenfalls wachsende Artenvielfalt und Individuenzahl von Reptilien wie Eidechsen, Geckos und Schlangen bilden.
 
Und darüber freuen sich erstmals seit vielen Jahren nun auch junge Schwarz- und Weissstörche, die hier dieses Jahr immer öfter ungestört Rast machen und Nahrung suchen können.
 
Der bräunlich gefärbte Weissstorch auf einem unserer mit Lockstörchen bestückten Kunsthorste ist kein verkappter Schwarzstorch, sondern ein aus der Messina Wildtier- Rettungsstation hier ausgewildeter Weissstorch, der nach einem Ölunfall dort flugunfähig eingeliefert wurde und bis zur Flugfähigkeit tagelang gereinigt werden musste. Nun hat er sich anscheinend entschieden, den Winter in Sizilien unter der Obhut unserer Bird Guards zu verbringen.
 
Die Spekulation unserer Bird Guards ist nun, ob dies der Beginn einer neuen Weissstorch-Brutpopulation an der Südostküste Siziliens sein könnte. Denen ginge es hier auf jeden Fall besser als den Weissstorch-Brutpaaren neben dem Flughafen von Catania (Sizilien), wo deren Feuchtgebiets-Nahrungsraum anhaltend vermüllt und überbaut wird!
Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- und - Bild 2 Störche entdecken unser Zugvogelschutzgebiet als Rast- un - Bild 3
 


+++ 17.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten…
Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten…
5. Vogelschutzcamp-Report


Seit Anfang September 2020 erleben wir eine anhaltende Zunahme der Zugvogel-Wilderei, deren Ausmass wir vor dem Hintergrund der Erfahrungen und Ergebnisse unseres Zugvogelschutz- camps im Herbst 2019 nicht für möglich gehalten hätten.
 
Besorgniserregend ist die massive Zunahme der illegalen Vogeljagd mit festen Vogelabschuss-Plätzen,
von Jägertrupps gemeinschaftlich praktizierter Vogeljagd, die mit Einsatz von elektronischen Vogelstimmen-Lockgeräten perfektioniert und die Zugvogel-Jagdbeute damit maximiert wird.
 
Diese Entwicklung überfordert die wenigen staatlichen Wildhüter nun endgültig, die schon mit der flächenhaften Überwachung der Vogelwilderei-Regionen und den vielen aktiven Vogelfangplätzen nicht mehr klarkamen. So agieren unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer derzeit als ehrenamtliche Jagd- und Fangplatz-Observierungstruppe, die den Wildhütern (Game Fund) die nachts aufgespürten aktiven Wilderer-Hotspots frühmorgens auf dem Tablett serviert.
 
Wo kein Einsatz der staatlichen Ordnungshüter zu erwarten und/oder festzustellen ist, legen wir, soweit legal und machbar, selber Hand an, bauen Vogelfanggeräte ab und vernichten diese. Diese Zugvogel-Rettungsarbeit schafft die Motivation, die unseren ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützern den Energieschub und die Kraft zum Durchhalten gibt!
 
Ganz allmählich entwickeln aber auch Wildhüter einen gewissen Ehrgeiz, zeitnah auf unsere GPS-Daten gestützten Fangplatzhinweise zu reagieren. Erlaubt ihnen doch das direkte Erwischen von Vogeljagdfrevlern und Vogelwilderern, diese beim nächsten Polizeirevier anzuzeigen und dort zunehmend saftigere Bussgelder zu erwirken. Solch eine Erfahrung nennt man auch auf zypriotisch ein Erfolgserlebnis!
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 6. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 11.Oktober 2020):
Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten… - Bild 2 Zypern: massive Herbst-Zugvogelmord-Aktivitäten… - Bild 3
 


+++ 11.10.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hochtou
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hochtouren…
Unser 4. Vogelschutzcamp-Report

In diesen Tagen erreichen die illegalen Vogelfang- und Vogeljagd-Aktivitäten auf Zypern ihre Hochsaison.
Die Vogelschutzcamp-Ergebnisse der 4. und 5. Einsatzwoche beweisen die von der Regierung weiterhin ignorierten illegalen Vogelwilderei-Machenschaften, die sich nicht nur auf einzelne Wilderer-Hotspots beschränken. Die wenigen staatlichen Wildhüter sind mit der flächenhaften Überwachung der Vogelwilderei-Regionen komplett überfordert.
 
