Logo Stiftung Pro Artenvielfalt - Die Nothelfer für bedrohte TierartenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterRauchschwalbe (hirundo rustica)Blütenreiche WildblumenwieseJunge Wildkatze (felis silvestris)
Zugvogelschutz-
Kampagne 2019
Stop dem Vogelmord
Protest-
Unterschriftenliste:
hier anklicken

Kino-Spot gegen den Vogelmord mit Hannes Jaenicke
TV-Kampagnen-Spot "STOP dem Vogelmord
auf Zypern" mit Hannes Jaenicke

Spendenprojekt
Januar / Februar 2020
Viele spätgeborene Jungigel-Winterpatienten sorgen für überfüllte Igel-Rettungsstationen


Jungigel im Gras © SPA CH

Immer weniger Igel über-
leben in Schweizer Sied-
lungsgebieten. Gründe
dafür sind der anhaltende
Bauboom und der Schwund
von naturbelassenen Parks
und Gärten. Besonders
letztes Jahr hatten die auf
Insektennahrung angewie-
senen Stacheltiere viel
auszuhalten, denn auch
das Wetter setzte ihnen zu.
Der Wintereinbruch im Mai
bescherte den erst kurz
zuvor aus dem Winterschlaf
erwachten Igeln «leere
Teller». Bei schneebedeck-
tem, frostigem Boden und
eisigen Temperaturen
fanden unzählige Igel kein
Futter und die erste grosse
Welle von unterernährten
und kranken Igeln erreichte
die von uns geförderten
Igel-Rettungsstationen.


Igelkinder bei Fütterung mit igelgerechter Säuglingsmilch
© SPA CH


Anschliessend kamen viele
Igel durch die gründlichst
und häufig praktizierte
Frühjahrsmahd unter die
Messer der effizient arbei-
tenden Mähwerkzeuge.
Somit traf die nächste Wel-
le von stark verletzten Igeln
in den Stationen ein. Viele
verletzte Muttertiere, die
bereits ihre Brut in den
meist nur noch spärlich
aufzufindenden Strauch-
und Heckenvegetationen
behüteten, waren unter
den eingelieferten Notfall-
Patienten. Folglich kam es
zu verwaisten oder eben-
falls durch die Rasenmäher
verletzten Igelbabys. Es war
ein sehr kräftezehrendes
erstes Halbjahr mit den
vielen hilfebedürftigen Igel-
kindern, die in intensiver
Pflegearbeit von Hand mit
spezieller Tiersäuglings-
nahrung gefüttert werden
mussten, berichteten un-
sere «Igelmütter» unisono.


Geschwächter Igelpatient wird behutsam umsorgt © SPA CH

Wissend, dass der Herbst die eigentliche Hochsaison der Igelpflegefälle ist,
machten sich die Stations-
leiterinnen auf viele weitere
Igelpatienten gefasst. Neue
Igelboxen wurden gekauft
und eingerichtet, denn
durch die markant erhöhte
Anzahl eingelieferter Igel
waren bereits alle Not-
boxen besetzt. Igelretterin
und Stationsleiterin Evelyne
Noser der Igel-Rettungs-
station in Ebikon/LU mus-
ste gar ihre geliebten Hüh-
ner aufgeben, um einen
weiteren Raum für noch
mehr Igelboxen und
-patienten schaffen zu können.


Evelyne Noser in der überfüllten Igel-Rettungsstation in Ebikon/LU © SPA CH

Das unermüdliche Enga-
gement der selbstlosen
«Igelmütter» und ihrer
Helferinnen und Helfer ist
nicht selbstverständlich.
Trotz höchster Belastung
nehmen die Frauen un-
beirrt jeden Igel in Not auf
und geben den ansonsten
totgeweihten kleinen
Stachelrittern eine zweite
Lebenschance und leisten
damit einen wichtigen Bei-
trag zum Schutz und Erhalt
der Artenvielfalt. Im Jahr
2018 haben die Igel-
Rettungsstationen von
Evelyne Noser (LU),
Danielle Lenzin (AG),
Allison Schulz (AG) und
Ingrid Furrer (VS) gesamt-
haft 1’120 Igel aufgenom-
men. 2019 waren es bereits 25 % mehr!


Igelpatient in Behandlung
© SPA CH


Alarmierend war im Jahr
2019 die Einlieferung der
unfassbar vielen Igelkinder
im Spätherbst bis Anfang
Dezember, die teilweise
noch im Säuglingsalter
waren. Die Igelmütter hat-
ten ihre Kinder verlassen
müssen, sonst hätten sie
für sich selbst nicht mehr
genügend Nahrung für die
Winter-Fettreserven finden
können und hätten es nicht
bis zum nächsten Frühling
geschafft.


