Aktuelles:
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Unsere ortskundigen und erfahrenen Vogelschützerinnen und Vogelschützer gehen bei ihren strapaziösen Zugvogelrettungseinsätzen noch immer durch ein Wechselbad der Gefühle. Der Kontrast ihrer Einsatzerfahrungen in den Frühjahrs-, Herbst- und Winter-Vogelschutzcamps auf den Inseln im Mittelmeerraum könnte nicht grösser sein:
Auch in diesem Jahr rechnen wir auf der griechischen Insel Zakynthos erneut mit teils aggressiv auftretenden Vogeljägern. In diesem erst vor wenigen Jahren identifizierten Hotspot der massenhaften Frühjahrswilderei liegt weiterhin viel Arbeit vor uns. Gemeinsam mit unseren Freunden vom Komitee gegen den Vogelmord werden wir deshalb mit einem grossen Team erfahrener Vogelschützer Flagge zeigen.
Zakynthos: abgeschossene streng geschützte Pirole © Komitee gegen den Vogelmord
Die Wilderer sind heute gut vernetzt: Über Smartphones, über das Internet geteilte Livestandorte und Sprachnachrichten informieren sie sich gegenseitig in Echtzeit darüber, wo sich der Abschuss von Zugvögeln «lohnt» und wann sie Gewehre, Munition und illegale Beute rasch im Gelände verstecken müssen.
Unsere Teams müssen den Wilderern deshalb stets einen Schritt voraus sein. Oft begeben sie sich bereits in der Nacht auf lange Märsche in abgelegene Einsatzgebiete und verharren dort stundenlang verborgen in der Vegetation, um illegale Jagdaktivitäten gerichtsfest dokumentieren zu können.
Zakynthos: auch im Frühjahr ständig genutzter massiver Vogeljagd-Ansitz in einem alten Olivenbaum-Hain © Komitee gegen den Vogelmord
Auf der ionischen Insel Zakynthos werden trotz der EU-Vogelschutzrichtlinie und des seit über 35 Jahren in Griechenland geltenden Verbots der Frühjahrsjagd jedes Jahr Tausende streng geschützter Turteltauben, Pirole, Bienenfresser sowie selbst Mauersegler und Greifvögel illegal abgeschossen. Viele dieser Zugvögel erreichen dadurch ihre Brutgebiete bei uns nicht mehr und können sich nicht fortpflanzen – ein massiver Verlust für den Erhalt stabiler Zugvogelpopulationen.
Vogelblick über Zakynthos © Komitee gegen den Vogelmord
Auch in diesem Frühjahr werden wir auf Zypern mit einem reduzierten Team Präsenz zeigen. Dank unserer konsequenten Arbeit in den Vogelschutzcamps ist der illegale Frühjahrsfang von Zugvögeln nahezu zum Erliegen gekommen.
Südküste Zypern: Gleich hinter den Touristenhotels droht in Büschen und Bäumen tausendfacher Zugvogeltod © SPA
Gemeinsam mit unseren Partnern vom Komitee gegen den Vogelmord werden wir ab Anfang April den Überwachungsdruck auf die letzten aktiven Fangplätze mit Leimruten aufrechterhalten. Illegale Fangnetze und elektronische Lockgeräte werden im Frühjahr inzwischen kaum noch eingesetzt. Durch unseren langjährigen Druck auf Behörden und politische Entscheidungsträger sind die Bussen während der Brutsaison heute so hoch, dass sich dies kaum noch ein Wilderer leisten kann – denn wir werden ihn ziemlich sicher erwischen.
Mönchsgrasmücke ♀ gefangen an einer Leimrute in einem Maulbeerstrauch © Komitee gegen den Vogelmord
Während des Frühjahrszugs sind auf Zypern bereits die Maulbeeren reif. Den süssen, energiereichen Früchten können Singvögel wie Mönchsgrasmücke, Fitis oder Waldlaubsänger kaum widerstehen. Genau diese Situation nutzen Wilderer aus, indem sie Leimruten in den fruchttragenden Bäumen platzieren. Was für die Vögel wie ein Nahrungsangebot aussieht, wird so zur tödlichen Klebefalle.
Für die Einsätze in den beiden Frühjahrsvogelschutzcamps auf Zypern und auf der griechischen Insel Zakynthos werden noch 23 500 Euro benötigt. Das Geld wird gebraucht, um die Einsatzkosten zu decken, bei Verfolgungsjagden verlorengegangene Body-Cams zu ersetzen und dringend notwendige Reparaturen an den Einsatzfahrzeugen zu bezahlen. Wir haben aus der Schweiz zugesichert, mindestens 11 750 Franken beizusteuern, damit diese wichtigen Artenschutz-Einsätze uneingeschränkt stattfinden können.
Bitte helfen auch Sie uns mit Ihrer tatkräftigen Spende, damit unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer in den zwei anstrengenden Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf den Inseln im Mittelmeer weiterhin gut ausgerüstet und wirkungsvoll gegen die skrupellosen Vogelmörder vorgehen können. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Aus Fangnetzen befreite Singdrosseln © Komitee gegen den Vogelmord
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
«Vogelschützer an einem Fangnetz voller Zugvögel © Komitee gegen den Vogelmord»
Die Zurückhaltung der Vogelwilderer im Frühling auf Zypern findet während des Herbst-Vogelzugs keine Fortsetzung: Kriminelle Banden sind bestens organisiert und es wird im grossen Stil gefangen und getötet... mehr Informationen
Nach den erfolgreichen Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf Zypern und der griechischen Insel Zakynthos stellen sich unsere ortskundigen Vogelschützerinnen und Vogelschützer auf Zypern erneut illegal agierenden Vogelwilderern und Vogeljägern entgegen. Einmal mehr brauchen wir Ihre tatkräftige Hilfe, damit wir unseren Einsatz gegen den herbstlichen Zugvogelmord fortsetzen können… Zum Projekt
PostFinance IBAN: CH98 0900 0000 6069 9120 8 BIC: POFICHBEXXX