Wir mussten in den ersten 5 Vogelschutzcamp-Einsatzwochen leider mehr illegale Vogelfangaktivitäten feststellen als in den Vorjahren. Erschreckend ist insbesondere die massive Zunahme illegaler Vogeljagd-Aktivitäten auf Zypern.
Da werden streng geschützte Zugvogelarten wie Mönchsgrasmücke, Grauschnäpper, Bienenfresser, Wiedehopf und Falken geschossen. Da werden Singvögel mit verbotenen elektronischen Vogellockanlagen vor die Gewehre gelockt, und selbst in ausgewiesenen Wildschutzgebieten mit Jagdverbot wird alles vom Himmel geschossen, was in Reichweite der Flinten kommt.
 
Unsere Vogelschützer entdeckten nahe der Ortschaft Meneou einen riesigen Vogeljagdplatz, auf dem allein diesen Herbst schon 150 Bienenfresser, aber auch Turmfalke, Nachtreiher, Wiedehopf und Blauracke geschossen wurden.
 
So erfreulich unsere Vogelschutzcamp-Ergebnisse für den Zugvogelschutz sind, so entsetzlich traurig ist auf Zypern die derzeitige Situation für unsere mittel- und osteuropäischen Zugvögel. Trotz aller Widrigkeiten und Anfeindungen durch Vogelwilderer und Vogeljäger lassen unsere ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützer unsere Zugvögel dort nicht im Stich… und schon gar nicht hängen!
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 4 + 5 Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 04.Oktober 2020):
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hochto - Bild 2 Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison auf Hocht - Bild 3
 


+++ 27.09.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Unser 3. Vogelschutzcamp-Report
Wie schon in der 2. Vogelschutzcamp-Einsatzwoche zeigt auch die 3. Einsatz- woche, dass zypriotische Vogelwilderer und Vogeljäger die aktuell bestehenden Bewegungsfreiheiten immer stärker nutzen, um am hochprofitablen Schwarzmarkt-Geschäft mit getöteten Singvögeln zu partizipieren. Oder – wie
wir erfahren haben – um sich mit umfangreichen illegalen Singvogel-Geschenken auch (neue) Freunde zu machen.
 
Derzeit sind mehrere Vogelschützer-Teams im Einsatz und die nachstehenden Ergebnisse dieses erst 3 Wochen alten Herbst-Vogelschutzcamps zeigen, dass eine erschreckend hohe Anzahl von Fangplätzen aktiv ist und mit Leimruten und nun auch ersten Fangnetzen und illegalen Vogeljagdpraktiken ungehemmt Zugvögel gewildert werden. 
 
Besonders unverfroren agierte ein Vogeljäger, der zwecks Optimierung seines Zugvogel-Jagderfolgs eine elektronische Vogel-Lockanlage nutzte und dank unserer Hinweise an die staatlichen Wildhüter am Tatort auch noch mit 2 geschossenen Mönchsgrasmücken erwischt wurde. Das verhängte Bussgeld in Höhe von 3'500 Euro tut ihm richtig weh. Bleibt aber abzuwarten, ob der Jagdfrevler nicht Widerspruch einlegt und dann – wie so oft in der Vergangenheit - mit einem stark reduzierten Bussgeld davonkommt. Man kennt sich auf Zypern!
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 3. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 20. September):
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 2 Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 3
 


+++ 20.09.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison…
Unser 2. Vogelschutzcamp-Report
Wie schon in der 1. Vogelschutzcamp-Einsatzwoche zeigt sich auch in der 2. Einsatzwoche, wie konsequent zypriotische Vogelwilderer und Vogeljäger auf Zypern die aktuell bestehende Corona-Bewegungsfreiheit nutzen, um die profitversprechende Nachfrage nach getöteten Singvögeln zu befriedigen.
 
Leider finden unsere Vogelschützer auf
den illegalen Leimruten und in illegalen Fangnetzen neben Zugvögeln von mehr
als 35 Arten auch lokale Singvogelarten und immer wieder auch Greifvögel wie Zwergohreule und Turmfalke und sogar Echsenarten wie die Agame. Letztere werden von Vogelwilderern allesamt als unerwünschter «Beifang» getötet und achtlos weggeworfen.

