Logo Stiftung Pro Artenvielfalt - Die Nothelfer für bedrohte TierartenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterRauchschwalbe (hirundo rustica)Blütenreiche WildblumenwieseJunge Wildkatze (felis silvestris)
Spendenprojekt
September 2018
Republik Zypern: Ein
systemrelevantes EU-
Mitgliedsland pfeift auf die
geltende EU-Vogelschutz-
richtlinie…



Mönchsgrasmücken - Zugvogelopfer zypriotischer Vogelwilderer © SPA

Nach inzwischen 21
Vogelschutzcamps auf
Zypern seit 2010 werden
auch diesen Herbst wieder
bis zu 40 ehrenamtliche
Vogelschützer des Komi-
tees gegen den Vogelmord
und unserer Stiftung dies-
mal bis zu 12 Wochen vor
Ort im Rettungseinsatz für
mittel- und nordeuropäische
Zugvögel sein. Und natür-
lich lassen wir auch keine
auf Zypern heimischen
Vögel an Leimruten und in
Fangnetzen hängen!


Perfide - aufgebaute Leimruten an Vogeltränke mit gefangenem Gartenrotschwanz © SPA CY

Dieser Herbst-Einsatz
bringt unseren Vogel-
schützern eine seit Jahren
ungewohnte Erfahrung:
Auf Anordnung des
zypriotischen Innen-
ministeriums wird die
zypriotische Anti-Wilderei-
Polizei unsere Herbst-
Vogelrettungseinsätze nicht
unterstützen und auch nicht
mit uns kooperieren. Derart
allein gelassen wird dieser
Zugvogelrettungseinsatz
auf den zypriotischen
Kampfplätzen des Vogel-
mordens nicht einfach,
zumal wir zu unserem
eigenen Schutz überwie-
gend nachts im Einsatz
sein werden.
 

Gartenrotschwanz gefangen an illegaler Leimrute © SPA CY

Wir werden immer wieder
gefragt, ob sich diese
Einsätze lohnen, und
unsere Antwort darauf ist:
Wer nichts tut, kann auch
nichts verändern! Dass
sich dieser selbstlose,
couragierte und ehren-
amtliche Einsatz unserer
Vogelschützer für die
konsequente Durchset-
zung der EU-Vogelschutz-
richtlinie lohnt, zeigen die
Ergebnisse und Daten
unserer Zypern-Zugvogel-
schutzcamps (siehe PDF-
Datei zum Anklicken
).


Mönchsgrasmücken-Männchen verklebt an Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord

Wir können feststellen,
dass unsere verlängerten
Einsatz-Zeiträume in den
Haupt-Vogelfanggebieten
entlang der Südküste der
Republik Zypern und der
hohe Kontrolldruck an den
Fangplätzen während des
Frühjahrs-Vogelzugs die
Zahl aktiver Vogelwilderer,
Vogelfangplätze und
aufgebauter illegaler
Fanggeräte im Frühjahr
anhaltend reduziert hat.


Große illegale Netzfanganlage mit Singvogelopfern © SPA CH

Die Anzahl abgebauter
Leimruten, Fangnetze und
elektronischer Vogel-
stimmen-Lockanlagen
bedeuten für die Wilderer
herbe Material- und hohe
Schwarzgeld-Einnahme-
verluste. Die steigende
Zahl von angezeigten
Vogelwilderern spricht
ebenfalls eine deutliche
Sprache!


Singdrossel im Fangnetz
© Komitee gegen den Vogelmord


Dazu finden Sie auf unse-
rer Homepage-Startseite
https://www.stiftung-pro-artenvielfalt.ch öffentlich
verfügbar unsere Zypern
Vogelschutzcamp-Reports
in englischer Sprache, die
wir auch den für Justiz und
Naturschutz zuständigen
politischen Instanzen in
Zypern und der EU-Kom-
mission in Brüssel auf den
Tisch legen.


Aus Fangnetz herausgeschnit-
tener Star © Komitee gegen den Vogelmord


Unsere Reports enthalten
seriös erfasste Ergebnisse
unserer Vogelschutzcamp-
Arbeit. Sie sind zugleich
Spiegelbild der nach wie
vor himmelschreienden
Missstände im Vollzug der
EU-Vogelschutzrichtlinie
und dies in einem EU-
Mitgliedsland, das in der
Eurokrise von führenden
deutschen Politikern als
„systemrelevant“ für die EU
bezeichnet und mit einem
Rettungspaket von 7,3 Mrd.
Euro (Steuergeld) unter-
stützt wurde.


Befreiung Waldohreule von Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord

Bei aller Freude über
unsere hart erarbeiteten
Erfolge dürfen wir jetzt trotz
politisch verweigerter
Polizei-Unterstützung kei-
nesfalls nachlassen. Nur
wenn wir hartnäckig blei-
ben und auf Zypern wäh-
rend der gesamten Herbst-
Vogelzugzeit konsequent
Flagge zeigen, werden wir
wieder Zigtausenden Zug-
vögeln das Leben retten
und illegal agierenden
Vogelwildern das hoch-
profitable Geschäft mit
getöteten Singvögeln schwermachen.


Restaurant-Präsentation illegal getötete Mönchsgrasmücken
© SPA


Für diesen Herbst-
Zugvogel-Rettungseinsatz
benötigen wir ca. 23.800
Euro zur Finanzierung der
An- und Abreisekosten,
einfacher Unterkünfte,
Treibstoff für unsere 2
stiftungseigenen Einsatz-
fahrzeuge und Versiche-rungen.

Bitte helfen Sie uns heute
mit Ihrer grösstmöglichen
Spende und freuen Sie
sich gemeinsam mit uns
über jeden Zugvogel, der
in diesen Wochen auch
dank unseres gemeinsa-
men Engagements auf
Zypern wohlbehalten seine
afrikanischen Winter-
quartiere erreichen kann.

-> Hier anklicken:
Ergebnisse Vogelschutz-
camps Zypern
 
Spenden

+++ 15.09.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (1. Report)
Seit gut 14 Tagen arbeiten die ersten Vogelschützer-Einsatzteams im diesjährigen Herbst-Zugvogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern. Wir haben diesen Herbst mit den Fangplatz-Observierungen sehr früh begonnen und können so die Singvogel-Fangplatzvorbereitungsarbeiten wie das Zuschneiden von Olivenbäumen und Wildsträuchern für das zeitsparende Auslegen der verbotenen Leimruten und den schnellen Aufbau von illegalen Fangnetzen regelmässig verfolgen.
 
Derart gut informiert, sind wir bei Fangplatzaktivierung schnell zur Stelle, beobachten nachts die Wildereraktivitäten in Privatgärten und in öffentlichem Gelände und informieren in den frühen Morgenstunden mit Angabe der GPS-Fangplatzdaten die zuständigen Polizeibehörden. Mit denen allerdings machen wir sehr unterschiedliche Erfahrungen: teils erleben wir eine sehr zeiteffiziente und wirkungsvolle Kooperation, teils werden unsere Vogelschützer mit Ausreden abserviert oder der tatsächliche Polizeieinsatz kommt so spät, dass die Vogelwilderer mit ihrer illegalen Beute schon fast in ihrer Küche stehen!
 
An Vogelfangplätzen in öffentlichem Gelände sehen wir der Vogelquälerei in den Fangnetzen und an den Leimruten nicht ewig tatenlos zu, sondern schreiten zur Vogelbefreiung und - wenn uns noch genug Zeit bleibt - auch zum Abbau der illegalen Fanganlagen. Auf ein Zusammentreffen mit den teils hochaggressiven Vogelwilderen an ihren Fangplätzen legen wir keinen gesteigerten Wert!
 
Nachstehend die ersten sehr frühen Ergebnisse unserer Zugvogelschutz-Einsätze, die wir überwiegend nachts durchführen. Der herbstliche Vogelzug wird auf Zypern erst in den kommenden zwei Wochen stark zunehmen, denn noch sitzen ein Grossteil der Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze und auch Zilpzalpe in unseren Gärten und Parkanlagen.

Vogelschutzcamp-Ergebnisse (1. Report)

 
 

+++ 21.08.2018 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Valetta / Malta +++


Kriminelle Weissstorchabschüsse auf Malta nehmen kein Ende…

Am Vormittag des 10.08.2018 gegen 11:00 Uhr flog der von unseren Bird Guards in der Lagune Pantano Longarini (Sizilien) bewachte Storchentrupp von 18 Weissstörchen ausgeruht und gestärkt hinaus auf das Mittelmeer Richtung Malta.
 
Unser Kontaktmann auf Malta berichtete, dass die komplette Storchengruppe am Nachmittag zunächst Maltas Schwesterinsel Gozo und gegen 18:00 Uhr die Region Rabat/Mdina auf der Insel Malta erreichte und dort auf einem Feld zur Rast und Übernachtung landete.
Dort erschoss ein maltesischer Vogeljäger 6 dieser Weissstörche auf einem Feld, bevor die herbeigerufene Polizei am Tatort erschien. Ein weiterer Weissstorch war vermutlich ebenfalls Opfer von kriminellen Vogeljägern geworden.
 
Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord und Mitglieder von BirdLife Malta bewachten mit Unterstützung der Polizei die nur noch 11 Weissstörche, die auf einem Baukran nahe des Gozo General Hospital auf Gozo übernachteten und am Mittag des 13.08.2018 die Insel Gozo erneut Richtung Malta verliessen.
 
Am Abend des 16.08.2018 musste eine ALE-Polizeieinheit nahe Maghtab 2 weitere abgeschossene Weissstörche abholen und zu einem Tierarzt bringen, der sie aber nicht mehr retten konnte.
 
Der ehemals 18 Weissstörche umfassende Storchentrupp wurde nach letzten Beobachtungen auf Malta, einem EU-Mitgliedsland, von kriminellen Vogeljägern innerhalb von nur 3 Tagen auf 7 Weissstörche zusammengeschossen. Ob diese dann endlich die Todesfalle Malta Richtung Afrikanische Nordküste verlassen konnten, darüber haben wir noch keine verlässliche Information.

Unsere Stiftung hat für die Ergreifung des/der kriminellen Weissstorch-Jäger eine Belohnung von 1’000 Franken ausgesetzt.

 
 

+++ 15.08.2018 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Valetta / Malta +++


Irrsinniger Weissstorchabschuss auf Malta ist Folge der dortigen Politik…

Was 18 Weissstörchen auf ihrem Vogelzug entlang der Mittleren (zentralen) Vogelzugroute in den Süden in dem kurzen Zeitraum vom 09.08.2018 vormittags bis zum 10.08.2018 vormittags als eine paradiesische Erfahrung vorgekommen sein muss, endete am Abend des 10.08.2018 als Horrorerlebnis.
 
Am 09.08.2018 landeten am späten Vormittag 18 Weissstörche in der Lagune Pantano Longarini, wo sie sich von unserem Bird Guard gut bewacht ausruhen und erfolgreich auf Fischfang gehen konnten.
 
Am Vormittag des 10.08.2018 gegen 11:00 Uhr flogen Sie dann ausgeruht und gestärkt aus der im Eigentum unserer deutschen Schwesterstiftung befindlichen Lagune Pantano Longarini, nutzten die Thermik über unserem gemeinsamen Zugvogelschutzgebiet um Flughöhe zu gewinnen und flogen dann hinaus auf das Mittelmeer Richtung Malta.
 
Unser Kontaktmann auf Malta berichtete, dass die komplette Storchengruppe am Nachmittag zunächst Maltas Schwesterinsel Gozo und gegen 18:00 Uhr die Region Rabat / Mdina auf der Insel Malta erreichte und dort auf einem Feld zur Rast und Übernachtung landete.
 
Noch am selben Abend erhielten wir aus Malta die Information, dass ein maltesischer Vogeljäger 6 dieser Weissstörche auf einem Feld totgeschossen hatte und vermutlich 2 der toten Weissstörche verschwinden liess, bevor die herbeigerufene Polizei am Tatort erschien.
Ein weiterer Weissstorch ist vermutlich ebenfalls Opfer von kriminellen Vogeljägern geworden.
 
Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord und Mitglieder von BirdLife Malta bewachten mit Unterstützung der Polizei die nur noch 11 Weissstörche, die auf einem Baukran nahe des Gozo General Hospital auf Gozo übernachteten und am Morgen des 13.08.2018 dann Richtung Afrikanische Nordküste weiterflogen.
 
Die absurde Tat eines inzwischen bekannten und einem Richter vorgeführten Vogeljägers ist das Ergebnis des politischen Systems auf Malta, das sich schon seit Jahrzehnten zum Sympathisant der Vogeljagd-Lobby macht, die bei Wahlen hofiert wird und das die EU-Kommission immer wieder mit politischen Zugeständnissen an Vogeljäger und lizensierte Vogelfänger ausbremst, die Vogelschutzrichtlinie von 1979 endlich konsequent umzusetzen.
 
Es bedurfte erst eines langen Gerichtsverfahrens der EU-Kommission gegen die Republik Malta vor dem EuGH, das mit der Verurteilung Maltas am 21.06.2018 und dem sofortigen Verbot des dort bisher genehmigten Finkenfang mit Fangnetzen führte.

Merke: Selbst im Vogelschutz gibt es in Europa noch keinen Gleichschritt!

Nachfolgender Link zum Presse-Echo des illegalen Weissstorchabschusses:
Alleged stork poacher arraigned, denied bail
 

 
 

+++ 13.08.2018 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Granelli / Sizilien / IT +++


Erste Weisssstörche in den Lagunen …

Die seit Monaten andauernde Trockenheit in Nord- und Mitteleuropa hat auch unsere Weissstörche mehrheitlich dazu motiviert, die trockenen und zunehmend nahrungslosen Wiesenlandschaften in den heimischen Gefilden zu verlassen und sich auf den Weg in den Süden zu machen.
 
So früh und in so grosser Zahl waren Weissstörche seit 2013 noch nie in den Lagunen Pantano Cuba & Longarini an der Südostküste Siziliens zu beobachten. Einmal mehr zeigt sich, dass unser Widerstand und die Anzeigen in 2017 gegen die Manipulationen im Mündungsbereich der Lagune Pantano Longarini ins Mittelmeer, das ungenehmigte winterliche Ablassen von Millionen von Litern Süsswasser, heute die Qualität unseres gemeinsamen Zugvogelschutzgebiets nachhaltig fördern.
 
Gerade jetzt in Zeiten der Sommerhitze und Wasserknappheit im Mittelmeerraum sind die wasserführenden Flachwasser-Lagunen entlang der Mittleren (zentralen) Vogelzugroute als Nahrungs- und Rastplätze für die Zugvogelwelt von existenzieller Bedeutung!
Natur braucht Raum und Ungestörtheit!
 

 
 

+++ 07.08.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++


Schlaflose Nächte wegen vieler verwaister Igelbabies

Der Sommer ist nicht nur die Zeit der langen Abende und kurzen Nächte sondern auch der Hitze. Beinahe schlaflos sind die Nächte für unsere «Igelmütter» in Oberentfelden (AG), Ebikon (LU), Agarn (VS) und Bünzen (AG). Seit Beginn des Sommers wurden bereits über 170 Igelbabies in die Igel-Rettungsstationen gebracht, die hilflos fiepend unter Hecken und Büschen aufgefunden wurden. Die meisten von ihnen waren verwaist, ihre Mutter wurden unweit von ihnen gefunden, zerschnitten von Fadenmähern und Tellersensen.

Nicht bedenkend, dass ein artenreicher Krautsaum entlang von Hecken und Büschen auch in unseren Gärten unseren stacheligen Gartenmitbewohnern zugutekommt, werden dort übertrieben ordnungsliebend Wildstauden, Wildblumen und Gräser wegrasiert. Doch genau in diesen dichten schützenden Heckensäumen bauen die Igel bevorzugt ihre Nester!

Für die Igelmütter kommt häufig jede Hilfe zu spät, die verwaisten Igelbabies erhalten in den fürsorglichen Händen der Igelstationsleiterinnen und ihren Freiwilligenteams Schutz und professionelle Pflege. Selbstlos stehen die Igelretter/-innen jede Nacht alle zwei Stunden auf, um die Igelbabies in den ersten, sehr kritischen Lebenswochen mit nahrhafter Tiersäuglingsmilch zu füttern. Nebst dem Umsorgen der pflegeintensiven Igelsäuglinge, warten noch viele weitere Igelpatienten mit offenen Wunden oder schweren Vergiftungen auf die tiermedizinische Behandlung. Gesamthaft haben die vier Rettungsstationen bisher bereits über 400 notleidende Igel aufgenommen, davon konnten viele erfreulicherweise schon wieder in die Freiheit entlassen werden.
Engagierte fachkundige Igel-Rettungsarbeit ist nicht nur zeitintensiv, sondern bringt auch hohe Pflegekosten mit sich. Säuglingsmilch für die Igelkinder, Insektennahrung für die erwachsenen Igel, tiermedizinische Präparate und Hygienematerial kosten viel Geld. Jede Spende zur Unterstützung dieser selbstlosen Igel-Rettungsarbeit ist daher hochwillkommen.

Helfen Sie Igeln in Not
Die inzwischen schon lange anhaltenden hohen Temperaturen und die Trockenheit machen den Igeln schwer zu schaffen. Sie können ihnen helfen, wenn Sie in ihrem Garten am Heckenrand oder unter Büschen eine Schale (z.B. Blumentopf-Untersetzer aus Ton) mit frischem Wasser zur Verfügung stellen.

Hilfreiche Informationen bei aufgefundenen, hilfebedürftigen Igeln erhalten Sie unter der Telefon-Nr.: 061 311 02 01

 
 

+++ 06.08.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


STOP dem Vogelmord! Wir verstärken unseren Vogelschutzeinsatz auf Zypern – noch 6 Vogelschützer*innen gesucht

Zypern ist die drittgrösste Insel im östlichen Teil des Mittelmeers. Millionen Zugvögel, die im Herbst und Frühjahr auf ihrem alljährlichen Vogelzug die östliche Vogelzugroute von Nord- und Mitteleuropa in ihre Überwinterungsgebiete im Süden und zurück in ihre Brutgebiete im Norden benützen, brauchen die Insel Zypern als wichtigen Rast- und Nahrungs-platz.
Dort entlang der Südostküste Zyperns werden im Frühjahr und Herbst Hunderttausende Zugvögel illegal mit verbotenen Netzen und Leimruten gefangen, getötet und in Restaurants als Delikatesse «Ambelopoulia» verkauft.
Mit unserer operativen Unterstützung arbeitet das Komitee gegen den Vogelmord seit Jahren vor Ort gegen diesen illegalen, tierquälerischen Vogelfang. Während der Vogelschutzcamps kontrollieren wir systematisch die uns bekannten Zugvogelfang-plätze, suchen neue Vogelfanganlagen und melden aktive Vogelfangplätze und Vogel-wilderer den zuständigen Polizeibehörden.
Nach unserem erfolgreichen Vogelschutzeinsatz im Frühjahr 2018 wollen wir unseren Herbst-Vogelschutzeinsatz verstärken und unsere Monitoring-/Feldarbeit intensivieren. Dafür suchen wir kurzfristig noch 4 bis 6 vogelschutzinteressierte Freiwillige, die in unserem  Herbst-Vogelschutzcamp mitmachen wollen.

Teilnahme-Bedingungen: Hin- und Rückreise, Logis, Abendessen, alle Camp bedingten Kosten/Auslagen werden erstattet. Die Unterkünfte haben Küche, Dusche, Internet. Abends kochen und essen wir gemeinsam. Alle helfen im Austausch mit beim Kochen, Abwaschen, Putzen. Der Tag steht zur freien Verfügung. Schlafen, Essen, Baden im Meer, gemeinsame Gespräche, Vogelbeobachtungen…
Sie sollten eine Portion Zivilcourage mitbringen. Wir arbeiten auf Basis geltender Gesetze, suchen die Kooperation mit der Polizei und gehen keine unkalkulierbaren Risiken ein. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass sich die Vogelwilderer nicht über unsere Anwesenheit erfreuen und es zu unliebsamen Begegnungen kommen kann. Als Teil eines Teams verhalten wir uns hier solidarisch und unterstützend.
Dieser Vogelschutz-Rettungseinsatz bietet Ihnen wertvolle Erfahrungen in aktivistischer Artenschutzarbeit im Gelände und mit den polizeilichen Instanzen. Sie können Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen und entwickeln ein tiefergehendes Verständnis für die allerorten bestehenden Bedrohungen unserer Natur und speziell für die Vielfalt der europäischen Zugvogelwelt.

Kontakt für Interessierte:
Stiftung Pro Artenvielfalt
Malzgasse 5, CH – 4052 Basel
Kontaktperson: Carmen Sedonati
eMail: contact@stiftung-pro-artenvielfalt.ch
Tel.: 061 311 02 01 | 079 699 66 25

 

+++ 29.07.2018 +++
+++ Bielefeld / DE +++ Basel / CH +++ Granelli / Sizilien / IT +++


Teilweise sind sie schon still und leise weggezogen…

Während Mensch und Natur in Mitteleuropa unter der nun schon Wochen
anhaltenden Trockenheit und aktuellen Hitze leiden, hat sich ein Teil der Zugvögel insbesondere aus dem Wattenmeer der Nordsee, von den mittel- und nordeuropäischen Küsten, den Seen und aus den küstennahen Feuchtwiesen bereits still und leise Richtung Süden verabschiedet.

Unser gemeinsames Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» an der Südostküste Siziliens, immerhin gut 2’200 km südlich der mitteleuropäischen Regionen, wirkt seit den in enger Kooperation mit unserer deutschen Schwesterstiftung durchgeführten Biotopsanierungsarbeiten und unseren konsequenten Schutzmassnahmen wie ein Magnet auf alle Zugvogelarten, die auf flache Wasserbiotope und feuchte Uferbereiche zur Rast und Nahrungssuche angewiesen sind.

Da unsere Bird Guards (Vogelwächter) letzten Winter auch das wasserableitende Manipulieren der Pantano Longarini-Lagunenmündung ins Mittelmeer verhindern konnten, bieten unsere beiden Lagunen mit ihrem trotz sizilianischer Normalhitze
noch vorhandenen Wasserstand und ihren seichten Flachwasserbereichen und Schlammbänken perfekte Rast- und Nahrungsbiotope.

Noch nie konnten Vogelfreunde und an unserem gemeinsamen Zugvogelschutzgebiet interessierte Menschen aus vielen Ländern Europas und auch unsere Bird Guards so früh im Jahr eine solche Vielfalt und Individuenzahl der vorgenannten Zugvogelarten in unserem Zugvogelschutzgebiet bewundern.

Eine aktuelle Vogelbestandsübersicht aus unseren Schutzgebiet-Lagunen finden Sie hier zum Anklicken!
 

 
 

+++ 06.07.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Rümlang / ZH +++ Benken / SG +++


Zweite Lebenschance für verunglückte Mauersegler & Co.

Seit Mitte Mai sind die Akrobaten der Lüfte zurück an ihren ange-stammten Brutplätzen, sofern diese nicht infolge von Dachsanierungen oder Hausumbauten zerstört wur-den. Für die Segler-Rettungs-station in Rümlang/ZH und die Wildvogel-Rettungsstation in Benken/SG bedeutet der Früh-sommer eine harte Belastung, um die Vielzahl von verletzten, verwais-ten und geschwächten Wildvögeln aufzupäppeln. Die Verletzungs-ursachen sind viel-fältiger Art wie z. B. Aufprall an spiegelnden Fenster-scheiben, Strassenverkehr, durch Nutzung sub-optimaler Nist- und Brutplätze, Katzen-Opfer oder wegen Erschöpfung mangels ausreichender Insektennahrung.
 
In der Segler-Rettungsstation in Rümlang befinden sich zurzeit über 80 Mauer- und Alpensegler, die mehrheitlich wegen Hirntraumata durch Aufprallunfälle behandelt werden. Von nicht zu heftigen Prellungen am Kopf erholen sich die Seglerpatienten oftmals schnell, jedoch wird bei Kollisionen meist das Gefieder beschädigt. Bis die kaputten Federn durch neu nachgewachsene ersetzt sind, kann es Monate dauern. Zu lange für diese Himmel-stürmer, die bereits Anfang August wieder den Herbst-Vogelzug ins südliche Afrika antreten.
 
Bei Segler-Gefiederschäden praktiziert die Rettungsstation deshalb die Gefieder-Sanierungstechnik des «Schiftens»: ein Verfahren, bei dem zusammen mit einer erfahrenen Tierärztin dem gefiedergeschädigten Segler unter Narkose die defekten Federn durch entsprechende von verstorbenen Seglerpfleglingen ersetzt werden. Nur wenige Fachpersonen beherrschen das enorme Feinfühligkeit und die Mikro-Technik die es nach erfolgreichem Federaustausch den so flugfähig gemachten Seglern ermöglicht, wieder zurück in die Luft-Freiheit zu fliegen.
 
Nicht minder arbeitsam geht es in der Wildvogel-Rettungsstation in Benken/SG zu. Jetzt zum allmählichen Ende der Brutsaison erhält Stationsleiter Urs Obrist eine Vielzahl verwaister Jungvögel, die bei ihren ersten Flugversuchen in Scheiben prallten oder von Katzen verletzt werden, die während der Brut- und Jungenaufzuchtzeit Freigang haben. Dank der fürsorglichen Nothilfe konnten bisher schon mehrere Segler, Sperlinge, Rotschwänze, Eichelhäher, Meisen und ein Kernbeisser gesund wieder in die Freiheit entlassen werden.
 
Bei Segler-Notfällen erhalten Sie unter den Notruf-Nummern 079 663 71 84 oder
076 504 34 10
fachlich hochkompetente Auskünfte beim Umgang mit hilflos aufgefundenen Seglern.

 
 

+++ 22.06.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Luxemburg +++ Valetta / Malta +++


Endlich EU-Gerichtshof-Urteil: Vogelfang auf Malta verstösst gegen EU-Recht

Künftig enden Finkenarten wie: Buchfink, Grünfink, Bluthänfling, Distelfink (Stieglitz), Girlitz, Erlen-zeisig und Kernbeisser auf Malta und deren Nachbarinsel Gozo
nicht mehr in engen Käfigen und Wohnzimmern selbst ernannter «Vogelliebhaber».
 
Der Europäische Gerichtshof hat mit Datum 21.06.2018 die Republik Malta wegen deren Genehmigung des Vogelfangs höchstrichterlich verurteilt. Die maltesische Regie-rung hatte seit 15.07.2014 jeden Herbst während der Vogelzugzeit den Fang der vorstehend genann-ten 7 Finkenarten mit Netzen unter Berufung auf die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung in der EU-Vogelschutzrichtlinie erlaubt.
 
Vogelfangnetze sind gem. EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 / 2009 eine verbotene - weil unselektive - Fangtechnik mit der praktisch jede Vogelart gefangen wird – also auch solche Arten, die streng geschützt sind!
 
Die gefangenen Vögel endeten zu zehntausenden in tierqäulerisch engen Käfigen auf dem Heimtiermarkt. Die von der Regierung der Republik Malta vor dem EU-Gerichtshof vorgebrachten Argumente für den Vogelfang mit Netzen wurden von den Richtern ohne Einschränkung verworfen. Der Republik Malta bleibt nun keine andere Möglichkeit mehr, als den Vogelfang mit Netzen endgültig zu verbieten! Das Urteil ist rechtskräftig und hat auf jeden Fall Signalwirkung für ähnlich gelagerte Vogelfang-Fälle in anderen EU-Mitgliedsländern.
 
Eingeleitet wurde das Verfahren von der EU-Kommission. Unser Vogelschutzcamp-Projektpartner auf Zypern und Sardinien, das Komitee gegen den Vogelmord, hat zusammen mit seinem Partner BirdLife Malta der EU-Kommission über Jahre viele entscheidende Fakten und Dokumente geliefert, die zu dem heutigen Urteil beigetragen haben.
 
Das Urteil ist einer der grössten Erfolge im europäischen Zugvogelschutz der letzten 10 Jahre!
 
Hier der Link zum Urteil des EU-Gerichtshofs in deutscher Sprache:
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:62015CJ0557&from=EN

 
 

+++ 01.06.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Dank unserer ausdauernden Präsenz: Spürbarer Rückgang bei der Frühjahrs-Zugvogeljagd auf Zypern!
 
Mitte Mai ging unser Zugvogel-schutz-Einsatz auf Zypern offiziell zu Ende. Seit 2012 stehen wir unseren Freunden vom Komitee gegen den Vogelmord im Kampf gegen den brutalen Zugvogelfang zur Seite und können erleichterten Herzens einen Rückgang der Vogelwilderei mit den quälerischen Leimruten während des Frühjahr-Vogelzugs feststellen. Dank unserer inzwischen mehr als zwei Monate andauernden Präsenz an jedem Einsatz am europäischen Hotspot des Zugvogelmordens wird es für die Vogelwilderer immer schwieriger ihrem illegalen, tierquälerischen Handwerk ungestraft nachzugehen. So fanden unsere Vogelschützer in diesem Frühjahrseinsatz von 260 kontrollierten Vogelfangplätzen nur 18 aktiv vor! Jede Leimrute und jedes Netz ist eine qualvolle Falle zu viel, aber unser unbeirrter Einsatz zeigt Wirkung! Wo wir Flagge zeigen, tut sich etwas!
 
Nach wiederholter Observierung ist es unseren Vogelschützern Anfang Mai gelungen, zwei uns seit einiger Zeit als regelmässig wildernd bekannte Vogelfänger auf frischer Tat zu erwischen. Während die sofort zur Hilfe gerufene Polizei jeweils die Leimruten als Beweismaterial sicherstellte und den Vogelfänger mit aufs Revier nahm, reinigten unsere Vogelschützer die von den Leimruten befreiten Zugvogelopfer vorsichtig von den klebrigen Leimresten und schenkten ihnen ein zweites Leben in Freiheit. Unter den geretteten Vögeln fanden sich bei uns stark bedrohte Arten wie Wendehals, Pirol oder Gartenrotschwanz. Die mit Zugvogelopfern vorgefundenen Leimruten erhöhen das Strafmass für die Vogelfänger, ihnen drohen saftige Bussen von umgerechnet 9´000 – 10´000 Franken. Eine schmerzhafte Strafzahlung, die eine abschreckende Wirkung zeigen dürften.
 
Wir können uns jetzt aber nicht zurücklehnen. Leider erfahren wir teilweise immer noch sehr zögerliche Unterstützung seitens der polizeilichen Behörden, die oftmals unter dem Druck der zunehmend gegen unsere Vogelschützer protestierenden und handgreiflich werdenden Vogelfänger für diese lieber eine Auge mehr zudrücken, als für konsequenten Zugvogelschutz durchzugreifen.
 
Endergebnisse unseres erfolgreichen Frühjahrs-Zugvogelschutz-Einsatzes auf Zypern:
 
260 kontrollierte Vogelfangplätze
  18 aktive Fangplätze aufgespürt
305 Leimruten abgebaut
    9 Fangnetze abgebaut
    4 elektronische Lockgeräte abgebaut
    2 Vogelwilderer gebüsst
  35 Vögel aus Leimruten und Netzen gerettet und in die Freiheit entlassen


 
 

+++ 11.05.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Frenkendorf (BL) +++


2. Artenschutzturm in der Schweiz realisiert
 
In Frenkendorf im Kanton Baselland steht unser 2. Artenschutzturm für vielerorts bedrohte Siedlungs-Wildtiere.
 
In Anwesenheit von Förderern, Vertretern der Gemeinde, des örtlichen Naturschutz-vereins und den beteiligten Handwerkern wurde der «Artenschutzturm Frenkendorf» nach zweimonatiger Umbauphase offiziell eingeweiht. Unsere Projekt-Managerin Carmen Sedonati übergab gemeinsam mit dem Gemeindepräsidenten Roger Gradl bei einer kleinen Ansprache den neuen Artenschutzturm an Jürg Schäfer, Präsident des Naturschutzvereins Frenkendorf, zur künftigen Betreuung durch den lokalen Naturschutzverein.
 
Unsere tierischen Siedlungs-Mitbewohner stehen immer stärker unter Überlebensdruck. Modernisierte Gebäude-Altbauten und moderne Neubauten bieten auf Gebäude spezialisierten Wildtierarten wie Vögeln, Fledermäusen und Insekten keine Spalten unter dem Dachüberstand, keine Brutnischen und keine Schlupfwinkel mehr an. Bei Dachsanierungen werden vorhandene Löcher und Einschlüpfe ausgeschäumt oder versiegelt oder es werden sogenannte «Spikes» an Dachbalken befestigt, die es den Vögeln und Fledermäusen verunmöglichen, sich auf den Dachbalken niederzulassen. Es gibt immer weniger Platz für Hausperling & Co.
 
Unser neuer Artenschutzturm in Frenkendorf heisst die Siedlungs-Wildtiere willkommen! Für Höhlenbrüter wie Spatz und Star wurden 12 Nistkästen ins Mauerwerk eingebaut, 3 Halbhöhlen-Nistkästen bieten Hausrotschwanz oder Bachstelze beste Brutbedingungen und für die Wiederansiedlung der Mauersegler, wie sie vor Jahren im Turm in einer kleinen Kolonie brüteten, wurden 16 spezielle Nistkästen eingebaut.
 
Auch den schweizweit stark bedrohten Fledermäusen wird Rechnung getragen. Zurzeit finden Spaltenfledermäuse geschützten Unterschlupf. Das Dach im Turminnern wurde geöffnet und nach Abklärungen mit Fledermaus-Experten für optionale Erweiterungs-massnahmen angepasst, um je nach Nutzung der in der Umgebung vorhandenen Fledermäuse, weitere Artenschutz-Massnahmen umzusetzen.
 
Wir bedanken uns bei unseren Spendern von ganzem Herzen für die engagierte Projektförderung zur Realisierung dieser lokalen Rettungsinsel, die auch einen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung über die Gefährdungen der Artenvielfalt leistet. Unser Dank geht auch an die wohlwollende Gemeinde Frenkendorf, den aktiven lokalen Naturschutzverein NVF, der Baufirma Wenger und allen Handwerkern für die umweltschonende fachliche Umbauausführung.
 

 
 

+++ 26.04.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Seit Anfang April läuft das Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
Anfang April hat das diesjährige Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp auf Zypern begon-nen. Wir berichten bewusst zeitverzögert, da auch unsere Vogelschutz-Kontrahen-ten auf Zypern regelmässig unsere Homepage besuchen.
 
Seit mehreren Jahren treffen unsere ehrenamtlichen  Vogelschützer jeweils bereits Ende März auf der «Sonneninsel» ein, um vor der Zugvogelmord-Hochsaison die aktuelle Vogelfang-Situation zu über-prüfen und die entsprechenden Mass-nahmen abzustimmen. Nach nur sieben Einsatz-Tagen hatten unsere Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord und die ortskundigen Vogelschützer bereits knapp 200 uns bekannte Fangplätze aufgesucht und kontrolliert.
 
Aktive Fangplätze wurden in den ersten Tagen, wie vermutet, sehr wenige gefunden. Jedoch wiesen einige Fangplätze deutliche Spuren von Fangplatz-Vorbereitungen wie frisch zugeschnittene Büsche und Bäume auf.
 
Aufgefallen ist unseren Vogelschützern dabei ganz besonders die vermehrte Neuanlage von kleinen wassergefüllten Vogeltränken, die sich auf einer frühjahrstrockenen Insel wie Zypern als hocheffiziente Zugvogel-Anlockmethode erweist. Die Leimruten werden um die Tümpel in den Boden gesteckt oder als Sitzstange platziert, die den Zugvögeln als idealer Landeplatz zum Erreichen des Wassertümpels und zur Wasseraufnahme dienen.
 
Jedes Jahr werden auf Zypern Hundertausende Zugvögel mit klebrigen Leimruten und feinmaschigen für Vogelaugen kaum sichtbaren Fangnetzen auf brutale, quälerische Art
und Weise gefangen und getötet, um sie in lokalen Restaurants als Delikatesse unter dem Namen «Ambelopoulia» zu verkaufen. Das ist der griechische Name für die
Mönchsgrasmücke, einen unserer schönsten Sänger unter den Zugvögeln.
 
Seit Beginn unserer mehrere Wochen andauernden Winter-Vogelschutzcamp-Aktivitäten auf Zypern hat der illegale Zugvogelfang im Frühjahr spürbar nachgelassen, da wir regelmässig die zuständigen Polizeieinheiten mit Vogelfangplatz-Informationen versorgen und teils direkt am Fangplatz auf den Einsatz der Polizei warteten. Unsere anhaltende Präsenz vor Ort ist aber weiterhin notwendig und dafür arbeiten auch in diesem Frühjahr wieder bis zu 14 ehrenamtliche Vogelschützer für gesamthaft knapp zwei Monate im Tages- und Nachteinsatz zum Schutz der Zugvögel.


