Aktuelles:
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Seit Wochen berichtet unser Schutzgebietsbetreuer Angelo aus GELOI auch immer wieder Erfolgsnachrichten: Eine Vielzahl von Zugvögeln und mediterranen Vogelarten brütet in unserem Feuchtgebiet, darunter erneut die wunderschöne Blauracke. Hochinteressant ist, dass sie erstmalig direkt an unserem kleinen Bauernhaus «Casa Geloi» brütet. Wir sind natürlich hocherfreut, dass die Fassade unseres kleinen Gebäudes schon vor der endgültigen Fertigstellung als Rückzugsort für die mutigen Brandwächter und Vogelschützerinnen mit Leben erfüllt ist. Gesamthaft wurden im Juni 176 Vogelarten in GELOI beobachtet. Darunter sind Arten wie die bei uns in der Schweiz vom Aussterben bedrohte Grauammer oder das extrem seltene Purpurhuhn.
Rotflügel-Brachschwalbe © SPA_CH_NF
Bienenfresser © SPA_CH_NF
Blauracke © SPA_CH_DP
Purpurhuhn © SPA_CH_DP
Dieses fragile Brut- und Zugvogel-Paradies gilt es zu beschützen, da rund um das GELOI-Feuchtgebiet verheerende illegal gelegte Brände wüten. Grund für die Feuerkatastrophe ist das verbotene Abrennen von abgeernteten Feldern und abgegrasten Weideflächen. Die Asche soll als Dünger für die nächste Vegetationsperiode dienen – eine Methodik, die von vermeintlich unbelehrbaren Schäfern und Getreidebauern angewandt wird, ohne Rücksicht auf all das Leben und die Gelege der Bodenbrüter in diesen Flächen. Durch die starken und heissen Winde in Sizilien, sind diese Brände kaum zu kontrollieren. Auch Plastikmüll, der überall auf den Feldern und Wiesen liegt, wird mitverbrannt. Zurück bleibt eine giftige Ascheschicht, die nach und nach den Boden vergiftet. Im Frühjahr haben unsere Bird- & Habitat-Guards deshalb mit der Hilfe lokaler Biobauern rund um das Schutzgebiet einen zwölf Kilometer langen und sechs Meter breiten Brandschutzstreifen angelegt, der durch regelmässiges Pflügen frei von jeglicher brennbaren Vegetation gehalten wird. Mit diesem schützenden Ring um die Aussengrenze von GELOI bleibt der innere Teil des Feuchtgebiets bis jetzt (Stand 22. Juli 2025) unberührt von Flammen und Zugvögel sowie auch lokal ansässige Wildtierarten nutzen das Schutzgebiet als Rückzugsort und für die Jungenaufzucht.
Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Biobauern bleibt das ursprüngliche Kulturlandschaftsbild in Teilen des äusseren Gebiets erhalten – im Einklang mit der Natur. Hier werden Linsen, Kichererbsen und Weizen angebaut und geerntet – ganz ohne Pestizide und Branddüngung. Für uns ist das ein Beispiel zukunftsweisender Landwirtschaft.
Brandflächen (rot) rund um GELOI (grüne Linie), Juli 2025 © SPA_CH
Flächenbrand direkt vor GELOI © SPA_CH_DP
Derzeit herrscht eine Gluthitze von bis zu 39° C und Trockenheit in der Ebene von Gela, wo sich auch unser GELOI-Schutzgebiet befindet. Das sind harte Arbeitsbedingungen für unsere Gebietsschützerinnen und -schützer – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der sich viele Menschen eine sommerliche Auszeit am See oder in den Bergen gönnen.
Unsere couragierten Naturschützer sind auf engagierte Spendenhilfe angewiesen – damit sie ihren kräftezehrenden Einsatz bis in den späten Herbst durchhalten, Mensch und Material rund um die Uhr einsatzbereit bleiben – und der einzigartige GELOI-Lebensraum wirksam geschützt werden kann. Vielleicht möchten Sie auf das eine oder andere Kaltgetränk verzichten – und unterstützen stattdessen unseren Brandschutz-Einsatz im äussersten Süden Europas. Gerade solche Gesten geben den wenigen Idealisten vor Ort die Kraft, weiterzumachen – im Kampf gegen die für Wildtiere tödlichen Brände.
Bird- & Habitat-Guard löscht Feuer nahe des GELOI-Feuchtgebiets © SPA_CH_NF
Weissstorchfamilie im Herzen des GELOI-Schutzgebiets © SPA_CH_NF
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Weissstorch umgeben von Feuersbrunst © SPA_CH"
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Nach den erfolgreichen Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf Zypern und der griechischen Insel Zakynthos stellen sich unsere ortskundigen Vogelschützerinnen und Vogelschützer auf Zypern erneut illegal agierenden Vogelwilderern und Vogeljägern entgegen. Einmal mehr brauchen wir Ihre tatkräftige Hilfe, damit wir unseren Einsatz gegen den herbstlichen Zugvogelmord fortsetzen können… Zum Projekt
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