Aktuelles:
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In Südeuropa sind der illegale Fang und Handel mit Singvögeln nach wie vor ein lukratives Geschäft. Auf Zypern, Sardinien und Sizilien locken hohe Schwarzmarkt-Profite kriminelle Vogelwilderer und illegal agierende Vogeljäger an. Für die Einsatzteams des Komitees gegen den Vogelmord und unserer Stiftung Pro Artenvielfalt bedeutet dies, ihnen mit Mut und Ausdauer entgegenzutreten – und Zugvögel vor einem leidvollen Tod zu bewahren.
Mönchsgrasmücken-Weibchen gefangen an einer Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Fangbereit aufgebaute Baumschlingenfalle in Sardinien © Komitee gegen den Vogelmord
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Herbstaktion lag auf Zypern. Dort konnten die erfahrenen und gut organisierten Teams gleich zwei grosse professionelle Vogelwilderer in flagranti ertappen. Auf ihren Grundstücken wurden insgesamt 26 illegale Fangnetze, 270 Leimruten sowie mehrere elektronische Lockgeräte sichergestellt. Durch unser rasches Eingreifen zusammen mit den Behörden gelang es, zahlreiche lebende Vögel zu befreien. Die ausgesprochenen Bussen von je 30'000 Euro wurden von den kriminellen Vogelfängern als wichtiges und einschüchterndes Signal unseres entschlossenen Kampfes gegen den illegalen, kommerziellen Vogelfang wahrgenommen.
Fangnetz-Anlage wird mit Wildhüter in Zypern abgebaut © Komitee gegen den Vogelmord
Präsenz auf Sardinien zeigen und operatives Vorgehen gegen den illegalen Singvogelhandel zwischen Sizilien und Malta.
Auf Sardinien ist der Singvogelfang dank jahrelanger Feldarbeit in den schwer zugänglichen Bergregionen um Cagliari weitgehend zurückgedrängt. Dennoch wurden auch im vergangenen Winter über 80 Schlingenfallen entfernt und mehrere Verdachtsfälle angezeigt – ein wichtiger Beitrag, um neue illegale Aktivitäten früh zu unterbinden und ein Aufleben dieser verbotenen «Tradition» zu verhindern. Darum wird auch diesen Winter wieder ein kleines Team Flagge zeigen.
Auf Sizilien konzentrieren sich unsere Stiftungs-Einsätze vor allem auf die Überwachung der Küstenregion im Südosten und Süden der Insel. In Zusammenarbeit mit den Carabinieri gelang dabei ein aussergewöhnlicher Schlag gegen den internationalen, illegalen Vogelhandel: Fast 2'800 Stieglitze und Grünfinken, die voraussichtlich für den Weiterverkauf nach Malta bestimmt waren, konnten beschlagnahmt werden. Bei einer Lastwagenkontrolle im Hafen von Pozzallo entdeckten die Carabinieri die leidenden Vögel in engen Transportkisten. Auch hier zeigte sich, wie tierquälerisch diese profitgierigen kriminellen Schmugglerbanden agieren. Da rund 2’800 stimmfreudige Singvögel durchaus wissen, wie man sich bemerkbar macht, wurde der ganze Container derart heruntergekühlt, dass sich die Vitalfunktionen der Vögel verlangsamten und Totenstille herrschte. Wir sind dankbar, dass die Carabinieri so genau hinschauten und massgeblich zur Rettung dieser Vögel beitrugen. Doch wohin nun mit all den geretteten Finken? Die Entscheidung fiel schnell auf das dank unserer deutschen Schwesterstiftung bestens bewachte Pantani-Schutzgebiet, welches ebenfalls direkt an der Südostküste Siziliens liegt. Zu erleben, wie nahezu 2’800 durstige und hungrige Stieglitze und Grünfinken aus den tierquälerisch engen Transportkisten befreit und zurück in die Freiheit fliegen konnten, hat uns alle tief berührt.
Freilassung von konfiszierten Finken durch die Carabinieri im Pantani-Zugvogelschutzgebiet, Sizilien © SPA_IT
Durstige Stieglitze und Grünfinken nach der Freilassung © SPA_IT
Unsere bevorstehenden Winter-Vogelschutzcamp-Einsätze sind für zahlreiche Zugvögel oft der einzige Schutz vor Fallen, Gewehren und illegalem Handel. Jede Meldung an die Polizei, jede nächtliche Kontrolle und jede konfiszierte Falle bedeutet Zugvogelleid, das verhindert werden kann. Damit unsere Teams auch in den kommenden Wochen konsequent gegen Vogelwilderei vorgehen können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Bitte helfen Sie mit einer Adventsspende, bedrohte Zugvögel vor einem qualvollen Tod zu bewahren – gemeinsam können wir den kriminellen Fang und Handel eindämmen und Zugvogelrouten sicherer machen.
Befreite Mönchsgrasmücke bekommt Wasser © Komitee gegen den Vogelmord
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
«Vogelschützerin befreit Mönchsgrasmücken aus Leimruten in Zypern © Komitee gegen den Vogelmord»
Die Zurückhaltung der Vogelwilderer im Frühling auf Zypern findet während des Herbst-Vogelzugs keine Fortsetzung: Kriminelle Banden sind bestens organisiert und es wird im grossen Stil gefangen und getötet... mehr Informationen
Nach den erfolgreichen Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf Zypern und der griechischen Insel Zakynthos stellen sich unsere ortskundigen Vogelschützerinnen und Vogelschützer auf Zypern erneut illegal agierenden Vogelwilderern und Vogeljägern entgegen. Einmal mehr brauchen wir Ihre tatkräftige Hilfe, damit wir unseren Einsatz gegen den herbstlichen Zugvogelmord fortsetzen können… Zum Projekt
PostFinance IBAN: CH98 0900 0000 6069 9120 8 BIC: POFICHBEXXX