 

 
 

+++ 20.03.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Frenkendorf (BL) +++


Bauarbeiten an unserem
2. Artenschutzturm im Endspurt

Die Tage werden wieder länger und die ersten Singvögel kündigen den ersehnten Frühling an. Mit ihren wunderbaren, vielfältigen Gesängen besetzen die Vogelmännchen nahrungsreiche Reviere und präsentieren sich den Weibchen. Rechtzeitig zur Brutzeit soll daher auch unser neuer Artenschutzturm in Frenkendorf (Baselland) fertig
umgebaut sein. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten, ausgeführt durch regionale Handwerker, sind nun bald abgeschlossen. Der neue Artenschutzturm präsentiert sich dann im neuen Gewand mit diversen in die Fassade einge-bauten Holzbeton-Nistkästen zu allen Seiten des Turmes. Dabei wurde darauf geachtet, dass gesellige Vogelarten wie der Haussperling mehrere Bruthöhlen beieinander haben und «Einzelgänger» wie beispielsweise der Hausrotschwanz ihre Brutplätze in isolierter Lage vorfinden.
Besondere Beachtung erhielt die Förderung der Mauersegler mit gesamthaft 16 Nisthilfen. Einst brütete eine kleine Mauersegler-Kolonie auf der Südseite des Trafoturmes, die ihre Brutplätze schliesslich wegen des starken Turmverfalls verlassen musste. Neu werden Mauersegler auf drei Seiten des Artenschutzturmes Einflüge zu optimierten Bruthöhlen vorfinden. Dabei wurden die von der ehemaligen Mauersegler-kolonie bereits bestehenden und qualitativ guten Nistkästen nicht etwa entsorgt, sondern vom Zimmermann restauriert und entsprechend des neuen Brutplatz-Standortplans passend zugeschnitten und konnten somit wiederverwendet werden.
 
Um das Klima im Turminnern trocken und für die tierischen Gebäudebewohner optimal zu halten, musste das Dach saniert und beschädigte Dachziegel ersetzt werden. Statt das Dach gänzlich zu verschliessen, wie es leider unüberlegt, aber auch häufig ganz bewusst bei Dachsanierungen gemacht wird und damit vielen Siedlungstieren wichtige Brutnischen und Versteckmöglichkeiten genommen werden, belassen wir die Ecken und Kanten am Dachüberstand offen, sodass sich Spatz und Co. auch dorthin zurückziehen können.

 
 

+++ 08.03.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Sardinien / Italien +++


2. Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Sardinien beendet
Erstmals wurde im Februar in Südsardinien ein Zugvogelschutz-camp durchgeführt und dank des effizienten Einsatzes unserer Vogelschützer in Kooperation mit der italienischen Forstpolizei auch erfolgreich abgeschlossen. Mit Eintreffen der Zugvögel auf Sardinien im Spätherbst wurden von November bis Ende Dezember besonders Singdrosseln, Amseln und Rotkehlchen gewildert. Die werden zu den Weihnachts- und Neujahrsfesttagen als lokale «Delikatesse» in Restaurants zu horrenden Preisen verkauft.
Der wirkungsvolle Einsatz unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord in Zusammenarbeit mit sardischen Vogelschützern und uns führte zu zahlreichen Strafanzeigen. Getrieben von Profitgier, verschoben einige Vogelfänger ihre illegale Aktivität auf die Wintermonate nach Weihnachten. Das blieb auch unseren Vogelschützern vor Ort nicht verborgen, doch waren früher operative Einsätze nach den Festtagen wegen fehlender Einsatzbereitschaft seitens der italienischen Forstpolizei nicht möglich. Letztes Jahr endlich, schafften es unsere italienischen Vogelschützer die Präsenz einer unabhän-gigen Forstpolizei-Einheit für derartige Spätwinter-Einsätze in Südsardinien zu erwirken.
 
So konnte diesen Februar erstmals ein strategisch organisiertes, polizeibehördlich unterstütztes Zugvogelschutzcamp durchgeführt werden. Elf Vogelschützer nahmen daran teil und durchkämmten in zwei Wochen die dornbuschbestandene Berglandschaft Süd-Sardiniens nach Baum- und Bodenschlingenfallen und Fangnetzen. Wegen fehlender Fangplatzkontrollen blieben bisher fünf umfangreiche aktive Fangpfade unentdeckt, von denen einer immerhin 60 Fangnetze enthielt! Alle fünf Wilderer konnten dank der investigativen Arbeit unserer Vogelschützer zusammen mit der Forstpolizei erwischt und überführt werden. 165 Fangnetze, hunderte Schlingen- und Dutzende Schlagfallen wurden sichergestellt.
Ein grosser Erfolg, dessen Kehrseite jedoch zeigt, wie umfangreich der illegale Vogelfang in Südsardinien noch immer betrieben wird, wenn sich den skrupellosen Vogelwilderern niemand engagiert in den Weg stellt.
 

 
 

+++ 03.03.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Messina / Sizilien / Italien +++


Messina Wildtier-Rettungsstation                       
Die grossartige Spendenunterstützung der letzten Wochen für die Arbeit der Messina Wildtier-Rettungsstation an der Strasse von Messina, Sizilien macht nicht nur 10 couragierte ehrenamtlich arbeitende sizilianische Wildtierschützerinnen, unsere 2 Bird Guards in unserem Zugvogel-Schutzgebiet „Pantani Cuba & Longarini“ und die Mitarbeiter der sizilianischen Forstpolizei glücklich, sondern hilft ganz besonders den vielen dort verletzt eingelieferten Zugvögeln wie Rohrweihe, Wespenbussard und Zwergadler, die entlang der Strasse von Messina und in den sizilianischen Feuchtgebieten noch immer sinnlos und illegal geschossen werden.

Singvögel wie Stieglitze, Bluthänflinge und Kernbeisser werden in den Waldgebieten der Peloritanischen Berge verbotenerweise aus Profitgier gefangen und auf Märkten zu stolzen Preisen verkauft. Meist enden diese Singvögel dann in tierqäulerisch engen Käfigen, in denen sie ein elendes Siechtum fristen, bis der Tod sie erlöst.

Dank den vielen Spenderinnen und Spendern, die sich mit der Zugvogelschutzarbeit von Anna und ihren 9 Mitstreiterinnen derart solidarisch gezeigt haben! Das wird ihr und den anderen stillen Heldinnen, die von der sizilianischen Politik und Gesellschaft  ignoriert und schnöde allein gelassen werden, Kraft und Rückhalt für ihr weiteres Artenschutz-Engagement an einem der wichtigsten Zugvogel-Hotspots entlang der Mittleren Vogelzugroute geben.

Wir schaffen nun mit Spendengeldern für die kommenden Monate und Jahre den finanziellen Rückhalt, der für diese aufopferungsvolle Wildtierrettungsarbeit an diesem Kampfplatz des Vogelmordens so dringend nötig ist. Wir werden auch die wegen Geldmangels verschlissene technische Ausrüstung der Wildtier-Rettungsstation auf Vordermann bringen, damit die Gesundungschancen der überwiegend durch Abschuss verletzten Greifvögel substanziell verbessert werden und die Freilassungsrate gesund gepflegter Zugvögel erhöht werden kann

 
 

+++ 15.02.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Frenkendorf +++


Beginn der Bauarbeiten an unserem 2. Artenschutzturm
Ende Januar haben mit der Einrüstung des ausgedienten Trafoturmes in Frenkendorf die Bauarbeiten an unserem 2. Artenschutzturm in der Schweiz begonnen. Nach Erhalt der Baubewilligung Ende Dezember 2017 von der unserem Artenschutzprojekt sehr wohlgesinnten Gemeinde und dem Engagement einer lokalen Baufirma, die unseren Stiftungsanliegen entsprechend Wert auf eine Artenvielfalt fördernde Baupolitik und den schonenden Umgang mit unseren Umweltressourcen Wert legt, wurden am ausgedienten Trafoturm bereits die Mauern für den Einbau der Nistkästen für diverse Vogelarten durchbrochen.
 
Hausumbauten, Dachsanierungen und Wärmedämm-Massnahmen vernichten jedes Jahr zigtausende Nistplätze, Tagesverstecke und Überwinterungsquartiere für viele verschiedene Gebäude bewohnende Tierarten. Die Folge sind allerorts feststellbare Bestandseinbrüche in den Populationen. Über Jahrhunderte der menschlichen Kultur folgend, haben sich diese Tierarten an ein Leben in unseren Siedlungen angepasst und können nicht in einen anderen Lebensraum, wie beispielsweise dem Wald, ausweichen.
 
Für diese akut bedrohten, Gebäude bewohnenden Siedlungstierarten steht unser neuer «Artenschutzturm» als wahre Rettungsinsel. 9 Röhren-Nistkästen werden gezielt zur Förderung für Meisen und Sperlinge eingebaut, 6 Halbhöhlenbrüter-Nistkästen werden Staren, Bachstelzen und Hausrotschwänzen neue, geschützte Brutmöglichkeiten anbieten und für Mauersegler führen an 3 Turmseiten gesamthaft 20 Einfluglöcher in für die Segler optimale Bruthöhlen zur erfolgreichen Jungenaufzucht.
Auch für die stark bedrohten Fledermäuse wird unser neuer, zweiter Artenschutzturm in der Schweiz sichere Ruhe- und Überwinterungsplätze in speziellen, mit Holzbeton angefertigten Fledermaus-Quartieren anbieten und damit einen wichtigen Artenschutz-Beitrag leisten, bedenken wir, dass 4/5 der in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten stark gefährdet und teils gar vom Aussterben bedroht sind.
 

 
 

+++ 09.01.2018 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: Beginn 2. Winter-Zugvogelschutzcamp

Seit 07.01.2018 sind wir wieder auf Zypern im Einsatz und haben damit unser zweites mehrwöchiges Zugvogelschutzcamp in diesem Winter 2017/2018 begonnen. Weil die traditionell massenhaft gefangenen Mönchsgrasmücken den Winter in Nordafrika verbringen, konzentrieren sich die Vogelwilderer auf Singdrosseln, die auf der Insel überwintern. Die Fangtechniken für diese Zugvögel sind aber gleich: elektronische Geräte spielen den Gesang der Singdrossel während der ganzen Nacht ab und locken die Zugvögel in die zwischen Baumreihen und Büschen aufgebauten Netzfanganlagen und auf Leimruten in den eigens dafür zugeschnittenen Büschen.
 
Das derzeitig im Einsatz befindliche Team aus 6 Vogelschützern aus Slovenien, Grossbritannien und der Schweiz hat bereits in den ersten zwei Nächten 11 aktive Fangplätze gefunden. 7 davon auf britischem Boden, wo mehrheitlich die grossen Fangplätze mit bis zu 25m langen Netzen zu finden sind. Diese wurden der britischen Anti-Wilderei-Spezialeinheit gemeldet, die alle Fangplätze aufsuchte und die Netze abräumte. Die Vogelwilderer konnten leider entwischen, mussten jedoch ihre „Beute“ zurücklassen. Abgesehen von 1 Amsel und 1 Mönchsgrasmücke waren alle anderen Singdrosseln. Sie konnten allesamt gerettet und wieder in die Freiheit entlassen werden.
 
Dank unserer unnachgiebigen Einsätze und damit verbundenem Medienaufruhr über die massive illegale Zugvogeljagd auf dem britisch regierten Teil Zyperns hat das britische Militär die Ressourcen zur Bekämpfung des illegalen Vogelfangs aufgestockt und die Verfolgung der Vogelwilderer auf ihre Prioritätenliste gesetzt. Die Erfahrungen, die wir im ersten Winter-Vogelschutzcamp im Dezember 2017 und im jetzigen mit der britischen Anti-Wilderei-Polizei gemacht haben, sind überaus positiv. Sehr erfreulich ist auch, dass selbst die lokale britische Polizei, die nicht in der Anti-Wilderei ausgebildet ist und auch über keine entsprechende Ausrüstung verfügt, zunehmend aktiv wird und eigenständig Vogel-Fangplätze aufsucht und räumt.
 
Erfreulich war die heutige schnelle Reaktion der Forstpolizei. Nach der erschöpfenden Nachtarbeit auf britischem Territorium hörte eines der Vogelschützer-Teams, wie in der Republik Zypern illegalerweise auf mit elektronischem Lockgerät angelockte Singdrosseln geschossen wurde. Daraufhin wurde die Forstpolizei angerufen, die ohne langes Zögern den Jäger aufsuchte, ihn mit auf die Polizeistation nahm und ihn mit 500 Euro Bussgeld bestrafte. Dem Jäger wurde das Gewehr bis zur Bezahlung der Geldbusse entzogen. Bezahlt der Jäger die Busse nicht binnen eines Monats, erhöht sich diese auf 750 Euro.  

Aktuelle Ergebnisse des Zugvogelschutzcamps Januar 2018:

 
 

+++ 24.12.2017 +++
+++ Basel /Schweiz +++ Bielefeld / Deutschland +++ Ragusa /Sizilien / Italien +++


Unsere von Herzen kommenden Weihnachts- und Neujahrsgrüsse
Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die unserer Stiftung gewährte Unterstützung und die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit wünschen wir all unseren treuen Spenderinnen & Spendern, unseren langjährigen Förderern, unseren Artenschutz-Projektpartnern und unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz, in Deutschland, auf Sizilien (Italien) und Zypern und allen ehrenamtlich arbeitenden Artenschützern ein gesegnetes Weihnachtsfest mit frohen, unbeschwerten und besinnlichen Stunden im Kreise lieber Menschen und ein gutes, gesundes, friedvolles und erfüllendes Neues Jahr 2018.
---------------------------------------------
Heartfelt Season Greetings
To all our generous donors, our long standing sponsors, our project partners, our staff in Germany, Switzerland, Sicily (Italy) and Cyprus and all our volunteers involved in biodiversity and bird protection activities our best wishes for a Merry Christmas, happy holidays and a healthy, joyful and challenging
New Year 2018.

 
 

+++ 06.10.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


5. Zypernreport Herbstcamp 2017
Wie im letzten Zypernreport berichtet, stellen wir in diesem Herbst-Vogelschutz-camp deutlich geringere Zugvogel-Fangaktivitäten fest. Im Vergleich zum letztjährigen Herbstcamp wurden ca. 30% weniger aktive Vogelfanganlagen gefunden und ca. 50% weniger Leimruten und Fangnetze abgebaut. Besonders auffällig ist das im Britischen Hoheitsgebiet auf Zypern, der Sovereign Base Area (SBA), das von der britischen Polizei kontrolliert wird. Während wir letztes Jahr dort noch 20 elektronische Lockgeräte in einer einzigen Nacht feststellen konnten, sind jetzt pro Nacht maximal 6 Lockanlagen aktiv.

Trotzdem hat es die SBA-Polizei bisher nicht geschafft, den grössten Vogelfänger in ihrem Hoheitsgebiet auf frischer Tat zu überführen. Fast jede Nacht war der elektronische Gesang der Mönchsgrasmücke aus seinem privaten Obstgarten zu hören und jedes Mal meldeten wir dies der SBA-Polizei. Die Aktion endete jeweils damit, dass nur die Lockgeräte und im besten Fall auch die Fangnetze entnommen wurden. Darauf angesprochen, erfuhren wir von der Anti-Wilderei-Einheit, dass zwei ihrer Polizeibeamten bereits seit Wochen mit schriftlichen Nachrichten bedroht werden und diese und ihre Familien seither unter Polizeischutz stehen.
 
Der auf britischem Hoheitsgebiet ausser Kontrolle geratene illegale Vogelfang scheint nun endlich von der dort zuständigen Polizei mit konkreten Massnahmen systematisch bekämpft zu werden. Dies nicht zuletzt wegen der anhaltend negativen Medienberichte, die auf Informationen unserer Vogelschutzaktivisten über Schüsse auf Aktivisten, halsbrecherische Autoverfolgungsfahrten durch Vogelwilderer, massive Drohungen und physische Gewalt gegen Vogelschützer basieren!
 
Mit der  Anschaffung und dem Einsatz einer High-Tech-Drohne durch die Britische Polizei soll die Verfolgung von Vogelwilderern effizienter werden. Ein erster Erfolg wurde uns bei einem Treffen mit der britischen Polizei präsentiert. Drohnen können zwar eine operative Einsatz-Unterstützung leisten, aber nicht die schnelle Aktion einer Boden-Einheit ersetzen, wenn wir in unseren Nachteinsätzen der britischen Polizei eine Straftat melden und Unterstützung erfordern.
 
Die aktuellen Ergebnisse des Zypern-Herbstcamps 2017:

 
 

+++ 04.10.2017 +++
+++ Granelli, Sizilien, Italien +++ Basel, Schweiz +++


Grosse Müllsammel-Aktion in den Pantani Cuba und Longarini
Am Sonntag, 01.10.2017 verbrachten 30 ehrenamtliche sizilianische Naturschützer aus Ragusa, Ispica, Catania, Pachino-Granelli und Noto ihren freien Tag damit, mittels kräfteraubender ehrenamtlicher Müllsammlung ihre intensiven Studien über illegale Müllentsorgung in der trockengefallenen Lagune Pantano Longarini an der Südostküste Siziliens zu vertiefen. 
Der Anlass war perfekt gewählt, denn der Sonntag war immerhin der internationale Tag der Vogelbeobachtungen, die in der Pantani-Region entlang der Küste Siziliens früher oftmals von illegalen Müllbergen praktiziert wurden.  

Wie schon bei früheren Müllsammlungen in den inzwischen im Eigentum unserer deutschen Schwester-Stiftung befindlichen  Feuchtgebietsflächen Pantano Cuba und Pantano Longarini nahmen die illegal in die Lagunen entsorgten Müllmassen kein Ende. Das Ergebnis nach 8 Stunden Einsatz schlägt selbst ambitionierte Müllmengen-Erwartungen: Nur dank der kostenfreien Entsorgung durch die Müllabfuhr der Stadt Ispica (https://www.comune.ispica.rg.it/) auf eine legale Mülldeponie in der Region ist zumindest der südliche Teil der ausgetrockneten Lagune Pantano Longarini wieder in einem frühherbstlich naturnahen Zustand.

Seit Montag hat in der Pantani-Region der erste Regen seit 4 Monaten eingesetzt und mit steigendem Wasserspiegel werden auch die Wat-und Wasservögel wieder zurückkehren und diesmal müllfreie Uferbereiche zur Rast und Nahrungssuche nutzen können. Den ehrenamtlichen Vogelschützern und unseren Bird Guards sei Dank!

 
 

+++ 30.09.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


4. Zypernreport Herbstcamp 2017
Der Herbst-Singvogelzug erreicht jetzt von Ende September bis Anfang Oktober seinen Höhepunkt und auch nach fünf Wochen Einsatz sind die ehrenamtlichen Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung noch immer jede Nacht und nach Sonnenaufgang in den zypriotischen Distrikten Larnaca und Famagusta unterwegs.
 
Auch unsere Projektmanagerin ist vor Ort und berichtet von einer geringeren Anzahl aktiver Zugvogel-Fangplätze im Vergleich zum Vorjahr. Die Vogelwilderer allerdings gebärden sich sehr viel aggressiver als in früheren Jahren, riskieren sie doch nach der im Juli 2017 erfolgten Gesetzesänderung (Auf- weichung), der Herabstufung des illegalen Vogelfangs von einer Straftat auf eine Ordnungswidrigkeit, nur noch Geldstrafen - und die zahlen sie locker aus dem Profit der in den Folgenächten erbeuteten Zugvögel.
 
Mut macht die deutlich besser auf die Vogelwilderei agierende lokale Polizei:
Wo früher auf unsere Unterstützungsbitten noch mit Unmut reagiert wurde, wir oft Stunden mit hohem Risiko vor illegalen Fangplätzen auf Streifenwagen warten mussten oder die Polizeibeamten die Vogelfänger nicht kontrollieren wollten, erleben wir jetzt eine schnelle und positive Kooperation. Bei einer Konfrontation mit sieben Vogelfängern in Anwesenheit der lokalen Polizei erneuerte diese nach beruhigter Situation ihr Hilfsangebot für uns im Einsatz gegen den illegalen Vogelfang und drückte ihre Anerkennung für unsere Arbeit aus!
 
Das macht Mut und nährt zaghaft die Hoffnung, das illegale Vogelmorden auf Zypern eines Tages endgültig beenden zu können! Bis dahin wird es noch ein beschwerlicher Weg bleiben, den wir aber konsequent zu Ende gehen werden!

Die aktuellen Ergebnisse des Zypern-Herbstcamps 2017:

 
 

+++ 19.09.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 3. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Ende letzter Woche wurde ein Vogelschützer-Team während eines Einsatzes in Paralimni von einem aggressiven Vogelwilderer mit einem Gewehr an Leib und Leben bedroht. Der Wilderer schoss zuerst mehrere Schüsse in die Luft, schliesslich richtete er die Waffe auf die Vogelschützer und schrie „Die nächsten sind für euch, ich möchte euch um euer Leben rennen sehen!“
 
Das Vogelschützer-Team, zwei Männer aus Italien und zwei Frauen aus Grossbritannien, hatten an jenem Morgen im Distrikt Famagusta in einer nicht umzäunten Gartenanlage mehrere Leimruten entdeckt. Die Vogelschützer nahmen Beweismaterial auf und waren dabei, die Polizei anzurufen, als der Vogelwilderer mit einer Waffe erschien.
 
Nach einigen Schüssen in die Luft richtete der die Waffe auf Fusshöhe der Vogelschützer und gab zwei gezielte Schüsse ab. Die Vogelschützer blieben glücklicherweise unverletzt! Die zur Hilfe gerufene Polizei, die sage und schreibe 50 Minuten Zeit benötigte, um am Tatort einzutreffen, nahm den ca. 50-jährigen Wilderer nach langer Diskussion schliesslich mit auf die Polizeistation, vor der sich innerhalb kürzester Zeit eine Demonstranten-Gruppe von 60 Vogelwilderern einfand und lautstark die Freilassung ihres Sinnungsgenossen verlangte!
 
Diesen lebensbedrohenden Angriff auf die ehrenamtlichen Vogelschützer unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord dürfen Zyperns Politiker nicht mehr ignorieren! In einem Brand-Brief an den Justizminister der Republik Zyperns haben wir den in den zypriotischen Medien falsch dargestellten Vorgang klargestellt, einmal mehr die kompromisslose Verfolgung der illegalen Vogeljagd gefordert und verlangt, dass unseren Vogelschützern täglich ein Team der Anti-Wilderei-Polizei (APS) für eine wirkungsvolle Kooperation zur Verfügung steht.
 
Unterdessen, so können die skrupellosen Vogelfänger versichert sein, suchen wir weiter Tag und Nacht nach illegalen Fangnetzen und Leimruten und melden weiterhin jede einzelne Fangstelle der Polizei.

Herbst-Vogelschutzcamp – Ergebnisse per 21.09.2017

 
 

+++ 12.09.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 2. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Im Zugvogelschutzcamp auf Zypern sind am 10.09.2017 während eines Einsatzes zwei Vogelschützer des Komitee gegen Vogelmord angegriffen worden. Sie wurden von 3 kriminellen Vogelwilderern fast 2 Stunden festgehalten, dabei wurden ihnen ein Mobiltelefon, ein Tablet und eine SD-Speicherkarte mit Beweismaterial gestohlen.
 
Schlussendlich kamen die beiden Vogelschützer aber unverletzt frei. Die Vogelwilderer wurden der Polizei gemeldet. Mit zunehmendem Vogelzug werden die Vogelwilderer auch zunehmend aktiver, was an den Ergebnissen des laufenden Vogelschutzcamps abzulesen ist.
 
Im Gegensatz zur „Vogelfang-Saison“ im Frühjahr, wo dank unseres langjährigen gemeinsamen Zugvogelschutz-Engagements ein messbarer Rückgang des illegalen Vogelfangs festzustellen war, finden unsere Vogelschützer im Herbst leider überall entlang der Südostküste Zyperns große Vogelfangplätze, ausgestattet mit bis zu 30 m langen Fangnetzen und dutzenden Leimruten.
 
Als Ergebnis der nächtlichen Observierungs- und Fangplatzüberwachungsarbeit konnten vier Vogelwilderer nach Hinweisen der Vogelschützer überführt werden. Die Strafen können sich endlich sehen lassen: Für das Aufstellen von Leimruten, elektronischem Lockgerät und lebend an Leimruten vorgefundenen Singvögeln wurden zwei Vogelwilderer mit einer Busse von einmal 2'500 Euro und einmal 4‘000 Euro bestraft. Der dritte Wilderer wurde mit 2 Fangnetzen, einem elektronischem Lockgerät und gefangenen Singvögeln erwischt und muss mit einer Busse von 3‘500 Euro rechnen.  Der vierte Wilderer erhielt für das illegale Töten eines Feldhasen und wegen illegalen Vogelfangs immerhin eine Busse von 11'000 Euro! Der Druck auf die Vogelfänger steigt spürbar!
 
Hier die aktuellen Ergebnisse des Herbst-Vogelschutzcamps:

 
 

+++ 08.09.2017 +++
+++ Granelli, Sizilien, Italien +++ Basel, Schweiz +++


Herbst-Vogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-Schutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Mit fortschreitendem Herbst nimmt die Individuenzahl und Vielfalt der Arten,
die in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantani Region“ auf Sizilien Rast und Nahrung suchen, immer schneller zu.

Nicht zuletzt wegen des illegalen winterlichen Baggereinsatzes am Auslaufkanal der Lagune Pantano Longarini, der zum Abfluss von Millionen von Litern Süsswasser ins Mittelmeer geführt hat, ist die Lagune Pantano Longarini im Spätsommer bis auf wenige tiefe Wassergräben komplett trocken gefallen. Zwangsläufig konzentriert sich die grosse Anzahl Wasser-, Wat-, Schreit- und Stelzvögel auf die allmählich ebenfalls austrocknende Lagune Pantano Cuba, deren Wasserfläche von 54 ha (540.000 m²) auf ca. 12 ha (120.000 m²)  geschrumpft ist. Das flacher werdende Wasser und die grossen feuchten Schlickflächen bieten den vorgenannten Vogelarten beste Nahrungsbedingungen. In den letzten Tagen hat auch die Zahl der Rast suchenden Singvogelarten in unserem Zugvogelschutzgebiet stark zugenommen und wird etwa Ende September bis Mitte Oktober ihren Höhepunkt erreichen.

Unser nun schon auf 313 ha Fläche angewachsenes Grundstücks-Eigentum wird von unseren hauptamtlichen Bird Guards und vielen ehrenamtlichen Vogelschützern konsequent bewacht und gehört damit entlang der Südostküste Siziliens für mehr als 210 Vogelarten zu den sichersten Zugvogel-Rast- und Nahrungsplätzen!

Diese positive Situation steht leider ganz im Gegensatz zu den anhaltenden Massakern und dem millionenfachen Vogelmord an Zugvögeln im Mittelmeerraum. Unsere Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord, die derzeit im Libanon an äusserster Vogelmord-Front im gefährlichen Zugvogelschutzeinsatz sind, berichten von tausendfachem sinnlosem Abschuss von in Mitteleuropa schon selten gewordenen Greifvogelarten wie Wespenbussard und Rohrweihe!

Freuen wir uns, dass wir dank grossherziger und langjähriger Spendenunterstützung durch engagierte und treue Spenderinnen und Spender wenigstens die Mittlere Vogelzugroute an einem der wichtigsten Zugvogel-Hotspots ein wenig sicherer machen können.

 
 

+++ 04.09.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 1. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Bereits am 26.08.2017 hat das dies- jährige Herbst-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord mit operativer und finanzieller Unterstützung unserer Stiftung begonnen. Wir sind in diesem Jahr 2 Wochen früher auf Zypern, um auch in der Frühphase des herbstlichen Vogelzugs vor Ort Flagge zeigen zu können.
 
Schon die Erfahrungen der ersten Tage haben gezeigt, dass wir unser Vogel- schutzcamp nicht einen Tag zu früh begonnen haben: Im Britischen Militärgebiet Dhekelia fanden unsere Vogelschützer bereits eine riesige Zugvogelfangstelle mit 6 grossen fangaktiv aufgebauten Fangnetzen.
 
Zusammen mit der Polizei konnten daraus 30 Zugvögel gerettet werden, darunter alleine 10 Nachtigallen! Die illegale Vogelfanganlage wurde abgebaut und vernichtet.
 
Unser diesjähriges Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern ist derzeit auf 6 Wochen „Einsatzzeit“ angelegt. Folglich planen wir, erst Mitte Oktober - zum Ende des Vogelzugs - die „Sonneninsel Zypern“ wieder zu verlassen.

 
 

+++ 09.08.2017 +++
+++ Granelli, Sizilien, Italien +++ Basel, Schweiz +++


Gluthitze-Liebhaber in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich die Temperaturen seit Tagen eher wie Frühherbst anfühlen, erlebt Südeuropa und ganz besonders der Süden Siziliens eine Gluthitze, die es so lange schon seit fast 30 Jahren nicht mehr gab. Seit Wochen nun schon liegen die Tagestemperaturen bei bis zu + 41° C, die selbst nachts kaum noch unter + 25° C sinken mit einer relativen Luftfeuchtigkeit, die selten über 45% ansteigt.

In unserem Zugvogelschutzgebietsteil Pantano Cuba gibt es aber auch für diese Wetterbedingungen ausgesprochene Liebhaber, die nach einem Sonnenbad erst abends richtig aufdrehen und dann keine Maus, keine Heuschrecke und auch keinen Käfer ungeschoren lassen: Reptilien! 

Deren Bestand hat sich in unserem Zugvogelschutzgebiet seit unseren umfassenden Müllsammelaktionen, den umfangreichen Biotopsanierungsarbeiten und einer extensiven Uferwiesennutzung als Mähwiese und zur Offenland-Beweidung durch Esel wunderbar erholt. So tragen diese übrigens durchweg „ungiftigen“ Reptilien ganz wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht  in den inzwischen schon 313 ha Eigentumsflächen umfassenden Schutzgebiet „Pantani-Region“ unserer deutschen Schwesterstiftung an der Südostküste Siziliens  bei!

Nagetiere, Insekten und Schnecken, die allerorten mit Chemie und Giften bekämpft werden, schaffen in unseren Schutzgebietsflächen in Sizilien eine wertvolle Nahrungsbasis für Reptilien. 

 
 

+++ 28.07.2017 +++
+++ Basel / Sizilien +++


Südeuropa brennt… Brandstiftung in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantano Longarini“
 
Die aktuelle Brandsituation in Südeuropa ist sehr ernst, teils ausgelöst durch extreme Trockenheit und Fahrlässigkeit, teils aber auch durch gezielte Brandstiftung zur Vertuschung von illegalen Land-schaftsmanipulationen wie z. B. Müllentsorgung. Leider war auch unser Zugvogelschutzgebiet-Teil „Pantano Longarini“ im Juli Gegenstand eines gezielten Brandanschlags, der nach Überzeugung unserer sizilianischen „Bird Guards“  in die Kategorie „Racheakt für von uns verhinderte Fisch- und Vogelwilderei“ fällt. Nur 30 Minuten nach einer von unseren Bird Guards beendeten Fischwilderei-Aktion brannte es in der Macchia an den Uferbereichen unseres Zugvogelschutzgebiets.
 
Da die gerufene Feuerwehr wegen der Vielzahl von Bränden in der Südostküsten-Region nicht sofort einsatzbereit war, nahmen wir die Brandbekämpfung zunächst in die eigenen Hände und es gelang uns zumindest, den Brandherd zwischen zwei breite Wassergräben zurückzudrängen. Die dort auf ca. 0,5 ha brennende mediterrane Gras- und Strauchvegetation wurde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgreich von einer mobilen Brandbekämpfungseinheit der überregionalen Feuerwehr gelöscht.
 
Die gemachte Brandstiftungs-Erfahrung werden wir in Aktion umsetzen und unsere „Bird Guards“ zumindest für kleinere, im Frühstadium befindliche Brandherde entsprechend aus- und aufrüsten.
 

 
 

+++ 21.07.2017 +++
+++ Basel / Sizilien +++


Adlerschutzcamp 2017 sichert Habichtsadler-Bruterfolg

Das diesjährige Adlerschutzcamp für die stark bedrohten Habichtsadler auf Sizilien ging nach 4-monatiger Einsatzzeit Ende Juni mit den letzten erfolgreich ausge-flogenen Jungadlern zu Ende.
Nun liegen die aktuellen Ergebnisse vor und wir können berichten, dass 20 Habichtsadler-Brutpaare dank des „Rund-um-die-Uhr“ Einsatzes von 61 ehrenamt-lichen Vogelschützern erfolgreich 29 Jungadler aufziehen konnten. Den Vogelwilderern gelang kein einziger Nestraub.
5 Adlerschützer-Teams überwachten gesamthaft 53 Habichtsadler-Horste. Die wegen ihres Standorts für Nestraub durch Vogelwilderer besonders gefährdeten Adlerhorste wurden mit Feldstecher und Fernrohr beobachtet und zusätzlich mit jeweils 2-3 Fotofallen-Kameras überwacht. Eine Kamera pro Adlerhorst wurde jeweils für Wilderer sichtbar aufgebaut, als deutlichen Hinweis, dass der Nistplatz überwacht ist.
Unter dem Druck unserer Adlerschutzcamps weichen die Vogelwilderer leider vermehrt auf die Plünderung von Lannerfalken-Nestern aus. Sizilien beherbergt über 30% dieser sehr seltenen Falken-Unterart. Deshalb wurden deren Nester so oft wie möglich von unseren Adlerschützer-Teams mitkontrolliert. Im kommenden Jahr werden wir gemeinsam mit unseren Freunden von der Sizilianischen Greifvogelschutzorganisation „Gruppo Tutela Rapaci“ daher auch den Lannerfalkenschutz verstärken und ausweiten.
 
Wie wichtig die umfassende Präsenz von Adlerschützern und Fotofallenkameras ist, zeigen die häufigen Beobachtungen von Wilderern, die schon zu Beginn der Brutperiode auftauchen, die besetzten Adlerhorste inspizieren und einen Zugang suchen. Ein Vogelwilderer beschwerte sich beim sofortigen Auftauchen eines Adlerschützers mit den Worten „Ja, ist euch Vogelschützern denn das Geld noch nicht ausgegangen?!“
 
Nein, das Geld war uns noch nicht ausgegangen. So hoffen wir auch zukünftig auf die grossherzige Hilfe unser Spenderinnen und Spender für diese wunderbaren Kreaturen, damit wir die Vogelschutzcamp-Einsätze für die bedrohten Adler und zukünftig auch die Lannerfalken konsequent unterstützen können!
 

 
 

+++ 26.06.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++


Aktuelles offizielles Igel-Merkblatt erschwert Rettungsarbeit der Igel-Nothelfer

Die Igel-Mütter der Igel-Rettungsstationen Oberentfelden, Ebikon, Russikon und Winterthur müssen dieser Tage mit wenig Schlaf auskommen. Dutzende Igelbabies wurden in den verschiedenen Rettungsstationen abgegeben, welche die Igel-Nothelferinnen alle 2-3 Stunden mit spezieller Säuglingsmilch füttern müssen. Teilweise wurden die Igelbabies mit ihren Müttern abgegeben, doch verstarben diese in den meisten Fällen an ihren schweren Verletzungen im Gesicht und am Körper, die ihnen durch gedankenlos eingesetzte Fadenmäher bei der Garten- und Parkpflege zugefügt wurden.

Igel leben nicht im Wald, sondern in den Siedlungsbereichen unter Hecken und im Gebüsch. Dort bauen sie auch ihre Bodennester und bringen ihre Jungen zur Welt. Besonders zur Frühlings- und Sommerzeit, in der die meisten heimischen Tiere ihre Jungen werfen und aufziehen, muss man ein wenig Toleranz aufbringen und das Ausmähen von Gras und Krautwuchs mit Fadenmähern unter Büschen und Hecken zurückstellen oder - besser noch - ganz darauf verzichten!  Gras- und Krautsäume entlang von Hecken sind wertvolle Nahrungs- und Rückzugs-Biotope für Insekten, Kleinsäuger und eben auch Igel.