Dieses rücksichtslose jährlich über viele Monate anhaltende Töten freilebender Wildtiere auf Zypern trägt ebenfalls zur Reduktion der dortigen Vogel- und Echsen-Bestände und damit zur anhaltenden Verarmung der dortigen Artenvielfalt bei.
 
Bemerkenswert ist, dass die von unseren Vogelschützern zu aktiven Vogelfangplätzen gerufenen staatlichen Wildhüter auf unsere Hinweise zu illegalen Vogeljagd- und Vogelfang-Plätzen bisher relativ positiv reagiert und auch entsprechend agiert haben.
 
Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse 2. Einsatzwoche: Zusammenfassung Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse (per 13. September):
Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 2 Auf Zypern läuft die Herbst-Zugvogelmord-Saison… - Bild 3
 


+++ 09.09.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen…
Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen…
Vogelschutzcamp-Report 01
Mit der Lockerung der durch Corona bedingten Beschränkungen auf Zypern seit Sommer 2020 nutzen Vogelwilderer und Vogeljäger die neue Bewegungs- freiheit, um nun mit Beginn des herbstlichen Vogelzugs wieder ihr blutiges Vogelmord-Geschäft aktiv zu betreiben.

Allein die Vogelschutzcamp-Ergebnisse der ersten Einsatztage zeigen, worauf sich die Vogelschützerteams in den kommenden 10 Wochen Einsatzzeit gefasst machen müssen. Sowohl Vogelwilderer als auch Vogeljäger mit illegalen Jagdpraktiken werden bemüht sein, die nun wieder steigende Nachfrage nach der verbotenen zypriotischen Delikatesse «Ambelopoulia» gewinnbringend zu nutzen.

Aktuell sind 2 Vogelschützer-Teams auf Zypern im Einsatz und verschaffen sich in den Haupt-Vogelfangregionen der Republik Zypern und in Nordzypern einen ersten Gesamtüberblick.

Herbst-Vogelschutzcamp-Ergebnisse nach 6 Einsatztagen (Status 06.09.2020):
Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen… - Bild 2 Auf Zypern hat die Herbst-Vogelmord-Saison begonnen… - Bild 3
 


+++ 18.08.2020 +++
+++ Walperswil / Schweiz +++

Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutzturm
Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutzturm in Walperswil / BE

Bereits während der Umbautätigkeiten am «Artenschutzturm Walperswil» begaben sich die ersten Vogelarten zum Singen auf das Baugerüst und teilten ihren Artgenossen schon einmal mit, dass die neue Behausung bereits in Anspruch genommen wurde. Kurz nach Entfernung des Baugerüsts haben mehrere Starenpaare dann sogleich die für sie in das Mauerwerk eingelassenen Behausungen als Brutplatz genutzt und erfolgreich ihre Jungen aufgezogen. Ein Hausrotschwanz-Paar nahm ebenfalls kurz nach Fertigstellung des Turms im Frühjahr einen für Halbhöhlenbrüter vorgesehenen Nistplatz ein. Besonders freut uns der kürzlich durch unseren ehrenamtlich engagierten Turmbetreuer registrierte Schleiereulenzuwachs in unserem neuen Artenschutzturm im Berner Seeland. Wir legten ein besonderes Augenmerk auf die Förderung dieser in der Schweiz potenziell gefährdeten Eulenart. Durch den Abriss oder totaler Verriegelung und Versiegelung einst frei zugänglicher Turm- und Gebäudestrukturen ist die Schleiereule zunehmend durch den Menschen bedroht. Nachts geht die Schleiereule auf lautlose Jagd nach Kleinsäugern. Doch die hierzulande häufig praktizierte intensive Landwirtschaft und der übermässige Gifteinsatz zur Schädlingsbekämpfung machen viele Nahrungsgebiete unattraktiv. Dabei fängt ein Schleiereulenpaar allein während der Jungenaufzucht über 3'000 Mäuse und im restlichen Jahr nochmals so viele. Somit leistet die Schleiereule einen wichtigen und ökologischen Beitrag in der Regulierung des Mäusebestands im Kulturland. Der neue Artenschutzturm in Walperswil im Kanton Bern bietet am Übergang zwischen Wohnsiedlung und Kulturland, umsäumt von Hecken- und alten Obstbaumstrukturen, ein ideales Tagesversteck für diese nachtaktive Vogelart.          

