Aktuelles:
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Wir freuen uns, zu den Festtagen und dem Jahreswechsel über die eindrucksvolle Entwicklung unseres Geloi-Zugvogelschutzgebiets nahe der Südküste Siziliens berichten zu können. Dieses inzwischen nahezu 200 Hektaren umfassende Gebiet konnten wir nur dank der grossherzigen Unterstützung unserer Spender und Spenderinnen zu einem der sichersten Rast- und Überwinterungsplätze für Zugvögel tief im Süden Europas entwickeln.
Strukturreiches Geloi-Feuchtgebiet aus Zugvogelperspektive © M. Di Pietro
Doch dieser Schutz ist alles andere als selbstverständlich. Unser Geloi-Schutzgebiet liegt inmitten einer höchst intensiv genutzten Agrarlandschaft in der Ebene von Gela und ist heute mit seinen von uns neu geschaffenen Flachwasserteichen, Feuchtwiesen und langen Hecken ein wahres Zugvogelparadies. Hier finden überwinternde Singvögel wie Feldlerchen, Wiesenpieper, Schwarzkehlchen, Hausrotschwanz und viele weitere Zugvogelarten reichlich Nahrung und schützende Deckung vor Vogeljägern. Doch was wir gemeinsam in Geloi erreicht haben, bleibt nur erhalten, wenn wir das Gebiet weiter pflegen, vergrössern und couragiert gegen anhaltende Bedrohungen von aussen schützen.
Kiebitze in einer Flachwasserzone © D.Pepi
In Geloi überwinternder Wiesenpieper © D.Pepi
Gerade im Winter, wenn viele Zugvögel geschwächt von der langen Reise aus ihren Brutgebieten in Nord- und Mitteleuropa in Sizilien ankommen, entscheidet die Qualität des Rastplatzes über ihre Überlebenschancen.
Winterimpressionen aus unserem Geloi-Feuchtgebiet © D.Pepi
Damit Geloi zukünftig ein noch wertvollerer Zufluchtsort für unsere Zugvögel wird, wollen wir weitere Biotop-Massnahmen realisieren:
Für Sing- und Misteldrossel, die zunehmend im Mittelmeerraum überwintern, pflanzen wir heimische Sträucher und mediterrane Obstbäume. Diese vielfältige Vegetation schafft geschützte Schlafplätze, bietet Nahrung und vielfältige Naturstrukturen, die für Singvögel, aber auch für Kleinsäuger und Insekten überlebenswichtig sind.
In der Schweiz werden grosse Anstrengungen zur Schaffung von Brutplätzen in der Kulturlandschaft unternommen, weil die Bestände der am Boden brütenden Lerchen stetig zurückgehen. Kaum haben diese Vögel nach erfolgreicher Brut und Jungenaufzucht die Schweiz Richtung Süden verlassen, besteht die Gefahr, dass sie schon kurz nach der Alpenüberquerung in anderen Ländern als dort jagdbare Arten ins Gewehrfeuer geraten.
Singdrossel © SPA_CH_NF
Feldlerche findet Nahrung in unseren schonend bewirtschafteten Ackerflächen in Geloi © A. Scuderi
Nachdem wir im letzten Winter ein ganzjähriges amtliches Jagdverbot auf alle Wildtierarten erwirken konnten, haben wir diesen Winter damit begonnen, den überwiegend am Boden lebenden Zugvogelarten wie Feldlerche, Haubenlerche, Wiesenpieper und auch den Wiedehopfen und Wachteln unsere nun jagdfreien grossflächigen Wiesenbereiche mit einer speziellen Winter-Wiesenmahd in Mosaikform für deren leichtere Nahrungssuche zu öffnen. Viele Stare, Lerchen und Ammern nutzen seitdem den gut erreichbaren Wiesen-Nahrungstisch.
Behördliche Beschilderung weist auf das ganzjährige Jagdverbot in Geloi hin © A. Cantavenera
Alle unsere auf das Wohlergehen der Zugvogelwelt abgestimmten Landschaftsentwicklungsmassnahmen wie das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern, die Neuanlage von Flachwasserteichen, das Mähen der sommerlichen Brandschutzstreifen und nun auch die zeitaufwändige Winter-Wiesenmahd kosten uns viel Geld.
Damit unser «Geloi-wetland» Schutzgebiet zukünftig ein noch attraktiveres und robusteres Überwinterungsrefugium fern der Vogeljagd und Vogelwilderei wird, sind wir auf Spenden angewiesen.
Das Offenhalten der Lerchen-Schutzzonen, das Pflanzen der mehr als 800 neuen Sträucher und Bäume und die wichtige laufende Instandhaltung des bis zu zwölf Kilometer langen Schutzzauns kosten uns bis ins kommende Frühjahr gut 32'000 Franken.
Freiwillige helfen bei der Wiederaufforstungsaktion in Geloi © D.Pepi
Kiebitze steuern Geloi zur Rast an © D.Pepi
Wir danken all unseren Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen, nur durch diese engagierte Hilfe können wir unseren Zugvögeln dieses sichere Überwinterungsgebiet schenken.
In diesem Winter planen wir kleine Wälder aus Korkeichen und Silber-Pappeln anzulegen © A.Scuderi
Neu gepflanzte Bäume und Sträucher in Geloi © D.Pepi
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
«Ehrenamtliche Helferin pflanzt Bäume in Geloi © D.Pepi»
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