Fadenmäher und automatische Rasenmäher-Roboter führen dazu, dass die Igel-Mütter seit einigen Jahren mit schrecklichstem Tierleid konfrontiert werden; mit Igeln, denen das halbe Gesicht fehlt oder der Rücken halb durchschnitten ist. Diese Tragödie wird aktuell durch das  neue Merkblatt zur Igel-Notpflege, welches das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen dieses Jahr herausgegeben hat, dramatisch verschärft.
Demnach dürfen Nicht-Tiermediziner keine sedierenden oder euthanasierenden Substanzen mehr erhalten und zur Reduzierung von Tierleid einsetzen. Seit über 30 Jahren leisten die Igel-Mütter der Rettungsstationen nun schon Igel-Nothilfe, sind hochkompetent und Expertinnen in der Pflege und Rettung von Igeln. In Zusammenarbeit mit Tierärzten haben sie Tausende Igel gerettet und nun werden ihnen durch die neuen Igel-Richtlinien die Hände gebunden und eine Untersuchung und Behandlung von Igeln verunmöglicht.

Ohne einen Igel leicht zu sedieren, ist keine Untersuchung möglich, denn ein noch so kranker Igel kugelt sich ein - keine Chance so, den Igel auf Fliegenmaden, Schnittwunden oder andere Verletzungen zu untersuchen.

Unsere Stiftung ist mit den Igelmüttern im Austausch über die zu befürchtenden negativen Folgen bei der Igel-Rettungsarbeit durch das neue Igel-Notpflege-Merkblatt.
 

 
 

+++ 16.06.2017 +++
+++ Basel / Rümlang, Zürich +++


Feuerwehreinsatz für unter dem Dach eingeklemmten Mauersegler
 
Nach dem die Mauer- und Alpensegler dieses Jahr wetterbedingt mancherorts bis zu zwei Wochen später in ihren Brutgebieten eintrafen, sind sie jetzt laut rufend über unseren Köpfen in den Städten und Siedlungen zu hören, wo sie im Flug nach Nahrungsinsekten für ihre Jungen jagen. Dabei sind sie nicht nur Gefahren wie verspiegelten Gebäudefassaden ausgesetzt, sondern stehen immer mehr unter Druck geeignete Bruthöhlen zu finden, weil diese leider anhaltend bei Gebäudesanierungen zerstört werden. So zwängen sich die Segler in Storenkästen rein oder drücken sich unter die Dachgiebel, wo sie – wie hier auf dem Foto – eingeklemmt hängenbleiben.
Aufmerksame Bürger entdeckten den dort hängenden Mauersegler und riefen die Feuerwehr, die ihn vom Dach holen konnte und dem Tierrettungsdienst Zürich übergab. Der brachte den Seglerpatienten zur fachgerechten Behandlung direkt in die Segler-Rettungsstation von Silvia Volpi. Die Federn des verunglückten Seglers waren ziemlich zerzaust, aber zum Glück nicht stark beschädigt. Nach 10-tägiger fürsorglicher Pflege konnte der Mauersegler zurück in die 2. Freiheit entlassen werden.
 
Nicht soviel Glück haben Segler, die es mit Menschen zu tun haben, denen das Tierwohl nicht wichtig ist. So berichtete uns Silvia Volpi von einem schockierenden Fall in Dällikon (ZH) wo bei Gebäude-Sanierungsarbeiten mehrere Mauerseglernester rücksichtslos zerstört wurden. Um zu verhindern, dass während der Bauarbeiten die Segler erneut ihre Bruthöhlen anflogen, wurden diese mit einem Gitter zugesperrt. Anwohner alarmierten daraufhin die Feuerwehr, denn sie beobachteten, wie einige Segler immer wieder das Gitter anflogen, sich dabei sogar verletzten. Als die Feuerwehr das Gitter entfernte, entdeckte sie noch lebende, aber halb verhungerte Seglerjungen! Sofort wurden diese in die Rettungsstation von Silvia Volpi gebracht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG) eingeleitet!
 

 
 

+++ 31.05.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 erfolgreich beendet
 
Am Sonntag, den 07. Mai 2017 endete das diesjährige Frühjahrs-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord e.V. und der Stiftung Pro Artenvielfalt®  auf Zypern – das sehr erfolgreich war.
In diesem Jahr lag ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Vogelschützer auf dem regelmässigen „Monitoring“ der Fangplätze, an denen Leimruten oder Netze bereits einmal gefunden wurden. Teilweise kontrollierten die Vogelschützer dieselbe Fangstelle mehr als  20 Mal innert 5 Wochen. Es ging also nicht nur um die Befreiung von gefangenen Vögeln, sondern auch um eine verbesserte Schätzung der in Fanganlagen gefangenen und getöteten Zugvögel und aktualisierte Vogelfangdaten 
 
Zusammenfassung der Vogelschutzcamp-Ergebnisse:
 
Einsatz-Zeitraum: 25. März bis 07.Mai 2017
12 Vogelschutzaktivisten 44 Tage lang vor Ort
Unsere konstruktive Zusammenarbeit mit der Anti-Wilderei-Polizei-Einheit war in den letzten Jahren zunehmender Garant für unsere Erfolge im Kampf gegen den illegalen Vogelmord auf Zypern. Leider wurde die vereinbarte umfassende Zusammenarbeit mit der APS-Polizei durch polizeiinterne Zuständigkeits- und Abstimmungsprobleme im Verlauf des diesjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamps zunehmend ineffizienter und derart stark behindert, dass wir die Zusammenarbeit aufkündigen mussten. Danach sind unser Vogelschützer ihre eigenen Wege im Zugvogelschutz gegangen.  
 
„Steter Tropfen höhlt den Stein“  und so bleiben wir weiter am Ball – an den  „Hotspots“ des illegalen Vogelfangs auf Zypern, Sardinien und Sizilien.
 
Heute können wir allen Unterstützern und Förderern der Vogelschutzcamps auf Zypern mit Freude einen messbaren und anhaltenden Erfolg melden:

Im Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 waren noch knapp 31,1% der kontrollierten illegalen Fangplätze aktiv. In diesem Jahr waren es nur noch 21,6%!
 

 
 

+++ 03.05.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
Seit Beginn des Zugvogelschutz-Einsatzes auf Zypern haben unsere Vogelschützer-Teams bereits 251 Fangplätze kontrolliert. Davon waren 66 (das entspricht 26%) Fangplätze aktiv – d.h. mit fangbereit ausgelegten Leimruten bestückt. Das bedeutet im Vergleich zum letztjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamp mit 108 aktiv fest-    gestellten Fangplätzen einen bemerkenswerten Rückgang.
Abgeschreckt durch unsere gemein-     samen Einsätze mit der zypriotischen Anti-Wilderei-Polizei (APS) und durch die bereits gestellten Strafanzeigen, haben viele Vogelwilderer den illegalen und tierquälerischen Zugvogelfang zumindest vorübergehend eingestellt. Durch unsere intensivierten Kontrollen an den bekannten Fangplätzen wurde aber eine hohe Anzahl Leimruten gefunden.
Auch wenn unsere Vogelschützer die an Leimruten hängenden Vogelopfer stets sofort befreien, finden wir trotzdem fast jeden vierten Vogel tot auf. Bei den derzeit in Zypern herrschenden hohen Temperaturen halten die zarten kleinen Zugvögel nicht lange durch. Panisch und überhitzt sterben sie einen qualvollen Tod. Die meisten Vogelopfer sind Mönchsgrasmücken und Klappergrasmücken. Aber auch viele andere Vogelarten wie Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Balkanlaubsänger, Waldlaubsänger, Haussperling, Rotkehlchen, Nachtigall, Brillengrasmücke, Gelbspötter, Trauer-       schnäpper, Baumpieper, Maskenwürger, Rotkopfwürger, Steinschmätzer, Grauortolan, Wiedehopf und Zwergohreule wurden an Leimruten hängend gefunden.
 
Der Vogelzug auf Zypern ist bald beendet. Noch sind aber Zugvögel auf Zypern unterwegs und solange werden auch unsere Vogelschützer auf der Insel bleiben.       Sie werden weiter besonders nachts und am frühen Morgen nach elektronischen Lockanlagen suchen und die uns bekannten „Wiederholungstäter“ immer wieder kontrollieren. Weiterhin werden sie die Polizei einschalten, damit wir auch im näch-      sten Frühjahr sagen können: „Der illegale Vogelfang ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.“
 
Aktuelle Ergebnisse aus dem Zypern-Frühjahrs-Vogelschutzcamp:

 
 

+++ 24.04.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 2. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
Seit vier Wochen arbeiten inzwischen Teams von engagierten Vogel- schützern unserer Freunde vom „Komitee gegen den Vogelmord“ und unserer Stiftung auf Zypern gegen den illegalen Zugvogelfang. Im Frühjahr wird auf Zypern der illegale Vogelfang überwiegend auf traditionelle Weise mit Leimruten praktiziert, an denen die Zugvögel qualvoll oft stundenlang kopfüber hängen und teils auch elend ersticken. Die Leimruten werden in eigens dafür zugeschnittenen Büschen und Obstbäumen so ausgelegt, dass vom Vogelzug erschöpfte Gras- mücken, Fliegenschnäpper, Laubsänger, Rotschwänze und viele weitere, teils sehr seltene Singvögel, die Leimruten als attraktive Ruheplätze und Jagdansitze für die Insektenjagd wahrnehmen und sich darauf niederlassen. Eine Flucht von den klebrigen Leimruten ist nicht mehr möglich. Mit jedem Fluchtversuch wird der zähe Leim tiefer ins Gefieder verteilt. Der Leim wird aus dem eingedickten Saft einer Wildpflaumenart vermischt mit Honig für jede Zugvogelfangsaison frisch hergestellt und behält etwa 6 Wochen lang seine gnadenlos klebrige Wirkung.
 
Auch Vogelfangnetze werden derzeit auf Zypern von unseren Vogelschützern gefunden, diese jedoch auf dem britischen Hoheitsgebiet ESBA (Eastern Sovereign Base Area), wo die britische Anti-Wilderei-Polizei bislang sehr zögerlich gegen den illegalen Zugvogelfang vorging und nur selten die Vogelwilderer, auch wenn bekannt, anzeigte. Auf zypriotischem Boden wagen es die Vogelwilderer im Frühjahr dank unserer anhaltenden Vogelschutz-Einsätze und der effizient kooperierenden Anti-Wilderei-Polizei (APS) nicht mehr, ihre todbringenden Fangnetze aufzustellen. Für dieses Frühjahr können wir im Vergleich zu den Vorjahren immerhin einen Rückgang des Zugvogelfangs feststellen. Dies bestärkt uns in unserer Entscheidung, die starke Präsenz unserer Vogelschützer vor Ort auf Zypern über die gesamte Frühjahrs-Vogelzugzeit aufrecht zu erhalten.
 
Hier die aktuellen Ergebnisse aus dem Zypern-Frühjahrs-Vogelschutzcamp:

 
 

+++ 07.04.2017 +++
+++ Basel - Schweiz +++ Nikosia - Republik Zypern +++


Republic of Cyprus: Start of CABS/SPA Spring Bird Protection Camp, Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2017
 
Welcome to all Cypriot bird hunters and Cypriot bird poachers who visit our homepage for update information about our CABS/SPA Spring Bird Protection Camp. Wir begrüssen alle zypriotischen Vogeljäger und Vogelwilderer, die sich auf unserer Homepage über den Stand des diesjährigen CABS/SPA-Frühjahrs-Vogelschutzcamps informieren wollen.

Ja, wir arbeiten bereits seit Tagen mit kompletter Besetzung in unserem diesjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern. Und wie Sie sicher ebenfalls festgestellt haben, beginnt der intensive Vogelzug der insbesondere von Ihnen massiv gewilderten Mönchsgrasmücken erst heute.
 
Dank grosser finanzieller Solidarität unserer Spender und Förderer mit unseren Zugvogelschutzaktivitäten werden wir nun einmal mehr wochenlang und regelmässig Ihre illegalen Zugvogel-Fangplätze auf öffentlichem Gelände und auch in Ihren hoch eingezäunten privaten Fanggärten kontrollieren, per GPS dokumentieren und die erfassten Daten täglich Ihrer Anti-Wilderei-Polizeieinheit APS (Anti Poaching Squad) übergeben.
 
Unsere Vogelschützerteams werden auf öffentlichem Gelände nicht eine einzige aufgefundene Leimrute und auch kein Fangnetz stehen lassen. Versprochen!
 
Die aktuellen Vogelfang-Fotos zeigen unseren Bürgerinnen und Bürgern, wie rücksichtlos und tierquälerisch Ihre illegalen Zugvogelfangaktivitäten sind. Seien Sie versichert: Wir werden nicht nachlassen, bei Ihrer Regierung, unserer Regierung und der für den Naturschutz zuständigen EU-Kommission Druck auf Beendigung Ihrer illegalen profitablen Geschäfte mit getöteten Zugvögeln zu machen.
 

 
 

+++ 04.04.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++


Frühlingserwachen bei den Igeln
Der Frühling ist da! Zeit, sich nach draussen zu begeben. Danach fühlen sich auch die Igel, die aus ihrem knapp fünf Monate dauernden Winterschlaf erwacht sind und jetzt wieder bei Dämmerung zwischen den Hecken umherstreifen, um ihren grossen Hunger zu stillen. Den ganzen Winter über zehrten sie von ihren Fettreserven. Nicht jeder Igel konnte diese jedoch vor dem Winterschlaf reichlich füllen, so dass manch einer jetzt sehr geschwächt ist und dringend Futter benötigt. Zu dieser Zeit ist das Insektenvorkommen jedoch noch klein und wo ausgeräumte, wildblumenlose Gärten ohne Heckenstrukturen sind, da kommen schon gar keine Insekten mehr vor. Auf der Energie verbrauchenden Suche nach Nahrung werden die halbverhungerten Igel krank oder beim Überqueren der Strasse angefahren und schwer verletzt.

Die „Igelmütter“ der Rettungsstationen Oberentfelden, Russikon, Ebikon und Winterthur nehmen sich dieser stacheligen Patienten mit viel Liebe und Fürsorge und ohne „Wenn und Aber“  an und kümmern sich mit ihren engagierten Freiwilligenteams und selbstverständlichem Einsatz um die baldige Genesung dieser Igel. Auch diesen Winter kamen zahlreiche Igelpatienten in ihre rettenden Hände, gesamthaft knapp 390! Viele dieser Igel gingen nicht mehr in den Winterschlaf und mussten täglich versorgt werden. Eine viel Zeit beanspruchende Aufgabe, um die sich die fürsorglichen Igelretter aber keine Minute scheuen, wenn sie einem dieser faszinierenden Tiere ein zweites Leben in Freiheit schenken können.

Helfen Sie mit! Jetzt sind wieder vermehrt Igel tagsüber unterwegs, die halb verhungert nach Nahrung suchen. Wenn Sie eine solche Beobachtung machen, rufen Sie uns an, um nach Unterstützung für den Igel zu fragen.
 

 
 

+++ 22.03.2017 +++
+++ Pantani-Region, Sizilien +++


Fortschreitender Frühjahrsvogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-   schutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Mit fortschreitendem Frühling im Mittelmeerraum nimmt die Individuenzahl und Vielfalt der Arten der in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantani Region“ auf Sizilien rastenden und Nahrung suchenden Zugvögel immer schneller zu.
Den am Boden nach Nahrung suchenden  Singvogelarten wie Star, Haubenlerche, Schwarzkehlchen und Schafstelze bieten die von uns gezielt gemähten mehr als      6 ha Uferwiesenflächen und die derzeit in Offenlandhaltung von Eseln beweideten    5 ha Wiesenflächen ein optimales Nahrungsbiotop.                                          Am 17.03.2017 nutzten fast 100 Schafstelzen diese Wiesen!
Dank der starken Winter-Regenfälle sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini gut gefüllt und bieten den derzeit dort rastenden hunderten Enten und Tauchern von teils seltenen und stark bedrohten Arten einen sicheren und von uns geschützten Rast- und Nahrungsplatz. Dazu sehen Sie bitte nachstehend auch die aktuelle Enten-Zensus-Grafik, die eindrucksvoll zeigt, wie schnell verschiedene Wasservogelarten die Süsswasser-Lagunen unter konsequenten Schutzbedingungen wieder als Überwinterungsplatz nutzen.
 

 
 

+++ 17.03.2017 +++
+++ Südwest-Sizilien / Republik Italien +++


1. Report vom Habichtsadler-Schutzcamp 2017
Seit knapp 3 Wochen sind 4 sizilianische Vogelschützer in wechselnden Tag- und Nachtschichten im Habichtsadler-Schutz- camp rund um die Uhr im Einsatz. Diese werden von bis zu 30 ehrenamtlichen Adlerschützern wochentags und ebenso
an den Wochenenden und während der Feiertage vor Ort unterstützt.
 
Die diesjährigen Witterungsbedingungen auf Sizilien sind für das Adler-Brutgeschäft und die ab Mai beginnende Jungenaufzucht bisher günstiger als im Frühjahr 2016. Detaillierte Daten werden wir erstmals Anfang April 2017 nach unserer Rückkehr vom Adlerschutzcamp publizieren.
 
Aus den Horstplünderungsversuchen der letzten Jahre haben wir gelernt: neben der schon vor Brutbeginn an kritischen Horst-Standorten installierten elektronischen Überwachungstechnik setzen wir zusätzliche Bewegungsmelder entlang von Zufahrten und Schleichwegen ein.
 
Objekte der Begierde sind bei Adler-Wilderern sowohl Adlereier als auch Adlerjunge. Letztere allerding nur bis zu einem gewissen Lebensalter. Danach lassen sich die wehrhaften Jungadler nicht mehr gefahrlos aus den Horsten plündern!
 
Dank engagierter Spendenunterstützung verfügen unsere Adlerschützer dieses Jahr endlich über gute Adlerhorst-Überwachungstechnik, die wir schon seit Ende Februar 2017 umfassend zum Schutz der Adlerhorste und der Ermittlung von Vogelwilderern einsetzen! Wir danken unseren engagierten Spendern!

 
 

+++ 13.03.2017 +++
+++ Pantani Region / Sizilien +++


Frühjahrsvogelzug im Zugvogel-schutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich endlich auch die Sonne zeigt, ist der Frühling in Sizilien schon vier Wochen weiter fortgeschritten. Damit einher beginnt dort nun ein sich täglich verstärkender Vogelzug, aktuell ganz besonders von Mauerseglern, Rauch- schwalben, Staren und Bachstelzen.
Um besonders den am Boden nach Nahrung suchenden Singvogelarten wie Star, Haubenlerche, Bachstelze und Hausrotschwanz ein optimales Nahrungsbiotop mit niedrigem Aufwuchs zu bieten, haben wir mehr als 6 ha Uferwiesen mähen lassen. Weitere 5 ha Wiesenfläche werden derzeit in Offenlandhaltung von Eseln einer alten sizilianischen Rasse beweidet. Diesen weit und breit einzigen ungestörten, gut nutzbaren und reich mit Insekten gefüllten Nahrungstisch lassen aber auch Schwarzkehlchen und Wiedehopf nicht links des Vogelzugweges liegen.
Dank der starken Regenfälle der letzten Wochen sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini gut mit Süsswasser gefüllt und daher rasten derzeit hunderte Enten und Taucher von teils seltenen und stark bedrohten Arten in den Lagunen.
Sehr regelmässig dokumentieren wir die Vogelbestände vor Ort. Ein Beispiel vom sogenannten "Bird-Zensus" vom 10.03.2017 finden Sie hier als PDF, klicken Sie doch mal hinein und schauen Sie, welche Vögel den Trittstein "Pantani-Region" aktuell nutzen!
 
Datei-Download: 2017.03.10._PaCu_Bird_Census_©_SPA.IT_FINAL.pdf
 
 

+++ 13.02.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Singdrossel-Hilferufe in Zypern weiter ohne Resonanz
Die Zugvogelfang-Situation auf Zypern bleibt besonders im Winter weiter bedrückend und wird von den zuständigen Polizeibehörden völlig unbefriedigend bearbeitet. Selbst nach einem inzwischen schon 4 Wochen dauernden Wintereinsatz finden unsere 2 Einsatz-Teams jeden Tag ohne grossen Suchaufwand in den Fanggebieten bis zu 5 neue Fanganlagen, überwiegend Netze. Obwohl die Wilderei-Situation in der Republik Zypern aktuell nicht so schlimm ist wie kürzlich bei unserem 3-Tages-Überraschungseinsatz im britischen Hoheitsgebiet „Sovereign Base Area“, wo wir nach nur einer Nacht intensiver Fangplatzsuche in nur 2 Tageseinsätzen mehr als 274 Netze abbauen konnten, sind die reduzierten Polizei-Einsatzkräfte zur konsequenten Wildereibekämpfung - gewollt oder ungewollt - völlig unterbesetzt.
Jetzt im Winter werden auf Zypern überwiegend Singdrosseln mit illegalen Netzen gefangen, die als Delikatesse „Tzikla“ in Restaurants hochprofitabel verkauft werden. Für eine frisch getötete und gerupfte Singdrossel zahlt ein Restaurant 2-3 Euro. Zweifelhafte Gourmets zahlen für diese „Delikatesse“ pro Portion, d.h. 3-4 Singdrosseln, ca. 40 Euro. Mit den Singdrosseln sterben viele weitere teils stark bedrohte Vogelarten wie Rotdrosseln, Amseln, Mönchsgrasmücken, Haussperlinge, Hausrotschwänze, Triele, Grauammern, Wald- und Zwergohreulen.
 
Bisherige Ergebnisse und Erfolge des Winter-Vogelschutzcamps:

 
 

+++ 19.01.2017 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Winter-Zugvogelschutzcamp: Unsere Nachtaktion beweist schockierendes Ausmass der Zugvogelwilderei
Am 16. Januar startete auf Zypern offiziell das zweite CABS/SPA-Winter-Zugvogelschutzcamp 2016/2017. Aber schon am 12. Januar trafen sich vorab 18 ehrenamtliche Vogelschützer auf Zypern, um in einer geheimen Aktion das Ausmass illegaler Vogelwilderei in der Eastern Sovereign Base Area (ESBA), d.h. auf britischem Territorium, zu dokumentieren.
Aus unseren Ermittlungen im Winter-Zugvogelschutzcamp 2015/2016 wussten wir, dass in dem britischen Hoheitsgebiet im Winter Singdrosseln massiv mit hohen Netzen gewildert werden. Dank der grossen Zahl von Vogelschützern konnte nun erstmalig das gesamte ESBA-Gebiet mit den beiden Vogelfang-Hochburgen Cape Pyla und Agios Nikolaos in einer Nacht durchsucht und alle aktiven Fangplätze, die nicht in eingezäunten Privatgärten eingerichtet waren, markiert werden.
Dabei wurden 114 Zugvogelfangplätze aktiv vorgefunden und sage und schreibe knapp 500 Fangnetze ermittelt, von denen unsere Vogelschützer 274 abräumen konnten! Aus den Netzen konnten noch 384 Vögel lebend befreit werden, darunter Grauammern, Waldohreulen, Rotdrosseln und sogar ein Triel!
Die für den tierquälerischen, illegalen Zugvogelfang aufgestellten Netze ergeben aneinander gereiht eine Länge von über 10 km!
Zusammen mit den aktiven, aber nicht abgeräumten Fangplätzen in eingezäunten Privatgärten zeigte sich ein schockierendes, unsere Befürchtungen weit über- treffendes Ausmass von Vogelwilderei auf britisch verwaltetem Gebiet. Das Ergebnis dieser Enthüllungsaktion beweist, daß die zypriotischen Vogelwilderer selbst von britischer Polizei keine Verfolgung und Bestrafung fürchten müssen. Untermauert wird dies durch unsere Feststellungen, dass aktive Fangplätze, die wir abgeräumt hatten, in der folgenden Nacht wieder mit aktiv aufgebauten Fangnetzen bestückt waren.

Mit unseren Zugvogelschutz-Einsatzergebnissen werden wir in den nächsten Tagen die britische Anti-Wilderei-Polizei konfrontieren und auch im britischen Hoheitsgebiet auf Zypern einen  konsequenteren Einsatz und eine viel bessere Kooperation mit uns im Kampf gegen den illegalen Vogelmord fordern.

 
 

+++ 10.01.2017 +++
+++ Cagliari, Sardinien / Italien +++


Zugvogelschutzcamps Winter 2016/2017 auf Sardinien beendet
Nach einem zweiten, 7-tägigen Zugvogel-schutzcamp auf Südsardinien über die Weihnachts- und Neujahrstage, wurde vor einer Woche der Zugvogelschutz-Einsatz auf der italienischen Mittelmeerinsel für die Wintersaison 2016/2017 abgeschlossen.
9 Vogelschützer reisten am zweiten Weihnachtstag nach Sardinien, um sich gemeinsam mit 8 einhei-mischen Vogelschützern für den Schutz der anhaltend stark verfolgten und illegal als Delikatesse verkauften Zugvögel einzusetzen. An Restaurants werden hauptsächlich Sing- und Misteldrosseln, Amseln und Rotkehlchen verkauft. Doch in den tierquälerischen Schlingenfallen strangulieren sich auch Eichelhäher, Mönchsgrasmücken, Sperber und viele weitere streng geschützte Vogelarten.
Während des 2. Vogelschutzcamps wurden die im November aktiven Fangpfade nochmals kontrolliert und in Gebieten mit Kenntnis von hohen Zugvogelfangaktivitäten nach neu angelegten Fangpfaden und Schlingenfallen gesucht. Dabei wurde 1 aktiver Fangpfad mit 300 Schlingenfallen ausfindig gemacht. 3 weitere gefundene Fangpfade wurden in letzter Zeit nicht mehr vom Vogelwilderer aktiv genutzt, enthielten jedoch insgesamt noch über 600 zurückgelassene, armierte Schlingenfallen! Nebst diesen 900 gefundenen Vogelfallen, wurden auch 163 illegale Schlingenfallen für Wildschweine, Wildkatzen und Füchse ausfindig gemacht und abgeräumt. Zwei Vogelwilderer konnten mittels Fotofallenkamera identifiziert und angezeigt werden.

Somit wurden in den 2 Sardinien-Wintervogelschutzcamps insgesamt 3‘500 Vogel-Schlingenfallen entdeckt und zerstört. Diese hohe Zahl spiegelt den starken Einsatz unserer italienischen, ehrenamtlich arbeitenden Vogelschützer wieder. Sie zeigt aber auch, dass sich diese illegalen Vogelwilderer-Aktivitäten bei manchen – uns auch gut bekannten – Vogelfängern hartnäckig halten und wir daher mit unseren Zugvogelschutzeinsätzen (noch) nicht nachlassen dürfen! Den sardischen Zugvogelwilderern ins Stammbuch… wir kommen im November 2017 ganz bestimmt wieder!
 

 
 

+++ 24.12.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++


Weihnachts- und Neujahrsgrüße
Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die grossherzige Unterstützung und die engagierte und vertrauensvolle Zusammen- arbeit wünschen wir all unseren Spenderinnen & Spendern, unseren Förderern & unseren Artenschutz- Projektpartnern in der Schweiz, in Deutschland und in Südeuropa ein gesegnetes Weihnachtsfest mit frohen, unbeschwerten wie auch stillen, besinnlichen Stunden im Kreise lieber Menschen und ein gutes, gesundes, friedvolles und erfolgreiches Neues Jahr 2017.

Für den Natur-und Artenschutz ist uns mit Ihrer Unterstützung im Verlaufe des Jahres 2016 Grossartiges gelungen, und auch im Jahr 2017 wollen wir mit Ihrer aller Unter- stützung couragierte und herausfordernde Natur- und Artenschutz-Projekte anpacken und realisieren. Bitte bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit auch im neuen Jahr weiterhin engagiert und fördernd verbunden.
♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦
Season‘s Greetings
To all our project partners and to our “Pantani-Project” management and our volunteers in Sicily (Republic of Italy) and in the Republic of Cyprus our best wishes for a Merry Christmas, happy holidays and a healthy, joyful and challenging New Year 2017.

Thank you for all help and assistance throughout 2016 – we promise you an exciting and challenging new year 2017 and hope for your unlimited help and cooperation.
♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦
Auguri di Buone Feste
Al gruppo di lavoro ed ai volontari del progetto "Pantani", a tutti i collaboratori, fornitori e partner del progetto in Sicilia, i nostri migliori auguri di Buon Natale, Buone Feste e un sereno e prospero Anno Nuovo 2017.
 
Grazie per il vostro aiuto e la vostra collaborazione durante tutto il 2016, con la promessa di un 2017 altrettanto intenso ed avvincente e l'augurio di beneficiare ancora del vostro prezioso contributo.

 

+++ 20.12.2016 +++
+++ Ispica/Pachino +++ Sizilien+++ Italien+++ +++


Zugvogelwelt im Feuchtgebiet Pantano Longarini (noch) Tag und Nacht unter Druck…                         
Die Reaktion von derzeit noch Unbekannten auf unsere Teilflächen- käufe im Feuchtgebiet Pantani Longarini liess – wie von uns erwartet - nicht lange auf sich warten!

Der Frust und Ärger so manches Vogeljagd-Besessenen ob der von uns geschaffenen Realität, nun den gesamten Feuchtgebietskomplex der Pantani-Region (Pantano Cuba und Pantano Longarini) in das Eigentum unserer deutschen Schwesterstiftung
zu übernehmen, hat zu ernsthaften kriminellen Aktionen geführt. Bei denen kam neben der streng geschützten Zugvogelwelt auch ein Mensch zu Schaden. 

Opfer eines abendlichen gewalttätigen Übergriffs war ausgerechnet ein deutsches Ehepaar, das unser Zugvogelschutzprojekt „Pantani-Region“ nicht nur finanziell, sondern auch operativ durch persönlichen Einsatz im Pantani-Zugvogelschutzcamp unterstützt. Gottlob ist der Sachschaden am Einsatzfahrzeug  grösser als die erlittene Arm-Verletzung! Strafanzeige bei der zuständigen Polizeistation in Ispica ist gestellt.

Die jagdlichen Provokationen gegen unsere Schutzziele im Feuchtgebiet Pantano Longarini kumulieren besonders in den Abend- und Nachtstunden, in denen aus den nordwestlich der Lagune gelegenen benachbarten Gewächshaus-Anlagen auf die in der Lagune rastenden Zugvögel geschossen wird.

Als Konsequenz verstärken wir unsere Vogelschützer-Teams und bauen zusätzliche Fotofallenkameras auf. Wir wissen Gesetz und Recht auf unserer Seite und sind aus den Vogelschutzcamps auf Zypern und Sardinien einsatzerprobt! Auch die Carabinieri aus den nahegelegenen Gemeinden habe ihre Unterstützung zugesagt.

Auf Bitten mehrerer Grundstücksverkäufer in der Pantani Region haben wir bisher auf eine detaillierte Homepage-Projektseite „Zugvogelschutzgebiet Pantani-Region“ verzichtet, werden dieses Zugvogelschutzprojekt aber umfassend präsentieren, sobald sich die Wogen vor Ort geglättet haben. Unsere Spenderinnen und Förderer sind im Detail und aktuell durch unsere Projekt-Spendenmailings bestens informiert!

Grundstücke, die in Stiftungseigentum sind, sind unveräusserlich und dienen statutengemäss nachhaltig dem Schutz bedrohter Tierarten… das werden auch unsere darüber noch anders denkenden sizilianischen Nachbarn (zu schätzen) lernen.
 

 
 

+++ 10.12.2016 +++
+++ Cagliari, Sardinen, Republik Italien +++


1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 erfolgreich abgeschlossen
Erst kürzlich ist unser 1.Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 in Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord zu Ende gegangen… und das 2. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016/2017 folgt schon bald.
Knapp vier Wochen lang haben 16 Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung in langen Tages-Einsätzen zur Rettung unserer mitteleuropäischen Zugvögel die schwer durchdringlichen busch- bestandenen Bergregionen um die Inselhauptstadt Cagliari und die unübersichtliche Dornenbusch-Landschaft der weiten Hügel um Capoterra, einer kleinen Stadt westlich Cagliari, nach illegalen Vogelfallen abgesucht.
2.650 Rosshaarschlingen für den Vogelfang konnten dabei eingesammelt und vernichtet werden. Dazu kommen noch 40 eingesammelte und zerstörte Draht- schlingenfallen zum Fang von Säugetieren.
Mit der Vernichtung der Baum- und Bodenschlingenfallen haben unsere Vogelschützer mehr als 80.000 Singvögeln, meist Singdrosseln, Amseln und Rotkehlchen, aber auch Distelfinken und anderen Vogelarten ihr zartes Vogelleben gerettet.
Im letzten Jahr waren es im gleichen Gebiet nur 1.000 aufgefundene und zerstörte Rosshaarschlingen - entweder haben wir dieses Jahr besonders effizient gesucht oder es gibt eine Zunahme der Zugvogelwilderei.
4 Wilderer konnten mittels gut getarnter Fotofallenkamera gefilmt und angezeigt werden, ein Vogelfänger wurde gemeinsam mit den Carabinieri inflagranti an seinen Fallen erwischt.
In Cagliari und der näheren Umgebung wurden in den letzten Tagen illegal gefangene und getötete Singvögel als Festtagsangebot mit „8 Drosseln am Spiess“ für 80 Euro zum Verkauf angeboten! Man gönnt sich ja sonst nichts auf Sardinien!
Während des 2. Sardinien-Vogelschutzcamps bis in das neue Jahr 2017 werden wir verstärkt die illegalen Marktangebote für Singvögel im Auge behalten und dagegen vorgehen.
Wir werden auch in Süd-Sardinen solange den illegalen Vogelfang bekämpfen, bis auch dort dem letzten aktiven Vogelwilderer die Freude am illegalen Vogelfang und seinem steuerfreiem Profit vergeht!
 

 
 

+++ 16.11.2016 +++
+++ Basel / Rümlang (ZH) +++


Nun sind auch die letzten Seglerpatienten in die Freiheit entlassen worden
Nach einer erneut anstrengenden und arbeitsintensiven Pflegesaison 2016 in der Segler-Rettungsstation Rümlang, konnte die Stationsleiterin Silvia Volpi Anfang November nun auch die letzten Seglerpatienten gesund in die Lüfte entlassen. Da der Abflug und Vogelzug der Mauer- und Alpensegler bei uns schon im August beendet war, konnten die Segler wegen des jetzt in Mitteleuropa herrschenden Insektenmangels nicht mehr in der Schweiz freigelassen werden.
Silvia Volpi scheute keine Mühe, packte kurzum die genesenen Segler in Transport-Schachteln und fuhr mit dem Auto 700 km in die südwestlich gelegene französische Camargue. Mit noch reichlich Insekten in der Luft wurde dort ein Segler nach dem anderen gestartet. Mit dabei war auch „Superbaby“, welches als nacktes Küken einen Horrorflug mit seiner Seglermutter überlebt hatte, an die es unglücklicherweise mit einer Plastikschnur am Bein verwickelt war. Erfolgreich starten konnte auch der 19-jährige Alpensegler Leo, der aufgrund eines Unfalls lange in der Segler-Rettungsstation gepflegt werden musste, aber alle Verletzungen gut ausheilen konnte.
Insgesamt retteten Silvia Volpi und ihr ehrenamtliches Team in diesem Jahr – nur die von Silvia Volpi beringten Vögel gezählt - 41 Alpensegler, 250 Mauersegler und 1 Fahlsegler! Zusätzlich der bereits beringt in die Rettungsstation eingelieferten Seglern ergibt das mehr 300 gerettete Segler! Eine enorme Leistung von unschätzbarem Wert für den Erhalt dieser wunderbaren und faszinierenden Vogelarten in der Schweiz.
 

 
 

+++ 30.10.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: Abschluss-Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Mitte Oktober 2016 ging das sechs-wöchige Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern zu Ende. Unser Projektkoordinator vor Ort und die Vogelschützer vom Komitee gegen den Vogelmord waren in den letzten 10 Einsatztagen bei ihren Zugvogelrettungseinsätzen gegen illegale Vogelfang-Aktivitäten auf sich alleine gestellt.

Nach nur 21 gemeinsamen Einsätzen endete die Kooperation mit der APS (Anti-Wilderei-Polizei). Wie zu Beginn des Zugvogelschutzcamps auf unserer Seite berichtet, war uns seitens des Justiz-Ministers und des Polizeipräsidenten nur eine reduzierte und streng limitierte Polizeiunterstützung zugesagt worden.