Insgesamt bietet der neue «Artenschutzturm Walperswil» 39 geschützte Nistplätze für bedrohte Gebäude bewohnende Vogelarten, 7 Quartiere aus Holz- und Holzbeton für diverse Fledermausarten, weitere Einschlupföffnungen für diese kleinen Säugetiere wurden am Dach des Turmes durch den Einbau von Lüftungsziegeln geschaffen. Für besonders gefährdete Insekten- und Wildbienenarten bietet eine in die Turmfassade integrierte Lehmwand geeigneten Überlebensraum.

Unser grösster Dank gilt allen, die unser Artenschutzprojekt im Berner Seeland ermöglichten: der Gemeinde Walperswil für ihre unkomplizierte und positiv gesinnte Projektzusage, unseren Spenderinnen und Spendern für ihre grossherzige finanzielle Unterstützung für den umfangreichen Umbau, den selbstlos engagierten Natur- und Wildtierschutzberatern, der interessierten und hilfreich zur Seite stehenden Nachbarschaft, den regionalen Handwerkern für ihre hervorragenden Arbeiten und unserem hingebungsvollen Turmbetreuer.
 
Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutztur - Bild 2 Erster Schleiereulen-Bruterfolg in unserem neuen Artenschutztu - Bild 3
 


+++ 12.06.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Sizilien / Italien +++

Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in Siz
Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in Sizilien

Seit Mitte März und zeitverzögert ab Ende April waren in den Provinzen um Agrigent und Caltanissetta unsere Vogelschützer im Adler- und Falkenschutz-Einsatz. Die Campvorbereitungen und Gebietserkundungen dazu begannen bereits im Januar dieses Jahres. Durch das neue Coronavirus, welches sich über den gesamten Erdball ausbreitet und die damit verbunden Bewegungseinschränkungen, war es noch nie so anspruchsvoll die Brutplätze von selten gewordenen Greifvogelarten wie Habichtsadler, Lannerfalke oder Wanderfalke zu beschützen. Denn auch die Vogelschützer müssen geschützt werden und sie berücksichtigten natürlich die in Italien sehr strengen von der Regierung verhangenen Vorschriften zum solidarischen Schutze ihre Mitmenschen während des gesamten Einsatzes.

An den uns bekannten Brutplätzen, an denen eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung trotz anfänglich nur einem Adlerschützer-Team möglich war, konnten die Jungvögel unbeschadet aufwachsen und sind mittlerweile ausgeflogen. Die diesjährigen Bruterfolge sind besonders erfreulich; es gab so viele erfolgreiche Habichtsadler-Brutpaare wie noch nie seit Beginn unserer Datenerhebungen und über mehrere Dekaden verlassene Gebiete wurden wieder erfolgreich für Brut und Jungenaufzucht genutzt.

Dieses Jahr startete das Camp des 2. Teams im Süden Siziliens erst mit einem Monat Verspätung am 25. April, das 1. Team im Südwesten konnte gerade noch rechtzeitig vor dem Lockdown in der einsamen Berglandschaft Stellung beziehen. Durch die coronabedingten Reiseverbote konnten die meisten der 30 eingeplanten Einsatzkräfte nicht antreten, weshalb vermehrt auf versteckte Fotofallen im Gelände gesetzt wurde, um die Nesträuber zu identifizieren. Das gesammelte und stellenweise ausgezeichnete Fotomaterial haben wir den Carabinieri übergeben und strafrechtliche Verfolgungen wurden erwirkt. Wenn die Jungvögel kurz davor sind, dass sie ihre Nester verlassen können, ist dies das bevorzugte Alter der Nesträuber und gegen Campende wurde den erschöpften Vogelschützern nochmals alles abverlangt, damit kein Jungvogel entwendet wird und in lebenslanger Gefangenschaft endet. Habichtsadler reproduzieren sich nicht in Gefangenschaft und können dann folglich nicht zu ihrer Arterhaltung beitragen.

Die Vorbereitung und Durchführung der Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps im Süden und Südwesten Siziliens kosteten dieses Jahr umgerechnet knapp 20'000 Franken. Doch der Einsatz war äusserst lohnenswert und belegt, wie wichtig diese Einsätze sind, erstmals konnten über 50 Habichtsadler-Brutpaare erfolgreich beschützt werden und Brutgebiete wurden wieder besetzt, die seit 40 Jahren als aufgegeben galten.
 
Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in Si - Bild 2 Abschlussbericht des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps in S - Bild 3
 


+++ 24.05.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Pantano Cuba / Sizilien (Republik Italien) +++

Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr pe
Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr perfektes Paradies
Mitte April nutzen die Spätrückkehrer unter unseren mitteleuropäischen Zugvogelarten wie Mauersegler, Grauschnäpper, Pirol und Bienenfresser nach der erfolgreichen Mittelmeerüberquerung von Afrika nach Europa unser Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» tagelang als ungestörten und sicheren Rast- und Nahrungsplatz.
 
Pünktlich zur Rückkehr der auch in Sizilien brütenden Zugvogelarten wie dem Bienenfresser wurde auf einem unserer Hang-Ufergrundstücke an der Lagune Pantano Cuba unsere neue fast 100 m lange und bis zu 5 m hohe Bienenfresser-Brutwand fertiggestellt.

Die zerklüftete Steilwand war ein Relikt einer umfangreichen Boden- und Kalkmergel-Abgrabung des früheren Grundstückseigentümers. Wegen der zurückgelassenen riesigen Bodenberge, der Geröllhaufen und anderen Ablagerungen ging dieses mit Spendengeldern 2017 gekaufte Grundstück als «Moonland» (Mond-Land) in unsere Projektarbeit ein.
 
Zu unserer grossen Freude bauten Anfang Mai dieses Jahres 2 Bienenfresser-Brutpaare erstmals ihre Brutröhren in die optimierte Steilwand mit geeigneten Sitzgelegenheiten aus altem Astwerk. Derzeit ist das Brutgeschäft in vollem Gange. Kenner dieser exotisch bunten Vogelart sind überzeugt, dass dies der Beginn einer zukünftig wachsenden Bienenfresser-Brutkolonie sein wird, die dank des von uns geschützten und optimalen Brutbiotops und des umfangreichen Nahrungsangebots an Grossinsekten wie Hummeln, Schmetterlingen, Käfern und Libellen bis zu 16 Brutpaaren eine sichere Nahrungsbasis für die Aufzucht ihrer Jungen bieten könnte.
 
So freuen nicht nur wir uns über die Vielzahl an Schmetterlingsarten und deren grosse Anzahl, sondern auch die Bienenfresser, die diese Artenvielfalt an Insekten im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern haben!
Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr p - Bild 2 Neue Brutvogelart entdeckt unser Zugvogelschutzgebiet als ihr  - Bild 3
 


+++ 30.04.2020 +++
+++ Basel, Schweiz +++ Granelli, Sizilien, Republik Italien +++

Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet &la
Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini»
Jetzt mitten im sizilianischen Hochfrühling zeigen sich unsere Feuchtwiesen und die seit nun schon 6 Jahren nicht mehr gedüngten Mähweiden und Mähwiesen in unserem Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» in ihrer ganzen Wildblumenvielfalt und Blütenpracht.
 
Jahrzehntelange Überdüngung der intensiv genutzten Acker- und Ufergrünlandflächen, anhaltender Einsatz von Pestiziden (Pflanzenvernichtungsmitteln) und Berge von illegal entsorgtem Müll unterdrückten hier im Lagunenumfeld früher die «nutzlosen» Blütenpflanzen und schufen eine monotone und extrem artenarme Landschaft.
 
All dies ist nun Vergangenheit und wir bewundern jedes Jahr aufs neue die zurückkehrende Vielfalt der mediterranen Flora, die sich in unserem eingezäunten und bewachten Zugvogelschutzgebiet nun ungestört weiterentwickeln und über den Samenflug auch weiter ausbreiten kann.
 
Allein 18 hier in der Pantani-Region verschollene Orchideenarten haben nun wieder ihre speziellen Standorte zurückerobert und danken uns unsere Schutzarbeit mit wunderbaren Blütenformen und einzigartiger Blütenpracht. Von der profitieren zugleich hunderte von Wildbienenarten und Insekten, die wiederum den insektenfressenden Zugvogel- und Vogelarten einen gut gedeckten Nahrungstisch bieten. 
 