Überwinterungspflegling
© SPA CH


Derzeit werden über 200
Igelpatienten in den Statio-
nen und in externer Pflege
(begleiteter Winterschlaf)
betreut und behandelt.
Dabei schlafen die meisten
Igelpatienten nicht. Drei-
viertel der Igel sind wach,
die intensive Arbeit geht im
Winter folglich weiter, wobei
ebenso stets ein wachsa-
mes Auge auf die schlafen-
den Igel zu halten ist.

Die Igel-Rettungsstationen
sind völlig überlastet. 2018
wurden gesamthaft 1’120
Igelpatienten aufgenom-
men. 2019 waren es be-
reits 25 % mehr. Unsere
unermüdlichen «Igelmüt-
ter» und ihre treuen Helfer-
teams brauchen jede
finanzielle Unterstützung.
Bitte helfen Sie uns mit
Ihrer Spende
, dass wir den
Igel-Rettungsstationen die
Fortführung dieser wichti-
gen Igelschutzarbeit un-
eingeschränkt ermögli-
chen können!

Bei Igel-Notfällen erhalten
Sie Auskunft unter der
Nummer 079 699 66 25.
Wichtige und interessante
Informationen finden Sie
in unserer neuen Igel-Fibel.



Klicken Sie bitte auf das
oben stehende Bild mit
Videolink, um einem Jung-
igel bei ersten Nestbau-
übungen in einer von uns
geförderten «Igel-Rettungs-
station» zuzuschauen.
 

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Vögel

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um das Video
„Zyperns schlimmster Vogelfänger“ zu sehen.



Stiftung Pro Artenvielfalt
Malzgasse 5
4052 Basel

Tel.    +41 61 311 02 01
Fax    +41 61 311 02 00
Email:  contact@stiftung-pro-artenvielfalt.ch

Die Stiftung Pro Artenvielfalt wurde per 10. Oktober 2011 im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Die Firmennummer lautet: CHE-404.478.621

„Stiftung Pro Artenvielfalt, „DieTierPaten" und "STOP dem Vogelmord" sind eingetragen als Marken beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, Bern. Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die Stiftungsarbeit basiert auf den folgenden Projektschwerpunkten:

  • Förderung und Mitarbeit in Vogelschutzcamps gegen den illegalen Zugvogelmord entlang der Vogelzugwege und in Zugvogelüberwinterungsgebieten in Südeuropa insbesondere auf den Mittelmeer-Inseln Zypern, Sizilien und Sardinien.
  • Erwerb und wildtiergerechter Umbau von ungenutzten Gebäuden zu Artenschutzgebäuden für „Gebäude bewohnende Tierarten“ wie z. B. Turmfalke, Schleiereule, Mehlschwalbe, Mauersegler, Hausrotschwanz, Bachstelze, Haus- und Feldsperlinge, Fledermausarten, Solitärbienen.
  • Förderung von Landkäufen und Biotopentwicklungsarbeiten in Italien zum Schutz von Zugvogel-Hotspots (bedeutende Rast- und Nahrungsplätze) entlang der mittleren (zentralen) Vogelzugroute.
  • Förderung von Wildtierauffang- und Pflegestationen und privaten Wildtier-Rettungsinitiativen.

Stiftungszweck

Die Stiftung Pro Artenvielfalt bezweckt, Wildtierarten das Überleben möglichst in ihren angestammten Lebensräumen zu sichern, insbesondere durch den Schutz von natürlichen Lebensräumen, den Schutz von Vogelzugwegen, konkrete Artenschutzmassnahmen, Förderung des Interesses am Wildschutz durch beispielhafte Aktionen, Aufklärungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Vögel

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um das Video
„Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Vögel“ zu sehen.

 

GELOI Wetland: Überlebenswichtige Feuchtwiesen als Rast- und Nahrungsplätze für unsere Zugvögel retten!

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um das Video
„GELOI Wetland“ zu sehen.


Wiedergeburt der Pantani Cuba & Longarini

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um das Video
„Wiedergeburt der Pantani Cuba & Longarini“ zu sehen.


Vogelschutzkampagne 2018

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um den 2. TV-Kampagnen-Spot
„STOP dem Vogelmord auf Zypern“ mit Hannes Jaenicke zu sehen.