Erst nach unserer Kontaktaufnahme mit den Botschaftern der Schweiz, Italiens und Deutschlands in Zypern und deren Intervention wurden seinerzeit vom zypriotischen Justiz-Minister zusätzlich 6 Einsatztage genehmigt.
 
Doch waren von unseren insgesamt 45 Tagen Herbst-Vogelschutzcamp-Einsatz auf Zypern nicht einmal die Hälfte der Einsatztage mit der wichtigen Unterstützung der Anti-Widerei-Polizei abgesichert. Dem Engagement der 30 ehrenamtlichen Vogelschützer aus Italien, Deutschland, der Schweiz, Slowenien, Grossbritannien, Malaysia und Zypern tat das keinen Abbruch. Alleine und das persönliche Risiko tragend, bauten sie tausende illegale todbringende Vogelfangeinrichtungen ab, was pro Einsatznacht hunderten von Vögeln das Leben rettete.
 
Prominente Unterstützung erhielten die Vogelschützer dabei von dem in Gross- britannien weithin bekannten Naturschützer Chris Packham, der - beeindruckt von unserem Engagement gegen den massiven Vogelfang auf Zypern - seine Unterstützung durch Medienarbeit versprach. Doch um den massenhaften illegalen Vogelfang dauerhaft zu stoppen, müssen die Vogelwilderer von den zypriotischen Behörden für ihre mafiös organsierte und illegale Vogelwilderei konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. Und genau dafür werden wir uns gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord zukünftig noch engagierter einsetzen und politisch noch stärker intervenieren.
 
Hier die Abschluss-Ergebnisse des Zypern-Herbst-Vogelschutzcamps:

 
 

+++ 13.10.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 5. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Gestern fand im Distrikt Famagusta unter der Koordination der Anti-Wilderei-Polizei APS eine umfangreiche Razzia an 9 Vogelfangplätzen statt. Die Razzia wurde in Zusammenarbeit mit unseren Freunden vom Komitee gegen den Vogelmord vorbereitet. Die ehrenamtlichen Vogelschützer kontrollierten in den drei Nächten vor der Razzia die ausgewählten Plätze zur Ermittlung von Vogelfang-Aktivitäten und des eingesetzten Fangmaterials. Dienstagmorgen trafen sich die Vogelschützer schliesslich mit der APS und übergaben die gesammelten Daten. Nicht mehr alle Vogelfangstellen waren in dieser Nacht aktiv, doch konnte wegen der ermittelten Zugvogelfangaktivitäten in den Nächten zuvor davon ausgegangen werden, dass die illegale Vogelwilderei an allen Fangplätzen weiter betrieben würde. Die APS hatte eine Verstärkung der operativen Einsatzkräfte mit der nationalen Polizei organisiert und zusätzliche Verstärkung durch den Game Fund aufgeboten. Insgesamt waren fast 30 Offiziere für die Razzia im Einsatz, die in verschiedene Teams aufgeteilt und an den ermittelten 9 Fangplätzen im Einsatz standen. An sechs nicht eingezäunten Fangstellen wurden Laueraktionen durchgeführt, an den eingezäunten Fangstellen wurde direkt interveniert. Dabei wurden an diesem einzigen Morgen sage und schreibe 104 Fangnetze – davon allein 79 Fangnetze bei einem einzigen Vogelwilderer - 127 Leimruten und 200 tote Singvögel konfisziert. 4 Vogelwilderer wurden zur Anzeige gebracht.
 
Hier die neusten Ergebnisse aus dem Zypern-Vogelschutzcamp:

 
 

+++ 05.10.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 4. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Schon vier Wochen stehen unsere Vogelschützer in Zypern im Einsatz gegen den illegalen Vogelfang. Die Lage in der Sovereign Base Area hat sich nicht verbessert.
Wie unsere Projektmanagerin berichtet, die sich mit anderen Vogelschützern in die Hochburg der Vogelwilderei in Cape Pyla begab, finden sich in fast jedem Garten und in den meisten baumbestandenen Flächen jeweils 1-3 Lautsprecher zum Anlocken von Mönchsgrasmücken.
Zum wiederholten Mal wurden in nur 3 Stunden ganze 20 Lautsprecher ausgemacht. Und das war nur ein kleiner Teil des ganzen Gebiets Cape Pyla. Doch wie sehr auch die Vogelschützer auf das illegale Massenschlachten in der Sovereign Base Area aufmerksam machen, die Zusammenarbeit mit der britischen Polizei der SBA stagniert weiter.
Umso mehr hoffen wir, dass durch die Anwesenheit von Journalisten des britischen Fernsehens BBC und insbesondere durch die Dokumentationen des in Grossbritannien bekannten Natur- und Tierschützers Chris Packham, die britischen Bürger über den Massen-Vogelmord auf britischem Militärgebiet in Zypern und die fehlende Strafverfolgung der Vogelwilderer seitens der britischen SBA-Polizei informiert und zum Handeln aufgefordert werden. Chris Packham und seine Crew folgten unseren Vogelschützern eine Woche lang Tag und Nacht aufs Feld auf der Suche nach Lautsprechern und waren geschockt über das elektronische Mönchsgrasmücken-Konzert, welches ungeniert und ungestraft von Mitternacht bis fünf Uhr morgens auf britisch regiertem Boden aufgeführt werden konnte.
Mit einer geschätzten Anzahl von 20-25 Vögeln pro Netz pro Nacht und knapp 150 aktiven Fanplätzen im Distrikt Dhekelia, sterben allein im britischen Hoheitsgebiet jede Nacht fast 15´000 Singvögel durch den illegalen Fang mit Netzen und Leimruten, das sind etwa 900´000 Vögel pro Jahr. Darunter solche Vogelarten, die nicht gegessen werden, jedoch bei denen sich die Vogelfänger nicht bemühen, diese aus den Netzen zu befreien und das Leben zu schenken. So werden zum Beispiel viele Zwergohreulen als Beifang getötet.
 
Hier die neusten Ergebnisse aus dem Zypern-Vogelschutzcamp:

 
 

+++ 27.09.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 3. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Nach zweiwöchigem Zugvogel-Rettungseinsatz auf Zypern, der Sonneninsel mit dem Tourismus-Prädikat „Vogelmord-Hochburg“, erleben wir dort auch im britischen Hoheitsgebiet SBA (Sovereign Base Area) katastrophale Vogelschutz-Missstände.
Dies ausgerechnet in einem britischen Hoheitsgebiet … wo doch Millionen von Briten ausgezeichnete Vogelkenner und mehr als eine Millionen Briten engagierte Mitglieder der „Royal Society for the Protection of Birds“ (RSPB - Königliche Gesellschaft für Vogelschutz) sind, die sich um den Schutz von Wildvögeln kümmert.

Unsere aktiven Vogelschützer machen auch im SBA-Hoheitsgebiet schwere Zeiten durch: in der Nacht vom 25.09. auf den 26.09. arbeiteten unsere Einsatzteams in 4 Gruppen und kontrollierten an mehreren Stellen im Distrikt Dhekelia bekannte Zugvogel-Fangplätze. Alle Einsatzteams wurden in freiem Gelände von Vogelwilderer-Patrouillen verfolgt und teils in riskante und gefährliche Verfolgungsjagden verwickelt. Was zählt schon die Gesundheit von Menschen, wenn die Profitgier von illegalen mafiös organsierten Vogelmördern gestört wird.

Die illegale Vogelwilderei im britischen Hoheitsgebiet kennt praktisch keine Grenzen. Und die Vogelwilderer in der Region Dhekelia sind stark organisiert. Mit vermehrt eingesetzter elektronischer Technik wie Fernmelde-Bewegungssensoren werden „Eindringlinge“ wie unsere Vogelschützer schnell ausfindig gemacht und von herbei- gerufenen motorisierten Helfershelfern aggressiv verfolgt und bedroht.

Diesen Gefahren setzen sich unsere Vogelschützerteams aus, um Zugvogel-Lock- geräte, Fallenstandorte und die Anzahl aufgebauter Fanggeräte zu ermitteln und
diese Informationen und Daten der britischen Anti-Poaching-Unit (APU - Anti Wilderei-Einheit) der Sovereign Base Area zu übergeben. Die APU führt derartige Ermittlungen praktisch nicht durch und damit knicken britische Politik und das Militär vor Ort vor aggressiven zypriotischen Vogelwilderern um des lieben Friedens willen ein!

Dieses klägliche Versagen und die himmelschreienden Zugvogelmord-Missstände werden in den kommenden Tagen Journalisten des britischen Senders BBC dokumentieren, die eine Reportage und Filmdokumentation über den illegalen Vogelfang im SBA-Gebiet planen.

Hier die aktuellen Ergebnisse aus dem Zypern-Vogelschutzcamp:

 
 

+++ 23.09.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 2. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Unser Druck und unser hartnäckiges Nachfassen bei dem für die Polizei zuständigen Ministerium für Justiz und öffentliche Sicherheit hat einen ersten messbaren Erfolg gebracht, und so haben wir nun die ministerielle Zusage für zusätzliche 6 Einsatztage Zusammenarbeit der APS-Polizei-Einsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) mit unseren Vogelschützer-Teams.

Jedes unserer beiden Vogelschützer-Einsatzteams findet pro Nacht problemlos bis zu 5 mit elektronischen Lockanlagen ausgerüstete aktive Vogelfanganlagen! Dies ein anhaltender Beweis für den diesjährigen massiven Zugvogelfang,
der insbesondere bei Verwendung von illegalen Leimruten von den Polizei- behörden auf Anordnung des Ministeriums nicht mit Strafanzeigen geahndet wird.
 
Am 22.09.2016 konnten wir dank der engagierten Initiative des Botschafters der Schweiz, Herrn Peter Reinhardt, auch die Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Nikolai von Schoepff und der Republik Italien, Herrn Guido Cerboni in der Schweizer Botschaft in Nicosia treffen und den Botschaftern umfassend über den Stand unserer Zusammenarbeit mit dem Zypriotischen Ministerium und der APS-Polizei-Spezialeinheit berichten.
Die Botschafter werden unsere Arbeit und die Zusammenarbeit mit der APS-Polizei-Spezialeinheit weiter begleiten und, wenn erforderlich, bei dem zuständigen Zypriotischen Ministerium vorstellig werden.  

Hier die Ergebnisse von 2 Vogelschutzcamp-Einsatzwochen auf Zypern: Wenn Sie den nach folgenden Link anklicken, können Sie mit eigenen Augen den Fluchtversuch eines farbenprächtigen Bienenfressers von einer Leimrute sehen, den unsere Vogelschützer von der Leimrute gerettet, von Leim befreit und wieder in die Freiheit entlassen haben: https://youtu.be/x4SOHvniNC8

 
 

+++ 20.09.2016 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Nicosia/Republik Zypern +++


Zugvogelschutzkampagne
„STOP dem Vogelmord“ - Protestkartenpräsentation an den Innenminister der Republik Zypern

Mitarbeiter der Stiftung Pro Artenvielfalt® und des „Komitee gegen den Vogelmord“ haben am 19.09.2016 ihre Zugvogel-Rettungsarbeiten im Rahmen des diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamps auf Zypern für ein paar Stunden unterbrochen, um dem Minister für Justiz und Inneres, Ionas NIKOLAOU, in Nicosia mehr als 70.000 Protestkarten aus unserer gemeinsamen Zugvogelschutz-Kampagne 2016 „STOP dem Vogelmord auf Zypern“ zu präsentieren und einmal mehr auf konsequentere Unterstützung unserer Zugvogelrettungsarbeit durch die Anti Wilderei-Polizeispezialeinheit (APS) zu dringen.
Unsere Beziehungen zu dem für Polizeieinsätze zuständigen zypriotischen Ministerium sind leider seit Frühjahr 2016 wegen der politischen Verweigerungshaltung, unsere Vogelschutzarbeit vor Ort durch angemessene Polizeiunterstützung abzusichern, und wegen politischen Kompromissen zugunsten der illegalen Zugvogelwilderei nicht unbelastet.
Der Druck der Vogeljagd- und Vogelfang-Lobby auf die politischen Organe in Zypern ist derart massiv, dass sich der Minister weigerte, während der Protestkarten-Präsentation Medien und Fotoarbeiten zuzulassen. Wir werden daher am 21.09.2016 eine aktuelle Presseinformation an die massgeblichen zypriotischen Medien verschicken.
Hoffnung für eine intensivere Zusammenarbeit mit der APS-Polizei-Spezialeinheit besteht weiter, da sich der Schweizer Botschafter in Zypern am 22.09.2016 mit unserer Schweizer Artenschutz-Managerin und Mitarbeitern des Komitee ggfs. im Beisein der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Italien treffen wird, um sich einen persönlichen Überblick über unsere Zugvogelschutzarbeit vor Ort und die fehlende politische Unterstützung zu machen.

 
 

+++ 19.09.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Cuba / Pantano Longarini: Trockengefallene Lagunen sind perfekte Greifvogel-Rast- und Schlafplätze
Wie vor 3 Wochen berichtet, sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf letzte kleine Tümpel und lange tiefe Kanäle ausgetrocknet. Auch die Gewitterschauer der letzten Woche waren nur der berüchtigte Tropfen auf den extrem heissen Stein, da die letzten ergiebigen Regenfälle an der Südostküste Siziliens Ende April waren!
Nach Abflug der Wat- und Wasservögel an die nordafrikanische Küste über- nachten nun in zunehmend größeren Zahlen Rauchschwalben im trockenen Schilfgürtel der Lagunen und Wiesenvögel wie Steinschmätzer, Braunkehlchen und Feldlerche nutzen die kurzgemähten ausgetrockneten Uferwiesen als Nahrungs- & Rastplätze.

Noch nie zuvor konnten wir das Rast- und Schlafverhalten von Wiesen- und Kornweihen beobachten, die dank unserer Bewachung völlig ungestört die trockenen weiten Lagunenflächen als Rast- und Schlafplätze nutzen. Dies ein weiterer sichtbarer Erfolg unserer konsequenten Zugvogel-Schutzarbeit für unser Pantani-Flächeneigentum.
 

 
 

+++ 16.09.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 1. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Das gemeinsame Herbst-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und unserer Stiftung (SPA) auf Zypern hat am 09.09.2016 begonnen. Trotz unserer scharfen Proteste beim Innenminister der Republik Zypern und unserer Bitte um Hilfestellung bei den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz und der Republik Italien wegen der wiederum stark eingeschränkten Polizei-Unterstützung unserer Vogelschutz-Aktivisten bei Ihrem Herbsteinsatz gegen den illegalen Zugvogelmord, stehen die APS-Polizei-Einsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) nur jeden 2. Tag und nur in den frühen Morgenstunden zur Verfügung. Die Vogelschützer sind folglich den Grossteil des Tages und der Nacht bei ihrer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen. Damit steigt das Risiko für scharfe Auseinandersetzungen mit illegalen Vogelwilderern vor Ort bis hin zu konkreten Gefahren für Leib und Leben!
Schon die Erfahrungen und Ergebnisse der 1. Einsatzwoche entlang der Südküste Zyperns und auch im britischen Hoheitsgebiet SBA (Sovereign Base Area) haben unsere schlimmsten Erwartungen weit übertroffen. Die politisch verordnete Zurückhaltung der APS-Polizei hat nicht nur kleine Vogelwilderer ermutigt, ihrem gesetzeswidrigen Vogelfang mit Leimruten verstärkt nachzugehen, sondern besonders die mafiös organisierten Vogelwilderer-Banden setzen alles an Vogelfangnetzen ein, was in Schuppen und Kellern zu finden war.  
Wir machen uns auf das Schlimmste gefasst, da der Minister in Abstimmung mit dem Polizeichef wissentlich die zypriotischen Naturschutzgesetze und auch die EU-Vogelschutzrichtlinie ausser Kraft gesetzt hat und den Vogelfang mit verbotenen Leimruten nicht verfolgen lässt.
 
Hier die Ergebnisse der 1. Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzwoche:

 
 

+++ 27.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Cuba: Rast- und Nahrungsplatz-Optimierung für Bodenvogelarten
Seit 10 Tagen tauchen in  der „Pantani-Region“ an der Südostküste Siziliens in zunehmender Zahl solche Vogelarten auf, die ihre Nahrung bevorzugt am Boden suchen.
Diese Zugvogelarten benötigen zum Überleben ungestörte, naturnahe und nahrungsreiche Wiesenflächen, die selbst in Deutschland, aber erst recht in Südeuropa immer knapper werden. Dank unserer umfangreichen Biotop-Sanierungsarbeiten mit Unterstützung unserer sizilianischen Vogelschützer und der Mithilfe örtlicher Kleinbauern hat auf den von uns gekauften Uferwiesenflächen „Pantano Cuba“ nun nach Jahrzehnten des Müll- und Nutzungs-Chaos endlich wieder die Natur das Sagen.
 
Zur Optimierung der erfolgreichen Nahrungssuche für Wiedehopfe, Haubenlerchen und Stare haben wir in den letzten Tagen ca. 6,8 ha trockene Wiesenflächen kurz mähen lassen und werden die Trockengras-Ballen an mehreren Wiesen-Standorten derart auftürmen, dass für ziehende Tag- und Nachtgreife (Bussarde, Falken und Eulen) ideale Jagdansitz-Plätze entstehen.

 
 

+++ 20.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflegeeinsatz
Inzwischen sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf tiefe Gräben und tiefe Kleingewässer komplett trockengefallen. Damit beginnt für unsere mehr als 15 ehrenamtlichen sizilianischen Vogelschützer die Zeit der Biotoparbeiten: Müllsammeln in der trockenen Lagune selbst und in den Uferbereichen und Pflegearbeiten zur besseren Entwicklung der von uns seit 2014 gepflanzten Wildsträucher und sizilianischen Baumarten als zukünftige Nahrungs- und Nistplätze für bis zu 20 Singvogel- und Reiherarten.
Insbesondere die Nachtreiher, die bevorzugt die flachen Lagunen als Nahrungsraum nutzen, leiden in den ungeschützten Baumgruppen entlang der Südostküste unter anhaltenden Störungen und illegal gelegten Bränden. 
Wir haben daher in den Schilfgürteln um die Lagune Pantano Cuba feuchtigkeits- liebende Baumarten wie italienische Pappeln und Tamarisken gepflanzt, die in einigen Jahren zu  idealen Brut- und Schlafbäumen heranwachsen werden. Bis dahin aber müssen wir regelmässig das nahrungs- und lichtraubende ägyptische Schilf, eine starkwüchsige invasive Schilfart, roden. Das ist nur mit freiwilligen ehrenamtlichen Vogelschützern zu schaffen.
Als Dank für diese tagelange Knochenarbeit gibt es einen kräftigen Händedruck, ein dickes Lob und ein einfaches Mittagessen.

 
 

+++ 18.08.2016 +++
+++ Basel / Rümlang (ZH) +++



170 wieder gesunde Segler in die Freiheit entlassen
Dank der unermüdlichen Arbeit von Silvia Volpi und ihrem ehrenamtlichen Segler-Rettungsteam konnten seit Mitte Juli 170 Segler gesund und gestärkt zurück in die Freiheit entlassen werden. Ein emotio- nales Erlebnis für die Seglerretter und den Segler selbst. Dabei wird kein Segler zum Flug gezwungen. In der offenen Hand stehend, entscheidet der Segler selbst, ob er bereit ist, den Sprung in die Tiefe zu wagen. Fürchtet er sich, weil er wegen seiner Pflegezeit in der Rettungsstation diese Absprung- und Abflugtechnik nicht bei seinesgleichen beobachten und dafür auch keine Motivation erfahren konnte, kommt der Segler wieder zurück in die Rettungsstation, wo er im eigens errichteten Flugzelt nochmals üben kann, bevor es zum zweiten Mal ernst wird.
Für die Seglerretter ist dieser Abflugmoment eine berührende Erfahrung, der sie aber voller Achtsamkeit gegenüber der Verhaltensweise des Vogels begegnen. Und wenn dann ein Segler ohne lang zu flattern den Sprung in die Luftfreiheit wagt, so berührt es das Herz, denn dieser Segler folgt seiner ureigensten Bestimmung, seine Lebenszeit nicht auf dem Boden zu versäumen, sondern sich dorthin zu begeben, wozu ihn die Natur geschaffen hat: in die blaue Weite des Himmels.
 
Zurück in der Seglerstation bleiben aber auch jetzt noch viele hungrige Segler-Jungvögel. Einer davon hatte wahrlich ein traumatisches Erlebnis. Eine Seglermutter mit einer Plastikschnur am Fuss, verwickelte auch ihr Junges darin und als diese für einen weiteren Nahrungsjagd-Flug aus der Bruthöhle sprang, zog sie ihr Junges mit sich. Zusammen stürzten sie wenig später ab. Glücklicherweise überlebten aber beide den Horrorflug und konnten dank achtsamer und tierlieber Menschen in die Segler-Rettungsstation gebracht werden, wo es ihnen inzwischen wieder besser geht. Das Seglerküken erhielt den Namen „Superbaby“. Es kann voraussichtlich in zehn Tagen wieder in die Freiheit entlassen werden.

So unproblematisch uns Plastikfäden in der Natur erscheinen, für Mauersegler und auch andere Vogelarten werden sie ganz besonders zur Brut- und Jungenaufzuchtzeit zu einer ernsten Gefahr. Nicht selten werden feine Plastikfäden im Nestmaterial verbaut und Vogeleltern und auch Jungvögel verwickeln sich darin mit den Füssen und verhungern elend oder bleiben beim Verlassen des Nestes im Einflugloch hängen und strangulieren sich.
 

 
 

+++ 13.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trocknen aus
Wie vor wenigen Tagen berichtet, sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf letzte kleine Wasserflächen ausgetrocknet. Daran ändern auch die Regenschauer von heute morgen entlang der Südostküste Siziliens nichts mehr!
Frühestens Anfang November bei normalem Beginn der regenreichen Zeit werden sich die Lagunen ganz allmählich wieder mit Regenwasser füllen.
Die Zeit bis dahin werden unsere ehrenamtlich arbeitenden sizilianischen Vogelschützer nutzen und – wie schon 2013 – den Lagunenboden von Müll und insbesondere von den dort noch im Schlamm steckenden 'zigtausenden Schrotpatronenhülsen zumindest teilweise befreien.
Nachdem ein Grossteil der Wat- und Wasservögel nun bereits die trockengefallenen Feuchtgebiete verlassen hat und weiter an die nordafrikanische Küste gezogen ist, tauchen auf unseren Uferwiesenflächen die ersten grossen Singvogeltrupps auf. Insbesondere Stare und auch Feldlerchen beginnen, die von uns extra kurz gemähten trockenen Wiesenflächen als Nahrungs- und Rastplatz zu nutzen. 
Hier zum Anklicken: der „Zugvogel-Zensus“ Pantano Cuba vom 04.08.2016.
Datei-Download: Pantano Cuba - Bird Census - 4. August 2016.pdf
 
 

+++ 10.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heisser Sommer trocknen Lagune aus
Was sich nach einem aussergewöhnlich trockenen Frühjahr 2016 bereits angedeutet hat und in diesem heissen Sommer seine Fortsetzung fand, schafft in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba und auch in der Nachbarlagune Pantano Longarini in den nächsten Tagen für 'zigtausende Zugvögel, Wat- und Wasservögel, eine harte Realität ... das flächenhafte Austrocknen beider Lagunen. Nur die tiefsten Gräben und einige Kleintümpel werden im September noch flaches Wasser führen.
Als hätten die Watvögel der Nordsee-Küsten und der Ostsee-Strände dies geahnt, hatten sie dieses Jahr ihren Herbst-Vogelzug früher begonnen und tauchten schon ab Mitte Juli in den beiden Lagunen entlang der Südostküste Siziliens auf. Am Ende dieses Artikels zum Anklicken: der aktuelle "Zugvogel-Zensus" Pantano Cuba vom 04.08.2016.
Das Austrocknen der Lagunen und Schlickbänke zwingt nicht nur die Wat- und Wasservögel, sondern auch die derzeit bis zu 650 dort rastenden und Nahrung suchenden Rosaflamingos zum Weiterzug an die nordafrikanische Küste.
Unsere Hoffnung ist, dass ein Grossteil der Zugvögel gut ausgeruht und wohlgenährt die Mittelmeerüberquerung non-stop schafft, um nicht auf Malta und Gozo abgeschossen oder in hunderten illegal aufgebauten Klappnetzen gefangen zu werden.
Unsere sizilianischen Vogelschützer sind ob des Austrocknens der Lagunen nicht traurig, reinigen sich doch die Lagunen dadurch und entledigen sich der Keime und Bakterien, die dort zwangsläufig durch Nutzung der Flachwasser- und Uferbereiche von 'zigtausenden rastenden und Nahrung suchenden Zugvögeln entstehen.
 
Datei-Download: Pantano Cuba - Bird Census - 4. August 2016.pdf
 
 

+++ 29.07.2016 +++
+++ Basel / Rümlang (ZH) +++



Segler-Rettungsstation Rümlang mit vielen hungrigen Jungvögeln
Es ist Ende Juli / Anfang August, die Mauersegler machen sich in diesen Tagen auf ihre lange Reise zurück in ihre Überwinterungsgebiete im südlichen Afrika. In den Lüften über den Dächern unsere Städte wird es wieder still.
Nicht jedoch in der Segler-Rettungsstation Rümlang. Aktuell warten dort noch 170 Mauersegler und 3 Alpensegler auf ihre Gene- sung. Das sind 173 hungrige Seglerschnäbel die alle paar Stunden laut vernehmlich nach Grillen rufen. Das bedeutet unermüdlichen Einsatz für die Stationsleiterin Silvia Volpi und ihr engagiertes Freiwilligenteam. Die meisten Seglerpatienten sind Jungvögel und noch nicht flügge. Bevor sie ausgewildert werden können, müssen sie gute 40 g wiegen. Ohne ausreichend Fettreserven ist die Gefahr gross, den über 10‘000 km langen Vogelzug ins südliche Afrika nicht zu überstehen. Da kommen die jungen Mauersegler aber dem Rettungsteam entgegen. Sie fressen unermüdlich. Für Silvia Volpi und ihr Team bedeutet das, alle 173 Segler zu füttern und dann sofort wieder von vorne zu beginnen. Eine unglaubliche kräfteraubende Arbeit zudem die Säuberung der Pflegeboxen, die Behandlung von Verletzungen und Zerrungen an den Flugmuskeln und das Flugtraining hinzukommen.
Auch wenn Silvia Volpi für die Pflege der Segler bereits um 4 Uhr morgens aufstehen und bis zu 18 Stunden durcharbeiten muss, versucht sie mit ihrem Team jeden Segler in Not zu retten.
Aber nicht nur der zeitliche Aufwand ist intensiv, die für die Segler benötigten Steppengrillen bringen hohe Futterkosten mit sich. Knapp 4000 Grillen werden pro Tag verfüttert! Auch müssen Medikamente und Hygienematerial regelmässig besorgt werden.
All dies bedeutet einen finanziellen Aufwand, der ohne die Hilfe unserer grossherzigen Spenderinnen und Spender nicht zu leisten wäre. Jede weitere, noch so kleine Spende ist hochwillkommen und wird dringend benötigt. Für jede Unterstützung danken wir aus ganzem Herzen.
 

 
 

+++ 19.07.2016 +++
+++ Basel / Schwyz (SZ) +++



Unser 1. Artenschutzturm in der Schweiz ist bezugsfertig!
In Schwyz steht unsere erste Rettungsinsel für bedrohte „Gebäude bewohnende Wildtierarten“! Letzte Woche wurde das Baugerüst entfernt und der neue Artenschutzturm zum ersten Mal in seinem ganzen Erscheinungsbild und seiner künftigen artenfördernden Funktion sichtbar.
Der Artenschutzturm Maihof bietet 14 geschützte Nistplätze für verschiedene Vogelarten und 3 Fledermausquartiere. Die eingebauten Halbhöhlenbrüter-Nistkästen bieten Bachstelze und Hausrotschwanz, die Rundkästen für Höhlenbrüter primär Haus- und Feldsperling aber auch Kohlmeise, Gartenrotschwanz und Kleiber sichere Nist- und Brutplätze.
Die eingebauten Fledermausquartiere eignen sich als Sommerschlafplätze für Fledermäuse, die keine Jungen aufziehen und des Nachts immer wieder neue Schlafplätze aufsuchen. Da die Quartiere ins Mauerwerk eingebaut sind, werden sie auch im Winter vor Zugluft und Nässe schützen und als Überwinterungsstelle geeignet sein. Durch die Aufwertung der unmittelbaren Umgebung des neuen Artenschutzturmes mit heimischen Straucharten streben  wir die Förderung kleinerer Wildtiere wie Igel und Wildbienen an. Die zukunftsweisende Nachnutzung der  ehemaligen Turm-Trafostation als Artenschutzturm fördert somit mehr als 12 Tierarten – die in unserer immer perfekter werdenden Wohngebäude-Landschaft zunehmend Nist- und Brutplatzprobleme haben. Auch in der Schweiz wird es (leider) immer stiller um Haus und Hof! 
Mit den Tierartentafeln wird dem interessierten Spaziergänger und Besucher aufgezeigt, welche Tierart im eingebauten Nistkasten nebenan leben könnte. Dies regt auch zum Vreweilen und zur Beobachtung an.
Unser 1. Artenschutzturm in der Schweiz wird am 20.Juli 2016 in Anwesenheit des Gemeindepräsidenten der Gemeinde Schwyz und Medienvertretern eingeweiht.
Mit der grossherzigen Unterstützung unserer engagierten Spenderinnen und Spender konnten wir mit unserem 1. Artenschutzturm ein konkretes Zeichen für den Schutz und die Förderung der Artenvielfalt setzen und dafür danken wir aus ganzem Herzen! Weitere Artenschutzturmprojekte werden folgen.
 

 
 

+++ 09.07.2016 +++
+++ Basel +++


Igelstationen in Not, viele verwaiste Igelbabies!
Wieder ein kläglich nasser Frühling. Während wir uns in dieser Zeit mit Regenschirm arrangierten, blieb den insektenfressenden Igeln nichts anderes übrig, als das zu tun, was sie täglich tun: Futter suchen, notfalls auch tagsüber. Besonders die trächtigen Weibchen brauchten viel proteinreiche Nahrung für sich und schliesslich zum Säugen der Jungen. Doch der folgen-schwere Dauerregen liess die Insekten verschwinden und die Igel abgemagert zurück. Dadurch wurden viele Igelmütter krank und starben kurz nach dem sie Junge geworfen hatten. Keine Überlebenschance für diese wenige Gramm schweren Stachelritter. Ihre letzte Hoffnung ruht in den fürsorglichen Händen fachkundiger und liebevoller Igel-Retterinnen.
Die Stationsleiterinnen der von uns geförderten Igel-Rettungsstationen in Oberentfelden, Russikon, Ebikon und Winterthur geben alles, um die verwaisten Igelbabies mit kleinen Fläschchen von Hand gross zu ziehen. Besonders wenn die Igelbabies noch wenige Dutzend Gramm schwer sind, hängt ihr Leben an einem seidenen Faden. Stationsleiterin Danielle Lenzin von der Igel-Rettungsstation Oberentfelden hat eben erst eine Igelmutter mit 4 kleinen Igelbabies erhalten, die noch keine 30 g schwer waren. Unverhofft starb die Mutter über Nacht, vermutlich durch eine schwere, äusserlich nicht sichtbare Krankheit, und hinterliess vier Igelbabies, die ihre hungrigen Mägen noch an ihrer regungslosen Mutter zu stillen versuchten. Ein herzzerreissender Anblick! Eine freiwillige Helferin zögerte keine Minute und nahm sich der Pflege dieser vier Igelbabies an. Alle paar Stunden werden sie nun mit spezieller Igel-Säuglichsnahrung genährt. Sobald sie ein Gewicht von 150 g und mehr aufweisen, kann die engagierte Helferin aufatmen, denn dann haben die Igelbabies eine Chance!
Die Stationsleiterinnen erleben, dass zunehmend schwer verletzte Igel in die Station gebracht werden, verletzt durch die immer verbreiteter benutzten motorisierten Rasentrimmer (Motorsensen), die viel zu weit unter jegliche Hecken und Büsche geführt werden, wo die Igel tagsüber Ruhe und Schutz suchen.
Zurzeit werden gut 180 Igel von unseren engagierten Igelmüttern und ihren freiwilligen Teams betreut. Davon sind knapp 60 Pfleglinge hilflose Igelbabies.

Unsere Stiftung wird daher den Igelmüttern in den nächsten Tagen zur Finanzierung der laufenden Pflegekosten in den 4 Igelstationen insgesamt 14´000 Franken bereitstellen.
 

 
 

+++ 06.07.2016 +++
+++ Basel / Schwyz (SZ) +++



Artenschutzturm Maihof: Einflugstellen für denTurmfalken
Nach dem ersten Anstrich zeigt sich der neue Artenschutzturm von aussen und innen durch die farblich hervorgehobenen Nistkästen optisch attraktiv. Auch die verrostete Metall-Eingangstür strahlt nun in neuem Metall-Glanz.
Während an der Aussen-fassade der 2. Anstrich erfolgt, wird am obersten Fenster auf der Turmseite Südost eine Verschalung mit drei grösseren Einfluglöchern montiert. Hinter dieser wird ein Brutkasten für Turmfalken angebracht, der es in seinem Brutraum gern etwas heller hat. Die Verschalung ist abnehmbar, sodass bei einer vollständigen Besiedlung des Artenschutzturmes mit Mauerseglern auf der südwestlichen, respektive der nordwestlichen Turmseite, eine andere Verschalung angebracht werden kann, die es den Mauerseglern ermöglicht, ihre  Kolonie durch weitere Brutplätze an der Südost-Seite des Artenschutzturmes zu vergrössern.
 

 
 

+++ 04.07.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvogelschutzgebiets 

Zum besseren Verständnis der Flächen- und Eigentümerstrukturen im Feuchtgebietskomplex der „Pantani-Region“ an der Südostküste Siziliens zeigen wir hier im Detail eine vereinfachte Karte der  2 Feuchtgebiete und ihre räumliche Lage zueinander.
Der gesamte Feuchtgebietskomplex umfasst ca. 331 ha (3,3 km²) Fläche, die aus folgenden Biotopstrukturen bestehen: Seit 2014 investieren wir auf stiftungseigenen Flächen in umfangreiche Biotop-Sanierungs- und Optimierungsmassnahmen mit dem Ziel, Biotop- und Naturstrukturen zu schaffen, wie sie vor ca. 100 Jahren existierten. Dazu gehören auch extensive Landnutzungsformen wie eine Beweidung mit Eseln und die Anpflanzung von bis zu 8,0 ha Fläche mit heimischen beerentragenden Straucharten und wilden Oliven- und Mandelbäumen.

 
 

+++ 30.06.2016 +++
+++ Basel / Schwyz (SZ) +++



Letzte Bauetappe: Malerarbeiten am neuen Artenschutzturm
Die Umbauten und Sanierungen am Mauerwerk des ausgedienten Trafoturms sind beendet. Nun folgt der fachmännische Turm- anstrich, damit sich unser neuer Artenschutzturm in seiner Schutzfunktion für Gebäude bewohnende Tierarten auch naturliebenden Menschen eindrucksvoll präsentieren kann! Als baulich zughöriges Element zum jahrhundertealten Gut Maihof steht der Artenschutzturm unter Denkmalschutz und erhält daher einen Weiss-Anstrich, der mit den anderen Hof-Gebäuden harmonisiert. Die Nisthöhlen werden in einem zum Gesamtbild passenden Grau hervorgehoben, sodass sie als Artenschutzelemente gut sichtbar sind. Zeitgleich mit den Malerarbeiten traf sich unsere Artenschutz-Projektmanagerin mit dem Präsidenten des lokalen Naturschutzvereines „Wasseramsel“, der die Betreuung der Vogelbruten und der notwendigen Pflegemassnahmen am neuen Artenschutzturm übernehmen wird. Dazu gehört auch eine entlang des Wanderweges bis an den Artenschutzturm reichende schmale Hecke.
Hecken sind wertvolle Biotopstrukturen. Vögel finden im Dickicht, speziell in dornenbewehrten Sträuchern, natürlich geschützte Brutplätze, Igel nutzen sie als Tagesverstecke, Insekten finden in vielfältig strukturierten Hecken reichhaltige Pollen- und Nektarnahrung. Und Fledermäuse orientieren sich bei ihren nächtlichen Nahrungsflügen an ihnen. Im Herbst 2016 werden wir einen Teil der in der Hecke wachsenden Eschen in gemeinsamer Arbeit mit dem Naturschutzverein „Wasseramsel“ durch Dornensträucher, wie Weissdorn und Wildrosen ersetzen. So entsteht für die turmbewohnenden Brutvögel in den umliegenden weiträumigen Grünlandflächen ein wertvolles Nahrungs- und Zuflucht-Biotop.
 