So lebt das eine von dem anderen… und schliesst den Kreislauf der Natur!
Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet &l - Bild 2 Wildblumen-Blütenpracht in unserem Zugvogelschutzgebiet & - Bild 3
 


+++ 26.04.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Gela /Sizilien (Republik Italien) +++

Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf Si
Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf Sizilien
Das Frühjahrs-Adlerschutzcamp auf Sizilien findet in diesem Jahr wegen der auf Sizilien geltenden strengen Mobilitätsbeschränkungen unter äusserst schwierigen Einsatzbedingungen statt. Bisher musste die gesamte Schutzarbeit von nur einem Adlerschützer-Team bewältigt werden. Dieses hatte sich schon vor dem behördlichen Erlass der totalen Bewegungseinschränkungen in Italien in die Einsamkeit der südwestlichen Berglandschaft Siziliens begeben und durfte dort weitab von Siedlungen und Dörfern offiziell genehmigt weiter seine Adlerhorst-Überwachungsarbeiten durchführen.
 
Um die knappe Adlerschützerkapzität einigermassen zu kompensieren, wurden an einer Vielzahl von Adlerhorsten Fotofallen-Kameras installiert und die Feldwege nahe der Adler- Horst-Plätze mit Bewegungsmeldern abgesichert.
 
Da das Adlerschützer-Team im sog. «Goldenen Dreieck», einem bei Greifvogelschützern und leider auch bei Greifvogelwilderern bekannten Greifvogelbrutgebiet operiert, werden neben den Habichtsadler-Horsten auch die Nester von bedrohten Wanderfalken und von vom Aussterben bedrohten Lannerfalken systemisch überwacht. Die dort in der Region zuständigen Carabinieri unterstützen unsere Schutzarbeit vor Ort.
 
Bis zum heutigen Tag konnten alle zwischen dem 15. bis 20. März 2020 geschlüpften Adlerküken und Jungadler und auch die Gelege der vorgenannten Falkenarten erfolgreich vor Greifvogelwilderern geschützt werden
Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf S - Bild 2 Zwischenergebnis des Frühjahrs-Greifvogelschutzcamps auf  - Bild 3
 


+++ 25.03.2020 +++
+++ Walperswil / Schweiz +++

Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit für
Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit für heimische Vogelarten!

Im Berner Seeland in der Gemeinde Walperswil steht unser 3. Arten-schutzturm in der Schweiz! Nach viermonatiger Umbauphase konnte letzte Woche das Baugerüst entfernt werden, womit die neuen Nistkästen für die Siedlungs- und Kulturlandvögel rechtzeitig zum Beginn der Brutsaison bezugsbereit sind.

Hausumbauten, Dachsanierungen und Wärmedämm-Massnahmen vernichten jedes Jahr zigtausende Nistplätze, Tagesverstecke und Überwinterungsquartiere für viele verschiedene gebäudebewohnende Tierarten. Die rückläufigen Bestandszahlen betroffener Wildtierarten sind teilweise alarmierend. Diesem Trend wirken wir mit dem Bau von Artenschutztürmen in der Schweiz entgegen und tragen auch mit dem visuell aufmerksamkeitserregenden Gestaltungskonzept zur Sensibilisierung der Bevölkerung bei.

Der neue Artenschutzturm Walperswil eignet sich wegen seiner Lage an der Grenze zwischen Siedlungsgebiet und Kulturland zur Förderung von sowohl typischen Siedlungsvögeln wie Haussperling, Hausrotschwanz, Kohlmeise, wie auch typischen Kulturlandvögeln wie Feldsperling, Star oder Schleiereule. Für sie und für viele weitere Wildtierarten stehen nun diverse ins Mauerwerk eingebaute Holzbeton-Nistkästen zur Verfügung: Röhrenkästen, die erfahrungsgemäss gern von Meisen besetzt werden, grössere Nischenkästen, die sich für Stare eignen, die ihr beanspruchtes Revier bereits schon auf dem Baugerüst deutlich machten, 6 eingebaute Holzkästen für Mauersegler und ganze 12 Nester für Mehlschwalben, wobei letztere mit einem elektronischen Lockgerät auf ihre neuen Nistmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden.

Aber nicht nur die Vögel erhalten geschützte neue Brutplätze. Auch die Förderung der Fledermäuse ist uns ein grosses Anliegen, wo doch mehr als 2/3 aller Fledermausarten in der Schweiz gefährdet bis stark bedroht sind. Für sie wurden patentierte Eckmehrspaltkästen aus Holz angefertigt und montiert, diverse Holzbeton-Quartiere ins Mauerwerk eingebaut und über Lüftungsziegel haben die Fledermäuse die Möglichkeit in das Dachinnere zu gelangen.

