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Einst in der Schweiz sehr häufige Gebäudebrüter wie die Mehlschwalbe und der Mauersegler gelten heute schon als potenziell gefährdet. Diese geselligen Zugvögel finden immer seltener ein Zuhause und geeignete Insektennahrung bei uns. Den Mehlschwalben fehlt der Lehm für den Nestbau durch die stetige Versiegelung unserer Böden. Dachüberstände werden technisch perfekt saniert, so gehen für Mauersegler geeignete Bruthöhlen verloren. Es wird nicht bedacht, dass beispielsweise Hausrotschwanz, Haus- und Feldspatz, Bachstelzen und auch verschiedene Fledermausarten und viele weitere Wildtierarten im Siedlungsraum auf solche Nischen an Gebäuden angewiesen sind.
Mehlschwalbenpaar © Leo/fokus-natur
Mauersegler © Pröhl/fokus-natur
Hausrotschwanz © Leo/fokus-natur
Mit unserem Projekt «Artenschutztürme» wirken wir seit 2016 der Not der Gebäudebrüter entgegen. Bereits an sieben Standorten erwarb und renovierte die Stiftung Pro Artenvielfalt alte Trafotürme in vogelfreundlicher Manier. Mit dem Erhalt der alten Gebäude und dem Einbau artspezifischer Nistkästen in den Türmen gewährleisten wir so das Zusammenleben von Wildtier und Mensch im Siedlungsraum.
Auch die Gemeinde Liesberg im Kanton Basel-Landschaft möchte den negativen Trend für Gebäude bewohnende Vogelarten aufhalten. Dort ist man von unserem nachweislich erfolgreichen Artenschutzgebäude-Konzept überzeugt und die Gemeinde kam aktiv auf uns zu mit der Bitte, dass wir doch auch in Liesberg ein solch artenschützendes, ökologisch wertvolles Gebäude errichten mögen.
Alter Trafoturm in Liesberg Dorf © SPA_CH
Mehlschwalben brüten im Dorf Liesberg noch vereinzelt in natürlich gebauten Nestern. Für ihr kunstvoll errichtetes Nest benötigt die Schwalbe bis zu 1‘500 Lehmkügelchen. Die kann sie heutzutage in einer von Asphalt und Beton dominierten versiegelten Landschaft kaum noch sammeln. Wegen der Verwendung von ungeeignetem Nestbau-Ersatzmaterials stürzen diese Nester dann oft mitsamt Eiern und Jungen während der Brutzeit und Aufzucht ab. In Liesberg werden wir den Mehlschwalben an dem vor Verfall und Abriss geretteten Turm acht sichere Kunstnester anbieten, und zahlreiche weitere Nisthilfen, Bruthöhlen und Nischenquartiere werden in die Fassade integriert.
Mehlschwalbe beim Nestbau © foto natur
Gemeinsam mit der Gemeinde wollen wir aktiv werden und Mehlschwalbe und Co. zu ihrem Glück in Liesberg verhelfen. Vorausschauend haben wir daher den Turm zu einem symbolischen Preis der Gemeinde bereits abgekauft, eine Baubewilligung erwirkt und die regionalen Handwerker beauftragt, die Nisthilfen und Bruthöhlen ins Mauerwerk der alten ausgedienten Turmstation einzubauen.
Alter Trafoturm während des Umbaus © SPA_CH
Fertig sanierter Turm © SPA_CH
Der Turm ist durch seine Lage neben Kirche und Friedhof, mit vielen Hecken, einzelnen Bäumen und Grünflächen gut geeignet für die Förderung von Gebäudebrütern. Neben geeigneten Unterschlupfen werden die Wildtiere auch ausreichend Nahrung in Turmumgebung finden können.
Bitte helfen Sie mit einer Spende, damit wir alle Handwerkerrechnungen fristgerecht begleichen und mit dem Artenschutzturm-Erfolgskonzept weitermachen können. Vielen Dank!
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Artenschutzturm Liesberg Dorf © SPA_CH"
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