 
 

+++ 24.06.2016 +++
+++ Basel / Schwyz (SZ) +++



Nistkästen am Artenschutzturm Maihof eingebaut
Die Zimmermannsarbeiten sind erledigt. Unser erster Artenschutzturm Maihof besitzt nun ein wasserdichtes Dach und einen zweiten Stock. Nun konnten die Maurerarbeiten angegangen und die Vorbereitungen für die Platzierung der Nistkästen getroffen werden. Mit einem Meter und einem Farbspray ausgerüstet, wurde jeder Nistkastenplatz markiert und das Mauerwerk mit einem Spitzhammer aufgebrochen. Mit einer leichten Abwärtsneigung gegen die Öffnung des Nistkastens wurden sie ins Mauerwerk eingemauert. Die leichte Neigung sorgt dafür, dass sich bei anhaltendem Regen keine Staunässe im Innern des Nistkastens bildet. Die Nistkästen bestehen aus Holzbeton und sind speziell für den Einbau ins Mauerwerk konzipiert. Die spezielle Mischung des Nistkastenmaterials ist langlebig und trägt zu einem guten Mikroklima im Nistkasten bei. 
Insgesamt wurden 16 Nistkästen für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter, Mauersegler und Fledermäuse eingemauert. Dabei wurden auch die bestehenden Fenster des Turmes genutzt und Röhren-Nistkasten eingebaut, die vor allem Haus- und Feldsperlinge als Höhlenbrüter, d.h. Vögel, die wenig Licht in ihrem Brutplatz mögen, schnell angenommen werden. Die Fenster wurden rückversetzt zugemauert. So bleibt das ursprüngliche Erscheinungsbild der ehemaligen Turm-Trafostation erhalten.
Weitere Maurerarbeiten betreffen die Entfernung von Metall-Rückständen im Turminnern um Verletzungsgefahren zu vermeiden und das Verputzen und Verschliessen der Risse an der bald 100 Jahre alten Turmfassade.
Zum  Abschluss der heutigen Bauarbeiten, an denen unsere SPA-Projektmanagerin dabei war, beglückte der kurz erklingende Gesang eines Gartenrotschwanzes. Auch für diesen Halbhöhlenbrüter wird der Turm einen geschützten Nistplatz bereit haben.
 

 
 

+++ 23.06.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++


Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen eingestellt 
Nachdem unsere deutsche Schwesterstiftung mit unserer massgeblichen finanziellen Förderung seit 2014 nach und nach sämtliche 14,0 ha Uferwiesenflächen entlang unserer Lagune Pantano Cuba gekauft und gemeinsam mit sizilianischen Vogelschützern von illegal abgelagertem Müll und alten Gewächshausresten befreit hat, konnten wir dieses Jahr mit der standortangepassten extensiven Wiesenpflege auf einer Fläche von zunächst ca. 6,0 ha (60.000 m²) beginnen.

Um diese Pflegarbeiten so ökologisch wie möglich zu gestalten, und zugleich einen Nutzen für solche Vogelarten zu erzielen, die am Boden ihre Nahrung suchen, haben wir einen befreundeten sizilianischen Kleinbauern gebeten, 4 Esel einer alten sizilianische Esel-Rasse zu züchten, die nun seit Wochen als neue Landschaftspfleger auf ausgesuchten Uferwiesenflächen eine solide Arbeit abliefern!

Begleitet wird die Wiesenpflege von hunderten Staren, Haubenlerchen und auch Wiedehopfen, die nun besser an ihre Nahrung am Boden herankommen und auch die Dunghaufen als ergiebige Insekten-Nahrungsquelle nutzen.
 

 
 

+++ 18.06.2016 +++
+++ Basel / Schwyz (SZ) +++


Zimmermannarbeiten am Artenschutzturm Maihof
Trotz widriger Wetterbedingungen gehen die Umbauarbeiten am alten Trafoturm am Maihof gut voran. Nachdem inzwischen auch die Fassade gewaschen und gereinigt ist, begann die Sanierung des Daches. Ein Grossteil der Holzleisten, auf denen die Dachziegel befestigt werden, waren morsch und mussten durch neue ersetzt werden. Auch die alten Dachziegel waren teilweise defekt. Da der Turm aber umfassend zum denkmalgeschützten Gut Maihof gehört, können wir die defekten Dachziegel nicht durch gänzlich neue austauschen.
Glücklicherweise hatte die Holzbaufirma Schmidlin ebensolche Dachziegel von früheren Auftragsarbeiten bei sich am Lager verfügbar. So konnten die defekten Dachziegel durch intakte historisch passende Ziegel ersetzt werden.
Im Turminnern wurde die Boden-Lücke im ersten Stock, wo früher der Strom-Transformator hing, mit einem Holzboden verschlossen. Dies für eine zukünftig gefahrenlose Besteigung des Turminneren bei der Betreuung der Nistkästen. Aus gleichem Grund wurde zusätzlich ein zweiter Holz-Zwischenboden auf zirka fünf Meter Höhe eingebaut. Mit einer Leiter vom ersten Stock können dadurch auch die obersten Nistkästen im Turm von innen erreicht, kontrolliert und gesäubert werden. 
 

 
 

+++ 13.06.2016 +++
+++ Basel / Schwyz (SZ) +++


Start der Bauarbeiten für unseren 1. Arten-schutzturm in der Schweiz  
Im Vertrauen auf die engagierte Spenden-Unterstützung unserer tierlieben Spender haben wir inzwischen mit den Umbauarbeiten für unseren ersten Artenschutzturm mit Standort am Maihof in der Gemeinde Schwyz begonnen. Die vielen positiven Rückmeldun- gen auf unseren Projekt-Spendenaufruf  zum Umbau dieses nicht mehr genutzten Trafoturms zu einem Artenschutzturm für bedrohte Vogel- und Fledermausarten des Siedlungsraumes hat unserer Artenschutz-Projektmanagerin und den mit dem Umbau beauftragten Handwerkern zusätzliche Motivation geschenkt.
Mit der Firma Brusabau geben wir die Bauleitung in lokale, qualifizierte und verantwortliche Hände. Die am Bau des neuen Artenschutzturmes involvierten Handwerker legen Wert auf eine ökologische Umsetzung der Bauarbeiten und eine nachhaltige Handhabung der Ressourcen, was der Philosophie unserer Stiftung zum Wohle der Artenvielfalt entspricht. Der alte Trafoturm wird in mehreren Etappen saniert und für eine langlebige, artenschützende Zweckbestimmung umgebaut.
Erstellt im Jahr 1918 hat die Zeit ihre Spuren am Mauerwerk hinterlassen. Besonders die Nordwestseite des Trafoturmes war feuchter Witterung ausgesetzt und typische Fassadenalgen haben diese Turmseite rot gefärbt. Im ersten Schritt wurde daher die Fassade gereinigt. In den nächsten Schritten folgen die Holzbauarbeiten. Die Holzleisten zur Halterung der denkmalgeschützten Dachziegeln sind morsch und können sogar von Hand zerbröselt werden. Um das Turminnere vor eintretendem Regen und eingeschlossener Feuchtigkeit zu schützen, werden die Holzleisten ersetzt. Ein ausgewogenes Mikroklima im Turminnern ist wesentlich für die Akzeptanz der neuen Nistplätze und Fledermausquartiere. Auch die durch Frost teilweise stark aufgesprengte Fassade und die beschädigten Teile des Mauerwerks müssen geschlossen und renoviert werden. In Sorge um viele misslungene Erstbruten wegen des starken und langanhaltenden Regens der letzten Wochen wollen wir unseren tierischen Nachbarn wie Sperlingen, Hausrotschwanz und Bachstelze so schnell wie möglich sichere und geschützte Nistplätze für eine hoffentlich dann gelingende Zweitbrut bieten!
 

 
 

+++ 21.05.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Das sechswöchige und damit längste gemeinsame Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern gehört der Vergangenheit an. Insgesamt 22 Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und unserer Stiftung (SPA) waren in strapaziösen Tages- und Nachteinsätzen entlang der Südküste der Republik und im britischen Hoheitsgebiet (Sovereign Base Area) in der Republik Zypern unterwegs.  
Selbst in den letzten Tagen wurden regelmässig aktive Zugvogelfanganlagen gefunden und abgebaut. Zwar ist jetzt gegen Ende des Frühjahrs-Vogelzugs die Anzahl gefangener Zugvögel stark zurück gegangen, doch noch immer nutzen profit- gierige Vogelwilderer die noch Frucht tragenden Maulbeer- und Loquatbäume, um ihre todbringenden Leimruten auszu- legen und zu fangen, was immer sich noch auf dem Vogelzug befindet wie z.B. Pirole und Gartengrasmücken.
Die Ergebnisse des Vogelschutzcamps sind ein neuer Rekord für einen Frühjahrs- einsatz und spiegeln unseren Eindruck wieder, dass die Wilderei in diesem Frühjahr so intensiv war wie seit Jahren nicht mehr. Hintergrund sind die Parlamentswahlen am 22. Mai: die Regierung ist auf Stimmenfang und hat im Vorfeld alles getan, um die Wilderer zu hofieren und uns Steine in den Weg zu legen.
Wir hoffen sehr, dass sich nach der Wahl die Situation wieder beruhigt und die neue Regierung sich wieder engagierter und eindeutiger gegen den Vogelfang positioniert.
So verhalten die Zusammenarbeit mit der APS aufgrund der von hohen Politikern erwirkten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern leider war, um so erfreulicher war die Unterstützung unserer Vogelschützer durch lokale Polizeibehörden.
Bleibt uns zum Abschluss des Frühjahrs-Vogelschutzcamps die Hoffnung, dass sich Justiz- und Innenminister nach Abschluss der Wahlen wieder ihrem politischen Auftrag und ihrer ureigensten Arbeit zuwenden, nämlich der Durchsetzung von Recht und Ordnung im Bereich des Zypriotischen Natur- und Artenschutzes.
 
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 6 Vogelschutzcamp-Wochen haben konservativ geschätzt mehr als 400'000 Zugvögeln das Leben gerettet.

Unser Zypern-Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2016 wird zeitnah in englischer Sprache erstellt und dem für Natur- und Artenschutz zuständigen EU-Kommissar Mr. Vela in Brüssel und dem Justizminister der Republik Zypern zugestellt und auch der Schweizer Öffentlichkeit auf der Startseite unserer Homepage zugänglich gemacht.

 
 

+++ 12.05.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 5. Report  Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 
Fünf Wochen sind seit Beginn des Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf Zypern vergangen und es werden weiterhin regelmässig aktive Fangplätze gefunden. Zwar ist der Höhepunkt des Zugvogel- fangs jetzt gegen Ende des Vogelzugs vorbei, doch immer noch nutzen profitgierige Vogelwilderer die letzten reifen Maulbeerbäume und die letzten fruchttragenden Loquatbäume, um ihre todbringenden Leimruten auszulegen und um zu fangen, was sich immer noch auf dem Vogelzug befindet. So wurde vor wenigen Tagen ein aktiver Fangplatz entdeckt, auf dessen Leimruten sich die letzten Langstreckenzieher verfingen: ein Pirol und eine Gartengrasmücke. Beide konnten, unter herzerschütterndem Geschrei des Pirols, von der Leimrute befreit und gerettet werden.
Selbst Netze werden noch gefunden. In einem bisher unbekannten Privatgarten inmitten eines Quartiers wurde von unseren Vogelschützern ein Netz gesichtet. Der neue Fangplatz wurde als umzäunter Garten mit mindestens 1 Fangnetz der Polizei-Spezialeinheit APS gemeldet, woraufhin diese bei der nächsten Aktion den Fangplatz aufsuchte und 1 Netz, 41 Leimruten und 78 tote Zugvögel im Tiefkühler vorfand. Der Vogelwilderer wurde angezeigt.
So verhalten die Zusammenarbeit mit der APS aufgrund der von hohen Politikern erwirkten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern leider ist, so erfreut waren wir über das Mitwirken der lokalen Polizei in drei Fällen von Vogelwilderei. In einem Fall erstattete die lokale Polizei sogar Anzeige gegen einen Vogelfänger wegen ausgelegter Leimruten. Nach so mancher Enttäuschung wegen mangelnder Unterstützung seitens der lokalen Polizei bei der Bekämpfung des illegalen Vogelfangs, eine motivierende Erfahrung, die uns auf eine zukünftig bessere Zusammenarbeit hoffen lässt.

Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps:

 
 

+++ 29.04.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Je länger wir uns durch die Hotspots der Vogelfangregionen entlang der Südküste der Republik Zypern arbeiten, umso deutlicher zeigen sich die fatalen Folgen und Konsequenzen der politischen Entscheidung, die Anti-Wilderei-Polizei- einheit APS vor den zypriotischen Wahlen im Mai 2016 nur gegen grosse illegale Zugvogel-Fanganlagen mit Fangnetzen und mit mehr als 100 Leimruten vorgehen zu lassen. Damit sollen die vielen tausend kleinen Vogelwilderer geschont und als Wähler nicht verärgert werden. Das ist Klientel-Politik gegen geltende zypriotische Gesetze und gegen EU-Recht!
Die tausende in klarem Verstoss gegen die geltende EU-Vogelschutzrichtlinie offiziell tolerierten „kleineren“ illegalen Zugvogel-Fanganlagen mit bis zu 99 Leimruten fahren ungestraft millionenfache blutige Zugvogelernte ein! Unsere Vogelschützer schuften bis zu 18 Stunden pro Tag, um wenigstens die grössten und aktivsten Fangplätze und deren Betreiber an ihrem illegalen hochprofitablen Vogelmord-Geschäft zu hindern und aus dem Verkehr zu ziehen.
Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatten unsere Vogelschützer am 26.04.2016, nachdem sie einen nachts observierten aktiven Fangplatz frühmorgens an die APS Polizeieinheit gemeldet hatten. 
Die erwischte den Vogelwilderer morgens noch auf frischer Tat mit 13 getöteten Singvögeln, 80 Leimruten und einer elektronischen Vogelstimmen-Lockanlage.
Bei der folgenden Hausdurchsuchung wurden weitere 791 tote Singvögel gefunden.
Der Vogelwilderer wurde angezeigt und muss sich nun vor Gericht verantworten. Das war dann immerhin auch den zypriotischen Medien einen ausführlichen Bericht wert:
http://in-cyprus.com/poachers-arrested-paralimni-zygi/
 
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 4 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 300.000 Zugvögeln das Leben gerettet.

 
 

+++ 24.04.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Auch in den Tages- und Nachtstunden ohne Begleitung und Schutz der APS (Anti-Wilderei-Polizei-Spezialeinheit) arbeiten wir uns durch die uns seit Jahren bekannten Zugvogelfang-Hotspots entlang der Südküste der Republik Zypern.
Nach erfolgtem Wachwechsel sind nun
2 neue erfahrene Vogelschützer-Teams im Einsatz.
Als Ergebnis unserer gründlichen Observierung auch von Privatgärten finden wir neben illegalen Zugvogel-Fangplätzen mit Leimruten und Fangnetzen auch eine erschreckend grosse Anzahl Käfige und Volieren, in denen die mit Fallen gefangenen Zugvögel, meist streng geschützte Vogelarten, bis zu deren Tötung unter tierquälerischen Bedingungen gehalten werden.

Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 3 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 250.000 Zugvögeln das Leben gerettet.

 
 

+++ 18.04.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Wegen der vom Zypriotischen Innen- minister für das Frühjahr beschlossenen stark eingeschränkten Polizeiunter- stützung unserer Vogelschützer durch die Anti-Wilderei-Polizei-Spezialeinheit (APS) haben unsere Aktivisten mehr Zeit und operativen Spielraum, sich wieder die illegalen Fangplätze anzuschauen, für die wegen unserer Rücksichtnahme auf die Polizeianweisungen im Frühjahr und Herbst 2015 keine Zeit war 
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag auf dieser Seite vom 03.04.2016.
Den überwiegenden Teil des Tages und der Nacht bei unserer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen, kümmern wir uns auch wieder um die uns von früher noch bekannten vielen kleinen illegalen Zugvogelfangplätze, von denen zypriotische und deutsche Tierschützer berichten, dass diese nicht mehr aktiv betrieben werden!
Diese Feststellungen sind aktuell und nachweislich falsch. Ebenso falsch ist auch die Behauptung, dass in Privatgärten kaum noch illegaler Zugvogelfang betrieben wird! In fast jedem Garten, den unsere Vogelschützer in den letzten 10 Tagen überprüft haben, sind 5 – 15 Leimruten fangbereit aufgebaut und zeigen frisch gefangene Zugvogelopfer.
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Der illegale Zugvogelfang auf Zypern wird uns noch Jahre beschäftigen! Aber wenn wir nicht weiter aktiv gegen den illegalen Vogelmord angehen, vor Ort Flagge zeigen und die breite Öffentlichkeit über die Missstände informieren, wird sich weder auf Zypern noch bei der EU-Kommission in Brüssel die laxe Einstellung zur konsequenten Durchsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie ändern.
Und das wollen und können wir uns nicht leisten. Die Zugvogelbestände nehmen europaweit in alarmierendem Tempo ab! Ursachen sind die unheilvolle Kombination von immer intensiver industriell betriebener Landwirtschaft in Mitteleuropa und der massive kommerziell ausgerichtete Zugvogelfang in den EU-Mitgliedsländern Südeuropas.
Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 2 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 190.000 Zugvögeln das Leben gerettet.

 
 

+++ 10.04.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Trotz unseres scharfen Protests beim Innenminister der Republik Zypern und der EU-Kommission in Brüssel wegen der stark eingeschränkten Polizei-Unterstützung unserer Vogelschutz-Aktivisten bei ihrem Frühjahrseinsatz gegen den illegalen Zugvogelmord stehen die APS-Polizeieinsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) jeweils nur in den frühen Morgenstunden zur Verfügung.
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag auf dieser Seite vom 03.04.2016.
Unsere Vogelschützer sind folglich den überwiegenden Teil des Tages und der Nacht bei ihrer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen.
Damit steigt das Risiko für scharfe Auseinandersetzungen mit illegalen Vogelwilderern vor Ort bis hin zu konkreten Gefahren für Leib und Leben!
Trotz allem halten wir unser Versprechen, in öffentlichem Gelände nicht eine einzige aufgefundene Leimrute und Fangnetze stehen zu lassen! Wir sammeln sämtliche gefundenen illegalen Vogelfanganlagen konsequent ein!
Hier die Ergebnisse der 1. Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzwoche: Die Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in der 1. Vogelschutzcamp-Woche haben dieses Frühjahr bereits mehr als 120.000 Zugvögeln das Leben gerettet.

 
 

+++ 03.04.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Am Samstag den 02.04.2016 begann auf Zypern das längste und umfassendste Frühlings-Vogelschutzcamp seit Beginn unserer Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord.
Von Anfang April bis Mitte Mai werden unsere Vogelschützer-Einsatzteams auf der Mittelmeerinsel im Einsatz sein und damit praktisch die gesamte Vogelzug- zeit abdecken.
Der Innenminister der Republik Zypern und die Polizeiführung haben uns zwar wieder schriftlich ihre Unterstützung zugesichert, diese soll aber leider nur sehr eingeschränkt umgesetzt werden. So werden unseren Vogelschützern die APS-Polizeieinsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) nur jeweils in den frühen Morgenstunden zur Verfügung stehen. Ebenfalls angekündigt ist, dass sich die APS-Einsatzteams nur um die „großen Fangstellen ab 100 Leimruten“ kümmern werden.
Die „kleinen Fische“ sollen folglich ungeschoren davonkommen. So hält die Regierung vor den Wahlen im Mai 2016 die vielen hundert Vogelwilderer bei Laune. Wir haben uns ob dieser Entscheidung beim Justizminister in Nikosia und bei der EU-Kommission schriftlich und wohlbegründet  beschwert und werden sehen, wie sich diese neue Strategie in der Praxis auswirkt.
Die rechtwidrige politische Duldung von bis zu 99 fängisch aufgebauten illegalen Leimruten pro Fangplatz bedeutet, während der Frühjahrs-Vogelzugzeit den qualvollen Tod von bis zu 2.200 Singvögeln (45 Tage x 0,5 Vögel pro Tag x 99 Leimruten) pro Fangplatz billigend in Kauf zu nehmen. Das ist praktizierte EU-Vogelschutzpolitik in einem EU-Mitgliedsstaat, den die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland in der EURO-Krise als „systemrelevant“ eingestuft hat!
Unsere Vogelschützerteams jedenfalls werden nicht eine einzige aufgefundene Leimrute stehen lassen und sammeln im Zweifel alle in öffentlichem Gelände fängisch aufgebauten Leimruten selber ein!
Wie schon im letzten Herbst und Winter bei unseren 3 Vogelschutzcamps praktiziert, wollen wir die Vogelwilderer mit unserem Einsatz überraschen und werden deshalb in den sozialen Medien und in den Zypriotischen Medien zunächst nicht berichten.
Über die Ergebnisse des Frühjahrs-Vogelschutzcamps werden wir an dieser Stelle selektiv informieren.

 
 

+++ 11.02.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet
Am 7.2.2016 ging nach 14 Einsatztagen auf der Insel Zypern das 2. gemeinsam mit unserem Partner „Komitee gegen den Vogelmord“ (CABS) durchgeführte Winter-Vogelschutzcamp zu Ende.
Damit waren 4 Vogelschutz-Teams im Winter knapp vier Wochen lang unter schwierigen Bedingungen meist nachts und wiederholft bei Temperaturen um die 0° C im Einsatz, um den illegalen und tierquälerischen Vogelfang zu dokumentieren und mit der APS-Polizei-Spezialeinheit gegen die Vogelwilderer vorzugehen.
In der 2. Hälfte des Winter-Vogelschutz- camps haben die Einsatzteams weitere 83 Vogelfangnetze, 21 Lockgeräte und 101 Leimruten gefunden und zerstört.
Damit wurden im Wintercamp 2015/2016 insgesamt 451 Leimruten, 222 Vogel-fangnetze und 59 Lockgeräte unschädlich gemacht und mehr als 200 Vögel lebend aus Netzen befreit.
Zusätzlich konnte die Polizei 5 Vogelwilderer inflagranti erwischen und anzeigen.
Dies immerhin trotz der von einflussreichen zypriotischen Politikern angeordneten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern wegen der anstehenden Wahlen im Mai 2016.
Auf unsere dringenden Bitten um mehr Polizeiunterstützung und Präsenz wurden uns vom zuständigen Ministerium für Justiz und Inneres, schliesslich zwei weitere Einsätze der Anti-Wilderei-Polizei APS bewilligt. Die Feststellungen über das enorme Ausmass des illegalen Vogelfangs im Winter und die bemerkenswert hohe Motivation unserer Vogelschutz-Aktivisten, dagegen vehement vorzugehen, hat dann auch die Polizeikräfte zu engagiertem Einsatz motiviert. Die Zusammenarbeit sowohl mit der Polizei-Spezialeinheit APS der Republik Zypern als auch der Polizei der Sovereign Base Area (SBA) des britischen Hoheitsgebiets, gestaltete sich im Verlauf des Vogelschutzcamps immer besser und lässt auf eine noch engere und wirkungsvollere Kooperation im kommenden Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern hoffen.
 

 
 

+++ 04.02.2016 +++
+++ Basel / Schweiz +++ Nikosia / Republik Zypern +++


Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016
In Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord haben wir erstmals seit 2009 im Winter 2015/2016 zwei Vogel- schutzcamps entlang der Südost-Küste der Republik Zypern durchgeführt.
Die uns vertraulich zugespielten Informationen über auch im Winterhalbjahr anhaltende Zugvogelfangaktivitäten wurden in beiden Vogelschutzcamp-Einsätzen leider vollumfänglich bestätigt.
Mitte Dezember 2015 waren 2 Einsatz- Teams 2 Wochen lang in Nachteinsätzen unterwegs, um Umfang und Ausmass der Zugvogelwilderei zu dokumentieren und in enger Zusammenarbeit mit der APS, der Anti-Wilderei-Einheit der zypriotischen Polizei, illegale Fanganlagen abzubauen und zu zerstören. Insgesamt wurden dabei 59 Netze und 143 Leimruten vernichtet.  
2 Wilderer wurden im britischen Hoheits- gebiet „Sovereign Base Area“ von der dortigen SBA-Polizei aufgrund von Hinweisen der Vogelschützer des illegalen Vogelfangs überführt.
Seit 23.01.2016 sind 3 Vogelschutz-Teams im 2. gemeinsamen Winter-Vogelschutz- camp im Einsatz. Im Winter - bisher ungestört von der Polizei - werden ungeniert riesige Fangnetze im eigenen Garten oder nahe von Strassen und Häusern aufgestellt. Meist sind es zur Vogelfangoptimierung gleich 3 Netze pro illegale Fanganlage.
Gefangen werden überwiegend Singdrosseln, eine Vogelart, die auf Zypern zunehmend in grosser Zahl wegen der guten Nahrungsbedingungen überwintert. „Tzikla“ heisst diese zypriotische Winter-Delikatesse und wird für 2-3 Euro pro getöteten Zugvogel (50 Gramm Vogelfleisch und Innereien) gehandelt. Die Fangnetze von 4 Metern Höhe und bis zu 20 Metern Breite werden um ein elektronisches Lockgerät aufgespannt. Das spielt nächtelang den Gesang von Drosseln ab. Hunderte von Singdrosseln werden so pro Nacht in einer einzigen Netzfanganlage gefangen und getötet!
Bei Halbzeit des 2. Wintervogelschutzcamps konnten Ende Januar 2016 schon 80 riesige Fangnetze und 22 Lockgeräte abgebaut und sichergestellt werden. Weiter wurden 199 Leimruten gefunden und zerstört. Eine Zwischenbilanz, die das gewaltige Ausmass des illegalen Drosselmordens auf Zypern unterstreicht.
Besonders pikant: Die EU hat der Republik Zypern bei den seinerzeitigen Beitrittsverhandlungen den Abschuss von Singdrosseln ausdrücklich erlaubt. Diese Zugvogelart ist in den meisten EU-Ländern streng geschützt. Europa im Gleichschritt!
 

 
 

+++ 15.01.2016 +++
+++ Cagliari / Sardinien / Italien +++


2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlossen
Am 6. Januar ging unser 2. Winter-Vogelschutzcamp in Süd-Sardinien zu Ende. Fünf engagierte Vogelschützer waren von Weihnachten bis zum 6.1.16 täglich bis zu 10 Stunden auf den Beinen und durchforsteten die buschbestandenen Hänge des Regionalparks Gutturu Mannu westlich der Hauptstadt Sardiniens auf der Suche nach illegal montierten Baum- und Bodenschlingenfallen. Dabei wurden 1‘200 Schlingenfallen für Vögel und ebenso 40 Drahtschlingenfallen für grössere Wildtiere gefunden und zerstört.
Unsere Arbeit in diesem 2. Sardinien-Vogelschutzcamp konzentrierte sich darauf, für Vogelwilderer massive Präsenz zu zeigen und neu gefundene Zugvogel-Fanganlagen abzubauen und aufräumen. Bekannte Fang-Wege wurden kontrolliert und Reste an aktiven und inaktiven Fallen wurden vernichtet. Potenzielle neue Fanggebiete wurden erkundet, gottlob wurden aber keine neuen aktiven Fangstellen mehr entdeckt.
Daraus können wir die Bilanz ziehen, dass unsere Vogelschutzarbeit vor Ort im November und Anfang Dezember 2015 die Vogelwilderer sehr gestört und beunruhigt hat. Nicht zuletzt der dank unserer Arbeit von der Forstpolizei erfolgreich erwischte Wilderer mit mehr als 10´000 Schlingenfallen hat die Wilderer-Szene tief beeindruckt. Dass so viele Vogelwilderer nach Weihnachten ihre Fangplätze nicht mehr aufsuchten, ist ein echter Erfolg auf dem langen Weg zur Beendigung der Zugvogelwilderei auf Sardinien. Ein Wilderer konnte nach Weihnachten von der Forstpolizei beim Aufbau von Schlingenfallen für Vögel und Rotwild noch rechtzeitig erwischt werden. Im selben Gebiet wurden bei Räumungsaktionen weitere 3´000 Schlingenfallen und 21 Netze beschlagnahmt.
Auch im Winter 2016/2017 werden wir rechtzeitig wieder vor Ort in Sardinien sein… wir lassen unsere Zugvögel nicht einfach hängen!

 
 

+++ 23.12.2015 +++
+++ Basel / Schweiz +++


Unsere Weihnachts- & Neujahrsgrüsse

All unseren engagierten Spenderinnen & Spendern, unseren Förderern und allen Artenschutz-Projektpartnern im Netzwerk unserer Stiftung wünschen wir herzlichst ein gesegnetes, besinnliches und ebenso freudvolles Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen, geruhsame Tage "zwischen den Jahren" und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr 2016.

Wir danken Ihnen von ganzem Herzen
für die grossherzige und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2015 – bitte bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit auch
im neuen Jahr weiterhin engagiert und patenschaftlich verbunden.

Auch für 2016 haben wir bereits bedeutende und couragierte Natur- & Artenschutz-Projekte in Arbeit, für deren Realisierung wir um Ihre anhaltende Unterstützung bitten.

Ihr
Roland Tischbier
Präsident des Stiftungsrates

 

+++ 05.12.2015 +++
+++ Catania / Sizilien / Republik Italien +++


Sie haben sicherlich letzte Woche aus den Medien von der seit 20 Jahren heftigsten Eruption des Vulkans Ätna auf Sizilien gehört und gelesen. Bildmaterial von dieser unerwarteten Eruption gab es so gut wie nicht. Daher wollen wir Ihnen heute diese einmaligen Bilddokumente von der Ätna-Eruption vom 03.12.2015 nicht vorenthalten.
 
Die Fotos hat einer unser sizilianischen Vogelschützer gemacht, der am Hang des Ätna-Vulkanmassivs eine kleine Gärtnerei betreibt, in der wir unsere sizilianischen Wildsträucher und verschiedene Baumarten aus in der Küstenregion Südost-Siziliens gesammelten Beeren und Baumsamen in Eigenregie grossziehen. Die zweijährigen Pflanzen werden dann in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantano Cuba“ zur Bereicherung und Aufwertung der Singvogelbiotope ausgepflanzt.
 
Im letzten Jahr wurde bei einem Anschlag auf die kleine Gärtnerei unsere Aufzuchtarbeit von 200 jungen Wacholderbüschen und Eichenbäumchen mutwillig vernichtet. Fazit: Mit engagiertem Zugvogelschutz machen sich unsere Aktivisten in Südeuropa eine Menge heimliche „Freunde“!

 
 

+++ 27.11.2015 +++
+++ Cagliari, Sardinen, Republik Italien +++


Ende unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 
Heute geht unser 1.Sardinien-Vogelschutzcamp 2015 in Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord  zu Ende … und das 2. Sardinien-Vogelschutzcamp 2015 folgt in nicht allzu ferner Zeit.
Drei Wochen lang haben Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung die undurchdringlichen buschbestandenen Bergregionen nach illegalen Vogelfallen abgesucht. Dabei wurden drei grosse bis zu 1 km lange, in die Buschlandschaft geschnittene aktive Fangplätze gefunden.
Die dort aufgebauten insgesamt 1.780 Schlingenfallen wurden zerstört. Damit haben unsere Vogelschützer mehr als 40.000 Singvögeln, meist Singdrosseln und Amseln, aber auch Rotkehlchen, Distelfinken und anderen Vogelarten ihr zartes Vogelleben gerettet.
In Cagliari und der näheren Umgebung wurden in den letzten Tagen illegal gefangene und getötete Singvögel als Festtagsangebot mit „7 Singdrosseln + 1 Amsel“ auf Spiessen für 80 – 100 Euro zum Verkauf angeboten! Man gönnt sich auf Sardinien ja sonst nichts!
Die von den Vogelschützern gut versteckt aufgebauten Fotofallen-Kameras haben mit perfektem Bildmaterial geholfen, in Kooperation mit den Carabinieri 3 Vogelwilderer zu überführen. Und das hat sich dort in der Region in Vogelwildererkreisen sehr schnell herumgesprochen.
Auch wenn 1.780 Schlingen eine recht beachtliche Anzahl Schlingenfallen bedeuten  – sie sind nur ein Bruchteil dessen, was die Vogelschützer auf Sardinien in früheren Jahren  abgebaut haben. Im Jahr 2004 waren das sage und schreibe 22.130 Schlingenfallen!
Wir bleiben aber weiter dran, damit auch dem letzten Vogelwilderer auf Sardinien die Freude am illegalen Vogelfang und steuerfreiem Profit vergeht.

 
 

+++ 15.11.2015 +++
+++ Cagliari, Sardinen, Republik Italien +++


Start unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 
In diesen Tagen hat unser 1.Sardinien-Vogelschutzcamp 2015 in Kooperation
mit dem Komitee gegen den Vogelmord begonnen.
Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Schweizer Artenschutz-Projekt-Managerin werden italienische Vogelschützer bis zu 4 Wochen die Berglandschaft um die Insel-Hauptstadt Cagliari nach illegalen Boden- und Baumschlingen-Fallen für den illegalen Vogelfang absuchen.
Dank jahrelanger erfolgreicher Vogelschutzeinsätze in Zusammenarbeit mit den Carabinieri in den Haupt-Vogelfanggebieten Sardiniens werden aktuell nur noch die buschbestandenen und undurchdringlichen Bergregionen um Cagliari von bis zu 200 Vogelwilderern intensiv für den illegalen Vogelfang genutzt. Die Nachfrage nach der illegalen Delikatesse für die bevorstehenden Festtage beschert dort den Vogelwilderern noch immer hohe steuerfreie Profite!
Bei vorausgegangenen Geländeobservierungen in der Berglandschaft haben unsere Vogelschützer umfangreiche neue Fangplätze entdeckt und mit Fotofallen-Kameras präpariert.
Der Abbau und die Zerstörung von mehr als 2.200 Baum- und Bodenschlingenfallen, die teilweise als Beweismittel an die Carabinieri übergeben wurden, haben letztes Jahr bis zu 80.000 Zugvögeln während der Überwinterungszeit auf Sardinien das Leben gerettet.
Die Mittelmeerinsel Sardinien wird, begünstigt durch den Klimawandel, für eine zunehmende Zahl von Zugvogelarten ein ideales Überwinterungsgebiet. Derzeit überwintern dort bevorzugt Singdrosseln, Rotkehlchen und auch Stieglitze.
Aktuelles Bildmaterial und Ergebnisse des 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 werden wir an dieser Stelle von Zeit zu Zeit publizieren.

 
 

+++ 14.11.2015 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++


Ziehende Greifvogelarten noch immer in unserem Zugvogel-Schutzgebiet „Pantano Cuba“ 
Schon seit vielen Jahren hielten sich ziehende mittel- und nordeuropäische Greifvogelarten und Watvogelarten nicht mehr derart lange an diesem letzten Zugvogelrastplatz entlang der mittleren Vogelzugroute unmittelbar vor der Mittelmeerüberquerung auf.

Was wir bereits bei tausenden Mauerseglern im August, tausenden Rauchschwalben Ende September und hunderten Kranichen im November erlebt haben, findet nun bei ziehenden Greifvogelarten wie Fischadler, Schreiadler und Rohrweihe seine Fortsetzung: Sie alle bleiben länger als früher im Feuchtgebiet Pantano Cuba (Südostküste Siziliens) und suchen dort erstmals seit Jahrzehnten ungestört von Jagd und Wilderei in der von Müll befreiten Lagune und in den renaturierten Uferwiesen Nahrung.

Ob dieses Jahr schon erste Überwinterungen von Kranichen, Greifvögeln und Watvögeln in unserem gut 100 ha grossen, eingezäunten Zugvogelschutzgebiet stattfinden, werden wir spätestens Ende November 2015 wissen.