Für die Förderung der Insekten und Wildbienen wird in den kommenden Tagen eine speziell die seltenen Arten fördernde Lehmwand errichtet. Wir halten Sie über unsere Internetpräsenz auf dem Laufenden.
Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit fü - Bild 2 Neuer Artenschutzturm in Walperswil (Bern) bezugsbereit fü - Bild 3
 


+++ 09.03.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
 
Am 16. Februar 2020 ging unser gemeinsamer Zugvogelschutzeinsatz mit dem Komitee gegen den Vogelmord auf Zypern zu Ende und das Wintercamp 2019/2020 ist somit offiziell abgeschlossen. Gestartet am 1. Dezember 2019 standen in 78 Einsatztagen gesamthaft 13 Vogelschützerinnen und Vogelschützer aus fünf Ländern gemeinsam im Einsatz, um den illegalen Fang von Singdrosseln und weiteren teils stark bedrohten Zugvogelarten zu verhindern.
 
«Traditionell» fängt Zypern für den Verkauf an Restaurants Mönchsgrasmücken. Diese befinden sich im Winter in Nordafrika und so weichen die zypriotischen Vogelwilderer für ihren Schwarzmarkt auf die in Zypern überwinternden Singdrosseln aus. Wo wir zu Beginn unserer gemeinsamen Einsätze noch flächendeckend im Südosten Vogelfangnetze fanden, waren es im abgeschlossenen Wintercamp 2019/2020 mit 37 aktiven Fangstellen deutlich weniger. Im direkten Vergleich zum letztjährigen Wintercamp 2018/2019, bei dem wir noch 101 aktive Vogelfangplätze vorfanden, ist dies ein Rückgang um 63%, der dank unserer mehrwöchigen, stetigen Präsenz, Fangstellenkontrolle und Polizeimeldungen herbeigeführt werden konnte.
 
Der Rückgang der Vogelwilderei mit Netzen und Leimruten erlaubte es den Vogelschützern vor Ort ein grösseres Augenmerk auf die massive, illegale Vogelwilderei durch Abschiessen zu richten. Während der Wintermonate ist Jagdzeit und es sind von allen jagdbaren Vogelarten nur der Frankolin und der Chukar in der Abschusszahl begrenzt. Alle anderen, darunter die Singdrossel, können während der offiziellen Jagdsaison unlimitiert abgeschossen werden. Damit eine möglichst reiche Beute erzielt wird, benutzen viele Jäger zusätzlich illegale akustische Singdrossel-Lockgeräte.
 
Die illegale Jagd ist ein weltumspannendes Problem, welches dazu beiträgt, das gefährdete Wildtierarten an den Rand der Ausrottung gedrängt werden. Aber die legale Jagd kann auch für viele Vogelarten eine ernsthafte Bedrohung darstellen, wenn diese von Gesetzes wegen ungenügend geschützt werden. Zum Beispiel ist die einheimische Waldschnepfe nach wie vor jagdbar, obwohl sie kontinuierlich in ihrem Bestand zurückgeht und auf der roten Liste der gefährdeten Vogelarten steht, werden in der Schweiz jährlich fast 2'000 dieser Vögel erlegt!
 
In der Schweiz sind deutlich mehr Arten bedroht als im übrigen Europa. Statt diesem traurigen Trend der Zerstörung gezielt entgegenzuwirken wird der Überlebensdruck auf unsere heimische Artenvielfalt weiter erhöht. Die missratene Revision des Jagdgesetzes sieht vor, das Abschiessen geschützter wildlebender Säugetier- und Vogelarten in der Schweiz zu vereinfachen. Nicht nur im Mittelmeerraum, sondern auch hierzulande sagt die Stiftung Pro Artenvielfalt zu solch inakzeptablen Gesetzesentwürfen deutlich nein! Wir unterstützen das Referendum für ein Jagd- und Schutzgesetz (JSG), welches die bedrohten Wildtierarten in der Schweiz kompromisslos schützt.
Mehr Informationen zum missratenen Jagdgesetz finden Sie auf https://jagdgesetz-nein.ch/

Abschlussergebnisse des Winter-Vogelschutzcamps 2019/2020 auf Zypern:
Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 2 Abschlussbericht Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 3
 


+++ 10.02.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
 
Bis Mitte Januar kam der ungewöhnlich starke Dauerregen auf Zypern den Zugvögeln zugute. Schliesslich besserte sich das Wetter und für unsere Vogelschützer vor Ort wurden die Einsätze wieder intensiver. In drei Teams aufgeteilt machten sie sich jeweils gegen 11 Uhr abends auf und suchten die zugeordneten Gebiete nach aktiven Vogelfangstellen bis in die Morgendämmerung ab. Danach ging es oftmals gleich weiter, denn wo nachts die Vogelfänger ihre illegalen Lockgeräte für viel Beute in den Netzen einschalteten, so taten dies ab Morgendämmerung die Leimruten-Vogelfänger und immer wieder waren Schüsse von Jägern zu hören. Unsere Artenschutz Projektmanagerin stand mit den Teilnehmern unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord ebenfalls auf Zypern im Einsatz und hatte mit ihrem Team nach einer anstrengenden Nachtarbeit und Netzräumungen gleich im Anschluss mehrere Fang- und Jagdplätze aufgesucht und konnte mehrere illegale Singdrossel-Lockgeräte lokalisieren und beschlagnahmen. Die Besitzer der verbotenen akustischen Lockgeräte waren diesmal nicht aggressiv, sondern zeigten sich einsichtig und übergaben die mit Singdrosselgesang bespielten Geräte freiwillig.
 
Die direkte Konfrontation und Ansprache der Vogelfänger wird von den Vogelschützern vor Ort meist vermieden, tagsüber bei sicheren Verhältnissen wagen wir es dennoch, weil wir wieder mal auf uns allein gestellt sind. Obwohl der Leiter der zuständigen Wildhutabteilung uns mehr Unterstützung versprach, lassen die im Einsatz stehenden Offiziere unsere Vogelschützer bei Fangplatz-Meldungen trotzdem meist im Stich.
 
Die Campverantwortlichen nehmen dies jedoch nicht mehr hin. Mehrfach forderten sie den Wildhut-Abteilungsleiter auf, seine Versprechungen einzuhalten und gegen einsatzverweigernde Wildhüter vorzugehen. Zeitgleich werden wir konsequenter die Unterlassung der Hilfestellung den zuständigen nationalen und europäischen Behörden melden.
 
Ergebnisse des Zugvogelschutzcamps auf Zypern per Ende Januar (in Klammern die Ergebnisse von Januar 2019): 
2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 2 2. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 3
 


+++ 13.01.2020 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++

1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern

Fast nahtlos ging es auf Zypern vom Herbst-Zugvogelschutzcamp ins Wintercamp über. Zwei Wochen nachdem die letzten Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord das Herbstcamp beendet hatten und die Insel verliessen, um zu ihren Familien heimzukehren, sind seit der ersten Dezemberwoche schon wieder die nächsten Vogelretter im Feldeinsatz und stellen sich mutig gegen das grausame Verbrechen an den hier überwinternden Zugvögeln. Sogar über Weihnachten und Neujahr arbeitete ein kleines Team gegen die zypriotischen illegalen Vogelfänger.

Zum Glück der Vögel regnet es diesen Winter auf Zypern aussergewöhnlich viel und es herrschen teilweise starke Winde, weswegen die Vogelfänger zuhause bleiben. Auch sind viele Landstrassen und Feldwege unter Wasser. Deswegen sind vergleichsweise wenige Vogelfangplätze aktiv. Mit sich verbessernder Wetterlage wird aber auch wieder mit ziemlicher Sicherheit ein Anstieg des gegenwärtigen Singdrosselfangs zu spüren sein.

Dank der engagierten Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer konnten wir aber unsere Vogelschützer mit neuem und zusätzlichem Monitoring-Equipment ausstatten: am Körper tragbare Videokameras, Fotofallen, GPS-Geräte… Ausrüstung, die unsere Vogelschützer zum Dokumentieren von kriminellen Handlungen dringend benötigen, um ein effektiveres Vorgehen gegen die Wilderer zu ermöglichen.

Bisherige Ergebnisse des Zugvogelschutzcamps auf Zypern (per 07.01.2020)
1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 2 1. Report Winter-Zugvogelschutzcamp auf Zypern - Bild 3