 
 

+++ 09.11.2015 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++


Unsere Zugvogelschutzgebiet-Investitionen „Pantano Cuba“ erzielen begeisternde Zunahme der Zugvogel-Vielfalt 
Unsere Entscheidungen, die anhaltenden Landkäufe unserer deutschen Schwesterstiftung und die umfangreichen Biotop-Sanierungs- und -Optimierungsmaßnahmen in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba an der Südostküste Siziliens finanziell zu fördern, waren auch getragen von der Zielsetzung, die inzwischen mehr als 100 ha (1.000.000 m²) Feuchtgebiet-Eigentum derart zu optimieren und störungsfrei zu machen, dass eine zunehmende Anzahl Zugvogelarten nicht mehr gezwungen ist, das Mittelmeer mit gefahrvoller Rast auf Malta (Gozo) zu überqueren.
Diese unsere grosse Hoffnung wird durch erste begeisternde Ergebnisse bestätigt.
Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten, in denen die Feuchtgebiete als illegale Müllabladeplätze und für die legale Vogeljagd genutzt und für illegale Zugvogelwilderei missbraucht wurden, herrscht in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba dank unserer nun kompletten Einzäunung und des bereits am 02.11.2015 begonnenen Sizilien-Vogelschutzcamps absolute Ruhe!
Die Ungestörtheit der Süsswasserlagune und der weiten inzwischen von uns renaturierten Uferwiesenflächen verleiten besonders eine Vielzahl von Entenarten und durchziehende Kraniche und Greifvögel zu immer längerer Rast und erfolgreicher Nahrungssuche.
Noch nie haben sizilianische Vogelschützer derart viele Moorenten, Kraniche und Greifvögel wie Wespenbussarde, Rohrweihen und Fischadler so lange im Feuchtgebiet beobachten können. Noch begeisternder ist, dass erstmals auch Schreiadler die Uferwiesen zur erfolgreichen Nahrungsjagd nutzen.
Jetzt im November wächst unsere Zuversicht, dass ein Teil der Moorenten, Kraniche und auch Fischadler erstmals auf den gefahrvollen Weiterflug mit Rast auf Malta (massive Zugvogelwilderei) verzichten, weil Pantano Cuba zunehmend das bietet, was sie zum Überwintern benötigen.
 

 
 

+++ 01.11.2015 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Nikosia/Republik Zypern +++


Final Report - Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Das grosse Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 des „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ (CABS) in Kooperation mit unserer Stiftung (SPA) ist am 19.10.2015 zu Ende gegangen. Noch nie waren unsere knapp 30 Vogelschützer derart lange auf Zypern im Einsatz und die erzielten Ergebnisse zeigen: es hat sich für den aktiven Zugvogelschutz entlang der östlichen Vogelzugroute auf jeden Fall gelohnt!
Das diesjährige Herbst-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern (EU) hat die Rekordergebnisse des Herbst-Vogelschutzcamps 2014 überflügelt. Bis auf ein demoliertes Einsatzfahrzeug haben wir auch keine verletzten Vogelschützer zu beklagen.
Nach Ende der vereinbarten gemeinsamen Vogelschutz-Einsätze mit der zypriotischen Polizei-Spezialeinheit APS haben wir noch eine Woche lang neue, uns bisher unbekannte Vogelfangplätze gesucht, diese auch elektronisch erfasst und dokumentiert und in eindeutig öffentlichem Gelände gezwungenermassen alleine abgeräumt!
Als Ergebnis unseres gemeinsamen Herbst-Zugvogelschutzcamps wurden folgende Vogelfangeinrichtungen zerstört resp. beschlagnahmt und teils als Beweismittel durch die APS-Polizei sichergestellt:   Unsere Vogelschützer-Einsatzteams konnten gemeinsam mit der APS-Polizei 950 Vögel unversehrt aus Vogelfanganlagen befreien! 360 frisch getötete Singvögel und weitere175 tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei als Beweismittel sichergestellt.
An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an alle Polizeibeamten der zypriotischen APS-Polizeispezialeinheit, die unsere ehrenamtliche Zugvogelschutzarbeit vor Ort 4 Wochen lang engagiert und zuverlässig unterstützt haben.
 

 
 

+++ 20.10.2015 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Valletta/Republik Malta +++


Republik Malta legalisiert Singvogelfang - Konfrontation mit EU-Kommission
Ungeachtet eines von der EU-Kommission in Brüssel angedrohten Verfahrens vor dem EU-Gerichtshof und trotz internationaler Proteste erlaubt die Regierung der Republik Malta mit dem heutigen Tag (20.10.2015) erneut den Singvogelfang.
Bis Ende Dezember dürfen insgesamt mehr als 25.000 Finken (12.000 Hänflinge, 800 Stieglitze - in DE Vogel des Jahres 2016, 4.500 Grünfinken, 2.350 Girlitze, 500 Kernbeisser, 5.000 Buchfinken und 2.350 Erlenzeisige) mit Netzen gefangen werden.
Einzig für diesen Zweck wurden rund 8.000 Vogelfanganlagen mit riesigen Schlagnetzen im Gelände genehmigt!
Die letzte Hoffnung liegt nun auf der EU: Nur wenn der amtierende EU-Umwelt-Kommissar Mr. Vella (Republik Malta) das Verfahren gegen die Republik Malta wirklich eröffnet, könnte der Vogelfang schnell wieder beendet sein.
Protestaktion – Bitte machen Sie kurzentschlossen mit!
Wir haben kurz entschlossen gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Komitee gegen den Vogelmord“ eine Protestaktion gestartet: Schreiben Sie dem maltesischen Konsulat in Basel, Herrn Stephan Erbe, was Sie vom legalisierten Singvogelfang auf Malta halten und fordern Sie ihn auf, sich kurzfristig dafür einzusetzen, dass dieser massive Verstoss gegen das EU-Naturschutzrecht sofort beendet wird!
 
Die eMail-Adresse des maltesischen Konsulats lautet: maltaconsul.basel@gov.mt

 
 

+++ 16.10.2015 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Nikosia/Republik Zypern +++


6. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Unser gemeinsames Zypern-Herbst-Vogelschutzcamp mit dem "Komitee gegen den Vogelmord" wird Mitte nächster Woche zu Ende gehen.
Schon heute können wir festhalten, dass dieses Vogelschutzcamp die Rekord-Ergebnisse des Vogelschutzcamps Herbst 2014 für den Zugvogelschutz noch überflügelt.
Unbeschadet der Gefährlichkeit der nächtlichen Einsätze für die Teams der Vogelschützer haben wir bisher 190 Stunden gemeinsame Einsatzzeit mit der Anti-Wilderei-Polizeieinheit APS absolviert. Insgesamt 23 Vogelschützer (Männer und Frauen) waren und sind unter teils widrigen Witterungs- und Sicherheitsbedingungen im Kampf gegen den illegalen Vogelfang und die Wilderei im Einsatz. 
Dabei wurden von den Einsatzteams neben vielen kleineren Vogelfangplätzen 65 grosse professionell betriebene Vogelfanganlagen aufgespürt und deren Vogelfangeinrichtungen gemeinsam mit der APS-Polizei abgebaut. Insgesamt wurden 33 Vogelwilderer (in 2014: 27 Wilderer) inflagranti erwischt und angezeigt.

Hier die regionalen Standorte der 65 geräumten grossen Vogelfangplätze: 49 aktive Fangplätze im Bezirk Famagusta, 14 aktive Fangplätze im Bezirk Larnarca, 2 aktive Fangplätze in der UN-Pufferzone zwischen der Republik Zypern und dem türkischen Teil Zyperns.

Dabei wurden folgende Vogelfangeinrichtungen zerstört resp. beschlagnahmt und als Beweismittel durch die APS-Polizei sichergestellt:   Darüber hinaus haben unsere Einsatzteams weitere knapp 1.000 Leimruten und 20 Fangnetze im öffentlichen Gelände gefunden.
Unsere Vogelschützer-Teams konnten gemeinsam mit der APS-Polizei 855 Vögel unversehrt aus Vogelfanganlagen befreien! 360 frisch getötete Singvögel und weitere 175 tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei als Beweismittel sichergestellt.

 
 

+++ 03.10.2015 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Nikosia/Republik Zypern +++


5. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Die Zahlen und Daten allein beschreiben nicht die vielfältigen Erfahrungen und emotional bewegenden Erlebnisse unserer ehrenamtlichen Vogelschützer während ihrer Tages- und Nachteinsätze.
Die kosten enorm viel Energie und Kraft. Daher tauschen wir die Vogelschützer-Einsatzteams auch nach einer vorher festgelegten Einsatzzeit aus!
Am 01.10.2015 war Halbzeit unseres Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzes, der
- so viel ist schon heute festzustellen - überaus erfolgreich verläuft und der
den Vogelwilderern an vielen grossen Vogelfangplätzen Stress verursacht. Die Vogelwilderer-Szene ist verunsichert und wird zunehmend vorsichtiger!
Die Teams der ehrenamtlich arbeitenden Vogelschützer haben seit Beginn des Herbst-Vogelschutzcamps am 11.9.2015 mit der APS-Polizei-Spezialeinheit 149 Stunden bei Einsätzen in der Landschaft zusammengearbeitet.
Dabei wurden von den Einsatzteams 53 grosse aktive, fangbereite Vogelfangplätze gefunden und deren Vogelfangeinrichtungen gemeinsam mit der Polizei abgebaut. Die hat 20 Strafanzeigen erstattet und 27 Beschlagnahmungen von Vogelfanggeräten, toten Singvögeln und 39 Vogellockanlagen vorgenommen. Insgesamt wurden bisher 1.605 Leimruten, 78 Vogelfangnetze, 39 elektronische Lockanlagen sowie zwei Jagdgewehre und ein Luftgewehr gefunden und sichergestellt.
Unsere Vogelschützer-Teams konnten 725 Vögel unversehrt aus Vogelfanganlagen befreien! 325 frisch getötete Singvögel und 120 tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei als Beweismittel sichergestellt.

 
 

+++ 25.09.2015 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Nikosia/Republik Zypern +++


4. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Der anhaltend massive und gesetzeswidrige  Vogelfang mit verbotenen Leimruten und Fangnetzen entlang der Südküste der Republik Zypern hat auch schwerwiegende Folgen für die dortige heimische Tierwelt und Artenvielfalt.
Neben bis zu 96 Vogelarten finden wir an Leimruten regelmässig auch Agamen-Arten, Schmetterlingsarten und Käfer- und Schneckenarten, die dort einen qualvollen Tod sterben oder bei Fangplatzkontrollen von den Vogelwilderern entfernt und als unerwünschter „Beifang“ weggeworfen werden.
So sterben die mit Leim verschmutzten Wildtiere lebensunfähig geworden einen elenden Tod durch Siechtum.
In den teils am Boden befestigten Vogelfangnetzen verenden u. a. Igel, Eidechsen, Agamen und Reptilien wie z. B. die im Foto gezeigte ungiftige Pfeilnatter, die bis zu 1,80 m lang werden kann. 
In den 14 Einsatztagen der Vogelschützer im Herbst-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern wurden die nachfolgenden Ergebnisse erzielt:
93 Stunden Zusammenarbeit mit der Polizei-Spezialeinheit APS bei Einsätzen in der Landschaft. Dabei wurden von uns 30 aktive, fangbereite Vogelfangplätze gefunden und deren Vogelfangeinrichtungen gemeinsam mit der Polizei abgebaut. Die hat 16 Strafanzeigen erstattet und 15 Beschlagnahmungen  von Vogelfanggeräten, toten Singvögeln und Vogellockanlagen vorgenommen.
Bisher wurden insgesamt 607 Leimruten, 36 Vogelfangnetze, 21 elektronische Vogellockanlagen, 22 Lautsprecher und 2 Jagdgewehre konfisziert und als Beweismittel gegen Vogelfänger und Wilderer sichergestellt.

 
 

+++ 23.09.2015 +++
+++ Basel/Schweiz +++ Nikosia/Republik Zypern +++


3. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
In den nunmehr 13 Einsatztagen der Vogelschützer im diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern wurden folgende mutmachende Ergebnisse erzielt:
Mit der Polizei-Spezialeinheit APS gab es insgesamt 85 Stunden Zusammenarbeit  bei Einsätzen in der Landschaft. Dabei wurden von uns 29 aktive, fangbereite Vogelfangplätze gefunden und diese gemeinsam mit der Polizei abgebaut.
Die APS-Polizei hat 14 Strafanzeigen erstattet und 15 Beschlagnahmungen von Vogelfanggeräten, toten Singvögeln und Vogellockanlagen vorgenommen.
Insgesamt wurden bisher 607 Leimruten, 29 Vogelfangnetze, 19 elektronische Vogellockanlagen, 22 Lautsprecher sowie 2 Jagdgewehre konfisziert und als Beweismittel gegen Vogelfänger und Wilderer sichergestellt.
Bei Einsätzen wurden 188 lebende Vögel von Leimruten und aus Fangnetzen befreit, 123 frisch getötete Singvögel und 120 eingefrorene Singvögel wurden von der APS- Polizei sichergestellt.
Weitere 6 elektronische Vogellockanlagen wurden von Vogelschützern an die APS- Polizei gemeldet, aber von Vogelwilderern abgebaut, bevor die APS-Polizei vor Ort tätig wurde.
Nachdem die zypriotische Regierung bei der EU-Kommission eine Ausnahme-Genehmigung für den Fang und das Töten von Mönchsgrasmücken (blackcaps) für die Zubereitung der zypriotischen Singvogelspezialität „Ambeloupolia“  beantragt hatte, haben wir dagegen gemeinsam mit anderen Vogelschutzorganisationen massiv bei der EU-Kommission in Brüssel und der zypriotischen Regierung interveniert.
Wir sind froh, dass die EU-Kommission den zypriotischen Antrag auf Tötungserlaubnis für zigtausende Mönchsgrasmücken negativ beschieden hat - ist die Mönchsgrasmücke doch eine der wenigen Singvogelarten, die von Frühjahr bis in den Frühherbst unsere heimische Natur, Gärten, Parkanlagen und Friedhöfe noch in stabiler Population besiedelt.
Dafür kämpfen wir seit Jahren an den Brennpunkten des illegalen Vogelmordens in Südeuropa mit unserer Zugvogelschutzkampagne „STOP dem Vogelmord“ gemeinsam mit unseren Freunden vom „Komitee gegen den Vogelmord“, Bonn.
Aktuelles dazu unter:
http://www.cyprusexpat.co.uk/blog/read/id:6081/european-commission-says-no-to-cyprus-bird-hunting-proposal

 
 

+++ 19.09.2015 +++
+++ Agia Napa/Republik Zypern +++ Basel/Schweiz +++


2. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015
In den letzten Tagen haben die auf Zypern eingesetzten Vogelschützer- Teams in Zusammenarbeit mit der Antiwilderer-Einheit der Polizei (APS) weitere 8 Zugvogel-Fangstellen gefunden.
Drei Vogelfänger konnten bei ihrer illegalen Arbeit auf frischer Tat überführt werden, weitere 80 Leimruten sowie 3 riesige Fangnetze und 6 elektronische Zugvogel-Lockanlagen wurden sichergestellt.
Es konnten über 90 frisch gefangene Vögel von uns befreit werden, darunter Wendehälse, Trauerschnäpper, Fitisse, Neuntöter und verschiedene Grasmückenarten. Die Polizei fand und beschlagnahmte bei Haus- und Grundstücksdurchsuchungen bei den erwischten Wilderern fast 100 tote Singvögel.
Insgesamt haben wir seit Beginn des Vogelschutzcamp-Einsatzes 363 Leimruten, 22 Netze und 12 elektronische Lockanlagen gefunden, 9 Wilderer wurden überführt.

 
 

+++ 17.09.2015 +++
+++ Agia Napa/Republik Zypern +++ Basel/Schweiz +++


1. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015
Da die Großregion „Syrien – Libanon – Zypern – Israel“ tagelang von ungewöhnlich heftigen Sand- und Staub-Stürmen heimgesucht wurde, war der Vogelzug durch Zypern in den ersten Tagen unseres Herbstvogelschutzcamps 2015 relativ schwach.

Am 12.09.2015 entdeckten unsere ehrenamtlichen Vogelschützer bei Avgorou im Südosten der Republik Zypern eine große Fangstelle mit 4 riesigen illegalen Fangnetzen.

70 frisch gefangene Vögel, darunter teils stark gefährdete Vogelarten wie Zwergohreule, Neuntöter, Nachtigall, Drosselrohrsänger und verschiedene Grasmückenarten, wurden lebend aus den Netzen geholt.
Die Vögel waren derart hoffnungslos in den hauchfeinen Netzmaschen verheddert, dass die Vogelschützer diese in Eile aus den Fangnetzen schneiden und eimerweise aus der Fangplatz-Gefahrenzone bringen mussten.
An einem für die Vogelschützer und die zunächst nur provisorisch befreiten Vögel sicheren Ort wurden die Vögel dann in zeitraubender Feinarbeit aus den Netzmaschen befreit.  Der Lohn war die Freilassung aller unversehrt aus den Fangnetzen befreiten Vögel!
Insgesamt haben die Vogelschützer-Teams in der Zeit vom 09.09. – 14.09.2015 auf Zypern 17 Fangnetze, 283 Leimruten und 6 Lockanlagen abgebaut und eingesammelt, 5 Vogelwilderer wurden aufgrund unserer Fangplatzobservierungen und dokumentierten Hinweise von der Polizei überführt.
Wie schon in der Vergangenheit werden wir sporadisch von unseren Vogelschutzcamps berichten, aber ohne Bekanntgabe unserer Einsatzorte, Detailerfahrungen und von Zwischenfällen.

 
 

+++ 16.08.2015 +++
+++ Nicosia/Republik Zypern +++ Basel / Schweiz +++


Vorbereitungen Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 fast abgeschlossen
Mitte September 2015 beginnt unser grosses Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern.
Bis Mitte Oktober werden insgesamt 24 ehrenamtliche Vogelschützer aus ganz Europa an dem gemeinsamen Vogelschutzcamp des „Komitee gegen den Vogelmord“ (CABS) in Kooperation mit unserer Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) teilnehmen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die genauen Termine an dieser Stelle nicht bekannt geben, auch unsere zypriotischen „Freunde der Leimrute“ besuchen unsere Homepage regelmässig!
Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Italien, Grossbritanniens und der Schweiz in Nicosia, Hauptstadt der Republik Zypern, sind über unsere Vogelschutz-Detailplanungen bereits vorab informiert und gebeten, sich bei den zuständigen zypriotischen Behörden für den Schutz unserer Vogelschutzcamp-Teilnehmer  einzusetzen.
Derzeit stehen wir in den abschliessenden Verhandlungen mit dem Innenministerium der Republik Zypern und den dort für Umwelt- und Naturschutz zuständigen Polizeibehörden.
Einen grossen strategischen Erfolg für den Zugvogelschutz auf Zypern können wir aber schon vorab melden. In den letzten Jahren hatten die mafiös vernetzten und aggressiv agierenden Vogelwilderer zunehmend das britische Hoheitsgebiet  - British Eastern Sovereign Base Area (ESBA) - an der Südküste Zyperns zu einer Hochburg des  Zugvogelfangs ausgebaut. Dort unter den Augen der britischen Armee und Militärpolizei wurden von Vogelwilderern umfangreiche Akazienhaine zum Anlocken der Zugvögel gepflanzt, in denen viele hunderte Meter lange Vogelfangnetze praktisch das ganze Jahr aufgebaut waren. Allein in dieser Region wurden jährlich mehr als 1,0 Millionen Zugvögel illegal gefangen und getötet.
Erst die massive Intervention von Vogelschutzorganisationen bei Prince Charles (königliche Familie) und dessen Besuch in Zypern hat bei den im ESBA-Gebiet (britisches Hoheitsgebiet) verantwortlichen Militärs endlich zu einer Anti-Vogelwilderer-Reaktion geführt.
In den vergangen Wochen wurden dort erste grosse Flächen der illegal gepflanzten Akazienhaine (invasive Baumart) gerodet und die dort bestehenden Netzfang-Infrastrukturen (Beton-Fundamente, Metallpfosten) zerstört. Weitere Rodungsaktionen noch vor Beginn des herbstlichen Vogelzugs wurden bereits offiziell in den zypriotischen Medien angekündigt!
Auch im ESBA-Gebiet werden wir mit Unterstützung der britischen Militärpolizei im Herbst 2015 aktiv gegen den illegalen Vogelfang vorgehen. Aktuelles zu unseren Vogelschutzcamp-Einsätzen und Ergebnissen publizieren wir an dieser Stelle im Rahmen unseres Zypern-Vogelschutzcamp-Tagebuchs.
Den aktuellen Zypern-Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2015 finden Sie hier:

Link: http://www.stiftung-pro-artenvielfalt.org/seiten/projekte/Republik_Zypern_Vogelschutzcamp-Report_Fruehjahr_2015.pdf
 
 

+++ 04.06.2015 +++
+++ Pachino, Provinz Siracusa, Sizilien/Republik Italien +++


Grunderwerbkosten für 5,4 ha Halbinsel im Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" komplett bezahlt
Am 02. Juni 2015 konnte unsere Schwesterstiftung in Deutschland dank vieler engagierter Spenderinnen und Spender aus Deutschland und der Schweiz fristgemäss die noch ausstehende zweite Grundstücks-Kaufpreisrate sowie sämtliche Steuern und Gebühren für die 5,4 ha (54.000 m²) Fläche umfassende Halbinsel, inmitten unseres Zugvogelschutzgebiets an der Lagune gelegen, nach Sizilien überweisen.
Die Gesamtinvestition für diesen strategisch wichtigen Grunderwerb (Vermessungsarbeiten, Grundstücks-Kaufpreis, Rechtsanwalt, Notar, Steuern, lokale Gebühren) beträgt knapp 162.000,00 EURO. Dazu haben wir unseren zugesagten Förderzuschuss von 16'800.00 Franken beigetragen.
Mit dem Kauf und der Eigentumsübertragung dieser Halbinsel-Fläche schliessen wir in unserem Zugvogelschutzgebiet eine grosse Schutzlücke. Die Halbinsel war für unsere ehrenamtlich arbeitenden sizilianischen Vogelschützer während der Vogelzugzeiten wegen ihrer Geländestruktur und Vegetation bisher nur schwer zu überwachen. Dies wird sich mit Beginn des herbstlichen Vogelzugs grundlegend ändern!
Dafür unseren Spenderinnen und Spendern auch im Namen der allerorten bedrohten Zugvogelwelt und dieses wieder auferstehenden Zugvogel-Rast- und Nahrungsgebiets noch einmal unser herzliches Dankeschön.

 
 

+++ 27.04.2015 +++
+++ Agia Napa/Republik Zypern - Basel/Schweiz +++


2. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Frühjahr 2015
Unser hoher Überwachungsdruck auf die uns bekannten grossen Zugvogelfangplätze, die ausgezeichnete und täglich neu abgestimmte Einsatz-Zusammenarbeit mit der Anti-Wilderer-Polizei (APS) und die Medienarbeit zeigen bei Vogelwilderern
auf Zypern anhaltend lähmende Wirkung!
Nachstehend die kumulierten Ergebnisse von 12 Einsatztagen der ehrenamtlichen Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und unserer Stiftung (SPA) im Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern.

1. Republik Zypern
Im Zeitraum 06.04.-25.04.2015 wurden auf dem Gebiet der Republik Zypern kumuliert 564 Stunden ehrenamtlicher Vogelschutzcamp-Einsatz geleistet, darin enthalten sind 85 Einsatzstunden in direkter Zusammenarbeit mit der Anti-Wilderer-Polizeieinheit APS (Anti Poaching Squad) der Republik Zypern.
Von den Vogelschutz-Teams wurden bei ihren Tages- und Nachteinsätzen 19 grosse aktive Vogelfanganlagen gefunden, elektronisch dokumentiert, an die APS-Polizei gemeldet und von dieser abgebaut. Als Konsequenz wurden durch die APS 8 Verhaftungen vorgenommen und 8 Strafanzeigen erstattet, 8 Beschlagnahmungen von Vogelfanggeräten durchgeführt und eine Verwarnung ausgesprochen.
879 Leimruten, 8 Fangnetzanlagen, 4 elektronische Vogellockanlagen und 1 Eisen-Schlagfalle für Wildhasen wurden abgebaut und vernichtet.
245 getötete tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei aus einer Tiefkühltruhe beschlagnahmt und als Beweismaterial sichergestellt.

2. Britisches Mandatsgebiet ESBA (British Eastern Sovereign Base Area)
Erstmalig wurden in Zusammenarbeit mit der Anti-Wilderer-Einheit (APU) der Britischen ESBA-Polizei von unseren Vogelschützern in 5 Einsatztagen im ESBA-Gelände 19 Stunden erfolgreiche direkte Zusammenarbeit geleistet. Hier die Ergebnisse dieser gemeinsamen Vogelschutzarbeit:
13 für den Vogelfang präparierte Fangplätze wuden zerstört, durch die APU 2 Verhaftungen vorgenommen und 9 Vogelfanganlagen als Beweismaterial sichergestellt.
Dank der Vogelschützer-Observierungsarbeiten wurden 11 Netzfanganlagen, 64 Fangnetz-Metallpfosten, 1 elektronische Vogellockanlage, 300 Elektrokabel, 158 Leimruten, 1 Eisenfalle für Wildvögel und 1 Schlagfalle für Wildhasen aufgespürt, von der APU konfisziert und als Beweismaterial sichergestellt.
3 Vogelfangplätze wurden für weitere Überwachungsmassnahmen elektronisch markiert.

 
 

+++ 13.04.2015 +++
+++ Valletta / Republik Malta +++


Knappe Mehrheit der Malteser stimmt für Vogeljagd vor der Brutzeit!
Am Samstag, den 11.04.2015 haben die Malteser über die Zukunft der Frühlings-Vogeljagd abgestimmt und sich mit einer knappen Mehrheit für die Fortsetzung der "Tradition" ausgesprochen.
50,8% der Wahlberechtigten auf Malta sind dafür, dass weiterhin Elternvögel vor Beginn der Brut- und Jungenaufzucht- Zeit geschossen und mit Fallen gefangen werden dürfen. 49,2% der Wähler haben für die Abschaffung der Frühlingsjagd gestimmt. Es fehlten folglich nur 2.220 Stimmen für einen Sieg der Vernunft und für den Artenschutz!
Die maltesische Regierung kündigte an, die Jagd auf Turteltauben und Wachteln bereits ab Dienstag, den 14.04.2015 zu gestatten. Malta ist damit das einzige EU-Land, in dem Zugvögel auf dem Rückzug in ihre Brutgebiete geschossen werden dürfen!
Wie schon seit Jahren werden unter dem Deckmantel der legalisierten Vogeljagd aber vor allem streng geschützte und bedrohte Greifvögel, Störche und Schwalben die Leidtragenden sein, denn auf die haben es viele der Jäger abgesehen. Ob und wie die EU-Kommission reagieren wird, ist noch völlig unklar.
Die Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) fördert schon seit Jahren die Vogelschutzcamps des "Komitee gegen den Vogelmord" (CABS) in den "Vogelmord"-Ländern Südeuropas und unterstützt mehrere gemeinsame Vogelschutzcamps auch operativ. CABS wird vom Wahlergebnis unbeeindruckt am 17.04.2015 mit seinem grossen Vogelschutzcamp auf Malta beginnen. "Jetzt erst recht!" ist unsere Devise, denn die Jäger werden mit der Mehrheit der Bevölkerung im Rücken besonders selbstbewusst auftreten.
Maltas Premierminister Muscat hat vorsorglich angekündigt, die Frühlingsjagd im Falle schwerer Jagdvergehen umgehend zu beenden. Wir werden ihn beim Wort nehmen! Mit Videokameras und Ferngläsern ausgerüstet werden Vogelschützer täglich auf Posten sein, die durchziehenden Vögel so gut es geht schützen und Fälle von Wilderei dokumentieren.

 
 

+++ 12.04.2015 +++
+++ Agia Napa/Republik Zypern - Bielefeld/Deutschland +++


1. Report aus dem Zypern Vogelschutzcamp Frühjahr 2015
Hier die Ergebnisse der 1. Einsatzwoche der ehrenamtlichen Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord (CABS)
und unserer Stiftung (SPA) im Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern:

Von den Vogelschützern wurden in den ersten 6 Einsatztagen (06.04.-12.04.2015) 72 Stunden Team-Einsatzzeit geleistet, darin enthalten sind 28 Einsatzstunden in Zusammenarbeit mit der Anti-Wilderer-Polizeieinheit APS (Anti Poaching Squad) der Republik Zypern.


 
 

+++ 11.04.2015 +++
+++ Südwest-Sizilien / Republik Italien +++


Habichtsadler-Schutzcamp 2015 - Report 1
Seit gut 3 Wochen sind 7 sizilianische Vogelschützer ganztägig und auch in wechselnden Nachtschichten im diesjährigen Habichtsadler-Schutzcamp im Einsatz. Die werden von weiteren bis zu 30 ehrenamtlichen Adlerschützern insbesondere an Wochenenden und während der Feiertage vor Ort unterstützt.

Die aussergewöhnlich nassen und kühlen Witterungsbedingungen auf Sizilien bis Ende März 2015 haben das Brutgeschäft der Adler um bis zu 2 Wochen verzögert. So sind bei den dieses Jahr "nur" 22 Adlerbrutpaaren in der Berglandschaft Südwest-Siziliens erst in 12 Horsten Adlerküken geschlüpft. Die genaue Anzahl Jungadler lässt sich erst in ein paar Wochen feststellen, wenn diese kräftig genug sind, um aufrecht im Horst zu sitzen.

Wir werden die Adlerschützer-Teams demnächst verstärken, die Horstbewachungszeiten verlängern und zudem neben der schon vor Brutbeginn an kritischen Horst-Standorten installierten elektronischen Überwachungstechnik zusätzliche Technik einsetzen. Objekte der Begierde sind bei Adler-Wilderern sowohl die Adlereier als auch Jungadler. Letztere allerdings nur bis zu einem gewissen Lebensalter. Danach lassen sich die wehrhaften Jungadler nicht mehr gefahrlos aus den Horsten plündern.
Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Aufnahmen von Adlerhorsten und detaillierte Landschaftsumgebungs-Fotos zeigen. Die Vogelwilderer kennen die Standorte der  Adlerhorste nur zu gut und wären unnötig gewarnt.
Dank grossartiger Spendenunterstützung verfügen unsere Adlerschützer dieses Jahr über beste Bewegungsmelder- und Fotofallentechnik, die wir umfassend zum Schutz der Adlerhorste und der Ermittlung von Vogelwilderern einsetzen!

 
 

+++ 06.04.2015 +++
+++ Nicosia/Republik Zypern - Basel/Schweiz +++


Zypern-Vogelschutzcamp Frühjahr 2015 in Operation
Am 04.04.2015 begann unser grosses Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern. Bis zum 10. Mai werden insgesamt 21 ehrenamtliche Vogelschützer aus ganz Europa an dem gemeinsamen Vogelschutzcamp des "Komitee gegen den Vogelmord" (CABS) in Kooperation mit unserer Stiftung (SPA) teilnehmen.
Dank der starken Unterstützung unserer engagierten Spenderinnen und Spender können wir erstmals seit 2010 während der gesamten Vogelzugzeit über einen Zeitraum von 6 Wochen vor Ort an den Brennpunkten des illegalen Vogelfangs systematisch die inzwischen von uns dokumentierten 1.008 illegalen Vogelfangplätze mindestens einmal kontrollieren. Die grössten 320 Fangplätze werden wir mehrmals überprüfen und natürlich auch nach neu eingerichteten Fanganlagen suchen.

In diesem Frühjahr werden wir an jedem Einsatztag - mit Ausnahme des Osterfestes, das im orthodoxen Zypern erst mit einer Woche Verspätung gefeiert wird - mindestens eine Polizeipatrouille zur Verfügung haben, mit der wir gemeinsam die Suche nach illegalen Leimruten und Fangnetzen durchführen werden.
Erstmals hat auch die britische Militärpolizei, die in den britischen Militärbasen an der Südküste der Republik Zypern arbeitet, ihre aktive Unterstützung zugesagt. Im Bereich der britischen Militärbasen hat die Zugvogel-Wilderei besonders dramatische Ausmasse angenommen. Wir hatten daher in der gemeinsamen letzten Pressemeldung auf Zypern die Militärpolizei wegen ihrer unakzeptablen Untätigkeit scharf kritisiert.
Wie schon in den Vorjahren werden wir an dieser Stelle in vertretbaren Abständen über die Ergebnisse und Erfahrungen der Vogelschutzcamp-Arbeit aktuell informieren.

 
 

+++ 29.03.2015 +++
+++ Republik Zypern +++


Zypern-Vogelschutzcamp-Reports Herbst 2014 und Winter 2014/2015 veröffentlicht
Seit 28.03.2015 sind die in englischer Sprache abgefassten Vogelschutzcamp-Reports für die vom Komitee gegen den Vogelmord (CABS) in Kooperation mit unserer Stiftung (SPA) im Herbst 2014 und erstmalig im Winter 2014/2015 durchgeführten Vogelschutzcamps der breiten Öffentlichkeit zugänglich (Link/ Download: siehe unten).

In Zypern sind unsere Reports auf ein ausserordentlich breites Medien- Interesse gestossen. Mit mehr als 12 Publikationen in allen wichtigen Tageszeitungen und anderen Print-Medien war der illegale millionenfache Vogelmord in Zypern in den letzten Tagen eines der lokalen Top-Themen: http://cyprus-mail.com/2015/03/27/number-of-mist-nets-three-times-higher-in-bases/
Unsere Reports liegen nun auch der für Natur- und Umweltschutz zuständigen EU- Kommission in Brüssel, den zuständigen zypriotischen Ministerien und internationalen Naturschutzgremien vor.
Einmal mehr hat unsere Arbeit in den Vogelschutzcamps gezeigt, dass neben den seit Jahren bekannten Vogelfang-Regionen entlang der Südküste der Republik Zypern insbesondere das unter britischer Hoheit stehende Gebiet der "British Eastern Sovereign Base Area" (ESBA) zu den schlimmsten Hotspots des illegalen Vogelfangs durch zypriotische Wilderer gehört. Hier wurden in den letzten Jahren trotz aller Zusagen der britischen Anti-Wilderei-Polizei (APU) und der Intervention von Prinz Charles weitere umfangreiche Vogelfangeinrichtungen installiert. Die dringend notwendigen Anti-Wilderei-Polizeieinsätze werden angeblich wegen mangelnder Kapazitäten nicht oder nur unzureichend durchgeführt, was zwangsläufig die Vogelfangergebnisse und den damit erzielbaren Profit der Vogelmord-Mafia drastisch erhöht.
Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner CABS werden wir daher auch bei der Britischen Regierung und der Königlichen Gesellschaft für Vogelschutz (RSPB) vorstellig mit dem Ziel, die gravierenden und kriminellen Missstände im ESBA-Gebiet durch aktive Polizeiarbeit zu beenden.
Datei-Download: CABS_SPA_Field_Report_Winter_2015_Bird_Protection_Camp.pdf
Link: http://stiftung-pro-artenvielfalt.ch/seiten/projekte/CABS_SPA_Field_Report_Autumn_2014_Bird_Protection_Camp.pdf
 
 

+++ 26.02.2015 +++
+++ Pachino (Provinz Siracusa), Sizilien/Republik Italien +++


Unser Vogelschutzgebiet "Pantano Cuba" - ein wahrer Zugvogelmagnet
Die starken Niederschläge und der Sturm der letzten Tage über weiten Teilen Siziliens haben es mit unserem Feuchtgebiet Pantano Cuba an der Südostküste gut gemeint.
Die Süsswasser-Lagune ist randvoll mit frischem Regenwasser gefüllt, das der Wind von dem nur 200 m entfernt liegenden Mittelmeer mit einer Prise Salzwasser angereichert hat. Das weiss insbesondere die zunehmende Zahl von Rosa Flamingos sehr zu schätzen, die sich überwiegend von Salzwasser liebenden Kleinkrebsen in der Lagune ernähren.
Auch für die nun in grosser Zahl dort einfliegenden Enten- und Reiherarten und auch für Greifvögel wird der Nahrungstisch mit dem jetzt immer schneller einziehenden sizilianischen Frühling täglich reichhaltiger gedeckt.
Derzeit zählen unsere Vogelschützer bereits mehr als 35 Zugvogelarten mit schnell wachsenden Individuenzahlen in unserem Zugvogelschutzgebiet.
Unsere anhaltende Bewachung und weitere umfangreiche Biotop-Sanierungs- und Optimierungsarbeiten stärken sichtbar den ökologischen Wert dieses früher durch Vogelwilderei und illegale Müllentsorgung schwer geschädigten Zugvogel-Rast- und Nahrungsplatzes.

 
 

+++ 06.02.2015 +++
+++ Pachino, Provinz Siracusa, Sizilien/Republik Italien +++


Unser Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" - soweit das Auge reicht!
Viele unserer regelmässigen Homepage-Besucher haben uns gebeten, aktuell auch einmal die schönen Seiten unseres Zugvogelschutzgebietes zu zeigen. Diesem Wunsch kommen wir heute gerne nach.
Dank vieler engagierter Spenderinnen
und Spender aus der Schweiz und aus Deutschland konnte unsere deutsche Schwesterstiftung den vor Weihnachten unterschriebenen Grundstückskaufvertrag für weitere 3,7 ha Ufergrundstücke und die vereinbarten Zahlungskonditionen auch dank unseres Förderzuschusses
bis Mitte Januar 2015 vertragsgemäss erfüllen.
Die Investition für Grundstückskaufpreis und Kaufnebenkosten (Rechtsanwalt, Notar, Grunderwerbsteuer und andere lokale Gebühren) betragen insgesamt knapp 108'000 Franken.
Die nachstehenden Landschaftsbilder zeigen ca. 7,1 ha (71.000 m²) unserer Ufergrundstücksflächen auf der Westseite der Lagune und vermitteln bereits einen
recht naturnahen Eindruck, nachdem wir dort gemeinsam mit unseren sizilianischen Vogelschützern zwischenzeitlich mehr als 26 Kubikmeter illegal abgelagerten Müll eingesammelt, sortiert und ordnungsgemäss auf Deponien entsorgt haben.
Schon jetzt, ganz zu Beginn des allmählich von Nordafrika her einsetzenden Vogelzugs zurück nach Mittel- und Nordeuropa rasten mehr als 40 Zugvogelarten auf unseren Ufergrundstücken und in der Lagune "Pantano Cuba"  und suchen nach Nahrung - ungestört und noch immer gut bewacht!

 
 

+++ 03.02.2015 +++
+++ Pachino, Provinz Siracusa, Sizilien/Republik Italien +++


Abschlussbericht Winter-Vogelschutzcamp "Pantano Cuba"
Nachdem in Italien die offizielle Winter-Vogeljagdsaison am 31.01.2015 zu Ende ging, publizieren wir heute die Ergebnisse unseres Zugvogelschutzcamps in unserem 92,4 Hektar grossen Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" und den 2 benachbarten Lagunen. Dies, obwohl wir wissen, dass auch sizilianische Vogeljäger und Wilderer unsere Homepage dank deutscher Sprachkenntnisse regelmässig besuchen ... benvenuto!
Wie richtig und wichtig unser 5,3 km langer Schutzzaunbau um unser gesamtes Zugvogelschutzgebiet war und ist, konnten wir an der Reaktion eines regionalen Jagdverbandes messen, der unsere Stiftung in mehreren sizilianischen Medien trotz des behördlicherseits genehmigten Schutzzaunbaus verunglimpfte.

Unsere konsequente und teilweise "rund um die Uhr" Vogelschutzcamp-Arbeit im Zeitraum 21.12.2014 bis 02.02.2015 hat der täglich zunehmenden Anzahl von Wasser-, Wat- und Stelzvögeln in unserer Lagune "Pantano Cuba" erstmals seit Jahrzehnten einen ungestörten Winter-Rast- und Nahrungsplatz gesichert. Hier fiel kein einziger Schuss!
Dies können wir leider von den Nachbar-Lagunen "Pantano Longarini" und "Pantano Bruno" nicht berichten, wo wir die bereits wachsende Zahl von Zugvögeln und auch tausende Überwinterungsvögel wegen der Unübersichtlichkeit des Geländes und der bestehenden Grundstückseigentumsverhältnisse nur tagsüber wirkungsvoll schützen konnten.
Dort wurden in mehreren mondhellen Nächten illegalerweise seltene Entenarten und andere streng geschützte Vogelarten geschossen, die sich in den Lagunen in Ufernähe aufhielten. Die Fotos der getöteten Rosa Flamingos haben unsere sizilianischen Vogelschützer am Morgen des 19.01.2015 gemacht. Ein angeschossener schwer verletzter Jungflamingo konnte trotz unserer und umweltpolizeilicher Bemühungen nicht gerettet werden.
Als Ergebnis der nächtlichen illegalen Jagdaktivitäten und Störungen in den Nachbar-Lagunen fliegen inzwischen von dort regelmässig bis zu 450 Flamingos und hunderte Enten seltener Arten nach Sonnenuntergang zum Übernachten in die im Eigentum unserer Schwesterstiftung befindliche Lagune "Pantano Cuba" ... Zugvögel sind offensichtlich lernfähiger als Vogelwilderer! 

Daten/Fakten vom Winter-Vogelschutzcamp "Pantano Cuba"

Zeitraum: 21.12.2014 - 02.02.2015
Zahl aktiver Vogelschützer: 12
Gesamt-Einsatzstunden: 790
Nachtschichten: 18
Anzahl festgestellter Vogeljäger: 11
Operative Gesamtkosten: 4.300 EUR

Dokumentation illegaler Vogeljagdaktivitäten
- Pantano Cuba:       Tag - 0 / Nacht - 0 / Anzahl Schüsse -   0
- Pantano Longarini: Tag - 0 / Nacht - 8 / Anzahl Schüsse - 52
- Pantano Bruno:      Tag - 0 / Nacht - 1 / Anzahl Schüsse -   3

 
 

+++ 24.12.2014 +++
+++ Basel/Schweiz +++


Unsere Weihnachts- und Neujahrsgrüsse
Mit einem von Herzen kommenden Dankeschön für die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2014 wünschen wir allen unseren grossherzigen Spenderinnen und Spendern, unseren treuen Förderern und Artenschutz-Projektpartnern im europäischen Netzwerk unserer Stiftung ein frohes, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen, ein paar geruhsame und erholsame Tage zum Jahreswechsel und ein gutes, gesundes und friedvolles Jahr 2015.
Bitte bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit auch im Neuen Jahr engagiert und fördernd verbunden.
Unsere couragierten Natur- und Artenschutzprojekte wie z.B. die Förderung von Igelrettungsstationen und der Mauer- und Alpenseglerstation in der Schweiz, die Arbeit in den Vogelschutzcamps auf Zypern, Sizilien und Sardinien und die Unterstützung unserer deutschen Schwesterstiftung bei ihren Landkäufen im  Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" auf Sizilien werden wir weiter konsequent vorantreiben.

 
 

+++ 23.12.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Syrakus, Sizilien/Italien +++


Geschafft ... Kaufvertrag für weitere 3,7 ha Grundstücksflächen in unserem Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" unter Dach und Fach
Bis heute mittag war es doch noch eine Zitterpartie: würden die Verkäufer den Notartermin am 23.12.2014 wahrnehmen und würden kurzfristig gar weitere neue Forderungen auf den Tisch kommen?
Nun aber ist es geschafft, auch wenn unsere deutsche Schwesterstiftung heute statt der ursprünglich vereinbarten 1. Kaufpreisrate von 40% bei notariell beglaubigtem Vertragsabschluss nun sofort 80% des Kaufpreises zahlen musste. Dies hat sie nur dank der bisherigen wunderbaren Projekt-Spendenunterstützung ihrer Freunde und Förderer und unserer Förderzusage geschafft!
Dafür gilt allen unseren grossherzigen Spenderinnen und Spendern in der Schweiz und in Deutschland unser tiefempfundener Dank! Mit dem erneuten Grundstückskauf schenken wir unserer Zugvogelwelt an der Südostküste Siziliens in diesem wichtigen Zugvogel-Rast- und Nahrungsplatz "Pantano Cuba" zu Weihnachten nun schon 92 ha (920.000 m²) eingezäuntes Zugvogelschutzgebiet, betreut und konsequent bewacht von unseren sizilianischen Vogelschutz-Freunden.

 
 

+++ 12.12.2014 +++
+++ Pantano Cuba, Pachino/Sizilien +++


Maltesische Jagdtouristen auf illegaler Vogeljagd in Sizilien
Am 07.12.2014 eröffneten 3 Vogeljäger aus Malta mitten auf der Strassenkreuzung der Landstrasse von Granelli nach Pachino in nur 20 m Entfernung von unserem Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" das Gewehrfeuer auf einen niedrig fliegenden Graukranich, der von unserer Lagune "Pantano Cuba" zur Nachbar-Lagune "Pantano Longarini" wechseln wollte.
Trotz der Anwesenheit einer sizilianischen Vogelschützerin auf unserem an die Landstrasse angrenzenden Ufergrundstück "Quadrato" war die kriminelle Jagdgier der maltesischen Jagdtouristen grösser als alle Vernunft. Leider konnten die Vogelwilderer trotz Autoverfolgung auch von den schnell verfügbaren Carabinieri nicht mehr gestellt werden.
Der Kranich scheint den Beschuss überlebt zu haben, zumindest blieb die Nachsuche erfolglos.
Wir verhandeln derzeit mit den Carabinieri eine verstärkte Kontrolle von maltesischen Geländefahrzeugen, die mit der Autofähre von Malta nach Sizilien über den Hafen Pozzallo einreisen!

 
 

+++ 02.12.2014 +++
+++ Rom, Republik Italien +++


Republik Italien verbietet seit 02.12.2014 den legalisierten Vogelfang
Die Republik Italien hat den trotz geltender EU-Vogelschutzrichtlinie noch immer genehmigten Vogelfang am 02.12.2014 endgültig verboten: ein Meilenstein für den Zugvogelschutz in Europa!
Im November 2014 hatte die EU-Kommission Italien mit einer Strafe in Millionenhöhe gedroht, wenn die Fanganlagen nicht geschlossen werden. Auf diesen Druck hin hat Rom gestern endlich die letzten offiziell genehmigten 92 Grossfanganlagen schliessen lassen, Fangnetze mit einer Länge von 27.000 Metern müssen abgebaut werden.

39 Jahre lang hat unser Vogelschutzcamp-Partner, das Komitee gegen den Vogelmord, mit Gerichtsverfahren, Protestaktionen und Lobbyarbeit für die Beendigung des legalen Vogelfangs in Italien gekämpft und dafür rund eine halbe Million Euro investiert. Von den über 2.000 Vogelfanganlagen, die in den 1960er Jahren noch legalisiert betrieben wurden, waren im Herbst 2014 noch 92 übrig ... und die sind seit heute Vergangenheit!
Diese aktuelle Regierungsentscheidung wird sich auch auf die Tarnhüttenjagd auswirken: die in den legalen Fanganlagen gefangenen Vögel wurden nicht gegessen, sondern landeten gequält als lebende Lockvögel an den Tarnhütten, wo sie ihre noch freien Artgenossen vor die Flinten lockten. Ohne diese Lockvögel bekommen die italienischen Jäger zukünftig erhebliche Probleme: die effektivste Jagdmethode, der jedes Jahr viele Millionen Singvögel in Italien zum Opfer fielen, steht mittelfristig auf der Kippe!

 
 

+++ 30.11.2014 +++
+++ Sardinien / Republik Italien +++


1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2014 rettet mit Vogelfallen-Abbau bis zu 80.000 Zugvogelleben!
Am 26.11.2014 ist das gemeinsame CABS-/SPA-Vogelschutzcamp auf Sardinien zu Ende gegangen.
Italienische Vogelschützer hatten mit tatkräftiger Unterstützung der Projekt-Managerin unserer Schweizer Stiftung fast 4 Wochen lang auf der Mittelmeerinsel nach illegalen Fallen für den Vogelfang gesucht. Dabei wurden 1.810 Rosshaarschlingen gefunden und abgebaut - 3 Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise überführt. Die konnten durch Fotoaufnahmen unserer versteckt aufgebauten Kamerafallen identifiziert werden. An mehreren Vogelfangplätzen wurden weitere Personen gefilmt, die derzeit von Carabinieri überprüft werden.

Der Abbau und die Vernichtung der Baum- und Bodenschlingenfallen während des 1. Zugvogelschutzcamps haben schon jetzt bis zu 80.000 Zugvögeln während der Überwinterungszeit auf Sardinien das Leben gerettet.
Das 2. Sardinien-Vogelschutzcamp hat heute, am 30.11.2014, begonnen und wird bis Mitte Dezember laufen.
Ein 3. Vogelschutzcamp wird je nach Witterungslage und aktuellen Ergebnissen noch vor den Weihnachtstagen beginnen.
Unser ausdrücklicher Dank gilt an dieser Stelle allen Vogelschützern, die während der Adventszeit und Weihnachtsfeiertage fern der Familien und Freunde im ehrenamtlichen Einsatz im sardischen Berg- und Buschland zum Schutz mitteleuropäischer Zugvögel arbeiten!

 
 

+++ 29.11.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Nikosia/Republik Zypern +++


Abschlussreport - Vogelschutzcamp Zypern Herbst 2014
Am 12.10.2014 ist unser grosses Vogelschutzcamp auf Zypern mit einem herausragenden Schlussergebnis zu Ende gegangen. Dank bemerkenswert guter Kooperation mit der zyprischen Polizei-Spezialeinheit APS wurden 27 Wilderer auf frischer Tat an ihren Fangstellen überführt - so viele wie nie zuvor.
Durch die ständige Polizeibegleitung unserer Vogelschützer-Teams hat es bei diesem Einsatz erstmals überhaupt keine ernsten Zwischenfälle mit gewalttägigen Wilderern gegeben!

Sämtliche Einsatzdaten und Ergebnisse des Vogelschutzcamps sind dokumentiert und werden Anfang 2015 in einem aktuellen Herbst 2014-Vogelschutzcamp-Report wiederum der zuständigen EU- Kommission in Brüssel und den Behörden der Republik Zypern zwecks Analyse und Bewertung der illegalen Vogelfangaktivitäten zur Verfügung gestellt.

Schlussergebnisse per 12.10.2014:



 
 

+++ 12.10.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Nikosia/Republik Zypern +++


4. Report - Vogelschutzcamp Zypern Herbst 2014
Auch in den letzten Tagen waren die kombinierten Einsatzteams unserer Vogelschützer mit der zyprischen Polizei-Spezialeinheit APS täglich bis zu 12 Stunden im Einsatz. Dies sowohl am Tag als auch in der Nacht! Inzwischen steuern wir auf Zypern auf einen Rekord an überführten Vogelwilderern zu: bisher sind 26 Personen aufgrund unserer Hinweise gestellt worden (alter Rekord: 20 Vogelwilderer im Frühjahr 2013).

Allein in den letzten Tagen waren es 9 Vogelwilderer, bei denen 44 Netze, 346 Leimruten und 8 elektronische Lockanlagen sichergestellt wurden! Die Einsätze fanden in Paralimni, Liopetri, Avgorou und Maroni statt.
Neben der Spezialeinheit der Polizei zur Wildereibekämpfung (APS) waren auch die zyprischen Jagdaufseher des Game Fund beteiligt.

Ergebnisse per 08.10.2014:

Erschreckend ist auch die Anzahl von auf Leimruten und in Netzen gefangenem "Beifang" wie z.B. Eulen und Falken, die trotzdem getötet und als schlechte Präparate an "besitzgierige" Touristen verkauft werden. Die sehen sich dann bei der Einreise in ihr Heimatland mit einer Strafanzeige wegen Verstosses gegen das "Washingtoner Artenschutzabkommen" konfrontiert. Und das ist gut so!

 

+++ 05.10.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Nikosia/Republik Zypern +++


3. Report - Vogelschutzcamp Zypern Herbst 2014
Auch die vergangenen 2 Tage waren für die kombinierten Einsatzteams unserer Vogelschützer mit der zyprischen Umweltpolizei-Spezialeinheit APS überaus erfolgreich. Der Vergleich der nachstehenden Ergebnisse mit denen unseres 2. Zypern Herbstcamp-Reports zeigt die bisherige herausragende Qualität der operativen Arbeit gegen die illegale Vogelwilderei auf Zypern.

Hier die Ergebnisse per 05.10.2014:

Am heutigen Sonntag werden sich unsere Vogelschützer mit Observationen von bisher noch nicht aktiven resp. noch nicht überprüften Vogelfanganlagen beschäftigen. Dies als aktuelle Vorbereitung für die ab Montagnacht geplanten gemeinsamen Einsätze gegen illegal agierende Vogelwilderer.


 
 

+++ 03.10.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Nikosia/Republik Zypern +++


2. Report - Vogelschutzcamp Zypern Herbst 2014
Die Zusammenarbeit unserer Vogelschützer- Einsatzteams auf Zypern mit der zyprischen Umweltpolizei-Spezialeinheit APS hat sich in den letzten 17 Einsatztagen hervorragend entwickelt. Entsprechend gut sind die bisher erzielten Ergebnisse im Kampf gegen die mafiös organisierte massive Vogelwilderei.

Hier die Ergebnisse per 03.10.2014:


Alle aktuell abgebauten und konfiszierten Vogelfanggeräte, seien es Leimruten, Fangnetze oder elektronische Vogel-Lockanlagen, sind von den Vogelwilderern während der Herbst-Vogelzugzeit nicht mehr zu ersetzen und stellen für die derzeit auf Zypern rastenden und durchziehenden mitteleuropäischen Zugvögel daher auch keine Bedrohung mehr dar. Damit retten wir hunderttausende Zugvogelleben!
Unsere gut koordinierten gemeinsamen Zugvogel-Rettungseinsätze zeigen zunehmend Wirkung. Wir finden in manchen Regionen entlang der Südküste Zyperns immer häufiger inaktive Vogelfanganlagen, auch dies ein Erfolg unserer wirkungsvollen Zusammenarbeit mit den zyprischen Polizeibehörden.
Anders als in früheren Jahren werden unsere Vogelschützer bis zum Ende der Vogelzugzeit Mitte Oktober auf Zypern im Einsatz bleiben, damit der Druck auf die Vogelwilderer hoch bleibt.

 
 

+++ 22.09.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Nikosia/Republik Zypern +++


1. Report - Vogelschutzcamp Zypern Herbst 2014
Auch von unserem gemeinsamen Vogelschutzcamp auf Zypern (Südküste der Republik Zypern) können wir nach der ersten Einsatzwoche von einem sehr guten Ergebnis berichten:
Unsere Vogelschützer-Teams haben in Zusammenarbeit mit der zyprischen Polizei-Spezialeinheit APS (Anti Poaching Squad) in den letzten 7 Tagen insgesamt 1.904 Leimruten, 18 riesige Fangnetze und 14 elektronische Lockgeräte aufgespürt und mit Unterstützung der Polizei abgebaut. 82 Vögel konnten lebend aus Fallen und Netzen befreit werden.
Von den Polizeibeamten wurden dank unserer gründlichen Observierungen in der Landschaft 8 Wilderer inflagranti erwischt und in 12 grossen Zugvogel-Fanganlagen konnte die gesamte Vogelfangausrüstung beschlagnahmt werden.
Jede jetzt abgebaute Vogelfanganlage, ob Leimruten oder Fangnetze, ist während dieser Vogelzugzeit von Vogelwilderern nicht mehr zu ersetzen und daher auch keine Bedrohung mehr für die aktuell durch Zypern ziehenden mitteleuropäischen Zugvögel. Damit retten wir hunderttausenden Zugvögeln ihr zartes Vogelleben!
Aktuell kommt auf Zypern in Vogelwilderer-Kreisen wachsende Unruhe auf, da sich die gemeinsam mit der Polizei abgestimmten Vogelschutzeinsätze nicht nur gegen "kleine" Wilderer richten. Die Vogelfänger-Lobby zeigte bereits Flagge in einer regionalen Polizeistation und klopft nun auch schon bei der grossen Politik an die Tür! Warten wir ab, wieviel Stehvermögen der zuständige Minister für Justiz und Inneres und der Präsident der Republik Zypern zeigen!

 
 

+++ 21.09.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Valletta/Republik Malta +++


Maltesische Regierung zieht Notbremse bei der Vogeljagd!
Nachdem auf der Mittelmeerinsel Malta und deren Nachbarinsel Gozo seit Beginn der offiziellen Jagdsaison zahlreiche geschützte Vogelarten abgeschossen wurden, darunter Wespenbussarde, Rohrweihen und auch 2 Weissstörche, hat die maltesische Regierung am Samstag, den 20.09.2014 die Jagdsaison bis zum 10.10.2014 ausgesetzt. Die Jagdgewehre müssen somit bis zum Ende des Storchen- und Greifvogel-Durchzugs im Schrank bleiben.
Dieser Beschluss geht direkt auf die zahl- reichen von unserem Kooperationspartner "Komitee gegen den Vogelmord" veröffentlichten Videos und Infos über aktuelle illegale Vogeljagd-Zwischenfälle zurück.
Diese Entscheidung der Republik Malta ist ein echter Meilenstein für den Zugvogel-Schutz! Noch nie hat eine maltesische Regierung ein so klares und ein so schmerzhaftes Signal an die Jägerschaft gesandt - es könnte der erste grosse Durchbruch zugunsten der EU-Vogelschutzrichtlinie auf den 2 maltesischen Inseln sein!
Die Stimmung auf Malta ist derzeit extrem aufgeheizt. Die Jagdverbände haben am gestrigen Sonntag, den 21.09.2014 zu einer Demonstration aufgerufen, hunderte Männer sind grölend durch Valletta gezogen und haben Fahnen der Regierungspartei verbrannt. Drei Personen wurden festgenommen.
Die meisten Jäger halten sich zwar an das Jagdverbot, trotzdem wurden auch heute ein Wespenbussard und ein Graureiher geschossen aufgefunden. Aufgebrachte Jäger haben gestern bei Buskett ein Vogelschützer-Team unseres Partnerverbandes BirdLife Malta angegriffen und zwei Vogelschützer verletzt!
Unsere auf Malta derzeit eingesetzten Vogelschützer-Teams sind in erhöhter Alarmbereitschaft und agieren im Gelände besonders vorsichtig, werden aber mit leistungsfähiger Beobachtungstechnik konsequent die Einhaltung des Jagdverbots überwachen.

 
 

+++ 30.08.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Pachino, Sizilien/Italien +++


Unsere Zugvogelschutzarbeit im Feuchtgebiet "Pantano Cuba" zeigt Wirkung!
Nach nunmehr 3 Monaten ohne Regen und mit Sommertemperaturen um die
+ 35° C fällt unsere Lagune "Pantano Cuba" an der Südwestküste Siziliens allmählich trocken. Ein natürlicher Vorgang, der sich bei extrem heißen Sommern einstellt und keinesfalls die Bedeutung des Zugvogel-Rast- und Nahrungsplatzes schmälert.
Schon seit Anfang August rasten die Zugvögel unter den Wasser-, Wat- und Stelzvogelarten der nord- und mitteleuropäischen Meeresküsten und Feuchtwiesenlandschaften in dem uns gehördenden und von unseren sizilianischen Vogelschutzfreunden überwachten Feuchtgebiet "Pantano Cuba". Die erstmals seit Jahrzehnten von uns durchgesetzte Ungestörtheit des Feuchtgebiets und das reichhaltige Nahrungsangebot in der immer flacher werdenden Lagune haben tausende Vögel von 99 Vogelarten (Artenliste siehe unten) ausgiebig nutzen können. Mit dem Trockenfallen der Lagune in den nächsten Tagen werden die Zugvögel unter ihnen ausgeruht und gut genährt den Vogelzug über das Mittelmeer nach Tunesien an die nordafrikanische Küste fortsetzen.
Die Zugvogel-Singvogelarten treffen seit Tagen in Südsizilien ein und nutzen bereits unsere inzwischen grossteils von Müll gereinigten und teils mit Sträuchern und Maccia bewachsenen Ufergrundstücke als Rast- und Nahrungbiotop.
Datei-Download: Sizilien.Pantano Cuba Vogel-Artenliste - Zeitraum 21.-26.08.2014.pdf
 
 

+++ 28.08.2014 +++
+++ Basel/Schweiz - Pachino, Sizilien/Italien +++


Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" - Erweiterung der Brandschutzstreifen
Im Wissen um die leider in der heissen Sommerzeit auf Sizilien allerorts üblichen illegalen Buschfeuer hatten wir entlang eines Teils der in unserem Eigentum befindlichen Ufergrundstücke an unserer Lagune "Pantano Cuba" schon im Frühsommer Brandschutzstreifen pflügen lassen. Diese Entscheidung erweist sich nun als goldrichtig.
Während entlang der Strasse unseres Ufergrundstücks "Triangolo" ein durch Unachtsamkeit entstandenes Feuer die Randvegetation beschädigte, wurde auf unserem Ufergrundstück "Rectangolo" absichtlich Feuer gelegt, das sich wegen der dort angelegten Brandschutzstreifen aber ohne großen Schaden anzurichten totgelaufen hatte.
Wie nicht anders erwartet, haben wir uns also mit dem von uns geförderten Landkaufengagement unserer deutschen Schwesterstiftung in diesem wichtigen Zugvogel-Rast- und Nahrungsgebiet und mit unseren dortigen Zugvogelschutzcamps zum Wohle der mitteleuropäischen Zugvogelarten nicht nur Freunde gemacht!
Wir haben im Herbst 2013 entschieden, uns im Feuchtgebiet "Pantano Cuba" strategisch zu engagieren und werden uns daher mit den Feuerchen arrangieren, entsprechende Gegenmassnahmen einleiten und unsere gemeinsamen Landkaufanstrengungen und nachfolgenden Biotop-Sanierungsarbeiten konsequent weiter fortsetzen!

 
 

+++ 29.07.2014 +++
+++ Basel/CH - Granelli, Sizilien/I +++


Jetzt wollen wir in unserem Zugvogel-Schutzgebiet "Pantano Cuba" ganz genau wissen, wo es zukünftig lang geht ...
Während wir auf den von unserer Schwesterstiftung mit unserer Unterstützung neu gekauften Ufergrundstücken in unserem Zugvogel-Schutzgebiet "Pantano Cuba" noch immer mit Müllentsorgungsarbeiten beschäftigt sind, haben die von uns veranlassten offiziellen Vermessungsarbeiten auf unseren inzwischen 87,8 ha umfassenden Grundstücksflächen begonnen.
Dies ist eine strategisch sehr wichtige Massnahme, da wir zukünftig im Rahmen unserer gemeinsamen Vogelschutzcamp-Einsätze an der Südwestküste Siziliens in unserem Zugvogel-Rast- und Nahrungsgebiet "Pantano Cuba" konsequent von unserem Eigentümer-Hausrecht Gebrauch machen werden und auch die dort aufkeimenden Grenzverlauf-Diskussionen zeitnah und ein für alle Mal beenden wollen.
Da inzwischen auch publik ist, dass die Stiftung Pro Artenvielfalt (DE) die neue Eigentümerin der Lagune, des umliegenden Feuchgebiets und von Teilen der früher landwirtschaftlich genutzten Ufergrundstücke einschliesslich einer verlassenen Hofstelle ist, lernen unsere sizilianischen Vogelschutzfreunde und wir nun auch schnell unsere neuen Nachbarn kennen.
Die können und wollen noch immer nicht glauben, dass es in Europa Menschen und Organisationen gibt, die ausgerechnet in Sizilien Grundstücke für den Schutz der Natur, ihrer wunderbaren Artenvielfalt und ganz besonders für Zugvögel kaufen. Und die keine neuen Gewächshäuser, keine neuen Folientunnel und keine neuen künstlichen Bewässerungssysteme anlegen wollen, um aus dem Klima und der bereits dramatisch ausgebeuteten Landschaft weiteren Gewinn zu ziehen. Ist aber wirklich so!

 
 

+++ 29.06.2014 +++
+++ Basel (Schweiz) - Granelli/Sizilien (Italien) +++


2. Phase "Clean Pantano Cuba" - Neuanlage Brandschutzstreifen
Nach aktuellem Informationsstand wird das von uns autorisierte Bauunternehmen auf den in unserem Eigentum befindlichen Ufergrundstücken ab dem 04.07.2014 mit Baggereinsatz mehrere LKW-Ladungen von seit Jahren dort illegal entsorgten Bauschutt entfernen und ordnungsgemäss entsorgen. Schon am 02.07.2014 werden die Zufahrten zu den Ufergrundstücken mit abschliessbaren Schranken verschlossen, damit erneute illegale Müllablagerungen verhindert und die Ungestörtheit unserer Grundstücke gesichert ist. Danach kann die Natur wieder Fuss fassen und ihre ganze Spontanität und Vitalität entfalten.

Wir wollen auf unseren Ufergrundstücken aber im wahrsten Sinne des Wortes nichts anbrennen lassen und haben daher mit Unterstützung eines benachbarten Landwirts am Wochenende auf ca. 800 m Länge um zwei unserer Ufergrundstücke einen 4 m breiten Brandschutzstreifen pflügen lassen. Wer Sizilien kennt, weiss, dass es dort in den Sommermonaten allerorten illegale Buschfeuer gibt, und deren Auswirkungen sind für die Entwicklung von Flora und Fauna fatal!
Die Brandschutzstreifen sind eine absolut notwendige Massnahme auch in Vorbereitung auf die von uns für November 2014 geplante umfangreiche Pflanzaktion mit heimischen, in ihrer Existenz bedrohten sizilianischen Baum- und Straucharten. Die werden zukünftig mit ihrem Angebot an Wildbeeren und Früchten die Biotopqualität für unsere mitteleuropäischen Zugvögel wesentlich verbessern, bieten sie doch wertvolle Nahrung in Hülle und Fülle und Zuflucht in einer immer intensiver genutzten Landschaft.
Auf nachstehendem Google Earth-Luftbild finden Sie farbig markiert unser aktuelles Grundstückseigentum :
- Blau: die Lagune Pantano Cuba mit 54,0 ha Wasserfläche
- Grün: Ried-, Schilf- und Maccia-Flächen mit 29,0 ha
- Rot: die Ufergrundstücke "Triangle", "Square" und "Rectangle" mit 4,7 ha Fläche

 
 

+++ 25.06.2014 +++
+++ Basel (Schweiz) - Granelli/Sizilien (Italien) +++


Abschluss 1. Akt der Müllentsorgungsaktion "Clean Pantano Cuba"
Bei +40° in praller Sonne schufteten 8 unserer sizilianischen Vogelschützer im Rahmen der Müllentsorgungsaktion "Clean Pantano Cuba" am letzten Wochenende 2 lange Tage auf der von uns gekauften Ufergrundstücksfläche "Triangolo", um illegal entsorgten Hausmüll, Sperrmüll und Plastikmüll aus der 1,2 ha grossen Grundstücksfläche zusammenzutragen und vorzusortieren. Dabei wurde insgesamt 124 Stunden ehrenamtlicher Arbeitseinsatz geleistet! Im Verlauf dieser Woche wird ein autorisiertes Unternehmen mit Baggereinsatz mehrere LKW-Ladungen dort seit Jahren illegalen entsorgten Bauschutt und den von unseren Vogelschützern (Bird Guards) vorsortierten Hausmüll von der nun in unserem Eigentum befindlichen Ufergrundstücksfläche entfernen und ordnungsgemäss entsorgen.

Danach kann die Natur dieses Ufergrundstück, das unmittelbar an unsere Lagune angrenzt, ungestört nach ihren eigenen Regeln gestalten und der Artenvielfalt von Flora und Fauna neuen Lebensraum bieten.

 
 

+++ 21.06.2014 +++
+++ Basel (Schweiz) - Granelli/Sizilien (Italien) +++


Beginn der Müllentsorgungsaktion "Clean Pantano Cuba"
Am 05. Juni 2014 hat der von unserer deutschen Schwesterstiftung bevollmächtigte Rechtsanwalt in Syrakus die Grundstückskaufverträge für zwei Ufergrundstücksflächen mit insgesamt
10 Flurstücken entlang unserer Lagune "Pantano Cuba" unterschrieben und die vereinbarten Kaufpreise, wie in Italien üblich, sofort bezahlt!
Heute nun beginnt auf mehr als 0,8 ha Ufergrundstücksfläche mit der Aktion "Clean Pantano Cuba" das grosse Aufräumen und Reinigen von Müll,
der dort in den letzten Jahren illegal abgelagert wurde. 10 ehrenamtliche Vogelschützer aus Sizilien sammeln nun
2 Tage lang entsprechend ausgerüstet im Uferbereich illegal entsorgten Hausrat, Hausmüll und Plastikmaterial und lagern den Müll zentral für eine ordnungs-
gemässe Entsorgung. Diese Müllmengen schätzen wir auf ca. 3 m³.
Ab 23.06.2014 wird auf ca. 0,5 ha Ufergrundstücksfläche des Grundstücks "Triangolo" ein Bagger bis zu 35 m³ illegal entsorgten Bauschutt und Abfall auskoffern und auf LKWs verladen. Die Müllmengen werden dann auf einer legalen Deponie abgeladen, sortiert und ordnungsgemäss entsorgt.
Unmittelbar nach dieser umfassenden Müll-Reinigungsaktion wird die Zufahrt zu unseren Ufergrundstücken mit einer abschliessbaren Stahlschranke gesichert.
Danach können die Natur, ihre einzigartige Artenvielfalt und ganz besonders auch die mitteleuropäischen Zugvögel diesen kostbaren Uferlebensraum zurückerobern und von den Ufergrundstücksflächen endlich wieder ungestört Besitz als Rast- und Nahrungsplatz ergreifen.
Die Kosten der Aktion "Clean Pantano Cuba" werden bis zu CHF 5.000,00 betragen und aus projektgebundenen Spendengeldern finanziert.

 
 

+++ 31.05.2014 +++
+++ Basel / Schweiz +++


Zusammenfassender Report: Ergebnisse der Vogelschutzcamps Frühjahr 2014
Mit dem Ende der letzten Frühjahrs-Vogelschutzcamps 2014 haben wir alle dokumentierten Daten ausgewertet und können die abschliessenden Ergebnisse der diesjährigen Frühjahrs-Camps vorstellen.
Vom 14.03. bis 18.05.2014 haben Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung in mehreren Regionen Italiens, auf Malta einschliesslich der Insel Gozo und auf Zypern insgesamt 3.103 Leimruten,
126 Fangnetze, 489 andere Vogelfallen, 35 elektronische Lockgeräte, 9 Gewehre und 7.099 Schuss Munition gefunden, abgebaut oder sicherstellen lassen. 40 Wilderer konnten überführt werden.
Dank engagierter Unterstützung der EU-Kommission in Brüssel und den Botschaften der Schweiz, der Republik Italien und der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Zypern gab es diesmal eine unerwartet gute und effektive Kooperation mit der Spezial-Polizeieinheit APS auf Zypern, die uns auf Veranlassung des Justizministers noch im Herbst 2013 hatte völlig hängen lassen. Erstmals hatten wir auf Zypern dieses Frühjahr auch keine verletzten Vogelschützer zu beklagen.
Unsere Stiftung hat in die operativen Kosten der Frühjahrs-Vogelschutzcamps 2014 auf Gozo, Malta, Sizilien und Zypern bisher insgesamt ca. 17.500 Franken investiert! Gut angelegtes Geld zum Schutz unserer mittel- und nordeuropäischen Zugvögel!

 
 

+++ 01.05.2014 +++
+++ Valletta/Malta - Nadur/Gozo +++


Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Polizei auf Malta auf den letzten Drücker
In den letzten 2 Nächten untertützten Vogelschützer von CABS die Umwelt-Spezialeinheit (ALE) der maltesischen Polizei beim Auffinden und Abbauen illegaler elektronischer Vogellock- und Netzfanganlagen.
Als Ergebnis brachte die gemeinsame Aktion unter dem Decknamen "Stille Nacht" den Abbau von 2 großen Netzfanganlagen und 11 elektronischen Lockanlagen in Maghtab, Gharghur, Naxxar, Mgarr, Bingemma, Zebbiegh und Cirkewwa. CABS lobte die ALE Polizeibeamten für ihren professionellen Einsatz und ihre Unterstützung beim Abbau der Fanganlagen.
Bedauerlich allerdings ist, dass die Behörden Maltas den Einsatz erst 2 Tage vor Ende der offiziellen Jagdsaison genehmigten, obwohl die Vogelschützer in den letzten 3 Wochen mehr als 100 illegale Lockanlagen aufgespürt und an die Polizei gemeldet hatten. So wurden nur 11 von mehr als 100 Fanganlagen offiziell unschädlich gemacht, wobei wir die Hände nicht immer in den Schoss gelegt hatten! Wir arbeiten sowohl auf Malta als auch auf Gozo noch ein paar Tage, um den Vogelwilderern die Freude am Nachkarten zu verderben.

 
 

+++ 29.04.2014 +++
+++ Valletta/Malta - Nadur/Gozo +++


Wetter macht Vogelwilderern auf Gozo und Malta einen Strich durch die Rechnung
Wegen günstiger Wetterverhältnisse können die meisten Zugvögel derzeit an einem Tag von der Nordküste Afrikas über das Mittelmeer bis nach Sizilien fliegen und müssen die Inseln Malta und Gozo nicht für Rast und Nahrung aufsuchen - ein Segen für zigtausende Zugvögel, darunter Greifvögel wie Rohrweihen, Wiesenweihen und Wespenbussarde sowie zehntausende Mauersegler, Mehl- und Uferschwalben!
Die Vögel, die dennoch rasten mussten, konnten dank der Überwachungspräsenz von Vogelschützern meist unbeschadet weiterfliegen.
Bei Nachteinsätzen konnten 1 illegales Netz zum Wachtelfang abgebaut sowie 4 elektronische Lockanlagen mit Wachtel-Rufen stillgelegt werden.
Auf Maltas Nachbarinsel Gozo haben Komitee-Teams zwei Jäger bei der illegalen Jagd erwischt und eine große Falle für Turteltauben entdeckt. 11 Tauben konnten befreit werden. Turteltauben gehören zu den in Europa am stärksten bedrohten "Offenland-Tauben".
Am Montag wurde ein Vogelschützer-Team nahe der Stadt Qala auf Gozo von einem Jäger per Auto gestoppt. Der Jäger ging auf die Vogelschützer los, stiess eine Vogelschützerin aus Schottland, schrie, fluchte und drohte, den Teamleiter umzubringen! Es gelang den Vogelschützern, sich der Situation durch "Abgang" zu entziehen. Kurz darauf aber wurden die Vogelschützer abermals von diesem Jäger nahe Nadur gestoppt, erneut wüst beschimpft, mit Todesdrohungen eingeschüchtert und aufgefordert, das Land sofort zu verlassen. Was für eine "europäische" Mentalität?! Beide Zwischenfälle wurden der Polizei in Victoria gemeldet, die den Mann identifizieren konnte

 
 

+++ 19.04.2014 +++
+++ Basel/CH, Nikosia/CY +++


2. Report - Vogelschutzcamp Zypern Frühjahr 2014
Auf Zypern ist gestern der 5. Wilderer während des diesjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamps gefasst worden. Der hatte mehr als 250 Leimruten ausgelegt und 6 Fangnetzte aufgestellt. Beamte der APS-Polizeispezialeinheit hatten in seiner Tiefkühltruhe 298 tote Singvögel entdeckt. Vogelschützer hatten den illegalen Vogelfangplatz vorher ausgekundschaftet und die Polizeiaktion vorbereitet.
Insgesamt wurden auf Zypern in den letzten Wochen damit 866 Leimruten, 12 Netze und 7 elektronische Lockgeräte abgebaut. Das sind erheblich weniger vernichtete Vogelfangeinrichtungen als im Vorjahres-Vogelschutzcamp, dies ist aber ausschliesslich dem inzwischen in Wildererkreisen weitläufig bekannt gewordenen gemeinsamen Einsatz unserer Vogelschützer mit der APS-Polizeieinheit geschuldet.
Weniger aktiv für den Vogelfang aufgebaute Fallen bedeuten erheblich weniger illegal gefangene und getötete Zugvögel!

 

+++ 12.04.2014 +++
+++ Basel/CH, Nikosia/CY +++


1. Report - Vogelschutzcamp Zypern Frühjahr 2014
Buchstäblich in letzter Sekunde hat uns die Regierung Zyperns für unser laufendes Frühjahrs-Vogelschutzcamp Polizei-Unterstützung zugesagt. Hintergrund dafür ist der massive Druck seitens der EU-Kommission in Brüssel und der deutschen Botschaft in Nikosia. Beiden Institutionen sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt!
Seit nunmehr 5 Tagen begleiten drei Polizeibeamte unsere Vogelschutz-Teams.
Dass unsere Vogelschützer im Südosten Zyperns gemeinsam mit der APS-Polizeispezialeinheit im Gelände sind, hat sich bei den Vogelwilderern offenbar herumgesprochen: fast jede der bisher kontrollierten Fangstellen ist fangbereit vorbereitet, anscheinend auch schon genutzt worden, aktuell aber ohne aufgebaute Leimrutenfallen und Fangnetze.
Geschätzt sind derzeit nur rund zehn Prozent der Vogelwilderer aktiv. Die warten vermutlich ab und beobachten, wie oft und wie lange wir mit der Polizei im Gelände unterwegs sind ... die werden sich wundern!
Trotzdem haben die Vogelschützer bisher knapp 650 Leimruten, 3 elektronische Lockanlagen und 2 Fangnetze gefunden. Gestern wurde dabei der 2. Wilderer von den uns begleitenden Polizeibeamten überführt - der hatte 147 der tierquälerischen Leimrutenfallen fangbereit ausgelegt.

 
 

+++ 08.04.2014 +++
+++ Valletta/Malta & Nadur/Gozo +++


Zugvogel-Kriegsgebiet Malta mit Insel Gozo - Report 1
Die Stiftung Pro Artenvielfalt fördert seit Jahren die Vogelschutzcamps des Komitee gegen den Vogelmord auf Malta und Gozo und unterstützt die Vogelschutzarbeit auf Gozo auch operativ.
Als zwei Vogelschützer des Komitees am 06.04.2014 im Süden Maltas eine Vogelfangstelle mit Netzen kontrollieren wollten, wurden die beiden von einem aufgebrachten Mann mit einem Knüppel attackiert. Nur durch das Eingreifen der (mutmasslichen) Frau des Angreifers konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Polizei wurde eingeschaltet.
Die Anzahl der in diesem Frühling von Vogelschützern bereits stillgelegten Fangstellen auf Malta steigt immer weiter an - bis heute morgen waren es schon 68! Ein Wilderer wurde nach einem Hinweis der Vogelschützer an einem besonders spektakulären Schlagnetz überführt: Er hatte ein Dutzend Plastik-Limikolen (Wasservogel-Attrappen) eingesetzt - neben Goldregenpfeifern und Brachvögeln auch Stelzenläufer und Uferschnepfen. Die Lockmittel und Netze wurden sichergestellt. Der Vogelfänger wird kurzfristig vor Gericht gestellt und riskiert eine hohe Geldstrafe.
Nach dem gefilmten Abschuss von 2 Weissstörchen auf Malta im zeitigen Frühjahr 2014 wurden die Strafen für illegale Vogeljagd (endlich) drastisch erhöht. Letzte Woche wurden 2 Vogeljäger zu 10.000 EUR Strafe für den Abschuss eines Stelzenläufers verurteilt. Das tut erstmals richtig weh! Diese Zugvogelart brütet auf Malta mit nur 2 Brutpaaren!

 
 

+++ 04.04.2014 +++
+++ Südwest-Sizilien / Republik Italien +++


2. Woche des Adlerschutzcamps 2014 in Südwest-Sizilien
Während der 2. Einsatzwoche des Habichtsadler-Schutzcamps waren 18 sizilianische Vogelschützer im Einsatz. Es wurden dabei 1.540 Stunden ehrenamtlicher Adlerschutz geleistet, Idealismus pur! Neben freundlicher Zustimmung seitens der staatlichen Forstbeamten und zugesagter Notfall-Unterstützung durch die örtlichen Carabinieri waren wir an 2 Adlerhorsten bereits mit Nestplünderungsversuchen konfrontiert, die wir aber durch offensives Auftreten und das Anfertigen von Fotodokumenten abwehren konnten.
In allen von uns bewachten sensiblen Adlerhorsten und in den von uns sporadisch kontrollierten schwer zugänglichen Adlerhorsten sind inzwischen die Adlerjungen geschlüpft. Damit beginnt jetzt die kritische Phase der Horstbewachung, da Vogelwilderer bevorzugt Adlerjunge mit einem Lebensalter von 10-30 Tagen aus den Horsten plündern.
Ab 05.04.2014 verstärken wir daher die Adlerschützer-Teams, verlängern die Horstbewachungszeiten und setzen verstärkt elektronische Überwachungstechnik ein.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Adlerhorst- und Landschaftsumgebungsfotos zeigen, die Vogelwilderer kennen die Adlerhorst-Standorte nur zu gut und wären unnötig gewarnt. Dank der grossartigen Adlerprojekt-Spendenunterstützung verfügen unsere Adlerschützer jetzt auch über beste Kameratechnik, die wir konsequent zur Ermittlung von Vogelwilderern einsetzen!

 
 

+++ 21.03.2014 +++
+++ Südwest-Sizilien / Republik Italien +++


Beginn Adlerschutzcamp 2014 in Südwest-Sizilien
Heute beginnt nach monatelangen generalstabsmäßigen Vorbereitungen unser erstes Habichtsadler-Schutzcamp in den Bergregionen im Südwesten Siziliens. Erstmals werden wir die 12 bisher wiederholt von Nesträubern geplünderten und relativ leicht zugänglichen Adler-Horstplätze bis zum Ausfliegen der Jungadler Ende Mai/Anfang Juni rund um die Uhr bewachen. Insgesamt werden mehr als 60 italienische Adlerschützer im Einsatz sein. Dank unserer finanziellen Förderung kommt auch neueste Überwachungstechnik an den schwer einsehbaren Adler-Horstplätzen zum Einsatz. Die regionalen Carabinieri haben uns für akute Zwischenfälle ihre schnelle Unterstützung zugesagt!
Nur noch 25 Habichtsadler-Paare brüten in den südwestlichen Bergregionen Siziliens. Allein in den vergangenen 10 Jahren ist die Anzahl der Brutpaare auf Sizilien um mehr als 50% eingebrochen. Grund dafür sind einmal mehr skrupellose Vogelwilderer, die den Schwarzmarkt für seltene Greifvögel in Europa mit geraubten Adlerküken und Jungadlern versorgen. Das werden wir auf Sizilien ab sofort zu verhindern wissen - versprochen!
Noch eine gute Nachricht zum Schluss: bei den Vorbereitungsarbeiten im Gelände haben sizilianische Adlerschützer einen bisher unbekannten Adlerhorstplatz mit einem brütenden Adlerweibchen entdeckt!

 
 

+++ 22.02.2014 +++
+++ Brüssel/ Nikosia/Bonn/Basel +++


EU-Kommission bezeichnet Kooperation zwischen Artenschutzorganisationen und zyprischer Polizei als "Schlüssel" gegen die Zugvogelwilderei
Die Europäische Kommission drängt die Behörden auf Zypern zu einer besseren Polizeiunterstützung für das Komitee gegen den Vogelmord und die anderen gegen die Vogelwilderei aktiven Naturschutzorganisationen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hat EU-Umweltkommissar Janec Potocnik erklärt, dass für Brüssel die Kooperation zwischen den Naturschutzorganisationen und der Polizei ein "Schlüssel" für die Bemühungen um die Bekämpfung der Wilderei sei. Janec Potocnik ergänzte, dass die EU-Kommission darauf dränge, dass der Kampf gegen den illegalen Vogelfang auf Zypern intensiviert werde.

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und die Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) begrüssen die Position der EU-Kommission. Beide Organisationen lobten die besonders gute Zusammenarbeit ihrer ehrenamtlichen Vogelschützer mit der Antiwilderer-Einheit der Polizei (APS) und den Jagdaufsehern des Game Funds auf Zypern in den Jahren 2011 und 2012. Diese hatte zu einer stark gestiegenen Zahl von überführten Vogelwilderern und einer Reduktion des illegalen Vogelfangs geführt. Leider hatten die zyprischen Behörden nach unserem Frühjahrsvogelschutzcamp 2013 eine unakzeptable Kehrtwende ihrer Naturschutzpolitik eingeleitet und uns seither jedwede Unterstützung durch die Polizei verweigert. In der Folge gab es im Herbst 2013 zahlreiche gewalttätige Übergriffe gegen Vogelschützer und eine massive Zunahme der Vogelwilderei. Seitdem wurde auch jede unserer Anfragen nach Polizei-Unterstützung abgelehnt und auch die lokalen Polizei-Dienststellen verweigerten die Kooperation und ignorierten sogar Notrufe. CABS und SPA hatten daraufhin offizielle Beschwerden beim Europäischen Parlament, der EU-Kommission, der "Berner Konvention" und bei der "Ombudsfrau für Menschrechtsfragen" der Republik Zypern eingereicht.

Die verweigerte Polizei-Unterstützung zeigt, dass es in der Republik Zypern eine breite politische Unterstützung für die illegale Vogelwilderei gibt. Ein klarer Verstoss gegen die geltende EU-Vogelschutzrichtlinie. CABS und SPA werden im April und Mai 2014 erneut Vogelschützer-Teams nach Zypern schicken, um die Zugvogelsituation vor Ort zu überwachen. Dazu gehört wiederum die Dokumentation sämtlicher aktueller Vogelfangplätze und für den Fall der anhaltenden Verweigerung von Polizeiunterstützung auch der Abbau der illegalen Vogelfanganlagen (Leimruten, Netze, elektronische Lockanlagen) in öffentlichem Gelände! Wir haben die zuständigen Behörden bereits offiziell um Unterstützung gebeten. Die Re-Aktivierung der Polizei-Unterstützung in 2014 würde zeigen, dass es die zyprische Regierung mit der "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Vogelwilderern ernst meint.

 
 

+++ 07.01.2014 +++
+++ Sardinien, Republik Italien +++


3. Vogelschutzcamp auf Sardinien abgeschlossen. Grosse Anzahl Schlingfallen zerstört! Mehr als 260.000 Vogelleben gerettet.
Aktuelle Informationen zu den Ergebnissen der 3 Winter-Sardinien-Vogelschutzcamps im Zeitraum 10.11.2013 bis 05.01.2014:
In den insgesamt 26 Einsatz-Tagen wurden trotz teils widriger Witterungs- bedingungen insgesamt 7.476 Rosshaar-/Nylonschlingenfallen, 162 Boden-Drahtschlingenfallen und 2 Vogelfangnetze von den Vogelschützern gefunden und zerstört!
Drei Vogelwilderer wurden durch Videoaufnahmen von versteckten Kameras und dank des schnellen Einsatzes lokaler Carabinieri der Vogelwilderei überführt.
Die tausende nicht mehr fangtüchtig im Gelände stehenden Schlingenfallen haben diesen Winter auf Sardinien mehr als 260.000 Singvögeln einen qualvollen Tod erspart und die abgebauten Boden-Drahtschlingenfallen so manchem vom Aussterben bedrohten sardischen Hirschen das Leben gerettet.

 
 

+++ 23.12.2013 +++
+++ Basel, Schweiz +++


Weihnachts- und Neujahrsgrüsse
Mit einem von Herzen kommenden Dankeschön für Ihre grossherzige und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2013 wünschen wir allen unseren engagierten Spenderinnen & Spendern, unseren Förderen und allen Artenschutz-Projektpartnern im Netzwerk unserer Stiftung ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen, ein paar geruhsame und erholsame Tage "zwischen den Jahren" und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr 2014.
Bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit bitte auch im neuen Jahr weiter engagiert und patenschaftlich verbunden. Wir haben für 2014 bedeutende und couragierte Natur- und Artenschutzprojekte in Arbeit, für deren Realisierung wir um Ihre anhaltende Unterstützung bitten.
Ihr
Roland Tischbier
Präsident des Stiftungsrates

 
 

+++ 22.12.2013 +++
+++ Sardinien, Republik Italien +++


Während des 2. Sardinien-Vogelschutzcamps zerstörte Schlingenfallen retten weitere
110.000 Singvogelleben!

Aktuelle Informationen aus dem zweiten Vogelschutzcamp auf Sardinien Anfang Dezember 2013:
trotz wiederholter schwerer Regenfälle und unter schwierigsten Einsatzbedingungen wurden in weiteren 8 Einsatztagen von unseren Vogelschützern insgesamt weitere 3.131 Schlingenfallen abgebaut und der italienischen Forstpolizei übergeben: 2.047 Baumfallen, 1.084 Bodenfallen und 2 Vogelfangnetze. Sämtliche Vogelfallen-Befestigungskonstruktionen wurden vor Ort zerstört! Insgesamt wurden damit von Vogelschützern in den beiden bisherigen Sardinien-Vogelschutzcamps 6.486 Schlingenfallen zerstört und so in der bis Anfang Januar andauernden Vogelfang-Saison schon bis zu 210.000 Singvögeln das Leben gerettet. Drei Vogelwilderer wurden inflagranti erwischt und überführt.

Das 3. Sardinien-Vogelschutzcamp steht unmittelbar vor seinem Beginn und wird auch während der kommenden Festtage bis Anfang Januar 2014 andauern. Ausdrücklicher Dank an dieser Stelle an alle Vogelschutzaktivisten, die im ehrenamtlichen Einsatz die Weihnachtsfeiertage und das Neujahrsfest fern der Familien und Freunde im sardischen Berg- und Buschland zum Schutz mitteleuropäischer Zugvögel verbringen!

 
 

+++ 09.12.2013 +++
+++ Sardinien, Republik Italien +++


Bsiher zerstörte Schlingenfallen retten 100.000 Singvogelleben!
Aktuelle Information aus dem 1. Sardinien-Vogelschutzcamp im November 2013: In den ersten 10 Einsatztagen wurden trotz der schweren Regenfälle und Überschwemmungen von den Vogelschützern insgesamt 3.355 Rosshaarschlingenfallen gefunden und zerstört! Damit haben die Vogelschützer für die nächsten Wochen mehr als 100.000 Singvögeln das Leben gerettet. Drei Vogelwilderer wurden inflagranti erwischt und überführt. Beweis dafür, dass der Schwarzmarkt-Profit mit illegal getöteten Singvögeln gierig macht.
Das 2. Sardinien-Vogelschutzcamp hat am 01.12.2013 begonnen.
Ein 3. Vogelschutzcamp, zunächst nicht geplant, wird nun während der kommenden Festtage durchgeführt.

 
 

+++ 09.11.2013 +++
+++ Syrakus, Sizilien, Republik Italien +++


+++ Breaking News +++
Zuschlag für Kaufgebot des 83 ha Feuchtgebiets “Pantano Cuba" an der Südküste Siziliens erhalten!

Die deutsche Schwesterorganisation Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA/DE)
hat am 8. November 2013 in Syrakus (Sizilien) bei einer gerichtlich angeordneten Zwangsversteigerung den Zuschlag für das 83 Hektar grosse Feuchtgebiet „Pantano Cuba“ an der Südküste von Sizilien (Republik Italien) erhalten. 

„Pantano Cuba“ mit seiner grossen Süsswasserlagune, seinen flächenhaften Schilf- und Röhrichtbeständen und den dazu gehörenden angrenzenden mediterranen Strauchsteppenflächen (Maccia) ist einer der wichtigsten Zugvogel-Rast- und Nahrungsplätze auf der mittleren Südeuropa-Vogelzugroute von Nord-/Mitteleuropa nach Afrika. 

In diesem Feuchtgebiet wurden in den letzten Monaten mehr als 220 Vogelarten gezählt. Davon allein 85 bis 90 Zugvogelarten, Wat- und Wasservögel, Greifvögel und Singvögel, die das „who is who“ der europäischen Zugvogelwelt repräsentieren. Die Anzahl der Zugvögel, die nicht nur während der Vogelzugzeiten im Frühjahr und Herbst das Feuchtgebiet „Pantano Cuba“ nutzen, geht in die Zehntausende. 

Roland Tischbier, Präsident der Stiftung Pro Artenvielfalt in der Schweiz: „Der Kauf dieses 83 ha grossen Feuchtgebiets „Pantano Cuba“ mit unserer finanziellen Unterstützung ist erst der Beginn eines umfangreichen gemeinsamen SPA Zugvogel- „Hotspot“-Schutzprojekts im Süden Siziliens!“ Der erfolgreiche Abschluss dieses Landkaufs zum Wohle der Natur und seiner Artenvielfalt ist das Ergebnis einer ambitionierten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Schwesterorganisationen Stiftung Pro Artenvielfalt in Deutschland (SPA/DE) und der Schweiz (SPA/CH) und Mitgliedern der italienischen Vogelschutzorganisation LIPU (Lega Italiana Protezione Uccelli), Sektion Ragusa.



 
 

+++ 16.10.2013 +++
+++ Bonn, D / Bielefeld, D/ Basel, CH/ Nicosia, CY +++


Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2013 - Ergebnisse

Der Einsatz von Vogelschützern des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) und Vogelschützern unserer Stiftung (SPA) gegen den illegalen Fang von Singvögeln in der Republik Zypern ist, wie schon berichtet, am 13.10.2013 erfolgreich zu Ende gegangen. 

Trotz der hochoffiziell verweigerten Polizeiunterstützung wurden von den Vogelschutzaktivisten
während der drei Einsatzwochen insgesamt 
- 4.236 Leimruten
- 91 elektronische Vogellockanlagen und 
- 59 Nylonfangnetze mit einer Gesamtlänge von mehr als zwei Kilometern abgebaut.


Dank dieser nun nicht mehr wochenlang in der Landschaft fängisch platzierten Vogelfangeinrichtungen konnten diesen Herbst bis zu 150.000 Zugvögel vor einem elenden Tod bewahrt werden. Mehr als 100 Vögel wurden direkt von Leimruten befreit bzw. aus den Netzen geschnitten, darunter zahlreiche Grasmücken, Pirole, Nachtigallen, Wendehälse sowie mehrere Zwergohr- und Schleiereulen.
 

Nachstehender Link führt zu unserem Video, das die Befreiung einer streng geschützten Mönchsgrasmücke von einer illegalen Leimrute zeigt. Die Bilder lassen ahnen, unter welchen Qualen jährlich auf Zypern bis zu 2.5 Millionen Singvögel getötet werden, um als „Speise der Aphrodite“ zu Höchstpreisen von bis zu 10 Euro pro 16 Gramm Singvogelfleisch konsumiert zu werden. Es lebe unser gemeinsames europäisches Naturerbe!

Link: http://youtu.be/eu9DkC4Z43w



 
 

+++ 15.10.2013 +++
+++ Bonn, D / Bielefeld, D/ Basel, CH/ Nicosia, CY +++


Zypern Vogelschutzcamp am 13.10.2013 unter schwierigsten Bedingungen beendet
Die insgesamt 18 eingesetzten ehrenamtlichen Vogelschützer des diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamps auf der Mittelmeerinsel Zypern (Republik Zypern) und auch wir werden den dortigen Einsatz zum Schutz der Europäischen Zugvögel lange in schlechter Erinnerung behalten.


In diesem Herbst hatte uns der derzeitige zypriotische Minister für Justiz und Öffentliche Ordnung, Ionas Nikolaou, die auf Bekämpfung von illegalem Vogelfang spezialisierte Polizei-Einheit APS für die Unterstützung unserer Arbeit schon vom 1. Einsatztag an ausdrücklich verweigert und damit wichtige Massnahmen zur Durchsetzung der EU-Vogelschutzrichtline von 1979 konsequent unterbunden.

    
Während die Bundesrepublik Deutschland die Republik Zypern zum „systemrelevanten Staat“ in Europa erklärte und dort zur Stabilisierung Zyperns und des Euro milliardenschwere Rettungspakte mitfinanziert, schafft der dortige amtierende Minister in klarem Verstoss gegen geltendes europäisches und nationales Recht einen rechtsfreien Raum, in dem sich hunderte kriminelle Wilderer auf Kosten des europäischen Vogelschutzes die Taschen mit am Schwarzmarkt erzielten Profiten aus millionenfachem Singvogelmord vollstopfen.

    
Während die Politik auf Zypern „Null Toleranz für Vogelwilderer“ propagiert, ist die Südküste der Republik auf einer Länge von 40 km fest in der Hand der Vogelmord-Mafia. Die elektronischen Vogellockanlagen laufen die ganze Nacht, riesige Netzfanganlagen stehen sowohl in öffentlichem als auch privatem Gelände, hunderte private Obstbaumplantagen, aber auch die offene Strauchsteppe sind gespickt mit Leimruten.

    
Unsere Vogelschützerteams mussten daher ungeschützt und komplett auf sich alleine gestellt ihre gefährliche Vogelrettungsarbeit durchführen, gerieten nachts wiederholt in Hinterhalte der Wilderer und wurden in Verfolgungsfahrten mehrmals massiv bedroht. Als Folge dieses politisch gewollten Handlungsvakuums wurden unseren Vogelschutz-Einsatzteams schon am 2. Einsatztag die Autoreifen der Mietwagen zerstochen. Einer vor Ort lebenden Schweizer Vogelschutzaktivistin wurden 7 Autoreifen in nur 2 Tagen zerstört. 4 unserer italienischen Vogelschützer wurden von einem Vogelwilderer brutal zusammen geschlagen.

    
Der absolute Hohn aber war am 7.10.2013 ein Interview im zypriotischen TV mit dem Parlamentsabgeordneten der Partei DISY, Rikkos Mappourides, der auf Nachfrage ausdrücklich betonte, dass er, wie alle Zyprioten, weiterhin verbotenerweise „Ambelopoulia“, eine frühere zypriotische Delikatesse aus Singvögeln, konsumiere und sich sehr wohl bewusst sei, dass dies illegal und eine Straftat sei. Zitat: „Ganz Zypern würde sich in dieser Angelegenheit illegal verhalten!“



 
 

+++ 04.10.2013 +++
+++ Bonn, D / Bielefeld, D/ Basel, CH/ Nicosia, CY +++


4 Vogelschützer von Wilderer angegriffen und verletzt


Die bisher eingesetzten 14 ehrenamtlich arbeitenden Vogelschützer im Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel Zypern haben in den ersten zwei Wochen per 03.10.2013 bereits 2.873 Leimruten, 30 Fangnetze + 53 elektronische Lockgeräte gefunden und eingesammelt! Mehr als jemals zuvor!

Am 01.10.2013 wurden vier Vogelschützer während des Einsammelns von Leimruten unweit der Kleinstadt Sotira in offenem Gelände von einem Wilderer mit einer Stange geschlagen und verletzt. 

Einer der Vogelschützer erlitt Gesichts- verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Der Schläger ist inzwischen ausfindig gemacht, ein Gerichtstermin ist für Ende Oktober anberaumt.



 

+++ 30.09.2013 +++
+++ Bonn, D / Bielefeld, D/ Basel, CH/ Nicosia, CY +++


Auf Zypern schon mehr als 2.000 Leimruten eingesammelt

Beim diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord und der Stiftung Pro Artenvielfalt auf der Mittelmeer- insel Zypern haben die bisher 14 dort eingesetzten Vogelschützer in den ersten 10 Tagen bereits mehr als 2.000 Leimruten und 15 Fangnetze eingesammelt sowie 8 elektronische Vogelstimmenlockanlagen stillgelegt.

Anders als bei den letzten Vogelschutzcamp-Einsätzen auf Zypern hat der für die innere Sicherheit zuständige Justizminister Ionas Nikolaou bisher der Wilderer-Lobby nachgegeben und die auf die Bekämpfung von Vogelfang spezialisierte Polizei-Einheit APS nicht zur Durchsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie und zum Schutz unserer Einsatzteams bereit gestellt.

Als Folge dieses politisch bewusst geschaffenen Handlungsvakuums wurden unseren Einsatzteams schon am 2. Einsatztag die Autoreifen der Mietwagen zerstochen. Wir hoffen sehr, dass es auch in den nächsten Einsatztagen nur bei Sachbeschädigung bleibt!



 

+++ 26.09.2013 +++
+++ Bonn, D / Bielefeld, D/ Basel, CH/ Nicosia, CY +++


Zypriotischer Minister interpretiert EU-Vogelschutzrichtlinie wie im Mittelalter
Das Erreichen des vom Komitee gegen den Vogelmord und der Stiftung Pro Artenvielfalt erklärten Vogelschutzcamp-Ziels – „Überführen“ von Wilderern auf frischer Tat, direkt an ihren illegalen Fangplätzen, mit Hilfe der Polizei-Spezialeinheit APS (Anti Poaching Squad) – scheint nach einem äusserst enttäuschenden Gespräch am 19.09.2013 mit dem zuständigen Justizminister Ionas Nikolaou gefährdet.

 
Der Minister spielte trotz unserer schon vor Monaten und inzwischen mehrmals schriftlich per Email, Fax und Brief vorgetragenen Bitten um Unterstützung unserer Vogelschützer selbst einen Tag vor Beginn des Herbst-Vogelschutzcamps weiter auf Zeit und zeigte sich auch während unseres persönlichen Gesprächs unerträglich schlecht informiert und bewusst ignorant. Trotz der auch in Zypern geltenden EU-Vogelschutzrichtlinie hat der Minister dem massiven Druck der zypriotischen Jagdlobby nachgegeben und
eine uneingeschränkte Fortführung unserer seit 2011 sehr erfolgreichen Kooperation mit der APS-Polizeieinheit für diesen Herbst ausgeschlossen! Zeitgleich hat der Minister angekündigt, den Vogelfang mit Leimruten – in klarem Verstoss gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie – erlauben zu wollen.

 
Es ist offensichtlich, dass wir uns mit den beachtlichen Erfolgen gegen kriminelle Vogelfänger in enger Kooperation mit der Polizei viele einflussreiche Gegner geschaffen haben. Damit die gefährliche Arbeit im Vogelschutzcamp doch noch ein voller Erfolg wird und die Vogelschützer nicht schutzlos den gewaltbereiten Wilderern ausgeliefert sind, bemühen wir seit dem 20.09.2013 alle uns zur Verfügung stehenden Kontakte in Brüssel (EU-Kommission) und Nikosia (Minister der Republik Zypern, Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Italien, der Schweiz und Grossbritanniens), der EU-Vogelschutzrichtlinie auf Zypern wirkungsvoll Geltung zu verschaffen und den Schutz unserer Vogelschutzaktivisten sicherzustellen. 

Unbeschadet dessen arbeiten unsere Vogelschützer unter Beachtung aller geltenden Gesetze und unter den derzeit bestmöglichen Vorsichtsmassnahmen zum Schutz unserer Zugvögel weiter aktiv im „Zugvogel-
Kriegsgebiet“. Detaillierte Ergebnisse werden wir voraussichtlich aber erst am Ende des Herbst-Vogelschutzcamps veröffentlichen.

Der diesjährige Vogelfang hat dramatische Ausmasse angenommen und die von den verantwortlichen zypriotischen Politikern durch verweigerte Polizeipräsenz bewusst geschaffenen Freiräume werden von tausenden Vogelwilderern aktuell rücksichtslos für den massenhaften Vogelmord genutzt. So berichtete ein regionaler Rundfunksender bei Agia Napa von einem Vogelwilderer, der am 21.09.2013 bei der Ortschaft Xylofagou binnen 24 Stunden mehr als 750 Singvögel gefangen und getötet hatte. 
Tourismus-Hinweis:
Willkommen im Zugvogel-Kriegsgebiet der Sonneninsel Zypern!

Der nachstehende Google Earth© - Kartenausschnitt von der Südküste der Republik Zypern zeigt Minister Ionas Nikolaou, der zypriotischen Polizei und der Öffentlichkeit sämtliche dort von unseren Vogelschützern erfassten illegalen Vogelfangplätze, die mit verbotenen Leimruten und/oder verbotenen Fangnetz- und Vogelstimmenlockanlagen bestückt sind. 
Der interaktive Google©-Kartenausschnitt mit hinterlegten, laufend aktualisierten Vogelfangzahlen und Vogelarten steht der APS-Polizei-Spezialeinheit seit 2012 zur Verfügung! Folglich kann auch der Minister nicht mit "Unwissen" argumentieren.



 
 

+++ 22.09.2013 +++
+++ Nikosia, Republik Zypern +++

 
Vogelschützer auch auf Zypern im Einsatz 

In diesen Tagen hat auch das gemeinsame international besetzte Herbst-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord und der Stiftung Pro Artenvielfalt auf der „Sonneninsel“ Zypern begonnen.

  
Wegen der besonderen Umstände hier vor Ort werden wir in den kommenden Tagen nur sporadisch über Ergebnisse und Erfahrungen der Vogelschützer berichten und werden auch aktuelles Bildmaterial nur selektiv veröffentlichen.

  
Die kleine Zwergohreule konnten wir weitgehend unbeschadet von einer Leimrute retten und zu nächtlicher Stunde wieder in die Freiheit entlassen.



 

+++ 17.09.2013 +++
+++ Valletta/Malta - Nadur/Gozo +++


Polizei beschlagnahmt Netze, Käfige und geschützte Vögel 

Bei Sarraflu (Gozo) haben Vogelschützer am 17.09.2013 einen Vogelfänger überführt, der mit einem riesigen Klappnetz gezielt dem Fang von streng geschützten Mornellregenpfeifern nachging. Dafür war der Fangplatz eigens von Vegetation befreit und mit einer Wasserstelle für diese Vogelart optimiert worden. 

Ein Vogelschützer-Team der "Bird Guards" von CABS und SPA filmte morgens gegen 8:15 Uhr, wie ein etwa 20jähriger Mann das Klappnetz aktivierte und anschliessend Käfige mit Lockvögeln darum herum aufstellte. "Kurz vor dem Eintreffen der Polizei erhielt der Mann einen Anruf per Mobiltelefon und flüchtete mit mehreren Käfigen in der Hand“, berichtet CABS-Mitglied Craig Redmond, dessen Einsatzteam den Fangplatz entdeckte.



 
 

+++ 15.09.2013 +++
+++ Valletta/Malta - Nadur/Gozo +++


Schwarzstorch-Abschuss bei Nadur (Gozo) 
Wilderer haben am 15.09.2013 bei Nadur (Gozo) einen streng geschützten Schwarz- storch abgeschossen. Der Vogel wurde von den "Bird Guards" des Vogelschutzcamps noch lebend geborgen und der Polizei- station in Victoria übergeben, wo er kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen erlag. 
Es handelte sich um einen Jungvogel, der erst vor wenigen Monaten flügge geworden ist und auf seinem ersten Vogelzug ins afrikanische Winterquartier war.

 

+++ 13.09.2013 +++
+++ Valletta/Malta - Nadur/Gozo +++


"Bon Voyage"
Internationales
Vogelschutzcamp auf Malta hat begonnen   

Das gemeinsame Herbst-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord und der Stiftung Pro Artenvielfalt wird vom 13.09. bis 29.09. 2013 auf den Inseln Malta und Gozo durchgeführt. 
Der Name der Operation "Bon Voyage" ist zugleich das Programm: Insgesamt 40 Teilnehmer aus neun europäischen Ländern werden dort sämtliche für den Vogelzug bedeutsamen Rast- und Durchzuggebiete überwachen. Ziel ist es, so viele Vögel wie möglich über die Inseln zu begleiten und dafür Sorge zu tragen, dass sie unbehelligt von Wilderern ihren Vogelzug Richtung Afrika fortsetzen können. 
Auf unserer Internetseite werden wir in unregelmäßigen Abständen über den Fortgang des Vogelschutzcamps berichten - es lohnt sich also, hin und wieder bei uns vorbei zu schauen.



 

+++ 01.09.2013 +++
+++ Basel, CH - Gozo, Rep. Malta +++


Dank für Ihre Unterstützung des Gozo-Vogelschutz-Camps und unseres Landkaufs
Wir danken all unseren grossherzigen Spenderinnen und Spendern für ihre schnelle und engagierte finanzielle Unterstützung zur Finanzierung der Kosten des am 14.09.2013 beginnenden international besetzten Vogelschutz- Camps auf Gozo, der Schwesterinsel von Malta.
Wie nach den Wahlversprechen der heutigen Regierungspartei auf Malta an die 13.000 Jäger und 3.000 lizensierten Fallensteller nicht anders zu erwarten, wurden die offiziellen Vogeljagdzeiten aktuell von werktäglich bisher 15:00 Uhr auf nun 19:00 Uhr verlängert. Dies öffnet zugleich Tür und Tor auch für illegale Vogeljagdaktivitäten und Fallenstellerei bis in die Dämmerungsstunden. 
Dies erschwert auch unsere Vogeljagd-Überwachungs- und Kontrolleinsätze ganz erheblich und erhöht zugleich das Gefährdungspotential für unsere ehrenamtlichen Vogelschützer.
Dank auch an unsere treuen Förderer für ihre kraftvolle finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung des Landkaufs auf Gozo. Wir sind jetzt in der Lage, die Zahlung des Kaufpreises jederzeit vorzunehmen, sobald die von uns beauftragte Notarin auf Gozo nach den bereits im Juni 2013 unterschriebenen "Promise of Sale"-Dokumenten den positiven Abschluss der noch laufenden Grundstücksrecherchen bekannt gibt.